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Neue jüdische Presse · 1920-11-26 · Heft 43 (26.11.1920) · p. Seite 4

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
18 (1920)
Issue
Heft 43 (26.11.1920)
Date
1920-11-26
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4. Neue MHche WM- Rr. 4L Gebete nächsten Sonntag die „Z ch e m a u n e - E j r a" bespricht. Die jüdischen Firmen werden ersucht, ihre V n - k a n z c n der „Berufsberatung und Arbeit s ) Nachweis für Jude n", Börneslr. 54, Telephon Hansa 7085', anzumetden. Tonntag, >i Uhr, findet im Lvlal des Metor Ehaiim ein H e s p e d auf Ul a v b. D r. B a rn b e r g e r s. A statt. Vorträge. Der V e r e i u >n u r G r ü u d n n g und Erhalt u n g eine r 2l l a d e,n i e für die Wissenschaft des Indent u m s veranstaltete eine alademische Feier als erste nfferrtiid>e Darbietung. tstach einer Begrüßungsansprache des Leiters des Ortsausschusses, Dr. Eduard Strauß, worin er besonders Hermann Cohens gedachte, der der Schöpfer des Gedankens der Atademie war, hielt Rabbiner Dr. Nobel in glänzender Wortgestaltung und ausspannender philosophischer Gedankentiefe einen Vortrag über den Dichter des „Kether Malchus" und Verfasser des philosophischen Wertes „Mekor Chajim (Fons vitae)", Salomo n ibn G a -- birol. Goethesches Weltdenken gab den Hintergrund, auf dem der Redner Gadirols Philosophie in ihrer bedeutsamsten Linie zeichnete. Nach dem Vortrag sprachen von der Leitung der Organisation Justizrat Dr. L i l i e n t h a l - Berlin und Prof. Dr. D e s s a u e r - Berlin, das Interesse der zahlreichen Zuhörerschaft für die Akademie verlangend. Der Vortrag hatte wohl in gar manchem den Gedanken erweckt, daß Rabbiner Dr. Nobel auf einen Lehr! stuhl für jüdische Religionsphilosophie, Studenten um sich scharend, gehöre. Kraukkurter Beranftaltungeu Talmud-Thora-Verein, Hörsaal (Börneplatz, Freitag nach Mariw: Bortrag (Dr. Braun), Samstag, nach Schacharis: Haftoro (Dr. Rabin), 11: Schulchan Aruch*) (Unna), 3l4: Rasch: (Lipinsky), nach Mincha: En Jaakauw (Unna), Sonntag, nach Schacharis: Mischnä, O1/*: Schulchan Aruch (Lipinsky), 912: Gemoro*) (Unna), nach Mincha: Newiim (Unna), 654: Die Gebete des ganzen Jahres (I. B. Levy)^) Dienstag, 6h4: Mikro (Unna), Mittwoch. nach Schacharis: Mischna, 6hs: Chauwaus lewoivaus (Dr. Braun), Donnerstag, 8: Gemoro*) (Unna), Fortbildung für junge Leute, Montag, 8(4: Gemoro (Unna), Fortbildung für Knaben, Samstag, 3: Schulchan Aruch, Dienstag und Donnerstag, 0V2: Mischna, Gemoro, Schiur für Damen, Sonntag, 5V2: Din im (Unna). — Agudas Iisr 0 el - Jugend gruppe, Freitag, nach Mariw: Gemoro *) Religionsschule Hermesweg 27. H Auch für Damen. BiillQe DM" Bnromöbel "WS G<*legenheit8käufe in Flach-» Büro-» Schreibmaschinentischen, Stahlen» Seseeih» eiserne Kontor-SohrS nke. Freya, Bö ro- Ein rieh tu nsren, T n eaterpl .14. IZ8L Lntt Lüa8l1srspivts Laissrgtrssss 69. veglni» 8 vdr. Tel. Hansa 5516. ===; Bauti’s Weinrestaurant .=■ _ab 6 Ohr abends warme Speisen ä la carte._ (Ovvenheimer), 8: gemütlicher Abend, Samstag, 91 ■.> * Gei"oro (Dr Posen, Tiergarten 42), 113/4: Mischna (Hirfchberg3: Gemoro (Hofmann), Sonntag, 8 vorm.: Rafchi (Oppenheimer), 2: Thillim, 31 : Seiniraus (Golde), 6: Hesped über Dr. Bamberger s. A., 8: Geschichte (Schrchno^itz)^). 0: hebr. Sprache (JellenF), Montag, 9: Gemoro (Ehrmann), Dienstag, 8: Tefillo (Kaufmann), 8(4: Ge-- moro (Dr. .Hofmann), Mittwoch, 8: Gemoro (Ehrmann), 8ch,: d.ewiim (Unna, Kl. Obermainstr. 30)r), Donnerstag, 8G: Judentum und Sozialismus (Ehrmann)Z, Mädchengrupf.e, Freitag abend: Sidro, Samstag, 4: Tauro (Hirschberg). Montag, 8: Dinim (Schachnowitz), Mittwoch, 6(4: Hiob (Ehrmann), Mittwoch, 854: Chomesch (Joelch — I ü d. F r a u c n v e r e i n i g u n g, Friedb. Anl. 5, Sonntag, 6: Prophetenwort und Gesetzesleyre (Dr. Jos. Breuer). — Mekor Chajim, Freitag: Mikro (Jos. Bamberger), Samstag: Dinim (Rektor Falt), En Jaacauw (Schachnowitz). —- Verein selbst, isr. Handwerker, Zoolog. Garten, Samstag, 6: Stiftungsfest. — Tiferes Bachu - rim, Langestr. 33, Sonntag, 7:4: Geschichtskurs (Dr. Mäh). Nation. I ü d. I u g e n d a u s s ch u ß, Frankfurt- Loge, Montag, 8: Der Zud>. und fern Volt (Ernst ^imon).— I ü d. Sozial. Arbeiterpartei „P 0 a l e Zion", Fremdenzimmer d. Gewerkschastshaus, Samstag, 7i4: Palästina und die jüd. Arbeiterschaft (Nier, Wien). Das Wunder. Chassidische Skizze von Tlsercse Po me ranz. In der Sadogoraer Klaus war etwas Fürchterliches passiert, aber zu verwundern war's nicht, denn Mojsche reb Nossens war nicht seit Traditionen ein „Sadogoraer", sondern ein Eingeheirateter und bei solchen Leuten pflegt es nie tief zu sitzen. Man hat immer gemunkelt, daß sein Vater ein „Sandzer" gewesen sei. Nün war sein Vater in großer Verlegenheit gewesen, denn Mojschs hatte kein Glück zu Schiddichim gehabt, er war 22 und noch ledig gewesen, also ein regelrechter alter Bocher. Deshalb hatte der alte Sandzer, zecher zaddik liwrocho, gesagt, er möge ihn verheiraten und hatte ihm erlaubt, Äie Tochter eines Sadogoraer Chassid zu nehmen. Nün »fragt man, wie konnte ein Sadogoraer Chassid einem Sandzer eine Tochter geben? Da war eben auch ein Haken: Mojsches'Weib habe, erzählte man, als 17jährige mit einem Studenten gelieväugelt, und als der Vater sie dabei ertappt habe, wie sie sich von Moritz Engelrein zum Abschied die Hand habe küssen lassen, da habe sie erklärt, sie liebe Moritz und möchte ihn heiraten. Man hat gemacht: chapp, lapp, zapp! Der Rebbe, soll gesund und stark sein, hat gesagt: Frag nicht viel, deck ihr den Kopf zu, bist erneu Chomez poter. Nün war Gras über die Geschichte gewachsen. Mojsche war im Laufe der Jahre ein schöner Balboes geworden und zugleich ein Sadogoraer Chassid. Aber inan merkte, die Hefe saß unten. Denn hätte er nur eine jüdische Ader in sich gehabt, würde er seine Tochter nicht einem Sandzer Joilik geben. Am Gjmchas Tauro wurde die Sache in die. Oeffem lichreit gebracht, er mußte aus der Klaus herausfliegen Wenn Sadogoraer und Sandzer aneinandergerieten, war es schlimmer als Brand in der Stadt, Blut floß in Strömen in der Sandzer sowohl als in der Sadogoraer Klaus, und. zu Hause, gerieten die Frauen aneinander und rissen sich die Perücken von den Köpfen. Der Streck dauerte bis Schabbes Ehanuka, und man war gespannt, ob es dieser Abtrünnige wohl wagen würde, zum Robben zu kommen. Nun. kam glücklich der Freilag Abend,, nian zünde:e das dritte Lichtchen. Die Chassidim kamen zusamlnen, dt? Angesehensten waren zu Tisch gekommen, die anderen kamen zum Nachtisch und Reb Selig, der Rebbe, hatte noch manches für den einen oder andern. Cs war Grabesstille. Der Rebbe saß zurückgelehnt mit geschlossenen Augen. Auf einmal rief er: „Mojsche reb Nossens'" Das rief der Zaddik dreimal. Ein Raunen und Zittern ging durch die Reihen, man schaute einander an. Man wußte, was der Rebbe mit geschlossenen Augen sieht, sehen tausend andere nicht mit offenen Augen. Der Rebbe saß noch immer zurückgeleynt, seine Lippen bewegten sich, einige glaubten etwas von einem Thossem und einer Kalle gehört zu haben. Der Geböe lief in den Gastbof, wo Mojsche zuwohnen pflegte, da kam er auch schon in Schweiß gebadet zu Fuß angerannt. 2lus seiner Reise zum Rebben war eine Achse an seinem Wagen gebrochen, er war abgesprungen und zu Fuß gelaufen. „Reb Mojsche, der Rebbe ruft euch." „Ist es war, Reb Selig?" „So sollen wir alle gesund sein, der Rebbe hat dreimal euren Namen gerufen." „Reb Selig, es soll euer Schade nicht sein.? „Gur Schabbes, Rebbe." Der Rebbe rührte sich nicht. Ein Fieber schüttelte die ganze Gesellschaft. Man wußte, es muüte etwas nie Dagewesenes kommen. „Mojsche Reb Noisens!" „Hier bin ich, Rebbe." „Masel tow euck, Ihr habt gut gewählt." „Rebbe", stammelte Mojsche verlegen, „er ist —" „Ick: weiß altes, es ist eurer Tochter rechte Bestimmung." „Masel tow, masel tow", erscholl es von allen Seiten, „die rechte Bestimmung, diie (rechte Bestimmung, allen jüdischen Töchtern gesagt, die rechte Bestimmung." Doch wenn man genauer zusah, wer riet „Masel tow"? Der Zuwachs, die Mitläufer. Die Balbattim, die zu ihrem Rebbe» wie höhere Stabst vssiziere zu ihrem Fürsten standen, rührten sich nicht, schüttelten nur mißbilligend die Köpfe, ja, sie wagten sogar zu murren. Gab es denn gar keine Tradition mehr? Waren nicht ihre Väter noch „Sadogoraer" gewesen, und hatte man da Conditorei und Gatt Wilhelm Wendel AltSBfta« 6 Telefon Natisa 1289. Franktnrter Brenfen u. Betminnfhen. So sehr sich Patrika und mit ihm die Führer und das gesamte Volk auf einen außerordentlichen Kampf vorbereitet hatten und selbst bei den Nachrichten über die außerordentlichen Kriegsrüstungen mutig eutschlossen geblieben waren: so machte das Erscheinen des Feindes an so vielen Punkten und mit so überlegenen Streitkräften einen großen und verwirrenden Eindruck. Nicht allem jene Zielpunkte, die der Marsch der römischen Heerhaufen als solche bezeichnete, sondern auch alle davor liegenden Ortschaften. dle jener verühren mußie sandten ihren Hal'erus ein. Patrika suchte nun vor Allem aus vielen verworrenen Nachrichten ein klares Bild von den Entwürfen und Absichten des Feindes sich zu machen, und dies war um so weniger schwierig, je vollständiger die Mitteilungen waren und je weniger Ursicinus .seinen 'Plan hatte Verbergen^ sondern vtelmehr durch dessen Offenlegung die Juden schrecken und verwirren wollen. Die letztere Absicht gelang vollkommen, denn einerseits mußte Patrika einsehen, daß seine Streitkräste nicht genügten, den vier Heeren der Römer hinlängliche Massen entgegenzustellen, anderseits verlangte jeder Ort, daß vorzugsweise Patrika zu seiner Rettung herbeieile, und daß jedenfalls seine Mannschaft nach Hause zur Verteidigung znrückkehre. In dieser schwierigen Lage faßte er den Entschluß, auf leine Einreden zu hören, sondern dem Plaue des Ursicinus dadurch die Spitze abzubrechen, daß er mit seiner ganzen Mannschaft diesem entgegentrete und wo "möglich einen Sieg über ihn erringe, wodurch daun die übrigen Abteilungen von selbst ausgehalten werden würden. In überraschender Weise rückte er daher schon am folgenden Morgen nach Süden ab, und marschierte so schnell, wie er konnte, über Nazareth, erreichte den Gebirgszug des kleinen Hermon, und besetzte dessen südliche Abhänge, um dem Ursicinus den Weg zu verlegen und ihn zum Kampfe zu zwingen. Aber er hatte sich verrechnet. Langsam und mit den außerordentlichsten Vorsichtsmaßregeln zog der römische Feldberr von Jesreel herauf, und als er die sichere Kunde von der Besetzung des Gebirges durch Patrika erhalten hatte, '.enkte er links ab und in die Ebene Esdraelon hinein, umging das Gebirge, nnd drohte Patrika von Sepphoris abzuschneiden. Vergebens sandte Patrika Streifvarleien «ab, welche die Römer zum Kampfe ausreizen und in eine Schlacht Hineinziehen sollten. Die Römer blieben in ihren geschlossenen Gliedern, oder rührten sich nicht in ihren umwallten Nachtlagern, und — Patrika mußte an den Rückzug denken, i'evor es zu spät würde. Er gedachte nun, sich zwischen Nazareth und Sepphoris zu werfen und daselbst ein verschanztes Lager zu bilden. Aber es waren hierüber viele Tage vergangen, und die andern römischen Heere waren ihren Bestimmungsorten immer nähergerückt, die Schwärme des aufgebötenen Volkes, die sich ihnen entgegen gestellt, vor sich her treibend. Da kamen die Notrufe immer dringender bei Patrika an, und die Boten verhandelten mit den Männern aus ihren Orten und drangen in sie, nach Hause zurückzukehren. Und ob Patrika wollte oder nicht, in jeder Nacht verließ ein Hause sein Heer, um nach Sased oder Tiberias, nach Gabara oder sonst einem Platze zu eilen, und die Mauern zu verteidigen, hinter denen ihr Teuerstes geborgen war. Patrika konnte es nicht verhindern, sein Heer schmolz zusammen, die fünfmal überlegene Armee des Ursicinus drückte und drängte auf ihn, ohne ihm auch nur die geringste Gelegenheit zu geben, seinen Heldenmut an ihr zu erproben, und so sah auch er sich gezwungen, sich .in Sepphoris einzuschließen. Der Plan des Römers war vollständig gelungen, und es kam nun daraus au, die Festungen zu brechen, um die Juden Galiläas dem gänzlichen Verderben anheimgeben. 19. Mirjam - ging unruhig in dem Gemache auf und ab, das sie jetzt im Castell Don Sepphoris bewohnte. Es war dasselbe Gemach, in welches Joseph der Abtrünnige sie zuerst gebracht hatte, aber in ganz veränderter Ausstattung und kostbar verziert. Ob Patrika dasselbe mit Absicht für sie wählte, um sie >sür jeden Fall in der Nähe des unterirdischen Ganges zu haben? Niemand gesteht sich gern böse Ahnungen ein, aber handelt mit mehr oder weniger Bewußtsein nach ihnen. Jedenfalls hatte er durch Amnon, den Zimmermann und einige Vertraute den Hauptgang weiter verfolgen, reinigen und wo es Not tat, Wiederhersteller, lassen: und es hatte sich gefunden, daß derselbe weitab von der Stadt in eine abgelegene Felsschlucht führte, welche von oben her durch den. jähen Abfall der Wände unzugänglich schien und jetzt im langen Laufe der Zeit, wo der Gang nicht betreten und unbekannt geworden, -mit dichtem Dornengestrüpp erfüllt, war. Sie hatten dieses vorerst unberührt gelassen, damit nicht einmal der Zufall den schwer aufzufindenden Eingang einem Unberufenen entdecken möge. Außerdem hatte Patrita in einigen Seitenhöhlungen einen bedeutenden Vorrat von Lebensmitteln, Werkzeugen, Waffen und Fackeln niederlegen lassen um -eine Flucht oder gar einen längeren Aufenthalt im Innern der Ero? zu erniöglichen. Mirjam war von lebhafter Unruhe beseelt. Bald ließ sie sich auf einen Diwan nieder, stützte das schöne Haupt sinnend in die Hand: dann wieder wie von einem Gedanken ergriffen, sprang, sie auf und maß das Zimmer mit ihren Schritten. Durch die Stille um 'sie her drang von draußen mancherlei Getöse, dem sie dann rind wann ihr Ohr aufmerksam lieh, sich aber bald wieder abwendend und ihren Gedanken sich überlassend. Kriegsgeschrei des Angriffs wie der Abwehr, Schmerzensruf von Verwundeten, das Zischen der Wurfgeschosse, Dröhnen gewaltiger Steckie, die an die Mauern prallten und dann schmetternd niederstürzten, alles dies erschallte vereinzelt herein, bald lauter, bald schwächer, bald von ferne oder von nahe. Da. öffnete sich die Türe des .Zimmers, und herein trat Patrika langsamen, wenn auch festen Schrittes, mit der Rechten auf Amnon gestützt. Sein Antlitz war bleich, aber e? lächelte dennoch Mirjam entgegen, als sie von diesein Anblick betroffen^ mit einem Angstrus ihm entgegenstürzte: „Um Gott, Patrika, was ist Dir?!" ) „Sei ruhig, teures Weib, es ist nichts, es hat gar nichts zu bedeuten; ein Pfeil hat mir das Fleisch am . rechten Arm etwas aufgeschlitzt, und da wir eben einen heftigen Angriff abgeschlagen, will ich einige Stunden bei Dir ruhen. Reiche mir einen Trunk Weines." Damit ijatte er mit seiner Linken ihren Arm. ergriffen, und ließ sich von ihr zum. Diwan geleiten. Mirjam blickte Amnon an, aber schon aus dem heileru Gesichte des treuen Freltndes las sie heraus, daß ihr Gemahl die Wahrheit gesprochen. „Es ist so, Mirjam," hob er an, „aber was Dir Patrika verschweigt, ist, daß er von seiner, an sich nicht bedeutenden Wunde sich nicht abhalten ließ, sovtzukämpfen und des rinnenden Blutes nicht achtend, den Arin im Streite so lange gebrauchte, bis dieser zu Ende, aber auch der Blutverlust so starr war, daß eine fühlbare Schwäche ihn überkam und ihn nötigte, sich meiner Hülfe zu bedienen, um hierher zu gelangen." Patrika drohte dem Freunde mit der Hand, nnd er widerte lächelnd: „Das fehlt noch; bring mir keinen Streit hier herein, Amnon, wir haben dessen draußen gcn>ng; bei meiner Mirjam will ich Friede haben. Geh Du nnr wieder hinaus, niein tzlmnon, aus Deinen Posten: dann bin ich ruhig, während ich hier verweile." ^Fortsetzung folgt.)

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