Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 16 (1918)
- Issue
- Heft 33 (23.8.1918)
- Date
- 1918-08-23
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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alle» lropa inner >sens. ibc»ä|t, [jfoer. f die wird falte» den» kmi» gleist. Tag lichen Ich ging auf die Felder/ deren guter .Stand überrascht, ne» sachgemäße Behandlung an beste deutsche Muster- »rtschasteit: erinnert. Rach reichen zwar die mir genannte» Erträge (Weizen 20fach als Höchstleistung) nicht au deutsche rträge heräu, aber sie ergeben gute Durchschnittswerte, er Boden ist sehr ausgesogen/weil nie gedüngt von den raberu.'.Es ist'aber vorzüglicher schwerer Boden, der mifellvs bei. weiter.,betriebener sachgemäßer Bewirtschaf- Mg zu großen Erträgen befähigt ist. Ich sah Männer und Weiber bei er»ster,^ -:msiger, hmerer Pflug-, Hansel- und Hackarbeit, ich sahmit ijerdeu, ich sah sie mit Hacke und Spaten»arbeiten.' Es »in mir keiner die durch Augenschein gewonnene Gewißheit wben, daß hier ehrlich und rechtschaffen um den Ertrag ec alten Scholle gerungen tvird. Und nicht bloß ehrlich eacbeitet tvird, sondern aüch intelligent gedacht und gelimt. 'Ich sah Garbenbinder und Erntemaschinen, Drcschlaschinen, neuzeitliche Pflüge, mit denen bis zu 30 ein Tiefe Jorci, durch durch jahr. it an- , daß r des n ge wird, SfoJj'nc iciiml. ernen nicht 3roni n als t iin t bet nicht rizoiit grüße dieser ganze Nr 33. Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Seite 7 Ipslügt wird. Literarische Chronik. Aus E i ii f ü h rn u g in die Religio ns Psychoegie von Traugott Konstantin Oesterreich, ao. Prossor der Philosophie an der Universität Tübingen. Berlin 917, Mittler u. Sohn. ' „Wir haben heute gelernt, die israelitische Religion eine vorderasiatische Religion neben anderen anzuhen. . Aber das heißt seht nicht mehr, als daß toir die beigen und ihre. Wechselbeziehungen zum Jndentunr besser ls vordem kennen. Die Erwartung, daß sie diesen auch ualitativ näherrücken würden, als man früher glaubte, at sich nicht erfüUt. Der Rangunterschied ist nicht zu ver- »schen. — Die zentrale Stellung der Sittlichkeit wird auch »rch den Btonotheismus nicht »erklärt (wie der Vergleich >it dem Islam beweist). Die Ertlärnng liegt in der hohen ld loralischen Veranlagung des Judentums. So fremd es dem ichtsemiten in manchem Tun seines Wesens bleibt, die arte Veranlagung zu lvarmcn Beziehungen der Menschen lNtereinander spricht sich schon in seiner jeder anderen überigenen sozialen Gesetzgebung in einer ganz unverkennbaren >eutlichkeit aus. Es fehlt diesem Zweige der Menschheit ie Eigenschaft der Rohheit in einem Maße, in welchem auch ckturell weit höher entwickelte Kölker, wie die Griechen, icht frei davon sind. Auch in der modernen Kriminalatistik tritt das Freisein des Judentums von Rohheitselikten trotz stark neurotischer Veranlagung eindrucksvoll »tage. So sehr allmählich für weite Kresse das rituelle Sesen in den Vordergrund rückte, so wenig steht es doch im Mittelpunkt der Religiosität auf ihren Höhen, wie sie vor llem von den Propheten erreicht werden." In bezug ans den Unterschied zwischen der Ethik des iudentums und Christentums sagt Oesterreich: ,Die jüdischen Theologen haben aber vollkommen recht, >enn sie feststellen, daß das Christentum weder in bezug uf das Wesen Gottes noch die dem Menschen obliegenden ierpflichtungen religiös-sittliche Gedanken ausweist, die icht auch auf den Höhen des Judentums vorhanden gelesen sind. Mit den Darlegungen jüdischer Theologen immen auch die Forschungen der christlichen Theologen der die jüdische Literatur außerhalb des Alten Testaments herein. Jesus kann nur als Jude verstanden werden. Wem iemals jüdisches Wesen nachfühlbar geworden ist, kann ,u und den Ursprung des Christentums nicht verstehen, icr ihn und seinen Gottesglauben wirklich in seiner seeschen Eigenart verstehen will, der tut viel besser, zu den cchststehenden Teilen des Talmud oder zu der religiösethischen oder religiösgeschichtlichen Literatur des modernen Judentums zu greifen, als zu manchen ethischen Darlegungen christlicher Theologen. Die spezifische Sittlichkeit auch des modernen Judentums ist mit der Jesu viel enger vcrtvandt als die mancher arischen Theologen, denen das eigenartige, instinktiv warm-sozial gesinnte jüdische Menschentum völlig fremd bleibt, und die sich teilweise bis zur Bildung der Forderung einer rem national-egoistischen, ans sittliche Momente nicht Rücksicht nehmenden Machtpolitik von Jesus entfernen, während selbstverständlich auch der Staat an religiös-sittliche Grundsätze normativ gebunden ist, und, wo er sich in bestimmenden Fällen danach richtete, auch' die höchste Bewunderung hervorrief." Literarische Notizen. Demnächst erscheint im Verlage der „Jüdischen Zeitung" in Wien der vierte Jahrgang des Jüdisch e n Ra t i o nal taI e u d ers, redigiert von Otto Aböles und Ludwig Bato. Die neue Folge dieses Almanachs, der sich bereits einen großen Leserkreis erworben hat, enthält Beiträge folgender 'Autoren: Otto Abelcs, Viktor Arlosoroff, Ludwig Bato, Z. F. Finkelstein, Ludwig 'August Frankl, Adolf Friedemann/ Eugen Hoeflich, Heinrich Loewe, Hermann Kadisch, Solomon, Kaßner, Heinrich Margulies, Mcndele Mocher Sforim, Jakob Oettinger, Marck Schcrlag, Mols Stands Osiäs Thvn, Augnsta Weldler-Steinberg, Sch. Zemach und- Hugo Zuckermann. Die Jullistrationeu stammen von folgenden Künstlern: Josef Budko, Jakob Löw, Abel Pann und. Hermann Struck. — Ümschlagszeichnung von Josef Budko. Wie in den früheren Jahrgängen behandeln! auch diesmal berufene Autoren in gediegenen und dabei allgemein verständlichen Arbeiten wichtige. jüdische Fragen. Im Text sind sorgfältig gewählte Kernworte zur Jndenfrage jüdischer Denker eingestreut. Besondere. Sorgfalt wurde auch dem belletristischen Teil des Buches und seiner künstlerischen Ausstattung zugewendet. Voransbestellungen zum Preise von Kr. 5,20 beim Verlag „Jüdische Zeitung'/. Kriegs- und FriedenSkalenber 5857. Der „Hickls" Jüdischer Volkskalender (18. Jahrgang) erscheint als „Kriegs- und Friedeirskalender". Der Kalender enthält unter anderem Beiträge von: Dr. Nathan Birnbaum; Clotilde Benedikt; Dr. Hugo Bergmann; Direktorial-Assistent Dozent Dr. Böhm, Mainz; Ch. Bloch; Rechtsanwalt Dr. Eohn, Altona; Dr. Dienemann, Ratibor; Dr. R. Färber, Cholm; Dr. G. Freudmann, Belgrad; Rüben Fahn; Dr. I. Günzig; Dr. Siegfried Gelles, Lissa; Uri Zwi, Grünberg; Dr. Max Joseph, Stolp; Eisig König; Benzion Moser: Thekla Blech, Merwin; Dr. Ernst Müller; Umversitätsprofcssor Dr. Max Reuburger; Rabbiner Dr. Perles, Königsberg; Meilech Rawitsch; Dr. D. Rothbtum; Fabius Schach, Berlin; Lorenz Scherlag; Marek Scherlag; B. Tag; Dr. B. Wachstein. lOffenbaeher Druckluft- Anlage! loifanbach a. H. Telefon 123. (Annchlnwi mitFrankfmt)! »ewährteate TspplChrsInlPUIig (100,000 gm jährlich)! - unQbartroflana Battf■ darnralalgung mittelai| Drnckluft and Waaaerdampf. SBodjemsftaleaöetr. Tan,Stag, 2t. August (— 16. Ellnt«. Sabbat Anfniig in Franljurt TVi Uhr; Sabbat-Ausgang in Franksurt y/i Uhr, in Berlin 0 Uk»r. Wochenabschnitt: K i - S o w a u. —■ Das Bringen der Erstlingsfrüchte nach Jerusalem. Der zweite Maser. Aufstellen von zwölf Steinen am Jordan. Die große Strafpredigt. Sabbatgottesdienst in Frankfurt. Freitag abend llk llhr in den meisten Synagogen (Königsteinerstr. und Hanptsyuagoge 7 Uhr). Samstag früh 8'/» Uhr in den meisten Synagogen (Hauptsynagoge 9 Uhr, Kvnigsteinerstraße 9>/s Uhr). Wochengottesdienst in Frankfurt. Morgens 61/» Uhr in den meisten Synagogen (Hauptsynagoge und Königsteinerstr. t V-» Uhr). Abends 7‘/i Uhr in den meisten Synagogen (Königsteinerstraße 7 Uhr, Hauptsynagoge 4 Uhr). Vereins-Kalender. A g n d a s - I i s r o e l - I n g e n d g r u p p e.' - Samstag, 5',- Uhr: Hastanroh-Vortrag (Jos. Klibousky), anschließend Minchä. Sonntag und Mittwoch, 9 Uhr abends Borträge sür Herren und Damen: Aus dem Jomin-Hanauroim-Machsor (Direktor Dr. Lange). Montag, 9 Uhr abends^ Jüdische Geschichte (Redakteur S. Schachnowitz). Dienstag, abends 9 Uhr: Der Brisker Ratv, sein Wesen und Wirken (Redakteur S. Schachnowitz). Frankfurter Aanriliennachrichte». Geboren. E. Tochter Henry Rothschild (Merzbach), Klettenbergstr. 8. — Dr. Hugo Sinzheimer (Selig), Körner- Wiese 3. B a r m i z w o S. Emil Luwisch, Elbestr. 27: Julius Warienberg, Sachsenlager 8; Ernst Bergmann, Wrbecstr. l2; 'Arno Grünebaum, Scheffelstr. 27; Juli Sonnenberg, Börue» straße 23, Synagoge Börneplatz. — . Verlobte. Lea Rosenbaum mit Arnold Lilienthal: Agathe Rosenbaum mit Siegmund Weiskopf, Gwimierstraße 24. k Vermählte. Meer Teplitzky mit Frau Fanny geb. Eisenberg, Eschershcimerlandstr. 24. — Professor Dr. Julius Hülsen mit Adele geb. Goldschmidt. — Justizrat Gustav Jaffa mit Frieda Klau geb. Jgersheimer. — Geiterbein Mathilde Mainz geb: Schwabacher. — Dorothea Baum geb. de Beer, 88 I. — Zerline Katzeusteiir geb. Jaeobi, 78 I. — Auswärtige Favriliennachrichte». G e b o r e n. E. Sohn Artur Gersoni (Rosenthal), Köln. — E Tochter Max Bachmann (Wolf), Velmede. - E. Tochter Felix 'Rosenthal (Wiese), Hamburg. — Verlobte. Claire Steinberg, M.-Gladbach mit Max Kohlmann, RAruberg. — Selma Strauß, 'Augsburg mit Alex Stiel, Eschweiler. — Vera Hilda Klein, Harzburg mit Richard Falkenberg, Stettin. — Alma David, Ndnstadt a. Hardt mit Rechtsanwalt Dr. Max Mahler, München. — men DU3 Allgemeine jüdische Krankenhaus „Schaare - Zedek“ zu Jerusalem. itr r»> Sol r 5iomöge» ht ein ionalk iphetie ift. . . e. mich äuinc, mcklo- / Austüchtig sineinib all' n „ick inbttdi rnktes )-örfer e Im u und , Wer bittet für seine Organisation rein europäisch. Isolierhäuser für Ansteckende. Aufnahme unterschiedslos für Alle. Höchste Anerkennung aller Behörden, hält sich für gewissenhafte TJebemahme von Stiftungen empfohlen. Betten-, Zimmer-, «Fahrzeit-, Briefe zu richten .nach Röderhergweg 63. Geschaftsleitung: Frankfurt am Main. Postscheckkonto No. 7785 Frkft. a. M. 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