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Neue jüdische Presse · 1917-12-14 · Heft 47 (14.12.1917) · p. Seite 6

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
15 (1917)
Issue
Heft 47 (14.12.1917)
Date
1917-12-14
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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«, ' V jUf MKgrfoKlpg, tob Bitdts tzhckbii^ tm E Du überzeugen,' daß der Ao-miner da war, -*- --mir brauchst du die Ehre nicht zuzuwenden! An meinen Lichten werde ich mir den Botenlohn schon - Wst verdienen!" und wirklich raffte sie, die'Hälfte der i eben fertig gewogenen urü>! abgekühlten Lichter.! zui sammen, um siewie'wir wissen, hinüberzutragen. fj ‘vp.-- MM :a .«*»!, -Ht-I« JpfllEfflNK 9TMRSI9fruf«r pMRNQnB. M. Als sie nach ihrer Rückkehr mit vollem! Ernste: versicherte, auch-Goldes Besuch mit den andern Lichtern an- , gekündigt zu haben, als die schüchterne fromme Golde sich durch einen heimlichen Blick durchs Fenster von der Wahrheft überzeugte, daß der Zempelburgrr vor Ungeduld aufgesprungen war und ihr das Herzpochen jagte, daß er sie nun bestimmt erwarten werde, da überwand sie alle Bedenklichkeit ihres Wesens und ging auch hinüber, obwohl sie wußte, daß der Kosminer das Beshamidrasch verlassen hatte und sie dem geliebten Zempelburger allein gegenüberstehen werde. Wie . übel es ihr erging, das wissen wir. Leeser Schlapps rohe Stimme gellte ihr noch in den Ohren, als sie längst schon wieder daheim war. Ihr verletztes Herz machte sich in einem Strom von Tränen Luft und hatte sein jungfräuliches Erzittern und Erschüttern selbst in der Däuunerstmwe noch nicht überwunden, als die gelieb.e Badegästin, Täubchen Reb Noach BrallS, sich emsteU.c. Nach einigen herzlichen Liebkosungen, nachdem Vögele die Gardinen zugesteckt und Golde das Lämpchen angezündet hatte, saß Täubchen am Tisch zwischen den Kindern;, in ihrer Rechten Goldes, in der Linken Vögeles Hand, und die schöne, reiche, fünfunddreißigjährige Frau ließ, den vollen Schmerz ihres gepreßten Herzens über ihre Kinderlosigkeft, den sie daheim vor ihrem Reb Noach nse laut werden lassen konnte, in einem Strom von Tränen -freien Lauf, der auch härtere Herzen zum tiefsten Mitgefühl hingerissen hätte. . Das große Frauen-Gebetbuch lag bereit auf dem Tisch; — denn welch frommes Ehren-Weib in Israel erfüllt heftige Gattin-Pflicht, ohne vorher vor Gott dem Allmächtigen ihr Herz auszuschütten? — Und Täubchen war ein fronuues Weib, sie war auch wohl bewandert in den Gebeten: allein ihr tränenfeuchtes Auge und das trübe Lämpchen, und Goldes liebe Art, Gebete vor- . zutragen, hatten es zur Sitte gemacht, daß Golde aus dem Gebetbuch ihr laut vorlas und . Vögele ihr beim Entkleiden Dienste leistete. — Ebenso war es zur Regel geworden, daß Goldes Hand sie dann ankleidete und schmückte, während Vögeles munterer Geist einen Strom von heiterer Unterhaltung zum Besten gab. (Fortsetzung folgt.)! Fichalt: Di« Fluchpsalm»» ta Urteil» LuthVr» uni Franz Delitzsch,. — Ueber einige englische Scholastiker deS 13. Jahrhunderts in ihren Beziehungen zur jüdischen Literatur (I. Guttmami). — Zur Geschichte der Vertreibung der Juden aus Rotenburg (Aug. Schuitzlein). — Juda Mehler (L. Köwenstein). —Briefwechsel zwischen Mannheimer und limj (Braun u. Rosenmann). — Besprechung. - J .Don polnischen Juden. Novellen und Skizzen posüischer Dichter. 304 Seiten. München, Georg. Müller., °! Inhalt: Ueber dem Abgrund (G. Dänilowski)., —' Simson der Starke (E. Orzesko). — Der Manie! '(W. Homulichi). — Mendel Gresnes (M. Konopnicka). — In der Verbannung (A. Szymanski). — Chawu Rubin (A. S^vietochonski). — Das Bindeglied (E. Orzeszko). — Das Wunder vom Judenfriedhof (St. Junosz). — Esther (F. Brodowski). — Gedalje (E. Orzeszko). — Ein Abraham (W. Dalecka). — Der Scheute (M. Konopnicka). — Dieses Buch darf als ein Kulturdokument gewertet werden, denn es offenbart das Verhältnis des volnischen Volkes zn seinen jüdischen Mitbürgern. Wenn der Durchschnitt der polnischen Dichter eine ganz bestimmte seelische Nuance den Juden gegenüber zeigt, so ist damit auch, ein Maßstab für. die Beziehungen des gesamten polnischen Volkes zn seinen jüdischen Mitbürgern gewonnen. Dieses Verhältnis dürfte keines ebenbürtiger Gleichachtung sein, und demgemäß scheint auch das Streben zu fehlen, die Eigenart deS Juden zu würdigen und. kennen zu lernen, daß das Seltsame mal fesselt, das Mitleid, mal wach wird, — was sagt das? Wegen dieser seiner kulturellen Bedeutung wünschen wir,' baß das jüdische Lesepublikum das^Buch, dessen Ausstattung dem Verlag übrigens Ehre macht, zur Hand nimmt. Literarische Chronik. Berirrte Liebe. Erzählungen von Rudolf Haas. 292 Seiten. M. 4, geb. M. 5. Leipzig, L. Staackmaun Verlag. „Süll sei» und warm sein und einander helfen und mit frommem Heiden stumm sich, freuen" heißt es in einer der Erzählungen. Dieses Wort dürste als Motto über das Buch gesetzt werden, denn es atmet HerzenSwärme und Güte. D«: Dichter ist hier feiner schönsten Aufgabe, zu erheben, zu versittlichen, gerecht geworden. Aber auch in der Gestaltungskunst der Form ist er ein Dichter im edlen Sinne. V Monatsschrift fürGeschichte und Wissenschaft deS Judentums. Herausgeber Prof. Dr. M. Braun. 61. Jahrgang, 7. u. 8. Heft. Breslau, Koebnersche Berlagsbuchhandtturg. Literarische Notizen. Reue südisitie steitnn,»«. ' Rußland. Seit Oktober erscheint in Petersburg unter dem Titel „Jiddisch Volksblatt" eine neue Wochenschrift. Die ersten Nummern der Zeitschrift enthalten publizistische und belletristtsche Beiträge von Baal-ha-' mamschawot, Sch. Niger, Sch. Rosenfeld, CH. N. Malik, Schalom Alechem, Scha.lom Asch und A Reisen. Oesterreich Die „Wiener jüdische Morgenzeitung", die 1915 ihr Erscheinen eingestellt hatte, begann eben wieder zu erscheinen. Polen. Nach, längen Bemühungen ist es gelungen, die Erlaubnis für die Herausgabe einer jüdischen Tageszeitung in Lublin zu erwirken. Das Blatt, das unter dem Namen .Lubliner jiddisches Tageblatt" ab 1. Januar 1918 erscheinen wird, ist die einzige jüdische Tageszeitung im österreichischen Okkupationsgebiet, während ein Wochenblatt schon seit langem in Petri kau erscheint. Hiermit ist der jüMftßcn Bevölkerung eine anerkennenswerte Erleichterung geschasst». IO ffenbaeber OraeblnfUAnlair«>| iffmbaeb a. M. Telefon 128. (Anschluss raitFrankfnit •wfthrtente T*pnlebr*lnlrone (100,000 qm jfihrlic» so«"- nnObsrtroftene Bsttfndarnrstnlgano miw« DrncMnft and Wnsnerdampf f&D<btnzBaltnbev Samstag, 15. Dezember (= 30. Kislew). Sabbat-Anfang in Frankfurt 4 Uhr. — Sabbat-Ausgang in Fran§ . furt 5% Uhr, in Berlin! 4 Uhr 42 Min. Wochenabschnitt: Mikeiz. —Pharaos Traum. Josef als Mzeköuig. Die sieben fruchtbaren und die sieben unfruchtbaren jJahre. Josefs Brüder Reist zum Getreideeinkauf nach Egypten. Schabbos Chanuka und Schabbos Rausch- C h a u d e s ch. Aus dem Prophetenwort: „Nicht mit Heeresmacht und nich!t mit Körperkraft, — sondern mit meinem Geiste, spricht Gott der Schöpfungs-. scharen." I« ftanlfatC Freitag abend 4 Uhr in Den nwlsten Synagogen (Kön! steinerstraß« 6 Uhr). SamStag früh 8*4 Uhr in den meisten Synagogen (Haup synagoge 9 Uhr, Königsteinerstraße 9V» Uhr). :. W o che n o o t t es die nst in F y a n k su r tt, W&ft&a&J? Uhr 10 Min.! in den meisten Synagogen (Bocke, heim, Ünterltndäu, .HaMtsynagöge>:/Königsteinelst 7V» Uhr). "rl Abends:4 Uhr in den Meisten ShnWM (^üniflstelnmß rum »«wo! AuswSrti-e Familienuachrichte» BarmizwoS. Fritz Freudenberger, Günthersbmj Allee 38; Max Lehmann, Hanauerlandstr. 116; Edg, Dollmann, Bäckerweg 48, Synagoge Börneplatz. Gestorben. Sally Bock, 70 I., Beethovenstr. A — Otto Levy, 64 I Beethovcnstr. 69. — Salomon Adle Elkenbachstr. 6. , >tr»g« »raskfurler Familie»»achrichte». Geboren. Ein Sohn Curt Peiser (Mayer), Bresla, > der — Eine Tochter Max Arnheim (Lippmann), Lichtend«! bül r — Ein Sohn Dr! .Eugen Jakobson (Elkan), Hannover. Eine Tochter Jacob Stiebe! (Feuchtwanger), Berlin. Verlobte. Gertrud Heß, Stuttgart mit Dr. Hel irdlu item «l 24 muth Simons, Düsseldorf. — Hilda Oppenheimer m Paul Heinsheimer, Mannheim. Gestorben. Regina Wallerstein, geb. Hockenheimebmer 59 I., Hockenheim. — Ferdinand Stern, Friedberg. Anna Hatzdorf, geb. Wolfs, Stadtoldendorf. — Sm Bellerstein, geb. Reistnberg, 67 I.. M.-Gladbach. — L« Türkheim, 61 I., Nürnberg. — Max Hirschkind, 21 (1 Baiersdorf, i F. — Amalie Aron, geb. David, 60 ( Neuwied. — Hugo Stern, 20 I., Kreuznach, i. F. — Km Rosenthal, 18 I., Beuthen, i. F. — Sally Perlins! 40 I., Brandenburg, i. F. — David Adler. 19 I., Lübi i. F. —- Abraham Saälberg, 85 I., Corbäch. — Samui Mainzer. 78 I., Mannheim. — Bernhard Lustig, Ne, stadt a. S bepde >isiir< 1 Si B il Dl FJ rish« Kl, hdl er id 8«> 6 die Ob Lei An, p VOI «sae vpe«de». Belm Frankfurter JstaelOftchen Familienblait g'ngen rd Martin Feist-Stiftung der .Tachkemon schule.; ' ., ■ Fräulein Bernhard als Honorar für einen Prolog 5 ■$ Bei der Nationalfondskommission (I. Heimann, Ze 21) gingen ein: » Büchsenleerung.' Geschw. Rosenbqrg, Friedb. Landstr. 9, 10 M.: Ru! Hartwig 2.50 M. Spendenbuch^' Geschwister Würzburger anl. der stlb. Hochzeit ihrHacd I Eltern Herm. Würzburger und, Frau, Lina geb. Lichte, stestn 1 Oelbaum T M.; Hedwig Schottenfels zum Andenkc au ihren unvergeßlichen Gatten 30 M.; Meier Lichtenstei und Frau auf den Namen ihres sel. Bruders Adolf Blw aus Worm 1 Oelbaum 6 M.;; Sigmund Levita auf de Ft od g ’ositio Namen seiner unvergeßlichen Schwester Bllla Loewenb«, Limburg a. Lahn- 1 Oelbaum- 6 Ml Palästina Notstands-Aktion. Sch'. Ostrach!, Wü^burg 20 M. lliod ilagen fahrt, tperei E' fpara Wir bitte» mrsere Leser, ihre» vebarf Bezugnahme auf »User Blatt bei Jusereute« z« decke». uusere Frankfurter Israel. Fa«llie«vlad. Vas Mälsotts Lrs.nksmig.iis „Scbaare-Zedek“ zu Jemsalent t bittet f(lr seine Organisation r«in enrop&isch. . Isplierhineer für Ansteckende. , . _ . Aufnahme Unterschieds loa für. Alle. Höchste Anerkennung aller Behörden, hilt sieh IBr gewissenhafte Uebtmahme von Stiftungen ampfohlsa. Betten«, Zimmer-, »Fahrzeit-, GescbXftsleitang: Frankfurt am Main. Postscheckkonto No . 7785 Frkft. a M. Brief» an richten naeh Böderbergwog 63. Credeiiktafel-Stifiiing^ena Man fordere die Bedingungen ein , Bprl Rl Ei'flui 9 Wo, Uac. a •Fi Ko TOB ] ul Für msha liifatfr BI 15. in F ffenbe uellen Fein! fern j "den, ütze Inöltd igebol Ichrft, Fr, •mli

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