Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 15 (1917)
- Issue
- Heft 27 (20.7.1917)
- Date
- 1917-07-20
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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7. e 3, ■S : i r. migie in laues und habe bore. denn id er sehr doch che»? Ztadr! mit. ldertc i für käme, tfmi d ein t für vagen viedcr ttaues iiiiciiilockre eweise wllre. und t der Jude n als i?" Notnvrli tfcher. Pferd. festete n sah ztveilnblick r G.iehcll- Srust. cn so eben? te zu s feilt könne. -aßen. , das Menatten, t und tsvor- Pum- -Aber 'stieg, ampsganz Pumicr zu it seltn mit t Höfeinzuttinden Nr 27. Frankfurter Israelitisches Familienblatt. ^eire 3 Der Pumpiancr Rabbi trat iij den — Salon. Welch' ein Anblick bot sich ihm dar? Möbel mit den lwistvollsten Schnitzereien, große Spiegel, die auf goldenen Füßen ruhten. Vor dem Fenstern mit den großen, glanzenden Scheiben, dir Vorhänge, in die Figuren eingeivcbt ivaren, und die dunklen, schweren, faltenreichen Portieren. An den Wänden Gemälde, die biblische Szenen darstellten, und auf hohen, 'schwarzen Säulen Marmorsiguren. An der Decke ein vielarmiger Kronleuchter mit tausenden. Prismen, in denen das Sonnenlicht sich in bunten, schillernden Farben brach. Sein Fuß versank in einem dickwolligen Teppich. Und wo kein Teppich lag, da. konnte er nicht gehen, denn es war glatt wie eine Eisbahn. Aber am meisten erschreckte ihn ein Silberschrauk, Als er all die Kostbarkeiten erschaute, die silbernen Pokale, die Tassen, die Gabeln und Messer, blitzendes Armgeschmeide, eine wunderbare Gewürzbüchse mit vielen seinen Fähnchen und dann noch den siebenarmigen Leuchter, da, ja da . . konnte er sich der Tränen des Mitleids nicht enthalten. Inzwischen war der Monatsvorstcher eingetreten und fragte: „Was hat Euch hcrgeführt, Pnmpianer Rabbi?" Ter Rabbi fuhr verwirrt zusammen und sagte dann in tiefer Ergriffenheit: „Ihr seid doch, nebbich, sehr unglücklich!" Ter Monatsvorstehcr sah ihn ganz erstaunt an, und zuckte fragend die Schultern. Nun begann der Rabbi des Langen und Breiten seinen Plan, der ihn nach Wilna geführt hatte, auseinanderzusetzcn. " „Ja, ich muß Euch offen gestehen," schloß er, „ich Härte cs mir nie vorstellcn können, wie groß daS Elend auf Erden ist. Menschen, rettet Euch! Nehmt Euch das zu Herzen. Das ist kein Spaß, solche .Häuser, solche Reichtümer zu besitzen. Nur mein Plan, das sehe ich mehr und mehr ein, kann die Menschheit retten." Ter Vorsteher hörte ihm erstaunt zu. Zuerst zweifelte er wohl an seinem Verstand, doch als er in das klare, treue, schwärmerisch-verklärte Auge blickte, da sah er den rührend-naiven, weltentrückten Menschen,' dem man mit Beweisen ans der Wirklichkeit nicht bcikommcn konnte. „Ihr habt vollkommen recht," sagte der Vorsteher, „Euer Plan ist wirklich — einzig dastehend. Aber wenn ich für meine Person nach Eurem Vorschläge handeln wollte, so bin uh eben doch nur einer. Zur wirklichen Durchführung des Planes muß man aber auch die übrigen Unglücklichen überzeugen. Allein auch mit den Azmcn knuß man darüber verhandeln, denn ein Unglück zu übernehmen, dazu kann man schwerer überreden, als eines'los zu werden." „Gewiß, gewiß!" antwortete der Pnmpianer Rabbi. „Nun, dann will ich Euch einen Vorschlag machen! Ich will den schwereren Teil übernehmen. Ihr geht und überzeugt die Neichen, wie notwendig es ist, ihres Unglücks sreizuwerden. Und ich will zu den Armen gehen, daß sie es ihnen-abnehmcn sollen. Wenn Ihr , mit den Reichen fertig seid, dann hoffe ich, daß auch die andere Partei zur Stelle sein, wird." Glücklich ging der Rabbi. Leider kann ich nicht Mitteilen, welchen Erfolg er hatte'. Soviel aber steht fest: Zum Monatsvorsteher ist er nicht wieder gekommen. Offeobaoher Druckluft-Anlage Off «Ibach a. H. Telefon 128. (Anschluss mitFrankfoit) .bewährteste Topplchrelnlaonk (100,000 qm jährlich) jsowi* unübertroffene Bettfedernrelulguno mittelst Druckluft und Wasserdampf. Woche»-Kale«der. Samstag, 21. Juli (= 2. Aw) Sabbat-Anfang in Frankfurt a. M. 8 Uhr 20 Min. Sabbat-Ausgang in Frankfurt a. M. 10 Uhr 20 Min., in Berlin 10 Uhr 10 Min. Wochenabschnitt: Mattaus und Mas sei. — Gelübde der Ehefrau. .Krieg gegen Midjan. Die Reinigung der Geräte nsw. Besitzerteilnng an 2Vs Stämme. Die Lagerstätten seit dem Ansznge. Bestimnmngen über die Besitzergreifung des Landes Kanaan. Wochengvttesdienst in Frankfurt a. M. Morgens 6Va Uhr in den meisten Synagogen (Bockenheim. Unterlindan 7 Uhr, Hauptsynagoge Königsteinerstraße 71/2 Uhr). Abend 8'/i Uhr in den meisten Synagogen (Bockenheim, Unterlindan' 7r/2 Uhr, Hanptsynagoge 4 Uhr, Königsteinerstraße 7 Uhr). Rituelle Margarine. Diejenigen rituell lebenden Mitglieder unserer Gemeinde, die unter Verzicht auf Butter und sonstige Speisefette lRüböl usw) rituelle Margarine zu beziehen wünschen, haben die von dem Städtischen Lebensmitielamt ausgegebenen Bestell- und Empsangsscheine für den Monat August am 19,29. und 23 Juli, von 9—12 Uhr vormittags oder 3-6 Uhr nachmittags auf unserem Amtszimmer, Hochstraße 12, 1, zwecks Aushändigung der Bezugsscheine einzur-eichen. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde. Hrarrksurrer FaMMerr«achrtchre». B a r m i z m 0 s. Aron Wermuth, Brnckhofstraße 10. Synagoge Börneplatz. . Gestorben. Rosa Eisemann. 47 I., Alterheiligenstraße 50. — Philippine Kirschbaum, geb. Hirsch, Wwe.. 78 I., Bockenheimerlaiidstr. 108. — Julius Aälhan, Buchhalter von Mai u. Cie., i. §. Auswärtige Familieuuachrichteu Geboren. F. Sohn Moritz Adler (Rosenberg), Darmstadt. — te. Tochter Otto Oppenheimer (Würzburger), Hannover. — E. Toclttcr Albert Mayer (Metzger), Kleinbockcnheim. Verlobte. Wally Cohn mit Kurt S Obermann, Berlin. — Bluma Weinwurzel, Leipzig mit Jacob Zudlowitz, Berlin. — Thea Mayer, Berlin mit Bruno Schwarz, Erfurt. — Jenny Skalier, Freiburg mit Jos. Diamant, Posen. — Acnne Hellwitz, 9ccuwied mit Hans Lewin, Elberfeld. — Lilli Jacob, .Köln, mit ^Albert Süßtind. Ober-Tollcndorf. Gestorben. Sigmund v. Walde, Hamburg, i. F. — Tobias Daniel. 80 I., Kattowitz. — Sara Aaron, geb. Gotllieb, Bobenhausen. — Oberarzt Dr. Hermann Mayer, 80 I., Aachen, i. F. — Max Fränkel,- 71 I., Spandau. — Fanny Feiich.twaiigcr, München. — Siegfried Silbermann, 70 I., München. — Albert Joseph, 61 I., Osthofen. — Therese Flegenheimer-, geb. Türkheimer. ‘ 1 I., Wicsloch. — Fritz Liepmann, Danzig, i. F-. — Else Goldmann, geb. Strauß, 34 I., Bamberg. — Martin 91'. Fech hcimer, 83 I., Nürnberg. — 'Amalie Kaufmann, geb. Wolf, 73 I., Cochem. — Josef Berlin, 74 I., Stet«. — Julius Weil, 25 I., Sinsheim, i. F. — Leopold Mittler, Worms. Speuoeu. Bei der Natioiialsondsfommission (I. Heimaiin, Zeit 21) gingen ein: evakuierte in Pal äst i na. M. Mai i. Fa. Mai n. Cie- 20 M.; Carl Brnnell. Cronbergerstr. 23, 20 M.: Isidor Rotschilü 30 M.: E. B- 25 M.: Dr. Tachaner 10 M.: H. Langenbach, Mainzerlandstraße 40, 20 M.: M. Stern senior 10 M. 91' a t i 0 n a l f 0 n d s. Herm. Roscnbaum 20 M. Zum 13. Todestage Herzls. Oelba » m spende. —. Aüßbaum. Schesselstr. 22, 20 M.: 9k. 9k- 4 Bäume 24 M.: Emil Bühler. 'Ileuhansstr. 5, t Baum, 6 M.; B. Hermann, Zeit 100, 10 M.: Stanonier Hamburger, z. Zt. Darmstadt, ans den Warnen Lcop. Hamburger, 1 Baum, 6 M.: Jsid. Schloß senior auf den Namen der verst. Eheleute Israel und Gleichen Strauß, 5 Bäume. 30 M.: derselbe auf den Namen Zeines Sohnes Carl, 2 Bäume. 12 M.: Leon Janzeii, Griesheim, 1 Ba»m, 6 M.: A. D. 5 M.: Alfred Pick, 1 Baum, 6 M-r Lypstadt u. Cie. 10 M.; Moritz Kulp 5 M.; Isidor Rotschild, 1 Baum, 6 M. Beim Frtf. Jsr. Familienbl. gingen ein: Evakuierte in P al ästina. Familie Weinberg gratuliert Dr. Peiser und Frmi „ zur Vermählung 1 M. MenM, Höhenluftkurort 740 m über dem Meere Pension Croldschmidi - Telephon 239. - Ruhiger angenehmer Aufenthalt. Eröffnung 15. Mai. gaden-gaden Albrechf DürerstrasRe 3. Töchterpensionat Maria Marcus. Strerid rituell. Gründliche wissenschaftliche und hanswirtscbaftliche Ausbildung. Tüchtige Lehrkräfte. Prospekte, Referenzen, näheres durch - die "Vorsteherin. " Streng Privatklinik streng ^2 für <3LiÄ1;©'tiSOl3L© Kuren von Ihr. meil. J. Iiimge. Frankfurt a. M.-Süd, Sehifferstr. 86. Tel. Hansa 3950. Zur Au nähme geeignet: Innerlich kranke, Rekonvaleszenten , und Nervöse. SpezialbebandluDg für Zuckerkranke. Auch zur Nachkur geeignet. Das ganze Jahr geöffnet: Prospekt anf Verlangen. Sr. Xeinemann’sches Mäacbenpensionat Theobaldstrassa 6, Theobaldstrassa 6, Frankfurt am Hain. "Wissenschaftliche Fortbildungskurse, hanswirtscbaftliche gesellschaftliche Ausbildung, sorgfältige Erziehung, auch jetzt erstklassige Verpflegung. 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