Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 17 (1919)
- Issue
- Heft 21 (30.5.1919)
- Date
- 1919-05-30
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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EM Nt 21* ,J. / Mü^Wdirsche'HreffL' »iSti| Schildermalerei u. Weissbinderarbeiten Philipp Trauner Textorstrasse 08. Telephon Römer 5778. klein, niedrig hinten müsse, weil er ums» niedriger gedrückt werde, je. höher er sich aufschwinge." Welch eine Angst vor dem Leben und vor dem Sterben! Nein, das ist nicht das Schicksal, das Gott seinem Volke beschieden hat. Das kann nicht sein! Dieser Furchtsame kam von einer Handelsreise, tvobei er sich Geld verdient hatte. Er fuhr mm nach Hanse, mit den Sabbat zu feiern in Friede, Frömmigkeit und Wohlstand. Er beschuldigte die Zionisten, daß sie den Inden in Palästina den Frieden und dE Wohlstand geraubt hätten und mich! ihre Frömmigkeit. Dies ist nicht wahr. Außerdem muß man nicht nur nach den 60000 Juden hier in Palästina sehen, sondern man muß die Bedeutung des Zionismus für das gesamte Judentum zu erfassen suchen- Mehr als zwanzig mal sechzigtausend! Diesem Aengstlichen ist es, je weniger Juden nach Palästina kommen, desto lieber. Und wenn sie kommen, dann mögen sie still einziehen, scheu, schleichend, einer hinter den: andern. Meint er das wirklich? Was fühlt er denn, wenn er bittet: „Der Allbarmherzige lasse uns aufrecht in -unser Land heimkehren." Der Aengstliche sagt: „Wenn wir Land kaufen, lassen »vir es dann niemanden erzählen, wie es der Jüd. Nationalfonds tut. Und noch besser ist cs, wenn wir kein Land kaufen. Laßt uns als stille Kaufleute in unseren Städken wohnen. Dann werden uns die Araber nichts antun. Und wir werden noch unbeinerkt Geld au ihnen verdienen, weil wir tüchtigere Handelsleute sind als sie." Bei all ihrenr Tun und Lassen haben die Furchtsamen nur einen Gedanken: die Araber nicht zu ärgern. Aber die Mutigen! Und ich! bin froh, einer derselben zu sein. Wir wollen die Araber nicht herausforbern. Wir kvollen ihnen kein Unrecht antun, nicht inr geringsten. Mer »vir »vollen sie auch nicht fürchte» und uns nicht klein halten vor ihnen. Wir »vollen, dank sei dem Mlbarmherzige», au fr echt /in unser Land einzieben. Wenn man uns anfällt, »vcrden »vir uns verteidigen. Mle Völker haben ihren Mut hergegeben für ihr Land und ihre Freiheit. Wir werden' dies, falls cs nötig »vird, auch tun. Ehrenvoll zu sterben ist besser, als ehrlos zu leben. Wir häben jahrein, jahraus gepredigt: „'Der Zionis-^ »ms strebt nach! einer völkerrechtlich garantierten Wohnstätte' für das jüdische Volk in Palästina," Was das . genau bedeutet, »veiß niemand. Aber jed*r »veiß, daß es -etwas mehr bedeutet, als daß »vir einfache Untertanen ' sein sollen einer palästinensische» oder s>>rischen Regierung. Uebrigens bin ich überzeugt, daß es niemals zu Reibereien zivischen Arabern und Inden konnne»» »vird , so lauge die englische Regierung das Land behütet. Und die Anführer _ der Araber werden wohl selbst einsehen, daß die Ankunft der Juden uns allen z»» gute kommt. Momentan kann hier in Jerusalem nichts geschehen, oder »nan bringt es mit den Arabern in Zusammenhang. Zum Beispiel: Ein verabredeter Schulausflng findet nicht statt, weil inan die Araber nicht heraiisfordern will. Oder: eine Versammlung der Lehrer wird nicht abgehalten, oder cs wird verordnet, daß das jährlich^ Frühlingsfest in Rechäbats nicht gefeiert wird. — Wer Nerven hat, kann sie hier gut gebrauchen! Vor einigen Wochen brachte ein ägpptisches Blatt die Nachricht, daß die Friedenskonferenz Palästina den Inden gegeben habe. Große Aufregung! Jeder hätte begreifen können, daß „Palästina nicht den Juden gegeben* wird/' wie. man 'einem Kinde einen Apfel gibt. Niemand wiU die. Araber unrechtinäßig vertreiben! Dann wird an einem Samstagabend,. tvoher das Gerücht kommt, »veiß niemand, steif und fest behauptet, die ^zionistischen Führer hätten ein sehr günstiges Telegramm enipfangen. Mein Gewährsmann hatte es zlvar nicht gesehen, aber der Gewährsmann meines Gewährsmannes hatte es ja gesehen. Kein Wort an dem Gerücht war wahr. Zeitungen gibt es hier nicht, "aber Gerüchte wie Mücke» und Moskitos. Letzte Woche dasselbe: Pogrom in Jaffa. Tiberias uud Safed. Tatsächlich war nichts geschehen. In anderen Ländern übertreibt man, hier »vird geradezu phantasiert: im großen nnd im kleinen. Das kommt daher, weil man keine Zeitungen hat. und »veil keine Arbeit da ist. Niemand kann etwas so Unvernünftiges erdenken, daß nicht jemand töricht genug wäre, es zu glauben und weiter zu ertzählen. Wenn alle Gerüchte wahr wären, müßte kein Araber sichl abends ruhig schlafen .legen. Dkm» dann hielten sie jede Nacht große Versamrnllmgen ab. Wenn einige Araber auf der sonnigen Mauer »an» Jaffator phlegmatisch sitzen i»nd sich! erzählen, dann sagen die Furchtsamen: „Siehst du, das Programin wird schon fertig gemacht. Das kostet uns den Kopf." Am anderen Morgen fühlen die Furchtsamen erst nach!, vb sie »richt ermordet sind. Und es gibt keine "Stadt, wo die Sicherheit größer ist, als Jerusalems Abends laufe ich durch die verlassenen, engen Gassen vom Jäffakor nach dem Deutschen Platz. Und noch nie geschaht etwas. Und dieser Tage svrickt man nun wieder sehr lebhaft "Über eine Demonstration, diedie Araber abhalten »vollen. Erst hieß es, daß die Regierung ihre Erlaubnis' erteilen würde. Heute jedoch weiß ein^jeder wieder, daß die Erlaubnis sck.!on erteilt sei. Aber die Anführer »vären »verantwortlichfür alles, was etwa vorkänre. Sicher wird der Aufzug eröffnet mit der heiligem grünen Fahne. Tausende Araber aus dem. Transjordamschen, sollen kommen .'Ulf ihren feurigen' Pferden. — Das möchte ich sehr^jprne seheir, ivelch ein Schauspiel! — Auch die Straßen,wvll>er Aufzug vorbeiziehen soll, find schon bekannt. §uerstwird er- MM Mufti gehenund dann, zur Regierung-. nd dann zum fränzösischen Regierungskommissar. Utü» zrcm italienischen. . Und zum spanischen ÄottfuI, der hier gegenwärtig der einzige Konsul ist. lleberall sollen Bittschrifteu^jiberreicht werden, so große, sagt mein Gewährsmann: Er kennt auch die Qualität des Stoffes, worauf und der Tinte, womit sie geschrieben sind. Die Furchtsamen sagen, daß die Juden an diesem Tage ihre Läden schließen müssen. Und die Mutigen sagen, daß dies eine schändliche Erniedrigung und Kleinmütigkeit wäre. Ein jeder spricht' von dieser Demonstration! — Doch die allerletzte Nachricht ist die, daß überhaupt keine. Demonstration finden wird. Mso »vird auch! der Aufzug nicht mit dex heiligen grünen Fahne Eröffnet »verden. Und die Tau-" sende von Beduinen aus demTransjordanischen werden nicht kommen; 'jeder auf einent^stolzen Pferd in sciner prächtigen Kleidung' ünd Mit einer Lanze. Also keine Demonstration! Aber gegen Ostern ist das mohammedanische Nebi Musa- (gleich: Prophet Moses) Fest. Und wer weiß, was. dann geschehen wird?! Dies sinddie Stimmungen- und Erwartungen, wo-- rin »vir leben. -Friedenskonferenz, habe Mitleid mit uns! Ihr konferiert wahrlich, all zu lange! Gebt uns kund, »vas Ihr über uns beschlossen habt, damit die Furchtsanreir und^-die Mutigen wissen, »voran sie sich zu halten haben. Und damit wir unsere Arbeit beginnen können.fiir Land und Voll." — G. Maye r: Tätigkeitsbericht des Misrachi. . Tie erste fruchtbringende'Arbeit nach denr Kriege ist i>» «Berlin geleistet worden, wo die früheren Gesinnungsgenossen sich »oieder sammelten uild eine eifrige Tätigkeit entfalten. Die Berliner Ortsgruppe arbeitet überaus erfolgreich in drei Abteilungen: der Hauptgruppe, der ostjüdischen Gesinnungsgenossen unter den» Namen „Tifereth Zion" und der Jugendgemeinschaft. Das Erstarket des MiSrachi war der Agudah unbequem. Eine von »h^ zur Bekämpfung des Misrachi einbernfene Versammlung hatte nicht den von der Agudah gewünschten Erfolg, sondern konnte im Gegenteil als Sieg des' Misrachi gebucht werden. Jin übrigen sei hier gleich bemerkt, daß der Kstinpf mit her Agudah von der Leitung mir zur Abwehr, geführt wurde und daß, »vie besonders in den letzten Wochen sich herausstellte, die besser orientierten Kreise der Agudah durchaus fiir ein Zusammengehen mit dem Misrachi eintretcn, »oas auch, von unserer Seite, soweit es irgend möglich ist, gefördert wird. * Als Mitte Dezeinber der Delegiertentag der Zionistischen Vereinigung in Deutschland zilsammentrot,' konnte der Misrachi bereits mit ein Fünftel der Gesamtzahl der Delegierte»» in die Erscheinung treten. Der Misrachi war aber mitf) qualitativ ausgezeichnet vertreten. Wir .nennen neben der Leitung: San.-Rat Dr. Fra nck-Wtona, Skruck, Dr. Barth, Dr. Pick, Direktor David- Berlin, Dr. David- Hamburg, Dr. R a b i n - Frankfurt a. M., Dr." Fr ä n k e l-Marbnrg, Direktor Lip schütz, Zahnarzt R o th schild«Lübeck. Unsere Gesinnungsgenossen haben mehrfach! mit großem sachlichen Erfolge in die Debatte eingegriffen. Auch wurde in de»» geschläftsführenden Ausschuß für ganz Deutschland ein Misrachist und in das Zentralkomitee drei Misrachisten gewählt. Anläßlich dieses Delegiertentages fand auch eine Sitzung des Z entralkomite es d es Misrachi statt. Der Vorsitzende,— San.-Rat Dr. Franck, erklärte sich für außerstande, von Altona aus weiter die Geschäfte des Misrachi zu leiten. Es wurde daher beschlossen, die Leitung des Misrachi nach Berlin zu verlegen. Dr. Franck hielt es a»»ch für unumgänglich notwendig, daß damit mich die Leitung des Gesamtmisrachi nach Berlln überführt werde. Dein also reorganisierten Misrachivorstand gehören an: Struck als Vorsitzender, San.-Rat Tr. Franck, Dr. Barth, Direktor David, Dr. Pick, ebenso selbstverständllcherweise die Herren, die bisher dem Vorstande außerhalb Deutschlands angehörten. Tie ganze Regelung der Angelegenheit .betrachtest »vir als eine provisorische bis zu dem Tage, wo ein allgemeiner Delegiertentag-des Weltmisrachik zu neuen Wahlen schreite»» kann. Schion wor den» Delegiertentag und noch mehr nach diesen» »vurde von der Berliner Zentrale aus eine eifrige Tätigkeit in ganz Deutschland entfaltet. Unsere Redner träten in den schiou Vorhände,»en Ortsgruppen in Ber- . sammlungen auf und gründeten eine Reihe n e u er O r tsgrnppen. Es bestehen zur Zeit solche in Hamburg, Lübeck, Hannover, Frankfurt a. M., Marburg a. L., Fürth, München, Würzburg. Karlsruhe, Leipzig, Chemnitz i. Sa., Dresden, Breslau, Königsberg, Posen. Schwieriger, als die Arbeit in Deutschland »oieder aufznnehmen, war cs für die Leitung, mit den Gesinnungsgenossen außerhalb Deutschlands in Der- . kehr zu treten. Es gelang dies in der Hauptsache durch die überaus dankenswerte Unterstützung der altbewährten holländischen Organisation und der neu gegründeten schweizer Landesorganisation. Auch das Kopenhägener Büro der Zionistische»» Organisation leistete wertvolle Dienste. -Mit Poleirj Litauen, Galizien, Tschecho-Slovakei, Oesterreich »»nd Ungarn wurde ein brieflicher Verkehr unterhalten. Im ganzen Osten macht der Misrachi überaus erfreuliche Fortschritte. Die Meldungen aus Polen sind ganz besonders vielversprechend. Auf dem letzten Delegiertentag in Warschau waren über 200 Delegierte versammelt, darunter 20 angesehene Rabbonim, von denen sich' einige erst in letzter Zeit dem Misrachi angeschlossen hatten. In der Tschjecho-Slovakei liegen die Verhältnisse für den Misrachi ebenfalls sehr günstig. Der Misrachi-Gedanke hat hier besonders auch -aus politischen Gründet» eine ff Kaffee Bnhland Kaisustrassa 56 Täglich erstklassige Kaiasrstrasaa 58 Unterhaltungsmusik “3 große Zukunft. Wie es scheint, wird man den Juden dieses Landes nationale Rechte zugestehen. Das dortige MährischrSchlesische Distriktskomitee gibt seiner Ueberzeugung Ausdruck, in Anbetracht des Uinstairdes, daß ein großer Teil der skovakischen Juden orthodox ist, sei das Hauptangenmer? auf die Propaganda des nrisrachistischen Gedankens zu richten. In W i e n sind die Gesinnungsgenossen ebenfalls eifrig an der" Arbeit» um besonders auch die chässidischen Kreise, die sich in verschiedenen Jischutv-Erez- Jisroel«Vereine gesammelt haben, zum Misrachi heranzuziehen. In Polen und auch in den früher österreichisch-ungarischen Ländern ist mau eifrig am Werke, die praktischen Voraussetzungen für die Arbeit in Erez Jisroel zu ^schaffen. Eine Reihe von Gesellschaften haben sich gegründet» die.Kapitalien sammeln, um sie für Bodeiiertverb und Begründung von Industrien anzulegen. Auch in unserer Zentrale wurden verschiedene missichtsreiche Projekte bearbeitet. ' Das Tach!kemoni-S chulwerk wird von der Hamburger Zentrale weiter mit gutem Erfolge fortgeführt. Mit Erwähnung der misrachistischen Presse im Ausland und dem Wunsche einer baldigen Einberufllng der Misrachi-Weltronferenz schueßt der, Bericht. Palästina-Delegiertestsg. Berliit, 26. Mai. Der große Saal des „Rheingold"" ist mit blau-tveißen Emblemen festlich geschmückt. Trotz deraußerordentlich großen Schwierigkeiten der Reise ist der Delegiertentag außerordentlich zahlreich besucht. Zwei lange Tische sind fiir den Misrachi reserviert, der durch 44 Mandate vertreten ist: .! Dr. Hantke eröffnet die Tagung und erteilt Professor Marburg das Wort, der die Versammlung im Namen des Aktionskomitees begrüßt und ein Bild der gegenwärtigen. Lage des Zionismus gibt. Weitere Begrüßungsreden hielten ein Vertreter der Poale-Zion dev deutsch-österreichischen und der polnischen Landsmanuschaft. Hierauf spricht an Stelle des d»»rch Reise verhinderte»» Herrn Licktheim Rechtsantoalt Dr..Hantke über „Die politische Fornr des Geineinwesens) in Palästina"". Abschliessendes über die Behandlung der jüdischen Forderungert auf dein Friedenskongreß könne noch nicht gesagt »verden. Jnrmerhin stebe soviel fest, daß der jüdische Einfluß iir Palästina stärker sein wird, ntS es uns zahlenmäßig zukommen würbe. Palästina werde dem Völkerbund iiber- ' antwortetwerden, in dessen Auftrag England die Verwaltung übernehmen werde. Wie es den englischen Traditionen entspricht, sei auch hier eine Sicherheit dafür gegeben, daß die Regelung der kulturellen Beüdrfnisse des jüdische» Volles und darüber hinmis eln'-großer Teil anderer Ztveige der öffentlichen Tätigkeit uns -vollkommen überantwortet werden. Zweifelsfrei anerkannt worben fei das jüdischä Volkstum nnd der Ansvruch der'Jnden ans Palästina. * -In der kurzen Diskussion spricht von seiten des Misrachi Lazarus Barth, der es an sich begrüßt, daß auch-die nichtzionistische Organisationen, soweit sie sich mit Palästina beschäftigt haben, beim Aufback des siibischeit Palästina »nitherangezoaen werden sollen. Indessen dürfe man sich nur mit solchen Orgamsationen znsmnmenfini» den, die in ihrer Palästinatätigkeit lediglich jüdische Interessen maßgebend sein lassen. Redner gibt seiner Befriedigung darüber Ausdruck, daß der Friedensdelegation Herr Hermann Struck angehöre, der, .wie' allgemein anerkannt »verden muß, die Gewähr dafür gebe, daß die jüdischen Interessen in seinen Händen gut mlfgehobeu feien. Maffenkuudgebuvaeu orthodoxer Jude« Wiens. Der Verein „Jischn»v Erez Israel"" manifestierte in einer von 3000 Personen besuchten Dersamnilung "für ein jüdisches Palästina. 40 Rabbiner gaben dem äußeren Bilde der Versannnlung ein eigenartiaes Gepräge. Rabb. S. Fried mann- Sadagora beschwor die Orthodoxen, sich in die Reihe der Kämpfer für Voll und Land zu stellen. Nackil weiteren Reden von Oberrabbineu Dr. Chajes nnd Adolf Stand nahm die Versanrmlung begeistert eine Resolution an, die die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesickerten Heimstätte m Palästina fu das jndiscke Doll als Lebensfrage bezeichnet, der Leitung der zionistischen Weltorganisation das uneingeschränkte Ber< trauen ausspricht nnd sie als autorisiert erllärt, im Namen der gesamten Jndenheit zu handeln. Die Judeufrage im polnische« Landtaqe. Die vom polnische» Landtage einaesetzte „Kommissidn für jüdische Angelegenheiten"", der als Vertreter der Juden Dr. Thon, Dr> Schipper. N. Prilnckt und Rabbiner Halpern angehören, wählte Fürst Ezetwertvnski znm Vorsitzenden. . Dr. Thon wünschte Einflußnahme der Konrmission auf die Gesetzgebung durch Zuweisung aller die Inden betreffenden Vorlagen nnd Anträge im Landtage an die Komiüission. Da der Antrag abgelehnt wurde, verzichteten tue Juden auf einen Sitz im Präsidium der Kommission» . Auch der Antrag Dr. Thon, die Kommission mögeint Landtage einen Antrag auf Erlassung eures die anttjüdischen Exzess« entschieden verurteilenden und' auf di» *■>* 1 «j-, . •§