Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 18 (1920)
- Issue
- Heft 15 (23.4.1920)
- Date
- 1920-04-23
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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3b. 15. L ir nicht ezügfamt’ wollzrifje issers legen. «nie. Kartei lfgabe werkrlouie ischeq usm : jirorg üalleberchen". r und - Roc" n, Sänbe c der zeben. beut» Cents Ath- »elung nicht :b das te Be» erielle i läßt Phi- >) er» Harles in. stein n Er» int - fangen!, der in Ak» >roßen Haris in em Malke ie Ge» Jchab» mmen. Das je Ge» lerseits fie. das t recht Dienet» laBBat« stlichen Fenster uf die blauen zrünen gingen werden > viele sängt if, ercrzchrn h ein' Blauen einmal iüdcheu jliefen. Toten, iedchen, ihr in Neue jüdische MeKe. Sette 5. Erlebnis der Liebe,.der^Liebe zur Natur und zum Weibe, in diesem Erlebnis der Weltschönheit sein. inneres, seelisches Zentrum gefunden und ließ der in ihm also aus» gelösten dichterischen Kraft, dem schöpferischen Drang nach Formung und Kündung des Geschehens in ihm freien Weg zur Auswirkung. So entstand seine Lyrik, von höchster Intensität des Gefühls erfüllt, voller Glut und Leidenschaftlichkeit, voller Sehnsucht und Seligkeit, eine Lyrik, die darum so reich und'so tief ist, weil sie über ihren eigent-, lichen Gegenstand: die Liebe, hinauswuchs ins umfassend Große, ins Kosmische, weil sie Ausdrucksform eines wesensausfüllenden, übermächtigen Erlebens und glühenden, ekstatischen Welterschauens und Weltbejahens ist. Der Orient steigert die.leidenschaftliche Bewegtheit der Lieder und-haucht ihnen wiederum unsagbare Anmut und Zartheit ein,-- — gibt ihnen vollendete Bildhaftigkeit und überreiche Phantastik der Form. Die Liebeslyrik des Hafis steht der reifste» und ersülltetsten des Abendlandes in hinreißendem Schwung und bezaubernder Schönheit nicht nach; an Mächtigkeit des Gefühls und an Plastik der Gestaltung scheint sie fast überlegen. Ihr ist der Stempel 'der Zeitlosigkeit ausgeprägt als reiner, erhobener, über die Seele triumphierender Kunst. Die Uebertragung von Hans Bethge vermittelt viel Schönheit und läßt, was höchstes Lob für sie bedeutet, die künstlerische Vollkommenheit des Originals groß Erahnen. Poetische Neuerscheinungen. Ludwig Michael Fuchs formt seine etwas abstrakten dichterischen Erlebnisse in der kleinen Sammlung „Bon Tod zu Tod".**) Seine dramatische Dialektik ist gut, ebenso die Ironie, aber er ist kein Lyriker, wie er sich selbst glauben machen möchte. 'Aus diesem Zwiespalt zwischen dialektischer Dramatik und Lyrik ist noch nicht das reine Kunstwerk entstanden. Jedenfalls hat er manches von Shakespeare gelernt: die Art mit Gedanken geistreich zu balanzieren und so ganz alltägliche Gedanken zu verdunkeln. Das Beste ist das letzte Spiel: „Das unendliche Gelächter am jüngsten.Tag." .Er ist ein Stürmer und Dränger, aber ein unnatürliches Talent. H. W. **) Ludwig Michael Fuchs: Von Tod zu Tod, Gedichts. R- Löwit,, Berlin - Wien 1918. Offenbacher Druckluft-Anlage Offnnbaoh a. N. Telefon 128. Unübertroffene. Teppiohrelnignng mittelst Druckluft W-che»-S»le«Der. Samstag, 24. April (6. Jjar). Sabbat-Anfang in Frankfurt 7 Uhr (Religionsges.), 7 Uhr US (Gemeinde). Sabbat-Ausgang in Frankfurt 8 Uhr 20 Mig. (Reli-' gionsges. und Gemeinde). Wochenabschnitt: S a s r i j a und M e z a u r o. Freitag abend: 21. Omer Montag ‘ „ 24. „ Donnerstag „ 27. „ ■ Wochengottesdienste in Frankfurt: morgens 6y4', nachnll- 7 Uhr in den meisten Synagogen. Ka«llie»«achrichte»> Verlobte. Jenny Löwenstein, Kirberg mit Albert Kahn, Limburg. — Drna Wertheimer, -Hartheim mit Erich Lcyser, Altona. Gestorben. Brunschwig-Brunschwig, 58 I., Zürich. —• Jakob Moschkowitz, Spandau, — Emanuel Simon» 68 I., Breslau. — Samuel Gerber, 50 I., Zempelburg. — Alexander Behmack, 64 I., Hannover. — Fritz Kochmann, 8 2J., Gleiwitz. — Julius Stern, 50 I., Lebach. — Diego Geis, 55 I., Berlin. 'Barmizkvos. Ernst Bär, Zeil 18, Synagoge Börneplatz. — Nathan Weiß, Ostendstr. 11, Synagoge Friedb. Anlage. Auswärtige Familieuuachrichteu. Gestorben. Adelheid Leopold geb. Heinebach, 54 I., Günthersburg-Allee 14. — Sofie Schott geb. Stiesel, Unterlindau 53. — Alfred Stein, 47 I., Sophienstr. 42. Spende«. Bei her Nationalfondskommission (F. Heimann, Zeit 21, Postscheckkonto 41441) gingen ein: Georg Freudenstein anl. Bertnählung 200 M. Geschw. - Rosenberg anl. Vermählung ihrer Schwester Lotte 200 M. David Herrinann 20 M. Martin Levigard (Matuas Jad) 20 M. Sonia Jezierski dankt den Familien Darmstädter, Rabin, Rapp u. Schirgtzki 5 Bäume im Ludwig Rapp-Garten 50 M. Julius Kronenberger z. Andenken an s. unoerg. Frau Jda Kronenberger geb. Meyer z. 3. Nissan im Rabbiner Dr. Markus Horovitz-Hain 10 Bäume 100 M. Hennh Schiratzki dantt Schwester Jutta herzlich 5 M. Selbstbesteuerung: A. D. 200, I. H, 500, Fritz Selka 60, Jsaac Elbergec 24, Sigmund Levitä 20, Josef Lubowsky 30, Jsaac Friedmann (April) 8,35, Paul Arnsberg (April) 5 Mark. Hans Frenkel 1 Baum im Clara Fränkelgarten 10, Fritz Selka und Frau grat. Hochzeit-Gg. Freudenstein 3 M. Manfred Rosenblatt auf den Namen Frau Rost Rosenblatt geb. Michael anl. der glücklichen Geburt ihres Sohnes Heinz 10 Bäume 100 M. Allgemeine MmeUuuge«. Kokoschka- und Orlik-AuSsteklnug bet Tritt!«. Die Lithographien und Dichtungen Kokoschka' s gehen von demselben Puntte aus, beide sind erfüllt vryr seelischen Spannungen, die sich scheinbar abstoßen und sich doch wieder in seelischer Harmonie zusammenfinden. So die Zyklen „Die Bachkantate" und der „Gefesselte Kolum-- bus". Der „Gefesselte Kolumbus" geht von einem inneren Erlebnis aus. Die Frau tritt zum ersten Male in den Kreis des Mannes, sie zieht den unfreien, von innerlichen Gesichten geplagten in ihre Gewalt. Eine geheimnisvolle Macht geht von den Blättern aus, das Erlebnis wird zur lebendigen Gestatt, Glück imd Unglück spiegelt sich auf den Gestatten wider, jede Geste ist der Ausdruck seelischen Geschehens. In noch stärkerem Maße nimmt Kokoschka das Thema im .Mach"-Zyklus wieder auf, doch nicht als Deutung per Musik. Jetzt wird die Frau die Führerin des Mannes, seine treue Gefährtin. Sichfinden und Verstehen sind daS Grundthema dieses Werkes. Wenn wir das graphische Werk Orlik's überblicken, so fällt uns vor allen Dingen eine ungewöhnliche Bewegtheit auf. Handelt es,sich um Porträtdarstellungotz Landschaftsmottve oder Darstellungen aus Japan, so Imponiert uns jedesmal die Anpassung und der feine Geschmack. und dies ist das Hauptmerkmal Orlikscher Kunst. Man versäume nicht, die Ausstellung zu besuchen. fteieftaftett. —.— Es mußte in »Der Kluge «und der Weise" heißen: Die Klugheit kennt nur Logik. Talaphont Hanna »866. 1—» r~l OT1 T Talaphoa« Ha na«-1868. Hardenbergstrasse 9-11. Inh.: Gebr. Holfter. Hardensergstrasse 9-11. Damen-u. Heppenwäsche in bester Ausführung s Haushaltungs-wäsche, schrankfertig HF* Nimmt nooh Kunden an. 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