Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 18 (1920)
- Issue
- Heft 37 (15.10.1920)
- Date
- 1920-10-15
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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j Seite 5. Nr. 37 mag er welchen Standpunkt auch ' immer haben —, der jüdisgxn Jugend Micher der jüdischen Literatur zu kaufen und därimter mich „Das'jüdische Jugendbuchs Die Jndenhetze. - (Eineschwere Gefahr für den staatlichen und wirtschaftlichen Wiederaufbau Deutschlands voll Abg. Franz K luv sch. 2 M. Berlin W. 35. Verlag der Deutschen Wirtschafts-Politischcu Gesellschaft.) Inhalt: Vorwort. — Znr Geschichte des jüdischen Volkes. — Die Technik des Antiseinitisinus. — Die Schuldsrage. — Jüdische Kulturarbeit. — Der Antisemitismus als Ursaa;.' von Masse,,-- und Einzelverbrechen. — Tie Heuchelei der Antisemiten. Die mutige Schrift eines gerecht und vernünftig denkenden Manncs. Sehr richtig.schreibt Kultusminister Haenisclan den ihn, befreundeten Herausgeber: „Der Antisemitismus bedeutet nicht >,ur ein beschämendes Eingeständnis der eigenen völkischen Schwäche, er ist, insbesondere in den widerwärtigen Formen, die er heute :n Deutschland angenommen hat, zugleich auch eine schtvere innerpolitische und außenpolitische Gefahr. Dieser Gefahr anlgegcnzuwirlcn, ist Dein Schriftchen sehr geeignet. Möge es viele zum Nachdenken anregen und zur Selbstbesinnung mifrusen!" Aufgabe« und Organisation des Sanitätsdienstes in Väiäüina. (Gutachten dem Zionistischen 'Aktionskomitee erstattet von Dr. Theodor Zlocisti, Dipl.-Jng. Richard Michet, Dr. W. Brünn» Tr. 3t. Sandler , Dr. E. Aue r b a ch und Regierungsbaumeister B a e r w a l d 363 Seiten. 1920. Berlin, Jüdischer Verlag.) Inhalt: Zlocisti, Waiikeeuugshygicue nebst einen, Anhang „Die . bauliche Anordnung ron Ouarantäne- Anstalten" (mit einer Silhouette und eine», Beiblatt) von Dipl.-Jng. M ich e l-BrjLun, Vorschläge zur Bckümnsiing der Jiifektionskränlheile» und zur Organisation des Gesundheitswesens in Palästina — Sau olct, Lungenheilstätten, Genesungsheime und Kurorte in Palästina — Auerbach, Krankenanstalten tu Palästina nebst «inen, Anhang „Kraukeiihausba,, in Palästina"-von Alex. B a c r w a l d. Das Werl bringt folgende Vorbemerkung der ärztli.üen Sachrcrständigenkominission des Palüstinaaiiites: . „Tie Veröffentlichung der Gutachten über die Aufgabe'-, und die Organisation des Sanitätsdienstes in Palästina verfolgt den Zweck, die allgemeine Diskussion -über die Notwendigkeit hygienischer Vorbereitung des Landes aus die Grundlage spezialisierter Vorschläge zu stellen. So gewißes ist, das'- ohne energischen sanitärcv Schuh das aus psychologischen, wirtschaftlichen und politische, Gründen ohnehin schwierige Aufbauwerk überhaupt ßidft durchführbar ist, so entscheidend ist die Einsicht, im); die Nvlwendigkeiten und Möglichkeiten von den letzten idealen Forderungen der Hygiene zu trenne» sind. Nur so ,gewinnen wir die Sicherheit vor Uebertreivn-lgeu, die meistens praktisch zu resignierter Untätigkeit führen. Das zeitliche Einsehen der Arbeit und ihr Ausmaß müssen mit den jeweiligen Bedürfnissen der Kolonisation in Beziehung gebracht werde». Es geht nicht an, mit der Kolonisation erst zu beginne», wenn der letzte KramheitZkeim oder das lehte krankheitübertragenbe Insekt vernichtet find; allein bestiinmte vorbereitende und ' mit der Zuwanderung parallel lausende Aufgaben müssen deutlich -srkannt werden. Die vorliegenden Gutachten liegen in der Linie zwischen Mtwendigen und Möglichen. Die Autoren kennen den Orient. Sie haben dort in praktischer 'Arbeit ihre Erfahrungen gemacht. Aus der Verblich,mg dieser Erfahrungen mit den — nicht zuletzt durch die Weltkrieg vermehrten und vertieften — wissenschaftlichen Erkenntnissen erheben sich die Forderungen, in denen die in den verschiedenci, Ländern erprobten Methoden ans die besonderen Verhältnisse der jüdischen Wanderung, des Menjchenmaterials und Palästinas eingestellt wurden." Neue Jüdische Presse. OHenbacher Druckluft-Anlage! Offanbaoh a. H. Telefon 123. Unflhertroffene Tepp Ichrein 1gong mittelst Druckluft Wocheu-Auleuder. Sainstag. 16. Oktober (4. Cheschwan;. Sabbat-Älivsang in Frankfurt 5 Uhr 10 Min. — Sabbat-Ausgang in Frankfurt 6 Uhr 25 Aiin. Wochenadschnitt: Nauach. Wochengottesdienst in Frankfurt: Uhr morgens, 5 Uhr nachmittags in den -meisten Synagogen. Ar«»kfyrter JeirrUir*»achrichte». & estorbe n. Emil Fürth, 66 I., Böhmerstr. 15. — Rosalie Holdheiui, gcb. Kaufmann, 67 I. — Ferd. Feitlcr, 81 Z., Schrffriftr. 28. — Bend ix Kiestadi, 70 I, Hermannstraße 6. Auswärtige FamMeuuuchrichteu. Gestorben. Ferd. Oestreicher, 54 I., Landau. — A. M- Cosmann, Wiesbaden. — .David Sonbheüuer, 68 I., Bürstadt. — Aron Baer, 80 I., Karlsruhe. Speudeu. Bei der Iiätionalfonds-Aomuiissiou (I. Heimaun, Zeit 26, Postscheck 41,441) gingen ein: Leo Eoldschmsdt, Madnas jad 20 M„ Martin Levigard, Madnas jad 2V M.. Jsäac Heimann 20 M., Nathan Easjcwitz 50 M., Herntann Lipii^ki 25 M. Büchsen: 97. N. 6.25; N. Feldstein 5; I. Birnbaun, 42, Je,et, Langestr. 4.35; Schweriner, Cronbergerstraße 4.80; St. Goar Rofenthal -3; Grünstein, Dipl.- Jngenieur 15.30; Dr. H. Feith 6.40; Grüncbaum, Konditorei 1.50; Würzburger 1; Nüß.baum, Grünestraste 3; Sreinbecg n. Wallach, Grüneftraste 3.55; Frau Fräickel 2.25; Herzbcrg, Baumweg 8.50; B. Messerer 2; P. Buchbinder 5: R. Brückner 3-57; Nahem Wahrmann 3;. Fr. Grüncbaum 1.50; Schiratzky 5.90; Frau S. Horowitz, Langestraße 1.85; Max Grünebanm, Rechne igrabenstr.atzx 12; 'Bergmann, Rechneigrabenstraße 3; Salli Rosiner 13.50; I- Straßma»:, 2.25; L. Bernstein, Fijcherseldstraße 1.50; Frl. Wiesenfeld l; Bergmann, Allerheiligenstraßc 3.05: Eller Stcinlanf, HölderlinstrMe 15.50; Lieber, Ganß-straße 22.70; A- Herrmann 1; 4t. Plotkin 3.20; Loewenthal 1: 97. N- (Tiam) 5; 31. Sundheimer, Hermesweg 8.05; Neviadenski 3.50; N'eumark 3.10; Gebr. Gerlich 8; Lehrer 8: Salzmann, Rückcrtstraße 3; Weißmann 5.05; Peplitzty 7.15; E. Fränkel 5: Frau Dr. Grünebaum 5.50; 97. Brückner I 32; 97. Ptotkin 2.45; S. Dreimal,n 11; S. H. Bein 21.60; I. Mayer, Mainkai 4.15; Freudenstein 10.39; Frl. Eichelsheimer 1; R. Kaufmann 16.64; M. Llppel 1.25; Else Dittcnberge, 8.50; Harris Lypstadt 10; Oppenheimer, Schubertstraße 7.10; Neuberger, Leerbachstraße 1.09; Goldmann 1.32; Fr. Miltner 10; Grünstein, Dipl.-Jngenieur 15; Else und Ester Eisemann 5.13; BuchDbamn, Königswartcrstraße 3; Frl. Sophie Horovitz 8.74; B. Jsaacsohn 3.50; Ehrlich, Töngesgasse 5; Dr. Hugo Emmerich 11; Marcus'Goldschmidt, ÄUerheiligenstratze 2; B- Grüuölatt 3; L- Grünbnt 5.50; Jul. Kronberger 1.20; Frl. Lichtensteii, 4; Dr. B. 9Aay 5.10; St. Goar Rosenthal 5; Dr. Jeith 2; Paul Arnsberg 5.05; Lubeseo (Jugmamr) 3.66; Frl. Bender 1.65; Da M. Nürnberg 13; S. Wolpert 25.20; Liverhand 1.25; D. Becker 65.45; Grünewald 4: Pension Mannheimer 4.36; Lehrer 6.43; Diamant 3.75; Sick ermann 26.60; Baer, Osteichstraße 10: J.'Eisner 55,20: S. Musstet 15vM. Bei der N. I. Pr. gingen ein: Aistäßlich Brismil» Künstlicher 5V M.» 1 Baum Herzt»Carlen- Liesel Rothschild 10 M. Eiugesaudt. Bor Moritz Weitzen au er genannt Weitzner, auS Drohobycz (Galizien) gebürtig, der nach Berübnng eines schweren Einbruchdiebstahls ans Hamburg flüchtete, {a stewar »t. Er verschafft sich mit Borliebe als Heiraiso tandidat Eingang in jüdische Kreise. Weih »er, der am 24. Juni 1892 geboren ist. iß, von Heiner initcrsetzter Statur (etwa 1.55), hat dunkles Haar, frische rosige Gesichtsfarbe, spricht ziemlich leise, hat deutsch-österreichischen Dialekt. Es in cmzunehmen, daß W. jetzt falsche Papiere bei sich fuhrt und unter falschen, 'Namen herumsegelt. Geehrte Redaktion! Kurz nach einander erhalte ichvon zwe, jüdischen Vereinen, denen ich, ohne ihre Einrichtungen zu benutzen, aus Sympathie Mitgliedsbeitrag, zahle, die Mitteilung von einer ganz außerordentlichen Erhöhung dieses Beitrages. Der eine Berein verlangt von mir statt zuletzt sechs Mark — cot dem Krieg war's nur eine Mark — nunmehr 24 Marl und der andere Verein statt bisher drei Mark gleichfalls jetzt 24 Mark. Sicherlich sind diese Erhöhung«» in der außerordentlichen Erhöhung aller Unkosten begründet, — trotzdem muß ein ernstes Wort gesprochen werden. Ter ehrliche gewöhnliche -Sterbliche, der tveder Millionär. „och Schieber, iwch Einbrecher ist, macht sich heule die größte Sorge, wie er auskommen werde, während er früher mit den, zehnfach geringeren Einkommen sorglos lebte und noch eine» Notgroschen übersparen konnte. Unter solchen Umstäichen ist es verständlich, daß gerade das Birdget für ideale Dinge Line weitere' siimnzielle Belastung verträgt. Wollen daher die Vereine nicht eine große Einbuße an Akitgliedern riskieren, so gibt es nur den Weg, daß sich ähnliche Vereine verschmelzen. Wozu haben wir z. B. im Ostend zwei Vereine wie den Mekor Ehajim und die AgudaS Jisroel-Jugendgruppe. die sich in ihren Arbeitsgebiete» in der Hmchtsache decken? Könnten die beiden Vercine. die zum größten Teil wohl die gleichen Mitglieder haben, nicht verschmolzen werden? Oder wäre nichr eine Zusammenlegung des Vereins für jüd. Geschichte und Literatur mit wer jüd. Bibliothek und Leserhalle zweckmäßig? Ich niuß gestehen, daß ich froh wäre, wenn eine Anzahl Vereine vereinigt würden und ich so nicht zu dem peinlichen Schritte gezwungen würde, aus dem einen oder andern Vereine auszntreten. Und ich nehme an, baß ich in dieser Hinsicht mcht allein bin. * Kein Nörgler. Bei Inserate» wird 25°/o TeueruugszuschlaG berechnet. Reue Jüdische Presse. Der Briefträger . nimmt Abonnements auf die Reue Jüdische Presse, Frankfurt u. M. entgegen Hardenbergstrasse 9—11. Hard«>n enrstrasse 9 11. Telephon» Hansa 1866. iBebr. Holfter. Telephons Hansa 1888» Damen-, Herren» und Haushaliungswaschey Lieferzeit 6—8 Tage. Wäsche nach Gewicht nass, trocken und. gemangelt. Lieferzeit 3 Tage. ft$pezia.lal>teiliiji3g IPäHberei. Färben von Stoffen und Kleidungestackea. Lieferzeit 10—14 Tage. Abholung kostenlos durch eigene Fuhrwerke. Gebildeter junger Mann sucht n»6bl. Zimmer, eventuell mit Pension. Off. unt. '3066 an die Exped. ds. Blattes BastuS Giittittyenoui findet Stellung. 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