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Neue jüdische Presse · 1920-01-09 · Heft 1 (9.1.1920) · p. Seite 5

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
18 (1920)
Issue
Heft 1 (9.1.1920)
Date
1920-01-09
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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r » t i \ » : l 1' i ' b, ir: v; 6 t, it,-. r. in £ -d et in . eli> tfc?S it«’ tt,: ic ■n ui U k efe Sr. 1. oixlbesvrockenen Jndisserentismüs. aller Äirchrn> hier au? ' ote?i7Sr>nagoge bezogen .• V \ •’ ... Rezensent muß .gestehen» .daß alles recht lebendig warm, geistreichstark täuschend . erscheint, — ' dennoch.-. kannL das 7 keine Wahrheit enthalten. Selbst wer die - Äutontät der heiligen Schrift Anerkennt, muß die mystischen! Deutungen des Vcrsajsers verwerfen, zumal da er - elbst sagt daß keiner heutigen Tages echtes Judentumkennt. Und wer verbürgt denn seine.Wahrheit? Wenn in 1800 Jahren alle die von ihm selbst .so hoch . gehriesenen Quellen nicht einmal bermochten» den Begriff sestzustelleii, bis sich in Oldenburg ein Rabbiner findet, der . ihn gesunden! . . . Die Rabbiner mögen im Geiste .unseres Verfassers lehren, dieser ist edel und trefflich; aber . er irrt sehr, wen» er meint, dasselbe lasse Jich heute durch die .furchtbaren Verirrungen erstorbener. sseiten wieder .beleben; heute bedarf er anderer Nahrung! .... Alußerdem kann Rezensent nicht umhin, den Derfasirv erstlich wegen seiner 'höchst widrigen Schreibart und zweitens iwegen der u-ierhörten Verdrehungen der heiligen .Schrift, die er sich.offenbar mit vollem Bewußtsein erlaubt, hart anzuklagen. Er schreibt. an einzelnen Stellen wahrhast .schön und energisch, .ist also der Sprache mächtig, und Loch ist sein Styl .im Durchschnitt höchst verschroben’ Mid absichtlich gesucht) oft, sinnlos .• .; \ Der ehemalige blinde Gehorsam hatte den Charakter der Einheit und ließ endlich einer bessern Ergründung freien Raum, indem er nur Handlungen sordcrtc, den Gedanken aber frei ließ. Hier aber werden die ersten als unerläßlich begründet und für bsständig .symbolisiert, . ... Den Leuten wird gesagt: Ihr dürft nur als Juden, und zwar mit der Tradition, und mit allem Schnitte der Jahrhunderte darauf, die heilige Schrift lesen . .. Wann soll der Handwerker, der Handlanger' arbeiten, wenn er so viel zu studiere» hat? Juden sind nichts weiter als das historische Monument einer Borwelt, erhalten >. durch eine bewundernswürdige. Gesck.chte und als Gemeinde ebenso achtbar wie jede andere, die ähre' eigenen religiösen Formen hat. Uber diese Formen müssen, insoweit sie den Menschen ganz, und gar an die Vorzeit binden würden, allmählich Ach, abschleifen, um die armen Israeliten endlich aus ihrem Elend zu befreien, damit sie selbst in ihrer GemÄyde.nicht gehemmt werden in Arbeit und nützlichem Leben» dem Boden,, der sie trägt, und dem Staate,.dessen. .Teil sie ausmachen, ernstlich zu dienen'. Das geschieht aber, nicht in solcher Zwangsjacke, man symbolisiere diejsSf wie man - wolle, sondern dutch Anhalten des niederen Volkes zum Fleiße: wir haben Nicht Ideale zu bilden,- sondern Menschen, die in der Welt. Mitwirken tinb AtwhS Tüchtiges leisten." . Oilenbacber Dracklait-Anlage Ottenbach a> ■» Telefon 123. Unlhertroffene TepptohreiniirnnR mittelst Druckluft. I UnregelmStzigkeite» -er Lirferung -er Zeilvug liegen an der Post. Beschwerden, Anträge aus Nachlieferung von Nummern lader "Zustellung an eine neue Adresse find daher an den Briefträger bezw. an das zuständige Postamt zu richten. en n, te Druckerei Papier Präserel Feine Lra-Waren a. Sflro-Artlkel Zeit 83 *M. NetZ Zeil 83 re er asdf" / i Fernsprecher auaemeldet Heuanmeldungen »ick für Fes eh in Kolonlalnnd Fettkarten nimmt an J. Böttigheimer Gwinnerstr.. 21 Telefon Hansa 6225. Socke für meine Schwester, gr. 90j. Mädel, brav. n. fleiea., sehr kinderl., im Rochen schon zieinl. bewand. Stalle z. Vervollkommn. i. d. anderen hSusl. Arb. Da sie früh d. Mutter verlor, so wird auf Platz gesehen, w« sie durch Familienanschluss sich noch fehlend. Allüren leicht anerwerben kann: Gefl. Zuschr. Unter T. M. 201 an Itndelf Messe, Mannheim. ■’fS) Kaufe alte Sorten Flaschen, Lumpen u. Säcke za den höchst.Preisen. Hole selbst ab Glusmann Schwanenstrasse 8. In guter Frankfurter Familie findet e-n Knabe od/ein Mädch. rituelle Pension and liebevolle Erziehung. Off. n. 2936 an die Exped.. da. Bl. ^räulein za zwei Jungen (3 a. 6 Jahre), welches anch etwas v. Haushalt versteht, sucht Frau Berthold Cassel, Frankfurt a. M., Friedberger Landatraasa 21. Neue FMsche Presse. Seite 5. rvoqe»-»kNie»arr. < ' Samstag, 10. Jan. (19. Lewes). ' - . Sabbat-Anfang in. Frankfurt 4 Uhr 20 Min. Sabbat-Ausgang in Frankfurt 5 Uhr 35 Min. ' Wochenabschnitt: Schernaus. WocheNgottesdienst in-Frankfurt: 7 Uhr morgens, 4^ nachm, in den.meisten Synagogen. Kr«»kf«rler Ka«Me«»schrichte». Verlobte: Rosa Altheimer mit Gerichtsaisessor Dr. Oscar Klau. — Else .Hochschild mit Julius Greis. — Fanny Jeidel mit Menny Rothschild. — Recha Wieseneck mit Josef Jeidel. Gestorben: Emannel Jsaac, 72 I. — Jul. Reuhaus. 70 I. Auswärtige Famitteuuächrichte». Gestorben: Jfajas Bloch, 93 I.. Averdon ^Schweiz). - - Michael Bollag, 57 I.. Zürich. — Ferd. Etheimer, 65 I., Karlsruhe. - Speu-e». Bei der Nationalfondskommission (I. Heimann, Zeit 21) gingen ein: Cha-nukkah-Spenden: -« - Joses Rosenthal, S. Hammerschlag, M. Wohlgemuth. S. Grünebaum, Wilh. Edinger je 25 Mk. — N. Feldstein, Lch. Birkenstein, B. Goldschmidt, Louis Seemann je 10 Mk. — Ä. Marxsohn, Siegmund Levy, Frau Johanna Bock je 20 Mk. — Hamburger 3 Mk. — Familie S. Wolpert 30 Mk. — ’Ällsred Bossenwieser, 15 Mk. — Gutmann n. Marx, H. Dorfzaun, Sery Thälmann, Martin Strauß je 5 Mk. — *5. Noßbaum 100 Mk. — A. Hirschkind 20 Mk. — Carl Sieß 15 Mk. — F. Eisner, Bernard Leianer je o Mk. S. Stiebet, Gebr. Speier je 50 Mk. Durch Willy Grünstein, Miltenberg, gesammelt 22 Mk. .... Spendenbuch: Jakob Wolfs ü. Frau anl. der Barmizwoh ihres Sohnes Hans Ant. Wolfs 28. ikislev 5680 25 Bäume im 'Abraham und Hannchen Wolfs, Aurich, Hain' 250 Mk.. Herrn. Schaumbnrger u. Frau anl. der Verlobung ihrer Tochter Bertha 1 Baum 10. Mk. Samtätsrat Dr. med. Moritz Katzenstein u. Frau z. Erinnerung an seinen .sel. Sohn Walter gm Jahrzeitstage 9. Tewes 4 Bäume im Walter Katzenstein-Garten 40 Mk. i E. M. 1 Baum opt. Jahrzeitstag für Walter Katzenstein im Walter Katzenstein-Garten 10 Mk. , Jos. Rotschild n. Frau anl. der Barmizwoh - ihres Sohnes Fritz 50 Mk. .Nation a lfo n ds: . Ernst Dülken anl. der Geburt s. Tochter Herta 1000 Mark. — Minna Neumann anl. Jahrzeit f. ihr. sel. Mann 8. Tewes, 10 Bäume; anl: Genesung ihrer Schwester Lina Münz 5 'Bäume, Jakob Neumänn für s. sel. Vater 2 Bäume anl. Jahrzeit in Sa. 17 Bäume im S. L. Reumann-. Garten 170 Mk. Durch Herrn Leo M. Goldschmidt ges. an der Hochzeit Stern Oppenheimer-Hemsbach 25 Mk. — Durch Herrn Sickermann ges. Kaffee Mangel 74 Mk. — Arthur Jchenhäuser u. Frau anl. der Geburt ihrer Tochter Fanny '100 Mk. — A. Dorfzaun 40 Mk. — Siegmund. Lewita anl. Jahrzeit 10 Mk. — Durch Benno Lewita von Herrn I Michels 20 Mk. — Ludwig Oppenheimer 1 Baum anl. der Gebirrt s. Reffen Leopold Oppenheim 10 Mk.derselbe ferner 1 Baum im Ludwig Rapp-Garten'-10 Mk. — Ferner NationalsondS ges. im Verein Tikwas'Zion S3 Mk. W. Dankowitz 5, Leo M. Goldschmidt 25, I. H. Strauß 20, Fröhlich u. Cie 50. Gebr. Robinsohn 20, M Rosenbaum 25 Mk. Büchsenleerung: Gebr. Gerlich' 20, Kaffee Mangel 62,50 Mk. Eingesandt. An verschiedenen Orten Deutschlands haben sich schon' Organisationen gebildet, die trotz der Not im eigenen Winde der ungleich größeren Not in Oesterreich etwas abzuhelsen - gewillt sind. Auch in Frankfurt ist eine Wiener Kind er Hilfe in die Wege geleitet, von der unterernährte jüdische Kinder selbstredend nicht ausgeschlossen sein werden. Die Organisation ist auf der Basis der unentgeltlichen Auf nähme'von Kindern in Familien .eingeleitet, und es ist keine Frage, daß zu der großen Anzahl schriftlicher Anmeldungen, die schon eingegelaufen sind, eine entsprechende Anzahl von jüdischen Kinderfreunden sich dazu melden werden, jüdische Kindeg im Alter von 6 bis l4 Jahren aufzunehmen. Slnmeldungen mit der Bemerkung, ob der gastliche Haushalt’ rituell oder nicht rituell geführt wird^ sind an S>e« Israelitischen Hülfsverein. Frankfurt am M aän, Langestr. 30, zu senden. A« die Letter der oftjüdjschen Schule» iu Teulschlaud. Auf der bevorstehenden ostjüdischen. Konferenz wrrdcin pädagogischer Fachmann, der Direktor der Berliner Talmud-Thora »Fncscth Jisroel", Herr Dr. Wilhelm ' Lewy, die Frage unserer Jugenderziehung in einem, be- , sonderen Referate behandeln.. Im Anschluß daran^unL an die darauffolgenden Debatten sollen die Grundlinien für die ostjüdische Erziehungsarbeit Nargelegt werden. Wir richten daher an die Leiter der ostjüdischen Schulen und Lehranstalten in. Deutschland die Bitte, mit uns in Verbindung zu treten und womöglich an der Konfereng teilzunehmen. Jnr Interesse der gesamten ostjüdischen Evziehungsarbeit ist eine Verbindung zwischen den Talmnd- Thora-Anstalten im Reiche zwecks Beschaffung von Unterrichtsstoff und Lehrkräften und gegenseitiger pädagogischer Förderung dringend -geboten. Angesichts der bevorstehenden ostjüdischen Konferenz ist eine geeignete Gekegenheig zur Herbeiführung einer solchen Verbindung in Deutschland gegeben. Verband der Ostjuhen in Deutschland, ‘ Berlin, Linienstr. 19. - BriefKrsterr. E- -Purim fällt auf Donnerstag, den 4. März, die erste« zwei Tage PesiaÄ auf Samstag und Sonntag den 3. unk 4. April. . .. Bekanntmachung betreffend Pesaehvaren. Wir weisen unsere Gemeindemitglieder darauf hin. daW. ' der Bezug der von den Reichsbehörden zugebilligten rb-’ tuellen Pesachwaren wie folgt geregelt ist:; . a)Personen, die in den Kundenlisten der unsrer AuWcht'- unterstehenden beziehungsweise unserer Gemeinde angeschwi»- fetten Geschäfte eingetragen sind, erhalten ine ihnen'znstehenden Anteile ohne besondere Vormerkung. . / I») Personen, die in den Kundenlisten anderer Geschäfte . eingetragen sind, haben die betreffenden LebensmittelkartrMbei-uns abstempeln zu lassen. Der Zeitpunkt hierfür wird fpfitet bekannt gegeben. ‘ " Vorstand dar IsraBiitisc&BB EBiSBlodE! Baasmd Gesibäftipenual findet Stellung. SteUenTermittlnng d. w-’lbl Fürsorge, Langestr. 30 v. . Rosa Engelmeyer Moses Marke! Verlobte. Brennli olz A Brenntorff A lene Aufträge nimmt entgegen. Ferd. Schmidt, Holzu. Kohlenhanälg. Am Tiergarten 18. n Telephon Haan« 2099 Lachs kür meine Schwester, 1 Anfang 30er, sehr jugendliche Eischeinung, aus guter, jüdischer Familie, durchaus 1 perfekt ih Haushalt u Geschäft mit 50 Mille Mitgiit und guter Aussteuer einen passenden Gatten in gesich. Position. Off. bef unt. F. D. W. 3508 Rudolf Masse, Frankfurt a. M. Für mein Schithgeschift suche tücht’ges, branebekund. Fränlein bei freier Kost und guter Bezahlung SchnhbaagFranken, Neustadt (Saale), Unterfranken. Lehrling per Ostern oder früher mit Einj-Berecb igungMB guter Handschrift gegen angemessene Vergütung gesucht. Selbst geschriebene Offerte an ’ Max Joseph, Bobtabak engeos, , Sandweg 7. Für Jungen mit Hess. 8ehnlkenntnissen IiehPBtelle gesucht, wo Schabbos nnd Jomtow frei. L. Janker, Herderstrasse 8. Jüdischer Bäckergehilfe sucht möbl. Zimmer. Ange'ote mit Preis unt. L. 2 an Buchhandlung A. J. Hofmann, Frankfurt a. M. DMT Lehrling ’MI 1 mit gut. Schulbildung u. Einjähr Berechtig, für unser M Samstag u. 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