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Neue jüdische Presse · 1920-04-30 · Heft 16 (30.4.1920) · p. Seite 4

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
18 (1920)
Issue
Heft 16 (30.4.1920)
Date
1920-04-30
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 rsn -vpernjums* Eratklamigc»' Famillen*Kaffe e tJ„- e ' -Täglich von 4. Uhr ab. Künstler - Konzert. Perforurlie» tfleiie MMeU»»«e». „ Die Hauptversammlung des Verbandes der Deutschen Inden, die auf den 1.6. Mai d. Is., vormittags 11 llhr einberufen war, mußte mit Rücksicht auf die augenblicklichen Verhältnisse, insbesondere auf die -bevorstehenden Reichstagswahlen Lider wieder vertagt werden. -7-iMKG^chWsbericht Äber die-, Zeit Jett dem Kchve 1313, in pem die letzte Hauptversammlung tagte, wiü» demnächst veröffentÜcht werden. K-Kl- Die hiesige höhere Wische Schule „Jawne" (Realgymnasium. und Lyzeum) wählte Dr. Cahn » Leipzig --- Sohn Rabbiners Dr. Cahn s. A-, Fulda und Schwiegersohn Rektors Falk, Frankfurt — zum Direktor. (Sie«. Die 50 Religion Lieh rer derKultusgem ei n de drohen mit dem Streik, wenn ihnen nicht DaS Gehalt der städtischen Lehrer gewährt wird. Das Einkommen der Religionslehrer ist unter den gegenwärtigen BerhäÜnissen ein trostloses,.— doch der Vorstand der Kultusgrmemde behauptet, aus Mangel an Mitteln nicht mehr zahlen zu können. Mien. Der Nervenarzt Prof. Dr. Moritz Bened ikt, ein-Gelehrter von Weltruf, ist — 85 Jahre alt — verschieden. Wßvrsch«« 15. April. Meir Etfenstadt, ein in hchräischen'Schriftstellerkrcisen recht bekannter und geschätzter Verleger, ist dieser Tage in Warschau gestorben. Äcffo. Eine jüdische kooperative Äestllsckiaft hegt die Absicht, in Kisria an der Küste des Mittelmeeres eine Oel- und Parfumeriefabrik zu gründen. Ar»Wks»rtrr Berichte. Stftbtt SJoUjetu Durch die wesentlich in die Höhe gesetzten Preise für Kurtaxe und Bäder wird der von dem Israel. Frauen- ->i m in Bad Nauheim geforderte Zuschuß zu den Losten ganz in Anspruch genommen. Die Äufnahmegesuche Herzkranker Frauen ist so groß, daß die Verwaltung das schöne Hilfswerk. nur dann durchführen kann, wenn chr von Wohltätern zeitgemäße Beihilfe geleistet wird. Wie in. früheren Jahren veranstaltet die isr. Religionsschule auch in diesem Jahre in ihrem Schulgebäude HermeSweg 25/27 Kurse für Damen, die sich auf dem Gebiete der jüdischen Religionswissenschaften fortzubilden wünschen, insbesondere auch für Lehrerinnen. Mittwoch besprechen 2V* Uhr Rabbiner Dr. Horovitz und danach Lehrer Unna: Propheten bezw. Gesetzeskunde Minim), Samstag, 5 Uhr, -Lehrer Unna und danach Dr. Braun: Frühere Propheten tzchstD^chließWen LWWnatischey Hebungen) und Jüdische GgchichM wäHend rmZÄnem rwch «udgiltig festzusetzendm Abend bet Woche Dr. B- May und Dr. Braun: Methodik und Systematik des biblischen Geschichtsunterunterrichts Lzw. Bjalik durchnehmen. Weitere Anmeldungen WO'! MIMIe wl Eimitage üjuaeretraaBefifl, B-scknv 8 dir. „Tel. H. 5516 Ätot» erstklassige Attraktion» - Programme! PI. M»r . ‘j-ü-.. Reue.Mhische P«fse.- izu den Nursen nimmt Rabbiner Dr. Horovitz in seiner 'Privatwohnung und am 5. Mai im Schulgebäude- Hetmesweg 25/27 um die angegebene Zeit entgegen. Am 1. Mai begeht Herr' Leopold Dessau sein 25jähriges Geschäftsjubilänm im Hause Beer, Sondheimer u. Co. Frankfurter Beraustaltungen. Agudoh- Turn- Klub. Der Turnkurs für Damen beginnt Dienstag, den 4. Mai, abends 7 Uhr, unter Leitung von Fräulein E. Bock, .der Kurs für Herren Mittwoch, den 5. Mai, abends 8Vs Uhr, unter Leitung von Jac. Rothschild, beides im Turnsaal der Realschule, Am Tiergarten 8. Agudas Jisroel-Jugendgruppe: Schabbes- - Nachmittag 6—7: Kursus über die Semiroth (M. Golde). 'Zionistische Vereinigung. Am Sonntag, den 2. Mai, abends 7Vs Uhr, spricht Prof. Dr. Löwe aus Berlin über: „Das jüdische Palästina" (Dr. Hochs Konservatorium).^ Verein Mekor Chajint.- Samstag nachmittag, 4Vi Uhr: Mikro (Julius Schwabacher). Montefiore. Samstag, 1. Mai: Samstagnachmit- , tagszusammenkunft (cand. Speyer), Sonntag: Wanderungen- »Gruppe 1. Treffen 6 Uhr Hauptbahnhof (Reisebüro). Gruppe 2. Tressen 5.40 Uhr Hauptbahnhof (Reisebüro). Gruppe 3. Treffen 2.15 Uhr Riedcrhöfe, Endstation L. 18. Dienstag, 8 Uhr, Heimabend. Mittwoch, 8V, Uhr, Indische Geschichte, Dr. May. Jütt-Soz.-Dem. Arbeiterorganisation Poale Zion. Samstag, 1. Mai, nachm!. 3 Uhr, im Saal 2 des Bolksbildungsh.: Maifeier. Literarische Rundschau. Jacob Slatzkto: Herma«« Lohen. (Jüdischer Verlag, Berlin 1319.) Eine interessante Charakteristik Cohens, namentlich auch des Jüdischen in seiner Denk- und Forschungsweise. Der Verfasser legt in origineller Weise die Entstehungsgeschichte des Assjmilationsgedankens im Westen dar, dessen bedeutendster und würdigster Vertreter Cohen ist, der diesen Gedanken zum philosophischen System erhoben hat. Klatzkin gibt eine knappe, aber klare Darstellung' der Cohen'schen Philosophie des Judentums. Seine Kritik der Cohen'schen Schrift: Deutschtum und Judentum ist in den wesentlichen Punkten treffend. An dieser Schrift Cohens kann man eben sehen, wie der Assimilationseifer auch einen bedeutenden Geist zu verwirren vermag, wie dieser Eifer ihn den Tatsachen Gewalt antuend den eigenen Lehnneinungen kraß widersprechende Behauptungen aufstellen läßt. Sch. Dramen. (Der König der Juden von Großsürst Konstantin Kon- - stantinowitsch von Rußland, übersetzt von Alfons Schultz. Heinrich Minden. 184 S-) (Esau und Jakob von Waldemar Jollos. S. Fischer. 104 S.) Wenn es schon keine gesetzliche Handhabe gibt, gewöhnliche Sterbliche am .Dichten zu hindern, so begreift sich, daß einem leibhaftigen Großfürsten gegenüber solches erst recht nicht angängig ist. Vielleicht ist das Original wirklich eine Tat. Vielleicht fehlte in der russischen Literatur die Bearbeitung des Stoffes bisher. Aber in der deutschen? Es handelt sich nicht um einen der biblischen Könige von Saul bis Zidkijahu, auch nicht um Sabbathai Zewi, sondern nm beit rex judaeorum von Pontius Pilatus Gnaden. Infolgedessen wird de» jüdischen Leser das Buch von vornherein weniger interessieren. Zwar zittert er durchaus nicht Nr. 16. - Konfitüre] 12 und §ehok«lade _ Strinweg 12 für sein Seelenheil, auch einmal gelegentlich sich mit' dem Passionsthema zu befassen, wenn und insoweit es künstlerisch verarbeitet, und poetisch verklärt ist, dergleichen etwa Heyse's Marie von Magdale oder Karl Weiser's Tetralogie bieten. Die würden wir als Juden auch in einer jüdischen Presse empfehlen. Was hier sich aber auf 184 Seiten präsentiert, steht dramatischer zu lesen bei Matthäus und Lucas. Zwar hat sich der Uebersetzer sauberer Blankverse befleißigt. Da aber der fürstliche Dichter kein Dramatiker ist, gerät's dem Uebersetzer bis zum tz auch nicht besser; und das ganze Buch steht noch nicht einmal auf der Höho mittelalterlicher Petterweil'scher Spiele. Daß A, B, C Änd sofort irgend etwas erzählen, wenn auch 97 Personen sich oarein teilen, macht noch kein Drama. Eine wahre Erholung ist danach das Buch von Jolla. Ein Erstlingswerk scheinbar. Man wird sich den Namen merket? müssen. Da ist ein Dichter. Zwar — er selber könnte diese 5 Akte — tme er sie nennt — nicht auf eine kurze Formel bringen. Er hat etwas gewollt, aber nicht vermocht, es greifbar zu gestalten, ist, diesem Buch nach,' ein ausgezeichneter Lyriker. Aber die edle Sprache, die wundervollen z. Tganz neuen Metaphere lassen doch Künftiges hoffen. Im nächsten Werk wird er, wenn er wieder freie Rythmen verwendet, die dann durch nichts, berechtigte Inversion, falsche Konjunktive, Partizipien st. bergt, vermeiden. (Wie S. 12. Als würde jetzt einer neben mir stehen.-- da gehen noch Sterne kühl zu Ende, wortmüde sehr, die gläserne Luft will nicht sprechen, abgelöst bald), ebenso S. 20, 22, 56 uff. Wir führest dagegen als Probe seines Bilderreichtums an: „Ein Göttliches war immer in mir —-das spielte im Zimmer meiner Sorgen, traumäugig wie ein Kind. (S. 427) Weiche Flocken der Beschwichtigung leise leise nieder deckten sie das geballte Herz. (S. 56.) Den Blick vermauert.. (S. 58.) . Ein gutes Buch, aber nicht eben leicht. Ben Jair. Notizea Der R tue Geist-Verlag, Leipzig, hat soeben ein längeres Verzeichnis der in den wenigen Jahren seines Bestehens von ihnt herausgegebenen Werke erscheinen lassen. Eilt Blick in den Katalog unterrichtet über den lebhaften Unternehmungsgeist und die fruchtbare Tätigkeit des Berlages. Namen. voit gutem Klang, wie Mendelssohn-Bartholdy, Scheler Eulcnburg, Lammasch, Lemm, Mühlestein, Oppenheimer, Weltsch und Tagore, die an den nicht wenigen Bucherscheinungen beteiligt sind, bezeichnen das weite Wirksamkeitsgebiet des Verlages. Das Verzeichnis kann hom Verlag kostenlos bezogen werden. Die „Jüd. Emigrations-Organisation" läßt unter dem Titel „Die Jüdische Wanderung" zwanglose Hefts erscheinen. Die Redaktion untersteht Dr. Sußnitzki und Dr. Erich Marx. Das vorliegende Heft enthält u. a.: „Oekonom. Probleme des litauischen Judentums", „Die Weltwanderungslage der Juden (Dr. Metz)", „Die Anfänge der ostjüd. Einwanderung nach Berlin (Dr. Klara Eschelbacher)", „Ostjuden beim Wiederaufbau Frankreichs (Dr. Sußnitzki)". FT Bergerstrasse 149. H. 4642. nr* Mottenvernlehtuna unter Garantie.' Ausgang. Manches Mädchen war dumm genug, seinen Schwüren zu glauben und seines Kommens zu harren. Er werde schon kommen, tröstete es sich, wenn nicht heute, svino^en, wenn nicht morgen— übermorgen. So vergingen Monate und Jahre, und es wartete und wartete und ging daran zugrunde ... ' Ebnes Tages jedoch wurde auch Stempenju, der s» - oft, mit dem Feuer-gespielt hatte, ohne sich die Finger zu' -verbrennen, von seinem Schicksal ereilt. Die Sache- ■trug sich folgendermaßen zu: Jii einem Städtchen in Polen sollte Stempenju auf-drei Hochzeiten spielen. Da die Hochzeiten in kurzen Zeitabstänün aufeinander folgten, so wußte Wempenju nicht recht, womit die Mußestunden auszufüllen. Er empfand Langeweile, und so eine kleine „Liebschaft" Ht stets ein gutH Mittel dagegen. So knüpfte er denn mit Schajke Fiedlers Tochter ein Liebesverhältnis an. Frajdel war ein hübsches Mädchen, brünett, korpulent und Wählte damals zweiundzwanzig Lenze. Stempenju verliebtesich in Frajdel, überhäufte sie mit Zärtlichkeiten, machte ihr. Geschenke, leistete den Schwur der Treue, — alles «ach seiner bewährten Methode. Diesmal ivar jedoch Stempenju an die Richtige gekommen, nämlich an eine, dia men nicht keicht foppen kann. Als die dritte Hochzeit zu Ende war und Stempenju, wie üblich, von seinem Liebchen Abschied'nehmen wollte, da — o weh! — liest ihn das brünette Ding einfach nicht fort. Er solle doch, meinte Frajdel, keine Faxen machen und ojsiziell die Verlobung Hier». Stempenju war an solche Sachen nicht gewöütt; er gebrauchte allerhand Ausreden, um sich aus der'Schlinge zu.ziehen'. Aber Frajdel ließ nicht locker. Die Stadtmusikanten leisteten Beihilfe. Stempenju mußtz nachgeben.. Die Verlobung wurde ojsiziell gefeiert. Drei Tage lang tranken die Musikanten zu Ehren der srischgebackenen Verlobten. : Kaum hatte Stempenju die Stadt hinter seinem Rücken, 'ba' stellte sich bei ihm die alte Gedächtnisschwäche ein. E'Zöetygaß das brünette Mädchen, die Verlobung, die dreik^ige''Feier und alles, was drum und dran war. Er «lMwieder mit seiner Truppe'von einer Stadt zur andern rmdjpielte^ auf . Hochzeiten. Kr seme. einen vergnügten iSitfi,'’Vne/..m «S 'feit jeher gewöhnt töar. — Aber nichts währt ewiglich auf dieser Welt. — Jedes Ding hat seine Zeit. — Auch Stempenju sollte es erfahren, daß man nicht ungestraft einem brünetten Mädchen den Kopf verdreht. — Und das Unglück schreitet schnell. Auf einer Hochzeit in einem Städtchen in Kleinrußland war's, als Stempenju, der gerade dabei war, mit Herschele, des Musikanten Tochter, anzubandeln, von Mechtsche Paukenschläger mitgeteilt wurde, im Hausflur warte ein brünettes „Schechtel" mit grauen Augen auf ihn. Stempenju ging hinaus, und — Frajdel, Schajke Fiedlers Tochter, kam ihm entgegen. Es wurde ihm ganz dunkel vor den Augen. ,Was kuckst Du mich so an, Stempenju?" begann Frajdel, „erkennst mich nicht? Sieh nur, wie er blinzelt mit den Augen. Ich bin's, Stempenju, ich. Deine Braut, Frajdel, Schajke Fiedlers Tochter." „Ich weist," erwiderte Stempenju verlegen. „Ich weiß, ich weiß! Wieso bist Du hierher gekommen? und von wannen?" .Wieso ich hergekommen bin? Mit de Füß, Stempenju, mit de Füß. Von wannen, fragst' Du? von zu Haus'?" ,Was hört man zu Haus'? Bist Du schon lange von zu Haus'?" ,Was soll man höreit? Nichts Neues. Bin schon von zu Haus' sechs oder sieben Wochen. Wir sind schon gewesen, wo Du nur willst. Ueberall hat man uns gesagt: dagewesen und wieder weggefahren. Endlich, endlich Hab ich Dich getroffen. — Nun, was machst Du?" „Ich? Garnicht! Was soll ich machen? — Komm, .Frajdel, was sollen wir da stehen?" — Er holte den Ueberzieher und den Stock und ging mit Frajdel spazieren. Er sah sich nach allen Mchtungen um, ob niemand ihn belauschen könnte, dann blieb er stehen und sprach mit fester Stimme: „Sag mir nur, ich bitte Dich, — was heißt denn das? Zu was bist Du hergekommen?" „'s is a Reim! Kuck ihn ein«: an!' Stelltsich' so an, als müßt er von gar nichts." . - »Hörst Du, Frajdel'" sprach Stempenju in barschem Tone, „hörst Vu, Frajdel, ich hiib's -nicht''jptitf »Atti. man mit mir Späße macht! Ich .frag Dich, was .tust Du hier, — und Du machst Witze!" Ein eigenartiges Feuer zeigte sich in Frajdels grauen Augen. Während sie mit der Haick» die langen schwarzen Zöpfe in den Nacken warf, schickte sie sich an, die' gebührende Antwort zu geben. ,Mas ich hier tue, willst Du wissen?" sprachsie mit einer gewissen Feierlichkeit. „Ich bin gekommen zu Dir. Bei der Verlobung hast Du versprochen, nach zwei Monaten Hochzeit zu machen. Wir.■ haben gewartet und gewartet und haben von Dir keine Nachrichten bekommen; — da haben wir' uns die Sach überlegt und sind gefahren. Dich suchen, sind wir gewesen, wo die Welt ein Eck hat. — bis endlich, endlich, Gott hat uns geholfen, und wir —" „Sag mir nur, Frajdel," fiel ihr Stempenju ins Wort, „wer sind denn eigentlich die ,wir'? Du sagst in einem fort ,wir' sind gefahren, ,wir' sind gekommen —" „Nun, wir beide, das heißt, ich und meine Mame —" „Dein Mame!" schrie Stempenju auf, als hätte , ihn der Schlag gerührt. .Was! Deine Mame ist auch hier?" ,Was schreist Du so, Stempenju! was denn?' Ein Mädchen fährt doch nicht allein! Schöne Sachen, wie ich leb'! — Hör' nur, Stempenju," fuhr sie in verändertem, sehr ernstem Tone fort. „Silbe Dir nicht ein, daß Du vor Dir ein Wickelkind hast. Ich kenne Dich sehr gut, Stempenju. _ Bist ein großer Charlatan, verliebst Dich gern in ein Mädchen und zwar jede Woche in. ein anderes. Aber das alles macht nichts aus; alles hat seine Zeit und seine Grenze. — Sonst bist Du ein guter Charakter, hast ein weiches Herz, bist ein hübscher Bursche, einer unter tausenden, spielst ausgezeichnet,ausjn Fiedel', kannst ein Weib ernähren, — deshalb will ich und werd ich mit Dir heiraten und schon in der allernächsten Zeit. — Alle Deine Bemühungen, die Sache zu verhindern oder auch nur hinausschieben — das sag ich» Dir — sind umsonst. —Umsonst Deine Mühe, Stempeniu! — Neig Dich zu mir herunter, und ich werd Dir ein' Geheimnis ins Ohr sagen, wirst Du selbst zugeben, daß die Sach' ist abgemacht, 's gibt kein Zurück mehr . . ."

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