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Neue jüdische Presse · 1917-12-21 · Heft 48 (21.12.1917) · p. Seite 6

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
15 (1917)
Issue
Heft 48 (21.12.1917)
Date
1917-12-21
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 8. Frankfurter Nr 48 bä dir geben! , UM» du Muggib,^ 'sagte -sie zu'Wögele, „dein Charifchen weiL' ich Mir zum Sabbat nehmen; und da weid' ich -sehen, ob-er bei mir besser reden kann als bei dir!" — Die gutherzige Frau, ging, und die beiben Schwestern sanken sich in die Arme! auch Vögele weinte eine Minute lang heftig, sogar heftiger als Golde. Ms aber setzt vom Beshamidrasch herüber die Melo> die des Talmud-Studiums im vollsten/Chorus einer Dmmerstag-Nacht im Monat Elul erscholl, sprang Vögele mit ganzer Heiterkeit ans Fenster, und da sie den Kosminer im Eifer -disputieren sah, rief sie aus: „Siehst du, Golde, in jedem Löckchen von meinem Kvsminerchen stecll mehr Scharfsinn in allen andern Äachurim nnt dem Rabbi -dtzu!" Golde lächelte. Sie war Mig! -sah sie ja den Zempelburger obenan sitzen neben dem -Rabbi. Welchen wissenschaftlichen Reisenden es in den Sinn; kommen sollte, , einmal die -Mhllla F. auftusuchen, in? der^unsere Geschichte spieft, dem -wollen wir im -Voraus einen Fingerzeig geben, sich nicht von dem Zustand des Städtchens am jSvnntag -oder Montag oder Menstag oder Mittwoch oder Donnerstag zu einem Urteil verleiten zst lassen. Wer nichtunsere gute 'K'hilla an einem Freitag oder Sabbat gesehen hat, der lege die Hand auf den Mund und schweige. (Fortsetzung folgt.) Literarische Mrautt. <Kumst-blLtter aus d-emHauseB. G. Teubner, Leipzig und Berlin. Dieser ansprechende und reichhaltige Katalog mit farbigen Wiedergaben von 200 Blättern soll Veranlassung geben, bei Glleopnheiten Werke edler Kunst zu kaufen. Man «Hält für 3 M. bis 7,50 M. farbige Reproduktionen von Werken anerkannter Meister. Ins Auge fallen auch die - Werke -der Schattenrißkunst, so Diefenbachs Schattenbilder : l.Per a^pera ad astra“ - und »Göttliche fugend ' und , Müllers stimmungsvolle Scherenschnitte „Aus der Kriegszeit.-" Der Katalog ist gegen Voreinsendung von 60 Pf. (Ausland 70 Pf.) von B. G- Teubner, Leipzig, Poststr. 3/5 zu-bltziehen. Hickl's Jüdischer Bolkskalender 1917/18;; lKriegskalender), Preis 3,50 M. Jüdischer Buchu.i Kunstverlag, Max Hickl, Wien Vlll/ -Lerchengasse 6a, . Brünn, Adlergasse 9. Aus dem Inhalte: Brod, MoF: In der Fabrik; Benedill» El.: Mis der weibl. Fürsorge; Ben, Josef: Kriegswaisen; Lohn, Dr. Carl: Judentum und Freiheit; Feüchtwana, Dr.: Unsere jsrael. Militärseelsorge; Günzig, Dr. I.: Dr. 8l. r Rabbi Israel Baal Scheu; Müller, Dr. E.: Prophetenworte; Neußer, Regine: Fairne von Ornstein; Rotblum, Dr.: Großvaters Tod; Ravitsch, Meilech: Aufatmen; .-Reifer» M.: Pravozitelstvo; Schach, Fabius: Weltschmerz, Jüd. Kriegsaphorismen; Scherlag, Lorenz: Der Tod geht um;.Scherlag, M.: Dre Wollen; Schmal, Grete Wolf: Mllitärzug an der Grenze; Schreiber, Heinrich Dr.: Me Kultussteuer und der Krieg; Verein zur Errichtung von Bvllsküchen nach israel. Ritus; Verein Kurfürsorge im Kriege; Ehreurtafel für Gefalleue. jOffenliaeber DrseklnftpAnlasf | I-Ufsnbacl! a.s. Telefon IW. (An8eUn88 mitFrankfait) 3 «rAhrteste ▼•BDlehr*IClrona (100,000 qm j&hrlichil fl sovri^ unDbertroff ene Bettfcdernrelnlaunc mittels | Drnckluft und "Waraerdampf. MvcherrsKaLeWveL. Samstag, 22. Dezember (— 7. Tewes). Sabbat-Anfang 4 Uhr in Frankfurt; Säbbät-Ausgang 5Mhr 20 Min. in Frankfurt, 4 Uhr 44 Min. in Berlin. Wochenabschnitt: W a j i g a s ch. — Josef gibt sich seinen Brüdern zu erkennen. Jakobs Zug nach Aegypten. Jakob vor Pharao. Die Folgen der Hungersnot für das ägyptische Volk. Stammbaum der Jakobsfamilie. - Aus dem Prophetenwort des Sabbats: ,;tzch .errichte ihnen den Bund ’ des Friedens. Ein ewiger Bund -wird er sein. Auch werde Ich sie vermehren und mein Heiligtum in ihre Mitte-auf ewig geben. Meine Gegenwart'wird bei ihnen ruhen. Ich werde ihnen Gott sein und sie werden Mir zum Volke. Die Völker werden erkennen, daß Ich, Gott, Israel heilige,' da Mein Heiligtum ewig in ihrer Mitte, bleibt." Dienstag, Assoro b'Tewes. B abb atgat t»S d i »n st in Fron kfurt. Freitag abend -4 Uhr in den meisten -Synagogen (Königsteinerstraße 6 Uhr). ‘ Samstag früh 8>/i Uhr in den meisten-Synagogen (Hauptsynagvge 9 Uhr, Königsteinerstraße SVr Uhr). DochengotteSdienst in Frankfurt. Alvrgens 7 Uhr 10 Min. in den meisten Synagogen (Bockenheim, Untrrlindau, Hauptsynagoge, Königsteinerstr. 7Ve Uhr). Abend» 4 Uhr in den meisten Shnaaog»n (KSnigskeinArstr. i Uhr). Bereius-Kaleüder. T a l ni u d -T h o r <t-B ere i n. Freitag, nach Schluß Abendgottesdienst, Synagoge Börneplatz: Vortrag (H. Schwab). Äravkfurter ^avrilieaaachrichte». Geboren. E. Sohn Otto Kaufmann (Bendheim), Mittelweg 20. I^armizwo s. 'Theod. Bertheini, Schubertstr. 17, Synagoge Börneplatz. — Fritz Bensinger, Schumannstr. 9; Kurt Liebmann, Oberlindau 24; Rudolf Strauß, Licbigstraße 44, Synagoge Königsteinerstraße. /Verlobte. Ella Dalberg. Jügelstr. 13 mit Apytheker Julius Freudenberger, Würzburg. — Sofie Salomon, Bettinastr. 62 mit Oberleutnant Ingenieur Egon Mandl, Wien: Gestorben. Siegm. Falkenstein, 71 I. — Abraham Oppenheimer, 70 I., Königswarterstr. 17. — Jakob Abraham Levison, 93 I., Jahnstr. 12. — Theodor Rothschild, 73 I., Stallburgstr.. 34. Auswärttsse Favtilieu«achrichtev. - Verlobte. Else Wolfs, Fürth.mit Dr. Siegmund Federlein, Nürnberg. — Erna Hvckenheimer, Mannheim mit Emil Wolf, Karlsruhe. — Käte Frank - mit Leopold Garfunkel, Hamburg. — Erna Rosenau, Schweinfurt mit Herbert Levistein, Tiefenort. j Gestorben. Fritz'Weil. München, i. F. — Jakob Schnaier, München. — Luise Moos geb. Neuburger, 67 I., Ulm. — Max Goldmann, 49 I., Nürnberg. — Johanna Singer geb. Bauer, Fürth -— Eduard Nassau, 63 I., Essen. — Henriette fiebittger geb. Redelsheimer, 77 I., Mainz. — Hermann Metzler, 14 I., Fürfeld. — Adolf Kahn. 40 I., Chennütz., i. F. — Hauptmann Rechtsanw. Dr. Adolf Marx, 41 .I.,-'Mannheim, i. F. — Emil Blum, 55 I., Detmold. — Helene Kahn geb. Vogel, 83 I., Karlsruhe. Sveude«. Berber Nationalfondskommission (F. Heimanil, Zeil21) -gingen ein: 2 Oelbäume im Harry-Goitein-Gaxten. Zum 23. Kislew, den 24. Geburtstag von seinen Eltern 12 M. ^han uka-Sp enden' zugunsten der: Palästina-Nvtstaudsaktion. M. Jansen, Neue Krame 23 100 M.; M. Mai, i. Fa. Mai & Co. 30 M.; I. Rödelheimer, Js. Rosenbauni je 20 M.; Mb.Levy-Mohr, Otto Rapaport, z. Zt. Ber (Hotel Bristol)) .Julius-Kranenberger je 10 M.; A. ( winner, Guünann & Marx, Wily. Meyer, Jq. -Mani Thl David Schnadig 8- C». je 5 M.; L. Hofnjann, Mai^ Jos. Lubowsky, Hugo Koch, I. L. Goitein je? M.; S. N, mann 4 M. - '!QS< llicl ilge Bü ch s em lee r rr ir g. Fritz Sondheimer ^14/10 M.;-Fromm, Liebigstr. 5-Müll Hotel Ullmann 1,45 M.; Walther -Katzenstein 5,61 3] L. So er 3,05 M. ' Briefkasten. Justizrat Breslauer wurde jüngst in einem unse Artikel irrtümlicherweise als verstorben bezeichnet. :. 4 K< in DS Hirt Eingesandt. Das vierte Chanukakeft im Felde. Mo immer es nur zu ermöglichen, iverden-die 'jüdisl Feiertage begangen,.mrch der Feldgraue entbehrt n gerne das von frühester Jugend an gewöhnte Bege denkwürdiger Tage von religiöser Bedeutung; um so mr da die geschichtlichen Ereignisse der Vergangenheit Spiegelbild der Gegenwart, sind. Der- Chanuka-Wend im Felde verlaust, soweit es e möglich, nach alter Sitte. Wir wollen heute nicht die sä oft geschilderten Festgottesdienste wiedergeben, die -den i ehrten Lesern längst aus den verschiedensten Darstellung bekannt sind. Etwas anderes ist es. worauf wir Hinweisen möchM^ Allüberall, wo es gilt, Not zu lindern, das Eli zu bekämpfen, bei der Mitarbeit wohltätiger und -gerne nütziegr Zwecke mitzuhelfen und mitzuwirkey, stehen unsWqs Glaubensgenossen an der Spitze nnd spenden mit ossei Händen. Wo bleibt die lleine Festesfteude in Form ei bescheidenen Geschenkeswie es die andersgläubigen Kai raden im verhältnismäßig-reichen Maße -zugewiesen kommen, für den jüdischen Feldgrauen, dem es-nun-a im vierten Kriegswinter 'nicht vergönnt ist, 5 im - Ka - seiner Lieben das Chanukafest zu begehen? - Es berührt uns eigenartig, daß der Grundgeda« itla seinen Mitmenschen eine lleine Freude zu bereiten, so < nicht ausgekommen ist. Es ist jetzt das vierte Chanukas das im Felde gefeiert wird, und vei-keinem dieser Fest tage, sowie an sämtlichen anderen Feiertagen ist Mns Gruß der deutschen Juden zuteil geworden. ~ Nicht um den Wert der Liebesgaben, die wir erhalten, ist es uns zu tun, sondern der Gedanke „S unsere Glaubensgenossen in - der Heimat gedenken. .uv an den Festtagen", bereitet schon ein feiertägliches Gesü Warum versagt hier der Gemeindeapparat, das '.H der Gönner und Geber? Diese Frage wurde von uns diesen Tagen oft aufgeworfen, sowohl, hier, als auch, anderen Armeen. . ' Im Interesse aller Feldgrauen bringen wir hier! unsere Aussprache, zur allgemeinen Kenntnis, i Mögen diese Zeilen einen Hinweis aus. das Purim »Hilden» wenn dann, was Gott verhüten möge, das.ge>« tige Ringen noch keinen Abschluß gefunden haben soll In diesem Sinne entbieten wir noch nachträglich seren Chanukagruß. Fünf Feldgraue.*) A1 *) Eine Anzahl unserer Vereine — so der hitsige Mo« fiore-Berein, die Agudas Jisrdel-Jugendgruppe — Hai ständig an ihre Mitglieder-im Felde Liebesgaben gesav Zahlreiche jüdische Feldgraue gehörten vorher keinemdischen Verein an; sie hatten vielleicht in dieser rHinsi mancherlei versäumt. (Die Redakt.) Wir bitte» rmfere -Leser, ihre» Mebars«« veMg«ah«e aus ««fer )vlatt bei -.»»ser .Jusereute« ,$t beSen. Hraukfurter Israel. Fa«Ute»blatt. n Das Allgemeine jüdische Krankenhaus „Schaare -Zedek Jerusalem u ZU Organisation rein europäisch ' Isolierhäuser £ur Ansteckende. Antnahme unterschiedslos für Alle. Höchste Anerkennung aller Behörden, hält sieh für gewissenhafte Uebemahme von Stiftungen empfohlen. >9 Zinmter-, Jahrzeit-, Geschäftsleitang: Frankfurt am Main. Postscheckkonto No 7785 Frkft. a M. . Briefe zu richten naeh Röderbergweg 63 \ 'Man fordere die Bedingungen ein ... %• i

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