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Neue jüdische Presse · 1918-08-16 · Heft 32 (16.8.1918) · p. Seite 3

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
16 (1918)
Issue
Heft 32 (16.8.1918)
Date
1918-08-16
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 32. Frankfurter Israelitisches Familienolatt. Seite 3. „Wohin soll ich Leim fahren?" sragteKobi unschuldig. \ Jetzt wurde Rebb Wolf ganz zornig. Mit einer Stimme, Pie-,man sie in dem stillen Hause der „Mins" feltdn hörte, ncf er: \ •' •' i „Stell dich nur, als wenn du nicht drei zählen könntest/ Ich weist ja doch/daß du es kannst! Meinst du, dein Vater «eist nicht, daß du ihn verstehst? Willst du mich etwas khren? Da mußt du früh aufstehen, mein Jüngelchen." „Auf die Beschau soll ich gehen, soviel verstehe ich davon", meinte Kobi gelassen. „Und warum gehst du nicht?" rief Wolf eifrig, „warum' machst du dich nicht auf und davon? Die ganze Welt rührt fich; wer mir Füße hat und Augen, geht heute, und sieht sich etwas, an, ob es ihm paßt. Wie lange willst du dich denn besinnen?" - Auf diese feurige Ansprache seines Vaters >var Kobi »och nicht gefaßt; einen Augenblick schien es sogar, als sei er erschrocken. Doch faßte er sich bald, und mit halbironischem Lächeln meinte er: „Besinnen? ich habe mich schon lange besonnen." „Also doch"/rief hastig Wolf, „da siehst du, Perl! Gott weiß, an wen er sein. Herz gehängt hat." „Das ist auch ganz wahr, Vater", rief Kobi mit Ernst. „Mein Herz — das habe ich schon lange angehängt; mich wunbert's nur, daß du es noch nicht bemerkt hast." . „An> wen? Mi wen?" schrie beinahe Wolf und trat einen Schritt näher auf den Sohn. „'Wirst du es gleich sagen? Ich Hab' mir das lange schon gedacht . . . jetzt muß er heraus!" (Fortsetzung folgt.) Ofifenbaeher Druckluft-Anlage I Uftfnhich i. ■- Telefon 123. (Anschluss mit Frankfmt).| iewährteste Tspolchrslnlpung (100,000 qm jährlich)! sowie anObortroflena Battfadarnralolgnno mittels» I Druckluft und W ssserdsmpf« Woche»-Sale»ver. Samstag, 17. August (= 9. Ellul). Sabbat-Nnsang in Frankfurt 7»/« Ubr. Sabbat-Ausgang in Frankfurt 9jh Uhr, in Berlin 9 Vi Uhr. Wochenabschnitt: Ki-Setzei. — Aneignung einer Kriegsgefangenen. Erbrecht des Erstgeborenen. Bestrafung des ungeratenen Sohnes. Keine Mischgattungen.. Strengzüchtige Lebensführung. Vorschriften für Ehescheidung, Heeresdienst, Armrnrecht usw. Das Andenken Amaleks. Vereins-Kalender. Agudas-Jisroel Jugend gruppe. Samstag, 5Vs Uhr: Haftorah-Wortrag (Erich Klibanski); 5Vs Uhr: Wiedermginn des Schülerkurses in Gemoroh Beza. Montag, abends 9 Uhr: Wiederbeginn des Geschichts- , lehrgangs (Herren und Damen). Mittwoch, abends 9 Uhr: Nechiim (Lehrer S. Unna). Sltftitfftttter FamUieimachrrchle«. Geboren. Ein.Sohn Max Braunschweiger (Loeb), Paul Ehrlichstr. 24. — Ludw. Herzfeld (Bensheim), Hammanstr. 4.! - Barmizwos. Gafton de Wolf, Staufenstr. 28 Synagoge Königsteinerstr. Verlobte. Selma Levigard, Friedbergerlandstr. 11 mit Jacob Hirschmann.. — Irma Neumark, Bockenheimer - Anlage 5 mit Richard Dalberg, Iserlohn. Gestorben. Regina Koppel, geb. Heß, 91 I., Leerbachstr. 47. — Therese Buch, geb. Katzenstein, 74 I. — Leutnant Rechtsanwalt Dr. Albert Merzbach/ Inhaber des Eis. Kreuzes und der Hess. Tapferkeitsmebaille (beim Fliegerangriff letzten Montag getötet). — Rosa Strauß, geb. Adler, 47 Jahre. Auswärtige Famlliennachrichte». Geboren. Eine Tochter Jakob Badt (Baruch), Leiptzig. — Eine Tochter Albert Frank (Rvsenbaum), Elberfeld. Verlobte. Lina Silberberg mit Max Kochmamr^ Berlin. — Edith Lichtenstein, Hamburg mit Georg Hauer, Dresden. — Jvonne Joseph, Brüssel mit Alfred Loewi Nürnberg. — Grete Berlinger, Würzburg mit Rabb. Dr. Abr. Schlesinger, Buchau. — Maria Wertheim mit Isidor Stern, Gießen. G e stv r b e n. Carl Simon, 52 I., Elberfeld. — Harry Heymann, 20 I., Charlottenburg, i. F. — Heinrich Kaufmann, Bremen, i. F. — Louis Grünthal, Bmlin, i. F. — Alfred Gerstel, Berlin, i. F. — Mathilde Süßkind. geb. Strauß, 72 I., Stuttgart. — Leo Cappel. 39 I., Elberfeld, i. F. — Werner Silbermann, 26 I., Stettin, i. F. — Paul Levy, Braunschweig, i. F. — Martin Löwenstein, 26 I., Neustadt i. Westpr., i. F.— Saly Mansbacher, 49 I., Essen. — Samuel Apfelbaum, 68 I., Fürth. — Minna Ballin, 82 I., München. — Heinrich Oppenheimer, 48 I., Höchst i. O. — Abraham Schar;;, 7o I., Ludwigshafe». i Spenden. Loeb dankt der Frankfurter Zionistin für gesandtes Ei- Exempkar als Rarität und Dav. Hamburger für Zusendumr des Franks. Jsr. Famllienblattes 2 M. . Bei der NativnalfondskoMmisfion (I. Heimann, Zeit MV gingen ein: ' Win Oelbamngarten gleich 100 Oelbäume auf den Namen des im Felde gefallenen Wfr. HerM. Koch laut dessen testamentarischer Bestimmung 600 M. Simon Oppenheim, zum 6. Elull anl. Jahrzeit für seine sel. Tochter Rosa 1 jöeDjtatfrt 6 Mt Palästina-Notstands-Aktion. F- Demuth, Theobald str. 26, zum Todestage seiner sei. Frmr Fanny Demuth 10 M. Dr. L. Szamatz, Vilbel, gratuliert Dr. Meyer und Frau 2 M. - . . Kondoliert Familie Wolpert 31. Selma Levigard, Jakob Hirschmann zur Verlobung 2 Oelbäume 12 M. im Walter Katzenstein-Garten. - OüS ^.llgsmsiiis üdische Krankenhaus „Schaare - Zedek“ zu Jerusalem bittet für seine Kran ULen. Organisation rein europäisch., . ' Isolierhäuser für Ansteckende. Geschäftsleitung: Frankfurt am Main, Aufnahme unterschiedslos för Alle. Höchste Anerkennung aller Behörden. Postscheckkonto No. 7785 Frkft. a. M. hält sich für gewissenhafte Uebemahme von Stiftungen empfohlen. Betten-, Zimmer-, Jahrzeit-, Gedenktafel-Stiftungen. : Man fordere die Bedingungen ein. , Briefe zu richten nach Röderbergweg 63. . .; * Käse. .Weiteren Anträgen auf Zuteilung von rituellem. - Auslandskäae kann mangels Vorrat bis aaf weiteres nicht mehr' stattgegeben werden. Kondensierte Milch.. ' Oertliche Milchkarten können nur noch bis zum 3A August d. J. gegen Bezugsscheine fQr kondensierte Milch nmgetaascht werden. Nach'diesem Zeitpunkt steht rituelle kondensierte Milch bis auf weiteres nicht mehr zur Vertagung. Kaffee-Ersatz. Die Herstellung des rituellen Kaffee-Ersatzes hat ’ sich verzögert. Die Belieferung wird indessen im Laufe der nächsten Wochen durch die Kommunalverbände erfolgen. ' Berlin, W. 8, den 12. August 1918. Friedrichstrasse 167/168. Irlegskommlssion fQr rituelle Lebensmittel, G.m. b. H. Fr eiri ch. ' vmammmmmmmmmm An die Uorstonde der Mit. Gemeinden. Betreffend ritaeile Margarine. Die vorschussweise Belieferung der Gemeinden mit ritueller Margarine auf Grund von „Zuteilungsscheinen“ hat sich nicht bewährt. Die Hanptverkaufsstellen sind deshalb angewiesen, „Zn teilungsscheine“ nicht mehr zu beliefern. Der Versand der „Zuteilnngsscheine“ ist eingestellt. Um die > Belieferung mit ritueller Margarine in der gleichen Zeit, in der die Qbrige Bevölkerung die entsprechenden Speisefettmengen erhält, zu ermöglichen, wird anheimgestellt, die Ortsbehörde zur möglichst frühzeitigen Beglaubigung der Bezugsscheine zu veranlassen. Berlin, W. 8, den 12. August 1918. Friedrichstrasse 167/168. 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