Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 17 (1919)
- Issue
- Heft 33 (22.8.1919)
- Date
- 1919-08-22
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Weite 6. L«iLersraP»e LeS Vereins Monlefiore. Wanderuno Sonntag, den 24. Ang.. Treffpunkt morgens» 7 lllr Hotzhlmscn — Ecke Eschersheünerlandstraße: Lohvvmrk — Schmitten- — Anspach. Gelegenheit zum Abkochen WÄ» gegeben. Instrumente milbringen. Montag abeno 8 Uhr: Heim- und Liederabend. Kravkfurter BerauftaUunge«. Talmnd-Thora-Derein, Hörsaak Gemeindejtznagvae Börneplatz; Samstag, 3% Uhr: Raschi (St» Pinsel: Sonntag, nach Schluß des Morgcngottcsdienstcs: Misck-nab <Dr. Friedmann), 4 Uhr vorm.: Schulchan Aruch (Lipinsky); Montag, 8t/» Uhr abends: Josuah <Unna>: Ttcns ag. U«r avends: Chauwaus haletvvwans (Dr. Braun); Mittwoch, nach Schluß des Morgen- «wttesdienstes: Mischnah (Dr- Friedmann); Donnerstag, 71/2 Uhr abends: Hermesweg 27: Gemoro (Unna). Mekor Chajim: Samstag, 4i. Uhr: Mikro Leop Loewenthal). Verein der Ostjuden: Samstag, de- 23, Aug., Jüdischer E esch chtskms (Zatob Herzberg), llnuxlmbau 21. Moutestore-Berei«. ‘ Donnarstag, den 21. Aug., 8 Uhr, Schiur (Dr. Fried- Mann): Damstag, den 23. Aug., vorm. 11 Uhr, Schiur. (Herr Dr. Mat)), nachm. b% Uhr, gemütliches Zusammensein (Herr Dr- Hartmannn); Mittwbch, den 27. Aug-, abends 8>/» Uhr, künstlerische Veranstaltung (bei günstigem Wetter im Garten). Literarische Rundschau. Hans Goslar: „Die Sexualethik der jüdischen Wiedergeburt/ (Jüdischer Verlag. Berlin 1918). Je mehr der Zionismus sich seiner Verwirklichung nähert, .ie inehr er anH einer idealistischen Bestrebung zur Uebersiedlunasvorbereimng Einzelner oder ganzer Gruppen führt, umsomehr muß -er Zionismus an alte Probleme des öffentlichen Lebens, speziell an die Erziehungs- Probleme, herantreten. Die int Krieg entstandene zionistische Jugendbewegung, die weitere Kreise der deutschen Judenheit ergriffen hat, legt die Beschäftigung init den .Erzieüungsproblemen besonders nahe. Wir diese Bewegung immer inehr in die Tiefe geht und wie der^Zionisinus immer mebr den ganzen Menschen ergreift, zeigt die Einbeziehung des Sexualpwbleins in den Kreis der zionistische» Betrachtungen. ' t Den Lesern unserer Zeitung ist durch den eingehenden Artikü von Dr. Fink im Juni dieses Jal)reS das Wesentliche, der Polemik Fränkel-Ludwig Strauß bekannt: sie läßt sich dahin charakterisieren, daß Fränkel ' den Standpunkt der talinudischen Gesetzgebung in sexuellen Fragen als bindend ansieht, während Strauß dem Sexuotziroblem gegenüber den individualistischen Standpunkt 'des 19. Jahrhunderts bis in.seine letzten Konsequenzen auch der Frau gegenüber als Subjekt des Eros vertritt. Goslar, dessen Broschüre zeitlich vor der Polemik Frankel-Strauß nicdergeschrieben ist und daher dazu nicht Stellung nimmt, geht von der Fragestellung aus, . ob unb welche Maßnahmen auf sexual-pädagogischem Gebiet zu ergreifen sind, um die jüdische Renaissancebewcgung Hrem Ziele näher zu bringen. Goslar gelangt zu dein Resultat, daß dies nur Möglich sei, wenn die jüdische Jugend, und speziell die zionistische Jugend, zur Sexualähik des historischen Judentums zurückrehre. Nur die 1 Neue Jüdische Presse. rigorose Ablehnung des außerehelichen Geschlechtsverkehrs zugleich nnt der Forderung der Frühehe, wie das jüdische Gesetz sie fordere, entspricht wirklich den Anforderungen einer wahren Morcklebensowie denen der Hygiene. In letzterer Hinsicht zitiert Goslar eine Reihe autoritativer Persönlichkeiten, wie Gruber, um der Auffassung' weiterer Kreise entgegenzutreten, daß eine längere geschlechtliche Abstinenz mit gesundheitlicher Schädigung erkauft würde. Der Wille zur sseelischcu und körperlichen Reinheit müsse wieder geweckt werden, .ohne ihn sei ein wahres und wirkliches Bolljudentum nicht denkbar. Leider unterläßt es Goslar, praktische Vorschläge zur Förderung der Frühche zu Machen und insbesondere au' die notwendige Bcrufsnmschichtung der jüdischen Jugend sowohl nach der (Seite Der Landwirtschaft, wie des Handwerks näher einzugehcn, was vielleichtin einer späteren, hoffentlick' recht bald notwendigen zweiten Aitflage ergänzt werden könnte. Bei der Wichtigkeit des Scxualproblems siir die (Erziehung der zionistischen Jugend ist eine Aare Erkenntnis Kessen, was iwt tut, ülberaus dringlich, und Gvslar hat es verstanden, durch einen wannen Gesühlston, der durch (die ganze Schrift hindurMeht, dein! spröden Stoff jedes Widrige zu nehmen. Nickt bloß tu zionistischen Kreisen, sondern in allen Kreisen der deutschen Judenl)rit ist der Schrift von Goslar die weiteste Verbreitung zu wünschen, und insbesondere den Jngendvercinen, wie den Blauweißführern sei sie aufs wännste empfohlen. Auch zur Verbreitung in orthodoxen und neutralen Jugendorganisationen ist die Schrift besonders geeignet. Die größte Talmud-Ausgabe der Welt. In London wird jetzt die größte Talmud-Ausgabe der Well gedruckt. Sie. enthält 1000 Komentarc. Bemerkenswert in dieser Ausgabe ist, daß der Talmud mit Akzenten und Interpunktionszeichen versehen ist. Am Ende jeden Bandes ist ein Wörterbuch für die schwierigsten Ausdrücke vorhanden und eine Biographie von 6 Taiiaint und Amvraim. Es sind vorläufig dvei Bände erschienen, der 1. und 5." Band sind noch im Drucke. - Die Ausgabe wird zusammen 28 Psiind Sterling' kosten. - Kleine Mitteilungen. Wie das >,Kvpcnhagener Zionist. Büro" mitteilt, hat die „Liga der Freunde des Zionismus" jüngst eine Broschüre von Roger L e v y .über die h e b r ä i s ck e Universität in Jerusalem herausgegeben. Die Schrift, betitelt „Unc Universite nouvellc" enthält eine znlantmecksasseiide Darstellung der Entstehung und Entwicklung des Gedankens einer jüdischen Hochschule in Palästina, ferner eine Schilderung der vorbercitendeir Schritte zurE.AuLjführung des Planes, der feierlichen Grundsteinlegung, - sowie des Eindrucks in der gesamten jüdischen Welt anläßlick des bedeutsamen Ereignisses'. * Fin Verlag Sticbel in Warschau sind unter der Redaktion von L a ch 0 w c r folgende Werke der Weltliteratur in hebräischer Sprache erschienen: „The! herocs and Heroes hip" von Carlyle, „D e pr (0suudis" von Wilde, ,„Der Tod" von «chnitzler. „Jngebortzf Don Ketlermann, „Rabbi Schlome Maggis vvn -schalomAsch. Ottvndavdkr Druckluft-Anlage Offenbach a. M. Telefon 123. Unübertroffene Teppfchreinigun* mittelst Druckluft M 33 Woche»-Kate»der. Samstag, 23. Aug. (27. Am.). Sabbat-Anfang in Frankfurt 6.50 Uhr. ■' Sabbat-Morgen Predigt (Börneplatz). Sabbat-Ausgang in Frankfurt,8.15 Uhr. ( Israel. Religionsgesellschaft: Sabbat-Anfang 6.40 Uhr. Sabbat-Ausgang 8.15 Uhr. \ Dienstag und M ttwochRaujch-Chaudesch' Eliul. Wvchenabschnitt: Reei. — Erteilung der Segnungen vom Berge Garisim und der Flüche vom Berge (Lbal ans. — Opfer. — Verbot des Blutgenusses. — Warnung vor falschen Propheten. — Speisegesetze. — Das Fcsttagskompendium. — Soziale Gesetze. RrsLtsarrer AnmUirkrrachriHte«. Barmizwos: Alex Gcrlich. Sch'chaustr. 16, Synagoge Friedb. Anlage. — Max Nebenzahl, Langestr. 15, Betb-Hamidrasch, Schützenstr. 2.! Verlobte: Bertel Frankenthal mit Ludwig Grüncbanm: Gedula Marx, Frankfttrt a. M. mit Entil Wertheimer, Freiburg. >. ’ Vermählte: Robert Geismar mit Tilli. geb. Frankenthal; — Isidor Grünebaum mit Mathilde geb. Levi. Auswärtige FanrttieuAachrichLe». Geboren: E- Sohn, Wilhelm Heß (Rothschild), Heidelberg. — Albert Donas (Frank), Mainz. — Hugo Hirschseld (Cahn), Osfcnbach a. M. — E. Tochter, Fritz Eppstein (Herbst), Mannheim. Verlobte: Selma Kahn, Freiburg mit Rechtsanwalt Robert Wertheimer, Emmendingcn. — Bella Strauß, Augsburg mit Einil,Kahn, München. — .Else Weiß mit Hermann Kaufmann, Mannheim. — Amalie Loewenstein, Essen-Borbeck mit Adolf Katzenstein, München. — Betty Levi mit Saly Löffler, Mannheim. — Edith Grünseld, Angsburo ^mit Theod. Hcilbronn, Halle. Vermählte: Arthur Baruch mit Mary geb.'Warschauer, Berlin. — Ernst Plaut mit Life geb. Rosenbecg. Eschwege. —Dr. R. Scelig mit Mina geb. Dreifuß- — Julius Lößler mit Else geb. Kaufmann. — Dr. Kaufmann mit Frait Dr. Boskowitz. Gestorben: .Moritz Leyser, 69 I., Berlin: — Else Aron 22 I., Bromberg, z. Zt. Berlin; — Rudolf Levy 72 I., Hamburg. Hprrrve«. Bei der „N. Jüd. Presse" gingen ein: Juda Hirsch statt Depesche: z. Hochzeit Malli Kaufmann — Litdwig Prins und z. Hochzeit Tilly Frankeirthal — Robert Geismar für Erez Jisroel. je 1.— Mk. — Minkas Buchbinder, Frankfurt, sür Pogrouiopser 25 — Mark. Für den Nationalsonds: David Hamburger gratuliert zur Verlobung des Herrn Julius Schmidt, Frankfurt mit Frl. Else P'ck, Berlin —.50 Mk. - ch Berichtigung: In dem Ausweis der vor. Nummer muß es richtig heißen: .Anl. d. Verlobung d. Herrn S. Lustnianit mit Fini Biernbaum, hier, ges. d. S. Gutsrennd. Mk. 170.— (statt: Mk. 1.70). Berichtigung: In der Vermählungs-Anzeige vom 15.8. 19. Ludtvig Ph. Prins muß es richtig heißen: Frankfurt a. M., -Seiler st r. 23s. Jüdisches Volksheim Spendenliste Tom 12. August 1919. Herr Ernst Dalken ..Mk. 1000.- „ Fritz Sondheimer (Zur Innenausstattung) . „ 500.- „ Mai Frenkel.„ 1000.- ,, 'Jakob Brodt. 100.- - „ Dr. Earl Landauer.„ 50.- „ Dr Karl Frenkel. 50.- ,, N. N. durch FrL Grönblatt.„ 20.- „ Snndbeimer .. 20.- „ Teplizky .. „_3. Mk. 2743.— Weitere Beiträge werden erbeten an Postscheck-Konto 44515, Frl Deutsch, (Jüdisches Yolkeheim), Gwinnerstr. 19. Für den Arbeitsausschuss ■ ' Dr. Frenkel. 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