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Neue jüdische Presse · 1918-03-22 · Heft 12 (22.3.1918) · p. Seite 2

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
16 (1918)
Issue
Heft 12 (22.3.1918)
Date
1918-03-22
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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. DMe 2. .; L. T. R#4ehaa, HarrMSChnBito Fraukfart a. Mala, KMenitiiisa Ae. 1 Tikfkn: Körner 3650. FEDTHTE HABH-8CBIHOEEEI. Auf Wusch kesckara Yerarhaitug. Gesinnung der Jugend, die auf das Ganze und Radikale Scheu soll, in schädlicher Weise beeinflussen müßte. Hingegen gibt es aber eine Reihe von Aufgaben, in denen ohne jede innere Konzession und Preisgabe des prinzipiellen Standpunktes eine Zusammenarbeit im positiven Sinne möglich ist. Bon diesen Aufgaben sei der von der zionistischen Seite geforderte Jugendtag hervorgehoben, weil es zweifellos eine schr wichtige und große Sache wäre, wenn es gelänge, einen solchen Jugendtag der gesamten jüdischen Jugend in Deutschland zu veranstalten. Es wäre damit eigeiülich erst der jüdischen Jugend die Möglichkeit zu einer Stellungnahme und Entscheidung gegeben. Gerade diese Berständigungssitzung hat gezeigt, wie noüvendig ein solcher Jugendtag ist, denn eine große Anzahl der Delegierten auf dieser Sitzung waren Erwachsene, zum Teil von den politischen Organisationen her bekannte politische Persönlichkeiten, die in ihrer ganzen Stimmung und ihrem Lübensgefühl keinesfalls' als wirkliche Repräsentanten der Jugend gelten können. Tr. Martin Bub er schte auseinander, daß tn dem Referat von Frl. Tr. Berliner die ideologische Grundige für einen Zusammenschluß der jüdischen Jugend nicht gegeben worden war. Er nannte diese Grundlage den Primat des Jüdischen. Wir glauben, daß mit diesem Wort der Gedanke gefunden ist, der diese gemeinsame gesinnungsmätzige und gedankliche Grundlage allein abgebcn kann. Eine jüdische Jugendbewegung muß von diesem Primat.des Jüdischen getragen sein, d. h. von der unbedingten Ueberzeugung, daß die jüdische Gemeinschaft ihre ptimäce Gemeinschaft ist, und daß der entscheidende Umkreis ihrer selischen Bedürfnisse und Auswirkungen nur innerhalb der jüdischen Gemeinschaft liegen kann. Wir glauben nach wie vor, daß es die Aufgabe der jüdischen Jugend in Deutschland ist, zu einer Verständigung zu gelangen. Sie wird nicht die inneren Gegensätze verwischen dürfen, sie wird nicht die einzelnen Richtungen zu inneren Kompromissen und Verzichten zwingen dürfen, sondern wird unter der Herausarbeitung einer gemeinsamen, allumfassenden Grundgestnnung ein einträchtiges . Zusammenwirken der verschiedenen Gruppen auf den Gebieten herbeiflihren müssen, auf denen es möglich ist. Wir hoffen darmn, daß in der Derständigungssitzung am letzten Dienstag noch nicht das letzte Wort über die ganze Frage gesprochen worden ist, daß vielmehr die führenden Männer der jüdischen Jugendgruppen der verschiedenen Richtungen in dieser Sitzung Etfamtt haben, daß die Vorbereitung der Verständigung sehr viel gründlicher und umfassender erfolgen mutz, als es bisher der Fall gewesen ist. Der Gedanke ist zu bedeutsam, jüs daß er durch das Scheitern eines ersten Versuches als endgiltig erledigt betrachtet werden kann. Der erste fehl geschlagene Versuch muß nur eine'Mahnung und ein Ansporn sein, die Verwirklichung des Gedankens in einer neuen, noch ernsteren und gründlicheren Form wieder aufzunehmen und so die Aufgabe, die sich aus der Gesamtlage des jüdischen Volkes im gegenwärttgen Augenblick für die jüdische Jugend in Deutschland ergibt, zu erfüllen. Erziehrmg z«« Rabbiner Dr. Ziegler-Karlsbad sprach auf dem dritten jüdischen Elternabend in Prag über die Frage der Erziehung zum Judentum. Seine Ausführungen erscheinen uns deshalb besonders bemerkenswert, weil Dr. Ziegler zu den bekanntesten Vertretern der sogenannten liberalen Richtung gehört. Wir geben deshalb das Wesentliche des Vortrages nachstehend wieder. Dr. Ziegler führte aus: .Wären wir imstande, in althergebrachter Weise Haus und Heim zu führen, gäbe es keine Sorge um die Erziehung unserer Kinder. Die jüdische orthodoxe Weltanschauung und Lebensführung läßt das Kind in durchaus jüdischem Geist und jüdischer Atuwsphäre aufwachsen. Der wahrhaft und unerbittlich orthodoxe Jude richtet zwischen sich und der Umwelt eine eiserne Mauer auf, die nicht umzureißen ist. Die vier Ellen der Halacha, in deren Bannkreis er lebt, verleihen ihm einen vielleicht engen geistigen Horizont, aber dabei eine innere Geschlossenheit und Festigkeit, die ihn glücklich und zufrieden macht. Er ist gleichberechtigt, verzichtet jedoch tauf die volle Verwirklichung der Gleichstellung. Er begnügt sich mit ihr zumeist im Wirtschaftsleben, strebt nicht «ach Rang und Titel, nicht nach Offiziersepauletten und Beamtenstälen, will weder Professor noch Minister, weder Hoftat, noch Baron werden. Ausnahmen, die sich da und dort zeigen, sind so verschwindend, daß sie nicht der Erwähnung wert sind. Sein materielles Strüen gilt nur der Erhallung der Famllie; sein geistiges, das dem unverfälschten Orthodoxen immer höher steht als das materielle, kennt nur ein Ziel: seine 'Kinder sollen gleich ihni nichts Erstrebenswerteres kennen, als die Satzungen der Religion treu zu erfüllen. Auch eine vollnationale Erziehung enthöbe uns jeder Sorge. Deutsche Kinder werden deutsch, französische französisch und polnische polnisch erzogen. Besäßen wir ein geschlossenes nationales Gebiet, nationale Schule und Sprache, nationale Verwaltung, nationale Kunst und Kultur, wäre eine Mische Erziehung selbstverständlich. Run ist das religiös-orthodoxe Judentum in den Schichten unserer Gesamtheü von denen ich heute spreche, zusammengeb rochen. Eine nationale Erziehung unserer Jugend bleibt ohne eigens geschlossenes Territorium trotz der edelsten Bemühungen Torso, Stückwerk. So steht der Jude, der noch einen Rest alter Liebe zum Judentum sich erhallen hat, ratlos vor der Frage: Sie erziehe ich meine Kinder gm» Judentums' KkMHuvtor UvöLkMO r „Unfete Talmudweise» sagen: die Lust Palästinas mache schon den Juden weise. So muß cS mit unseren Häusern bestellt sein: Ter Geist, der in jeder jüdischen Famllie waltet, soll das Kind zum guten Juden erziehen. In früheren Zellen war es so. Sieh' wie Gott Israel nebt, sagte R. Meir, auf Schritt und Tritt umgab er sie mit seinen Geboten und Vorschriften. Tas zeigte sich vor allem im Hause selbst. Mmorgendlich sah das Kind den Vater die Arba Kanfos umlegen, ins Gotteshaus gehen, oder zu Hause in den Tallis gehüllt und mit den Tefillin um Haupt und Hand, das Gebet verrichten. Es sah an der Türpfoste die Mesuso angebracht. Sah den Vater an jrdem Abend den Thoraabschnitt durchnehmen, oder über Mischna und Talmud sitzen- Sprache und Unterhaltung der Eltern war durchwoben von Hebraismen, gewürzt durch Zitate aus Bibel und Talmud. Schon dem dreijährigen Kinde sprach die Mutter morgens und abends das Schema vor, ermahnte es, ja auf den Talliskoton nicht zu vergessen. Es sah die Mutter in frommer Andacht täglich beten, morgens mittags, abends; sah die Mutter Challa nehmen, Fleisch koscher machen, Frellag Abend zünden. Dieser Freitag. Abend in allen Judenfamllieni.Tas Gotteshaus mit feinen- . Gesängen, der Segen der Eltern, der weißgedeckje Tisch, das Barches, das wohlschmeckende Abendbrot, die,Semiros> wie atmete das alles jüdischen Geist! Und so war "es mit dem " ganzen Sabbat, mit allen Festen. Solche Bräuche und ' Sitten prägen sich einem Kinde unauslöschlich ein und sind selbst dort von unschätzbarem Gefühlswert, wo im eigenen Land das nationale Moment unbehindert alles' erfüllt und ' belebt. Für uns Juden bedeutet die Preisgabe dieser Momente einen unersetzlichen Verlust." ' „Ihr Jünglinge und Mädchen, die ihr hier versammelt seid, voll .Sehnsucht nach jüdischem Geist! Wenn Ihr nach Jahren Euer eigenes Heim gründet und noch immer von derselben Sehnsucht getragen seid, als freie Europäer .Euer Äfiatentum nicht zu verlieren, dann holt die alten Sitten hervor und füllet mit ihnen die kalten Räume Euerer Wohnhäuser, daß es dabei euch und eueren Kindern warm und wohlig werde!! Das Kind wächst heran und wenn es zwei, drei Jahre alt wird, nimmt man zu seiner Begleitung ein Kindermädchen, eine Bonne,i-eine Nurse. Selbstverständlich sind diese fast ausnahmslos Christinnen. So wird in das Haus, dem der jüdische Geist entflohen ist,' der nichtjüdische hineingettagen. Jetzt wird dem Kinde erst recht der Sonntagsstaat umgehängt, es wird ihm von Weihnachten, von Ostern und Pfingsten vorgeschwärmt und erzählt und vorgelesen. Es hebt der Kinder Märchenwelt an, die goldene Zeit der kindlichen Phantasie. Märchenbücher, Spiele, Baukasten werden gekauft. Bllderbücher geschenkt. Damit des Kindes Intelligenz geweckt, sein Gefühl für Gerechtigkeit und Mitleid herangezogen. <Än besonderes Glück, wenn diese Bücher zufällig nicht vom bösen Juden sprechen, vom Schacherer und Wucherer, wenn sie nicht die christlichen Feste und Lehren preisen und predigen." »Warum fehlt es uns an jüdischen Märchenbüchern und Erzählungen? Wir haben doch jüdische Literatur genug, Mehr als genug. Warum unternimmt man nicht endlich die dankbare Aufgabe, eine jüdische Literatur für unsere Kinder zu schaffen? Auch an jüdischen Zeichnern und Künstlern fehlt es uns nicht. Noch weniger an Stoff. Die Bibel selbst, Talmud und Midrasch, die Sammlungen Ben Gorions, die verschiedenen Sagenbücher in Jiddisch, Bibelschatz und Sippurim bieten Dichtern und Künstlern eine Fülle von 'Anregung. Warum schreiben nicht große Gemeinden, angesehene Körperschaften oder Einzelne Preise aus, die sich zum Ziele setzen, eine gediegen!« jüdische Kinderliteratnr zu erwecken?!" „Sollen wir, um unsere Kinder zum Judentum zu erziehen, auf die jüdische Schule wieder znrückgreifen? Vom Standpunkt der Erziehung zum Judentum wäre das nur zu begrüßen. Die Kenntnis des Gebetbuches und der Bibel wären dann kein pium desiderium mehr, der Feier des Sabbats, dem Besuch des Gotteshauses an Sabbaten läge nichts im Wege, die Teilnahme der Kinder an dem liturgischen Gesang wäre von großem Segen. Auch sonst böten jüdische Volks- und Bürgerschulen nicht wenig Vorteile. Manche Beschimpfung bliebe dem jungen Kinderherzen erspart, das mll tiefer Bitternis die ersten Zurücksetzungen als Judenkind empfindet. »Gibt es doch keinen grausameren Schmerz, als den eines Kindes, das zum erstenmal die Schlechttgkeit anderer entdeckt." Auch für Fortgang und slltliche Erziehung hätte die jüdische Schule viel Bestechendes. Die relativ geringe Zahl der Kinder, die soziale Gleichheit der meisten jüdischen Kinderstuben ließen viel mehr Raum dem individualisierenden Unterricht, als die überfüllten, gesundheitschädlichen Lehrzinnner der öffentlichen Schulen, in denen der Schüler, insbesondere der jüdische Durchschnittsschüler, nur Nummer ist. — Man hat sich anfangs von der gemeinsamen Schule für das ftiedliche Zusammenleben der Konfessionen viel versprochen. Nach dieser Richtung haben, wir wohl alle eine recht herbe Enttäuschung erlebt. Fast könnte man behaupten, daß in Ländern mit konfessionellen Volksschulen der Judenhaß weniger schroffe Formen anfzuweisen hat, als in Ländern, in denen die Simultanschulen eingeführt sind. Trotz alledem weiß ich nicht, ob ich der Wiedererrichtung der konfessionellen Volks- und Bürgerschule heute das Wort reden soll. Sie wäre zweifellos von recckttonärer Bedeutung und würde in erster Reihe von unseren Feinden mit Jubel begrüßt werden. Etwas anderes wäre unsere Forderung, daß an sämtlichen Volks- und Bürgerschulen, ja auch an allen Mittelschulen, der Sabbat als zweiter allgemeiner schulfreier Tag bestmimt und nur fünf Tage in der Woche dem' Unterricht gewidmet werden." SP Kaffee Bahland Ksiseratrassa 56 . XuMdbina 56 Tagliok erstklassige HP BaterhaHnugsmealk "W> Bni—i »»jagen, wmmmmm Är. 12. Scala - Lichtspiele Sekftfergaaee ft. ScUfeigaaae ». ÜodoraM Theater TiJiija| stets »euer uad herrerrageBder Film. „Ich glaube, daß mich vom allgemeinpädagogische» Standpunkt Lehrer und Schüler mit fünf scharfen Unterrichtstagen, denen zwei vollfreie Tage folgen, sich gerne befreunden würden. Es wäre eine wirkliche Recreatton bei Körpers wie des Geistes. Für die Erziehung unserer Kinder zum Judentum wäre der schulfreie Sabbat die größt: Wohltat. Der behexte und begeisterte jüdische Lehrer könntdurch den so wiedergewonnenen Sabbat das Herz der Kinder und durch sie auch Las der Eltern dem Judentum wieder gewinnen." Redner beanstandete sodann die pädagogische Unmöglichkeit, bei dem Religionsunterricht an den höheren Schule» infolge der geringen ZaÄl der jüdischen Schüler mehren Jahrgänge gemeinsam zü"unterrichten. Das dürfe keinesfalls gescheheiu Auch -in. den Fachschulen müsse jüdischer Religionsunterricht erteiltswerden, wo angängig, seien jüdijche Aolksschülen zu errichten. Notwendig sei auch die mate- - tt.elft. ^)Lherstttlung der Religionslehrer. Man-'Äird bei diesen wichtigen Ausführungen den Gedanken nicht los, daß es beim Wünschen bleiben wird, denn um das Interesse und die Kraft zu haben, diese Gedanken zu verwirllichen, — dazu bedarf's der Verwurzelung in der Tradllion des Judentums. Die von der Tradition Mgefallenen werden weder für die Medererwerbung deS Sabbats noch für die Errichtung jüdischer Volks, schulen sich einsetzen, ihr Assimilationsstreben wird sie auch fernerhin ans den Aufbau von Wehre» zum Schutz der Erhaltung des Judenttlms verzichten lassen. Nur durch Zuwenden zum traditionellen Judentum und durch Abkehr von der Assimilation infolge Betonens des nationale» jüdischen Volkstums lassen sich die Kräfte schaffen, die auf Verwirklichung der Dr. Zieglerschen Gedankengängi hinarbeiten. v»m JLAische» Ratto««lforlö». Die Spendeneingänge des I. N. F. in den Monaten Januar und Februar betragen Fr. 226,980. Folgende Länder haben hierzu beigettagen: Oesterreich Kr. 94,192. Polen und Litauen; österreichische Okkupation Kr. 11,516, deutsche Okkupation M. 40,072, Deutschland M. 29,863, England Lstt. 565.9.2, Nordamerika Doll. 2425, Südslavische Länder Kr. 14,100, Holland Fl. 3020, Südafrika Lstr. 282.12.5, Bulgarien Leva 5698, Frankreich Fr. 2219, Dänemark Kr. 1220, Belgien Fr. 1255, Schweden Kr. 568, Australien Lstr. 33, Ungarn Kr. 1076, andere Länder Fr. 16. Auf dem Delegiertentage des englischen Zionistenverbandes hielt Ing. Agr. I Lettin ge r einen Vortrrag über den Jüdischen Nationalfonds, der Veranlassung war, daß sofort große Summen für den I. N. F., u. a. ein Betrag von Lstr. 3000, von den Ailwesenden gezeichnet wurden. Nachstehende Resolution wurde gefaßt: „Jeder zionistische Verein und jede jüdische Körperschaft, die mit der Errichtung einer jüdischen nationalen Heimstätte in Palästina übereinstimmt, sollen eine eifrige Propaganda zwecks Förderung-des Jüdischen Nationalfonds führen, der von der zionisttschen Organisatton mit dem Zweck geschaffen wurde, Land in Palästina als nationales Eigentum des jüdischen Volles zu ertverben." Binnen kurzem wird das Oettingersche Referat „Dir Aufgaben des Jüdischen Nationalfo nds" in verschiedenen Sprachen herausgegeben werden. Nach einem Bericht des Palästina-Amtes haben die Nationalbetriebe Benschemen und Huld ah (in Judäa) durch die Kriegsverrichtnngen nicht unerheblichen Schaden erlitten, doch konnte nunmehr die normale liftbeit wieder ausgenommen werden. Ebenso werden jetzt die zu Beginn des Wirtschaftsjahres in Aussicht genommenen Notstandsarbeiten durchgeführt. Das Palästina-Amt beabsichtigt, die Förderung des Gemüsebaus rund um Jerusalem in größerem Maß,stabe zu unternehmen. Für die Gemüsebau-Arbeitergruppen sind monatlich Fr. 5000 erforderlich, die aus den Eingängen für die Notstandsaktion des I. N. F. entnommen werden sollen.! In den Betrieben des I. N. F. in Galiläa und Samaria konnten die ^Arbeiten laut dem MrtschaftSplan ihren Fortgang nehmen, wobei insbesondere eine Steigerung der Erttäge im (Orangengarten) Gan Schmuel (bei Hederah) zu verzeichnen ist. zionistisches Leße« in Wie«. Im Jahre 1913 und 14 war die zionistische Organisation im Begriffe, ihre Propaganda von Bezirk zu Bezirk zu ttagen. Die Bestürzung, die der Ausbruch des Krieges bewirkte, lähmet aber alles polittsche Leben so sehr, daß sogar eine zeitlang das Hauptorgan dir zionistischen Pattei Oesterreichs, die „Jüdische Zeitung", nicht erschien. Mit dem gewmttgen Zustrom galizischer Flüchtlinge erwachte dann wieder das Wichtbewußtsein, dem zwei schöne, den Ktteg wohl überdauernde Institutionen zu verdanken sind, das „Armenambulatorium des Zionistischen Zentralkomitees für Westösterreich", das unter der bewährten Leitung des Reichsratrevisors Rudolf Taussig stehend, so viel Anerkennung fand, daß der Staat eS so weit subventioniert, um es von der Gunst und Ungunst privater Wohltätigkeit unavhhängig -zu machen, und die »stecht-

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