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Neue jüdische Presse · 1918-12-13 · Heft 48 (13.12.1918) · p. Seite 6

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
16 (1918)
Issue
Heft 48 (13.12.1918)
Date
1918-12-13
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Leitet FränkfürterIsraelitischesi -! "M '1': ■ :<fe. ' - 0 ' ■f 9 **V;-Vi r.-.'-i L» Andenken an seinen unvergeßlichen Freimd Walter Ktchen- ' stiem, 1 Baum, 6.Z-J Herr und ^rau Ferdinand Rosenthal, . WeiheiPr. 4, stiften cmf^ den Namen , ihrer söhne Julius und Hermann anläßlich deren glücklichen Rückkunft aus Dem Felde'je'L'Baüme m Härry Goitern-Garten 24-Mark.' , Zum 1. .Jahrzeitstaae ih^s unvergeßlichen Freundes -und BundesbrUders Walter Katzenstein spenden je 2 SDet* -bäume Rudi Bender, Erich Fromm, Erich Klibanskh, 1 Baum Oskar Grünsfelder, ■ 3' Bäume Siegst. Rosenberg, o Bäume V. I. St. Saxonia i. Sa- 15 Bäume Mt. 80.—. Eingesandt. Der Ausschuß für Kriegsstatistik, der von den 7bekannteir großen Organisationen bald nach Äriegsunb möglichst lückenlos auszugeftalten. - Infolge der ständig andauernden Neueinberufungen konnwn die in fast allen Gemeinden vorgenommenen Erhebungen Lin-abschließendes »Resultat liefern: vor allem mar tS unmöglich, das xchd gültige Schicksal eines jeden Kriegsteftnehmers seftzustellcn. " Jetzt <Ler». nachdem die Truppen in die Heimat zurückkehren, -gehen die Gemeinden auf nufere Aufforderung hin daraneine nochmalige Feststellung zu treffen, bezw. ihre bisherigen Ermittelungen zu verüollständigen. . Wir richten an alle Feldzugsteilnehmer die dringende Bitte, die Gemeinden ihres Wohnorts bezw. ihrer Neuen Niederlassung auf das tatkräftigste zu unterstützen,. indem sie sorgfältig alle Angaben ausfüllen/ - die in unseren Listen euthalLn sind, welche von der Gemeinde als Unterlage benutzt werden. Da es ^sicherlich jüdische Kriegsteilnehmer geben wird, die nicht von den Gemeinden erfaßt werden, weil sie Hort nur-vorübergehend ihren Wohnsitz hatten und keine Angehörigen besineu, die über sie Auskunft erteilen könnten, wäre es ganz besonders -erwünscht, wenn die -jüdischen. Feldzugsteilnehmer' direkt an uns Mitteilungen über alle ihnen bekannten jüdischen Kameraden, die mit ihnen in der gleichen Abteilung gedient haben, zukommen lassen würden. Es genügen für uns 'Angilben des Bor- und Zunamens, des Berufes, des Geburtsdatums und des letzten Wohnortes. Sollten' genauere Mittellu ugyr. gemach^ wvtdsst kötzHI neu, so sind sie selbstverständlich- .sehr^'willGmmen.'^ v st-? Mr sprechen die Hoffnung aus, daß.' es, durch; eifrige ' Mtwirkung-der jüdischen' Kriegsteilnehmer gelingen' wird, : ein 'beit Tatsachen entsprechendes - Bild - von 'dem Umfang . der Beteiligung der deutschen Juden am Heeresdienste in. Bälde zu 'gewinnen. ’•' ■■■•; : - Au sschuß.für Krieg^statrstik ■ - Berlin IV. 35., Steglitzerstv. 9 II, Briefkaste«. R- Der neue Münchener rRabbiner, Dr. Leo Baer-i wald, wurde 1883 in Saaz (Böhmen) geboren. Er besuchte das Breslauer Rabbinerscminar. » R. Lemberg hatte vor dem Kriege etwa 30000 Juden (ein Drittel der Bevölkerung). L. in B. Hinter der antisemitischen Hetze in Berlin und anderen Orte» stehen aller Wahrscheinlichkeit nach im-wesentlichen die gleichen reaktionären Kreise, die den 'Verlust des Krieges verschuldet haben. Jetzt gilt es eben durch die antisemitische Hetze die Revolution zu dis- ' kreditieren. L. Äille nichtjnölschen" undL nichtstaatlichen Schulen behalten die Vorschule, also auch die Realschule der Jsr. ' Religionsgesellschaft und des Philanthropin. Letzte Berichte. Budapest, 6.,Dez. Rum ä uische Banden plündern die jüdischen Einwohner Siebenbürgens, besonders im Aomitat Beßwrze. Das geplante rumänische Imperium über 26 ungarische Kvmitate gefährdet die jüdischen Interessen, da eme nationale -Organisation in dem zersplitterten Ungarn unmöglich ist Die Plünderungen in der Slowakei werden fortgesetzt, arge Verwüstungen sind in der Gemeinde Pnho vorgekommen. Hilfe dringend erforderlich. In Kolotzvar ist unter Vorsitz des Anwaltes Dr. Fischer ein jüdisch-nationaler Bund Siebenb irr ge n s unter hingebungsvoller 'Teilnahme orthodoxer . und neolöger Rabbinest geschaffen worden. O I ■ iid sß. -slnnrr ' - stk Nach mehr als vierjährigem Krieg scheint endlich der heiss ersehnte Frieden Wirklichkeit zu werden. Und doch kann unser‘V Vaterland nicht volle Friedensfreude empfinden; denn die Lasten, die uns auferlegt werden, die finsteren Wolken, die über unserer-Zukunft hängen, lassen kein frohes Gefühl anfkommen ' Was aber auch kommen mag, unsere Tatkraft darf nicht erlahmen, und aus dem Zusammenbruch unseres deutschen Staates, der so fest gefugt und allen Angriffen gewachsen schien, muss jedem kraftvoller Wille erwachsen, beim Wiederaufbau nach seinem Können mitzuarbeiten Im Wesen des jüdischen Optimismus lag es stets, auf den noch rauchenden Trümmern neue Heimstätten zu. errichten. Heimstätten gilt es zu errichten auch für diejenigen, denen der Krieg Gesundheit, Arbeitskraft, Fähigkeit, für sich selbst zn sorgen, geraubt hat. •'' " Den Kriegsbeschädigten, die dauerndem Siechtum verjnllen sind, muss Unterkunft gescbaffen werden. Unterkunft, die Lebensfreude, Licht und Wärme den .Unglücklichen schafft, deren Opferfreudigkeit im Dienste des Vaterlandes dem . Judentum Ehre; erwarb Viele durch den Krieg siech Gewordenen werden um Aufnahme in unser Hans . bitten. Wir können unsere Pforten ihnen nicht verschliessen. Aber nicht mir Kriegsbeschädigte werden Unterkunft, Pflege und Wartung suchen, sondern auch solche, i! die .hoffen konnten, im Hause des zurückkehrenden Sohnes Pflege im Siechtum zu erhalten. Wie vielen ist der Sohn nicht wiedergekehrt, •*. 1 und die Hoffnung, von der kindlichen Liehe den Dank,: den elterliche Fürsorge erworben hatte, erstatten zu sehen, ist geschwunden Auch ‘diesen Unglücklichen muss Einlass in unser Hans gewährt .werden. So hat das Unglück des Vaterlandes unsere Aufgaben vergrössert, ' unseren Pflichtenkreis erweitert, und es ist Ehrenpflicht des Judentnms, diese schweren Lasten willig zu tragen. Nur schlecht gerüstet geht unser Krankenheim diesem Kampfe gegen Not und Elend entgegen, Die Lasten, die das Gumpertz’sche Siechenhaus wahrend des Krieges auf sich nehmen musste, waren so gross, dass, sie von den laufenden Einkünften nicht bestritten werden konnten, so dass wir allein in diesem Jahre, ein Defizit von nahezu 100000 Mk. haben. Unsere Glaubensgenossen werden aber nicht! wollen, dass unsere Krankenanstalt, die jetzt über 25 Jahre in Frankfurt und in weitem Umkreis segensreich gewirkt hat, und vielen armen Kranken, die sonst Vorkommen oder für ihre Familien ein schweres Hindernis wirtschaftlicher Betätigung und wirtschaftlichen Aufstieges geworden wären, zum Heim wurde, aus Mangel an Mitteln ihre Tätigkeit, stattsie zu erweitern, einschränken müsste. Um den Aufgaben der Zukunft genügen zu können, um unsere heiligsten Pflichten gegenüber den Aermsten der Armen, denen nicht einmal die Hofinnng zu genesen geblieben ist, erfüllen in können, bedürfen wir neuer and grösserer Mittel. „Keiner bleibe zurück, keiner weigere uns eine Gabe!“ Gewiss, die Lasten, die Staat und Gemeinde heischen, werden seiner sein; aber was Mitgefühl und Barmherzigkeit unseren Zwecken spendet, wird die Pflichten, die das Gesetz jedem anferlegen wird, verringern;- und dem, der unserem. Rufe folgt, wird, zugleich die grösste Genugtuung des Gebers zuteil, die Saat seines Wohltuns aufgehen zu sehen, und sich an dem Segen zu erfreuen, den, seinen Augen sichtbar, sein Wohltun erzeugt bat. . Geldsendungen erbitten wir auf unser- Postscheckkonto Nr. 17640 oder an unseren Schatzmeister Herrn Josef Holzmann, Blittersdorfplatz-33, Frankfurt am Main. Die Ycnsaltung des Surapcrlz’sclictt Stechcnbauscs, 5rauk{utt ara Maitt. *•*- ■Für eia sehr tüchtiges israelitisches Fräulein mit Mk. 60000 Mitgift, wird eine io Frankfurt U. JL gesucht. Off. unter 2660 an die Expedition dieses Blattes erbeten Aus dem Heeresdienst entlassen, empfiehlt sich - in Ilollnand Klavlernnlerrlehi ' MusiklehrerM. Hainebach, Weberstraße 21, I. Sali Wolff Papierhandlung nur Schäferg 11, Tel, H. 3821. Besten, billig.Bezugsquelle für Drucksachen. Gebildeter, tücht. Kaufm., 29 Jahre, v. angenehmen Aeussern, blond, 1,65 gr., sehr musikal., ans bester Familie, mit einem Vermögen von 20000 Mk., wünscht) zwecks baldiger Heirat ein Mädel (donkelblond od. schwarz) im Alter biszu 24 JaHren kennen za lernen; ‘Einheirat in gutgehendes GeschäftFrankfirts od. grösserer Stadt in der Umgebnngerwünscht, jedoch mchtifedmgUDg.Ausführl.Büdoff.m.-Yermögensangabe unt.Zspichenmg strengster Verschwiegenheit erb. ont. C. 15535 an Haasenste’n k Vogler, A. 6., Frankfurt a. M. Anonymes u. gewsrbmbsige Vermittelung Verbeten. v. . ''.

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