Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 15 (1917)
- Issue
- Heft 39 (19.10.1917)
- Date
- 1917-10-19
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite L . ^LtzMckfwcter: Uraelitisches FamLienblatt. Nr. 89. Nr Lade« mißtraute, wurde. zunächst eine sehr tragfähige Lehmpackimg,' «rtz.^hkrtterstemen imb Wasser gestampft/' inLsBaugülbe^elegLDananstsetztLimairemerSttimnauer! Don 4*60—5,40 Meter Höhe,.ans zwei Abschpitten bestehend. . 8* Mm' *nut>ertftcm mauxtBUg. ». Eine ®itcbigiptgißr, Sffii GrünfMis.iuBlachs ,F)esterr^.., Ärocheiffchrisk^ nennt Grätz „manMag über feui^SBerr . mrteüen, Wieoman >will"' Len ^chÄPutendften jüdischien Geschächtsschoeibe^. ,Man hat ihn täel zündelt,-aber fleißig und. gern gefefen. Kein jüdisches„ GeschiAtswerk hat eine, solche Verbreitung gefimden, einige Teile erlebten drei Auf- Lagen. ^Einzelne Abschnitte fanden' BearKitnng ins Fran- ’ zSsische, so: ,$£ä Juifs d'Espagne" (1872), „Sinai et Golgacha" (schon '1867). DaSWerk selbst wurde ins Französische, Englische, Hebräische übersetzt. Was ist es demnach, daS-diesem Werbe, dem ja unleugbar manche-Fehler an- .' hasten, zu denen nicht am wenigsten die Sucht gehört, neue Entdeckungen zu machen, unhaltbare Hypothesen, aufzu-, stülen, durch.pikante Zusammenstellungen zu frappieren, mit Len Quellen es nicht ganz genau zu nehmen, manche zu verschweigen und Loch zu benützen, was ist es, das diesem Gefchichtsweekc eine so große Verbreitung/einen'sffolchen Leserkreis aus allen Schichten, kurz eine solche BoWtümlichtieit sicherte? Die.Antwort auf diese ^Frage ist Grätz wird nie langweilig, er besitzt die künstlerische Gabe, Ummer zu sesseln,.den.spröden.Stoff «rnziehend darzustellen/qer besitzt die Hohe Kunst, sür den Gegenstand Interesse zu erwecken. Sodanken wir ihm, daß die jüdischje Geschichte in den weitesten Kreisen, auch in denen der Jplgend, bekannt wurde. Das ist fein gvoßS, sein.unsterbliches Verdienst. Neue Füdische Mömatsheste. 1. Jahrgang, 23. und 3A. Heft. Dettin W. 8. . Inhalt: Poliüsches Freiheilspatent —Jüdische. Rechtlosigkeit (Dr. Wolf Friedemann). — Zur Frage der staatlicher Anerkennung der jüdischen Nationalität in Oesterreich | (Dr. Max Rosenfeld). — Zur Schulfrage der Ostjuden j (SchulratOtto Eberhard). — Der Aahal in Polen im 16. bis 18. Jahrhundert (Prof. Dr. M Valaban). —? Königin'Sabbat (A. Zeitlin). — Am fremden Strom (Schickur Asch). — Streiflichter über jüdische Religion und; Wissenschaft (Geh. Rea.-Rat Prof. Dr. H. Cohen). Umschau. — LiteratstMatt. Aus dem Artikel Friedemanns' sei hier folgende Stelle? angeführt: ' , „Aber nicht einmal die beiden nationalen jüdischen; Parteien konnten sich! auf ein.gemeinschaftliches Vorgehen einigen und im . schwersten Wgcrwlick unternahmen es die - OrchÄwxen unter der Führung deutscher Rabbiner, die? nationalistischen Gruppe» öffentlich in der schärfsten Weise zu befehden. Nich't MM mindesten der Tätigmit dieser aus ' Deutschumd entsandten Führer"" ist die innere.Zerrissen-' hieit der ihres Judentums dewutzten Mehrheit zuzuschreiben. Das Wirken dieser beiden Männer und ihrer Gefolgschaft gehört der Geschichte an und wird von ihr einst ent-' sprechend gewürdigt werden. Tatsache ist, daß der Okknpa-‘ tionsmacht bei diesen Verhältnissen, innerhalb des volnischeu Judentums selbst »eine 'Stützefür .eine etwa noch mögliche energische-Politik im Sinne der Erhaltung Mischer Eigenart und'Kultur gAehlt hat." Die Tätigkeit der Rabbiner Dr. ' Kühn .und, Dr. Carlebachj, die die Freie Vereinigung für die Interessen des orchodoxen Judentums nach! Polen.geschickt hat,, um in de.r jetzigen für das Holnische Jadenhun so kritischen'Aebergangszeit diesem mit den in Westeuropa gemachten Ersahbeiden Herren den Stab gebrochen haben, wäre es doch endlich an d^r Zeit, daß die Freie Vereinigung in einer Mitgliederversammlung offen das Wirken der beiden Herren behandelt, Hrade wir traditionell Gesinnten waren sonst auf unsere demokratische Gesinnung stets stolz und haben den anderen häufig den Vorwurf gemacht, daß -sie die öffent-l lich'e jüdische Meinung auszuschalten suchen und die wichtigsten Fragen von'einer kleinen Kliqne hinter geschlossenen Türen erledigen lassen: Ost-Jude und Konterbande von M. Niwkcß. 1817. 22 Seiten. Berlin IV. 57, Selbstverlag. Der Verfasser behandelt Zustände, die hoffentlich der Vergangenheit angehören. Er zeigt, wie der Grenzschmuggel in Rußland ganz natürlich ist; erst wenn in Rußland ' der Beamte -solide zu leben gelernt hat mndder'-Äänfer nicht mehr bis aufs Blut handelt, werde der Kaufmann sich nicht mehr gezwungen sehen, den gefährlichen und umständlichen Weg des Grenzschnmggcls zu benutzen, dessen er sich bisher bedient hat, um gegen die Konkurrenz leistungsfähig zu bleiben. OffnbMhar Druckluft-Anlage Wokul a.U. Telafonl£S. (AasehluumitFraBkfiut). swlhrteete TOlIlkrrtllm« (100,000 qm. jährlich) Mwie.imBbartraflaMVattfad«niraIal|imv mittelst Droeklnft nnd Wesserd&mpf. W»che«-S»lr<her. Samstag, 20. Ott. (= 4. Cheschfvan). Sabbatmifang in Frankfurt 4 Uhr 55 Min. Sabbatausgang in Frankfurt 6 Uhr. 10 Min., in BpiPn 5 Uhr 40 Min. . Wochenabschnitt: No ach. — Die Arche Noachs. Die Sindflnt. Gottes Bund mit Noäch und dem Menschengeschlecht. Völkertafel der muÄwachidischen Periode. Der Turmbau zu Babel. Nvachjs Rmlsch. Abrahams Abstammung: von Sem. . Aus dem Prophetenwert des Sabbats: „Jauchze, Unfruchtbare, die nicht geboren, brich «ms Zchvel nä> frohlocke, — dcnn zahlreichjer sind die Kinder der Vereinsamten als der mit dem Gatten Mreintcn, spricht Gott." „Die Gattin der Jugend'; kann sie wohl je entstellt werden? — hat dein Gott jgesprochßn." „Sind alle deine'Kinder Schüler Gottes, dann ist groß: der Friede deiner 'Kinder." Wochengvttesdienst in Frankfurt a. M. Morgens 6Vr Uhr in den meisten Synagogen (Bockenhe, ' - Untierlindau 7 Ith», Hmrptsynagoge 'Königstein»rstr> 7»/» Ahr). Abends 4^ Uhr in den meisten Synagogen, Hauptsynag« 4 Uhr, Königsteinerstraße 7 Uhr. II ««ehir- . 5 2 .; r. rn Talmud-Tchora-BereinM f. Freitag Abend, Vortrag des Herrn Jacob S. Pos g" ' -* - '' »i / Praulfurter FamUie»«achrichte». Barmizwvs. Menni WeWelbaum, Oslendstr. 2 Synagoge Friedberger Anlage. - Gestorben. Alfred Katz, 44.1., Bettinastr. — Heinr. Horkheimer, 73 I., Feldbergstr. 45. — Emil Posen geb. Löwenstein, 67 I., Rhemstr. 5. — Gustav-Ludi Grünebaum, 52,1. — Fanny Jchenhauser geb. Merzbo 67 I., Grünestt. 40. — Moritz Hirschj, 68 I. — Ja! Schjimmel, 5 I. — . . Ls Auswärtige Familieuuachrichteu. Geboren. E. Tochter Dr. Felix Ochs (Cohn)^Dnl W bnrg-Wanheim. — Oberamt Dr. Karl Landauer (Kahr Heilbrunn. E. Sohn Eli Hammel, Sttatzburg. — Albe f* | Bodenheim (Hirschjland), Mannheim. —; Lf Gestorben. Moritz Oppenheimer, 37 F.,'-HÄ (II i. Odenw. — Philipp Silbermann, 68 I., Bamberg. Unteroffizier Salo Matzdorff, 29 F., Breslau, i. F. Wolf Wiener, 77 I., Offenbach — Leutnant Emil Höchst kkl 23 I., Fürth, i. F. — Leutnant Ernst Schräg, 36 ° um Mannheim, i F. — Mina Mainzer geb. Schiele; 72 f " Stuttgatt. — Bizewachtmeister Joseph Stern, 30 \ ,.1 Mainz, i. F. — Albert Schereck, 54 I.'; Carl Pniower; 8 l|( beka Luft geb. Brecher, 29 I., Berlin. — Ernst Rvsenbei Meinerzhagen, i. F. — Louis Grunsfeld, 23 I, Mag! bürg, i. F. — Marttn Seidel, 20 I., Osttowoj, i. F. Lpeude». Nachum Goldman» trägt seine Eltern anl lich ihrer Silbernen Hochzeit ins goldene Buch d Jüdischen Nationalfonds ein. Mk. '!210. Beim Frkf, Israelit. Familienblatt' gingen ein: N. N. für die Evakuierten in Palästma Mk. 20, die Tachkemonischule Mk. 20. kn «1.8 pmol Allgemeiue Mittelluuge». prb »K Ter Reichsverband für den Papier- und Bürvbedach Handel, Sitz Frankfurt a. M., hat in seiner Sitzung bl 6. Oktober einstimmig beschlossen, die Geschäftszeit toetL _ , Kohlen- und Lichtersparnis vom 10. Oktober ds. I. 83k—1 und 3—6 Uhr einzuführen. Wo am An Am 16. Oktober verschied sanft und »nenrartet Herr Dr. PüdI Grflnbaum im 65. Jahre Beines Lebens. r28 Jahre hindorch -wirkte --er an unseren Anstalten als Lehrer-in vorbildlicher Aüiobttreae. Sein wahrhaft frommer Lebenswxndel,^die MHde, Jjuitwkeit -imd-tiefe Bescheidenheit Beines Wesens machte alle, die ihn -kannten, zn seinen Frennden. Verwaltung, Tiehrerk'ölleghnn, Schfiler tmd fichfllerinnen werden dem gütigen, kenntnisreichen nnd {eingebildeten 'Mann -über das Grab hinaus ein .dankbares , Andenken bewahren. I Die -israelitische Beligionsschnle. L A.: -Babhiner Dr. Horovitz. J. 8. Fasen. I Am 13. Oktober, wenige Monate nach dem-Heldentode seines einzigen Sohnes, der Vorsitzende des Verbandes der. Deutschen Juden er« Herr Mlzral, llr.' nlliiui llorwiti - Ein Mann von reinster und edelster Gesinnung, von unbeugsamer" Festigkeit .dl Wollens und glänzenden Graben des Geistes und des Herzens, hat: der Verblichene mit stark| Hand, grösster Kraft, weiser Umsicht und unbeirrbarer Zielsicherheit in innigster Liehe Vaterlande und in unverbrüchlicher, stolzer Treue zu unserm Glauben unsem Verb: dessen.Mitbegründer er war, mit ganzer Hingebung, höchster Pflichttreue, nimmer rastend! Fleiss und hinreissender (Beredtsamkeit viele Jahre -hindurch geleitet. Der-Erfolg seiner Taten wird für immer fortwirkende Bedeutung behalten, und seii hohen Verdienste um das deutsche Judentum und um den Verband der Deutschen Jud! werden unvergessen bleiben. Sein Tod löst in unserer Mitte-.die tiefste Trauer .aus. <Beülior-den 15. Oktober.Ifl 17. 1 Eh ■i inl ] leh m Ter band der Deutschen Cassel, Geheimer Justizrat, stellv. Vorsitzender. Für den.einznbernfentze« Lchrer und KüItuSbeamten m Michelstadt wird für die Dauer feiner Abwesenheit Mucht. OualtfizierteHerren wollen Gesuche nebstrntsprechenden Belegen umgehen oeinreichen. -KriegSb^chädigte als Ersatz «Wünscht. Dr. San,'Darmstadt. Persönliche Anlträge! ‘' FürDarnen ens MittelnhdBflddentBchlsnd'mit'kleliier ondi^rJsserer Slltgltt suche Heirat. 3Ierren;in guter F-oätion imd geerdnäen VefhAUnissen belieben anznfragen; anth Einheirat £rlOh^Haa, ekonzess. Eherermitti. . .. ^Berlin-Pankow, kl&blenstrasse 44. Bflckportoj erbeten. SchulrntlaffeneS, nettes,-zuverlässiges sucht. -Samstag und Sonnlag frei. 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