Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 15 (1917)
- Issue
- Heft 17 (4.5.1917)
- Date
- 1917-05-04
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 17. Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Der vergessene Brief.*) - Der-heilige Baal-Schem kam einmal auf einer Reise in ein Wirtshaus in der Nähe der Stadt Brodh. Der Pächter des Wirtshauses gehörte zu seinen Anhängern und bAeitete ihm dahet einen sehr schönen Empfang tuid rWete ein seines Mahl für Bäal-SchetN^rmd alle'seine Neiscgcnassen. Alle-iverbrachten die Nacht-in 'diesem Wirtshänsef imo.«m nächsten Mprgeu> nach dem.Essen, sagte Baal-Schem zum Pächter:„Vielleicht hast dir irgendeilt-.Anliegens -Ich kann für dich jetzt alles erwirken." Der Pächter antwortete: ,,Ich habe gottlob, gar kein «lnliegen. Ztnr daß ich immer gesintd und stark bleibe, denn jetzt fehlt-mir nichts." Daran? erwiderte Baal-Schem: „Da du keine, Bitte an mich hast, so Uiöchte ich dich Um etwas bitten, aber du. sollst mir meine Bitte' nicht abschlagen." Und der Pächter sprach: „Ich werde ganz gewiß alles tri», was ich für den Rabbi tun Baal-Schem setzte sich an den. Tisch, schrieb einen Brief, faltete ihn zusammen, versiegelte, ihn und sagte zum Pächter: „Diesen Brief will ich Uach Brodh schicken, und ich bitte dich, ihn dorthin zu bringen." Der Pächter antwortete: „Für den Rabbi -tue ich! es sofort!" Und er nahm den Brief ans des heiligen Rabbis Hand Und tat ihn zu sich in die Tasche. Da sagte Baal-Schem: „Nun muß ich toeiterreisen, und du Nnrst mich wohl eine Strecke begleiten wollen." Und der Pächter sagte: „Ja!" und lief nach Hanse, um seinen Wagen einznspannen. Und wie sich der Pächter im Pferdestalle bückte, nur Stricke zu nehmen, mit denen er die Pferde einspannen wollte, fiel ihm der Brief aus seiner Brusttasche heraus und in den Kasten, in dem er die Stricke verwahrte, hinein. Und ler spannte ein, begleitete den heiligen Baal-Schem ein Stück des Weges und kehrte heimden Bries vergaß er aber vollständig. Und als er nach einiger Zeit in irgendeiner Sach« Baal-Schem b'esnchte, gedachte dieser mit keinem Worte des Briefes. > Und es vergingen viele Jahre, Baal-Schem war inzwischen gestorben, dein Pächter ging es aber sehr schlecht, und er wurde arni wie ein Bettler. Er mußte nach und hach seine ganze Habe verkaufen, und schließlich besaß er nichts mehr, was er hätte verkaufen können. Es waren aber schon siebzehn Jahre nach dem Tode Baal-Schems vergangen. Da ging der Pächter zur Kiste, die er in seinem Hanse stehen hatte, nachzusehen, ob er in ihr nicht doch etwas finden würde, was er-verkaufen könnte. Und er fand in der Kiste den Bries, den. ihm Baal-Schem einst übergeben Wie er die Hand des heiligen Rabhi erkannte, kam er schier von Sinnen',' er iveinte .und klagte iliid sprach: „Nun tveiß ich-, warum mich das Unglück betroffen hat!" Und er betrachtete den Brief, las, an lven er gerichtet war, hatte «wer Furcht, ihn zu erbrechen. Und er sägte sich: „Ich will den Brief nach Brodh bringen, vielleicht wird er noch dem nützen, an den er gerichtet ist. Vielleicht steht ein Geheimnis darin; baruni will ichihn lieber nicht öffnen." Und er begab sich zu Fuß nach Brodh, und der Weg dauerte, drei Tage. In Brodh ging er in den Tempel Und fragte die alten Leute, ob sie sich erinnerten, wer vor zwanzig Jahren die Gemeindevorsteher' gewesen waren, und er nannte ihnen die beiden Namen, die auf dem Briefe standen. Doch die alten Leute antworteten: „Solange wir leben, hat es hier keine Gemeindevorsteher mit diesen.Namen gegeben." Und er fragte einen andern und einen dritten, und alle antworteten jhm dasselbe. Er war sehr betrübt Und zeigte den Brief den «Uten, doch niemand wagte es, den Brief zu erbrechen. . Da sagte jemand zum Spaß: „Gerade in diesem Augenblick finden in der Großen Schul neue Wahleil von Gemeindevorstehern statt. Vielleicht werden die 'Leute gewählt, deren Namen ans deinem Briefe stehen!" Und alle lachten darüber, doch der Scherz wurde zur - Wahrheit. Es kanien Jungen aus der Großen Schul gelaufen und riefen: „Gut Glück! Die und die Leute find zu Gemeindevorstehern erwählt worden." Ter Pächter fragte noch einmal nach den Namen Und horte die gleichen Rainen, jdie auf dem Briefe standen. Und er war sehr verwundert und beriet mit den Leuten, was er mm tun solle. Und die alten Leute sagten ihm: „Warte eine Weile, bis die Gemeinde sich aus der Gemeindestube entfernt hat, wohin man die neue» Vorsteher geführt hat. Dairn wirst du ihnen den Brief übergeben, .sie werden ihn öffnen, und da wird man sehen, ob der Brief an sie gerichtet ist oder nicht." Er.iat so, wie man ihm sagte, ging in die Gemeindestube und fragte, wer die „neuen Vorsteher seien, und mmr zeigte sie ihm. Und der Pächter sagte ihnen: „Meine Herren, ich habe euch einen Brief vom. heiligen. Baal- Schem, seligen Angedenkens, zu bestellen." Und die beiden. Vorsteher spotteten seiner und sagten: „Woher kommt Ihr, närrischer Mensch, der Ihr Uns eine, solche Lüge sagt? Baal- Schem ist ja schon seit siebzehn Jahren aus der wahren Welt, und wir sind Nur zwanzig bis fünfundzwanzig Jahre alt. Wie ist es mm möglich, daß Baal-Schem uns einen Brres geschickt hat?" Und der Pächter erwiderte daraus: „Glaubt mir, ihr Herren, ich! wundere mich auch selbst darüber, doch die Sache verhält sich so und so." Und er erzählte ihnen die Sache: Und die Vorsteher nahmen den Brief ans seiner Hand u,,d öffneten ihn. Im Briese stand aber folgendes: „An Herrn Sountzso und Herrn Soundso, die Gemeinde- Vorsteher von Brodh. Wenn der Ueberbringer dieses, mit Namen soundso, zu eiuh! konnnen wird, so nehmt euch seiner, bitte, «irr Er ist ein ordentlicher Manu und war bisher *) Probe aus „Sa g e n p oln ischer Judeu", ausgewählt. Und übertragen von Alexander E l i ä s b e r g. 220 Seiten. München, Georg Müller. ■ Sagen sind es nicht, vielmehr Legenden und Erzählungen, die von. .der Gemütstiefe und dem Gottvertrauen dev jüdischen Bolksmassen des Ostens zeugen. Sie lehren aber mich, daß in diesen Bolksmassen durch den Chassidismus auch Anschauungen Verbreitung gefunden haben, Pie nicht-als.rjüdisch bezeichnet tverden können. reich. Nun ist er derarmt. Ihr sollt ihm helseix, wie ihr nur könnt, weil ich, Baal-Schem) euch darum bitte.-Und für den Fall, daß ihr zweifelt, ob ich!, Baal-Schem, diesen Brief wirklich geschrieben habe, gebe ich euch ein Zeichen: Eure beiden Weiber liegen jetzt in'Kindesnöten, und gleich wird wml leuch ansageu kommen, daß. die «me einen'Sohn .niü>. di«,. andere, eine Tochtxr geboren Hatz. Ties sei euch ein' Zeichen, Hatz ich den-Brief wirklich geschrieben habe. Israel BäälSchem.^" ' KaNm hatten die Borstehex „den Brief zu Ende gelesen, als ein Böte mit der Nachricht kam. von der im Briefe stand. Als die Gemeinde von Brodh von diesem wunderbaren- Begebnis erficht, schickten alle Leute dem Pächter Geldgeschenke und -machten ihn reich. Und die beiden Gemeindevorsteher schenkte»: ihm noch inehr als die Gemeinde, und so fuhr er beglückt heim. Diese Geschichte zeigt die Allmacht des Schöpfers, der auch einem von einem Weibe Geborenen solche Scherkraft verleihen kann. Er bleibe uns stets gnädig. Amen. Aus Feldbriefe« Wenn in heimatlichen Fluren der 1-l. Nissan sich allinählich seinem Ende zuneigt, da schlagen die Herzen von jung und ult freudiger. In sehnlichster süßer Ertvartung des'Sedcrabends harret , man der Stunde, die, romantisch verklärt, das Schlönste, das Phantasievolle zur Wirklichkeit werden läßt. Sederabcnd! Welch himmlischcr Zauber liegt in diesem Wort! Was schließt dieses Wort nicht alles ein! O, seliger Traum, wie lange ist es her, daß Du Wirklichkeit warst? Wirklichkeit für mich. Komm Erinnerung und versetze mich nur für einige Augenblicke in jene Gefilde der Glückseligkeit. . Ich schließe mein Auge — Stille um mich herum — der Gedankeuflug schtveift zurück zu einem wohlig gemütlich Zimmer. — Alles Traulichkeit, — süße Harmonie der Eintracht — vom hellen Strahl der Joiutof Leuchter erhellt — Tisch wit blütentvcißem Linnen bedeckt — Sederschüssel mit den vielerlei Dingen, Sinn und Phantasie gefangen haltend.— alles Bedeutung, belehrende Geschichte einer großen Vergangenheit und nun die liebe Familie um den Lisch grpppiert — der Seder beginnt. — Die Geschichte eines Volkes wird in knappen Worten dargelegt, — das befreiende Gefühl, frei unter Gottes Schutz zu stehen, — ein Volk zu sein — n.nd in Frieden zu leben — da, Kameraden — Ich fahre ans! — Ach die rauhe Wirklichkeit stört /meinen süßen Traum. Wir sind im Krieg. Wurde nicht gestern durch Parolebefehl bekanntgegcben, daß eine gcineinsame Sederfcier in X. stättfindeil würde? Ob ich hingehe? Soll ich ineine schönste Illusion zerfließen lassen? Was sind die bestgemeinten Erbauungsstunden? Kann sie meinem Erlebten Entschädigung, Ausgleich bieten? Nein, ich gehe nicht. Es ist besser, ich verberge mich an einsamer Stelle, um den Seder zu geben. Mich der stetigen Erinnerung hingebend einstiger glücklicher Stunden, die ich — daheim ■— traulich — im lieben Familienkreise am Sedertische saß. v. Literarische Notizen. Tagebuch für die jüd. Jugend. Wien 1910. R. Löwit Verlag. M. .2.20. ' Joses Marcus, Führer des Breslauer .Plan-Weiß" hat dieses Tagebuch herausgegeben, und eine Reihe anderer „Blan-Weiß"-Führer haben durch Beiträge jeglicher Art ihn dabei unterstützt. So haben wir ein Dokument vor uns, wie die junge jüdische Wanderbewegung denkt, fühlt und lebt. Das Leben heißt Freude, und das Ziel heißt bewußtes, stolzes Juden- Jn jeder Zeile des Buches könneii wir diesen Geist spüren, her wit aller Sehnsucht gehemmter Inbrunst am der Qual traditionsloser Gegenwart zu einem Zusammenhang »fit der Vergangenheit und der Zuversicht beperer Zukunft kommen will. i Im Tagebuch für die jüd. Jugend wird das jüd. Jahr dargestellt: ein musterhastes Kalendarium, eine sorgsame Znsanrmenstellung ewig schöner Bibelsprüche in hebräischer Sprache, und eine sinnvoll, gemütstiefe Besprechung der Feste bilden gewissermaßen den Grundstein des Buches: eine Gabe die neu ist und sich! von den wenigen vorhandenen , Vorbildern außerordentlich vorteilhaft abhebt. DaS allein schon gibt dem Buch ganz eigenen Wert. Dann kommen aber ferner noch die Dinge, die an sich völlig neu und in unserer Jugendliteratur überhaupt noch nie Ausdruck gefunden haben. - Es ist die Sprache und das Gefühl einer Gemeinschaft junger, freudiger Menschen, die ihr Judentum als etwas ganz Selbstverständliches in den Mittelpunkt ihres Lebens stellen wollen. - Wer Sinn und Herz dafür hat, die Brunnen aller Hoffnungen, hier fließen zu sehen, der wird gerührt und dankbar das Buch lesen lrnd es gerne in den Händen recht vieler jüd. Jungen und Mädchen wissen. . Dein „Blau-Weiß" ist iuit diesem in seiner Art er ft ei: Buche ein großes Verdienst züzusprechen: findet es die Anerkennung, die cs unbedingt verdient, werden weitere Gaben folgen. . — on. . Literarische Chronik. Eine hebräische Druckerei. Nachstehende Mitteilungen entnehmen wir dem „Börsenbl. für jbeu Deutschen Buchhandel": Zu den interessantesten Sehenstmirdigkeiten in Wilna gehört zweifellos die Druckerei Witwe und Gebrüder Rom. Wenn dieser Betrieb mich hauptsächlich die Interessen des geistigen Judentums betrifft, so ist seine Geschichte doch mich für das deutsche Buchgewerbe wissenswert, obwohl er nicht in direkter Beziehung zu ihm steht/deim gar viele Werke dev Hebraicanamentlich glänzende Talmudansgaben mit hervorragenden wissenschaftlichen Randglossen stammen ans dieser in einschlägigen Krisen weltberühmt!:» Offizin, lieber die Anfänge dieser Druckerei veröffentlichte die „Grodnoer Zeitung" kürzlich interessante Mitteilungen. Danach stammt ihr Gründer Barnch, der Sohn des Rabbis Josef Rom, auZDrodno. Er erhielt als erster Jude vom polnischen Königs Stanislaus August Poniatowsri die Erlaubnis, in der Königlichen 'Staaksdruckerei hebräische?'Werke I'ntid Drücke herzüstellen, ' Das , erste. Werk ist im August 1783 erWenen. Es ist'ein Koinmentar zu den -Psalmen von Jakob ben Chajim Cohen (Sepher Sera Jakob). Am Schlüsse des Werkes befinden sich das Datum des Druckes Und die Namen der vier Setzer. Diese vier und Barnch Joseph als Leiter haben 1788 die Pressen gemietet. Alle hebräischen Drucke bis 1795 bezeichneten als Verleger: Stau «lug. Poinatowski, der König von Polen, oder „erschienen im neuen Berlage". Der Name Rom kommt erst 1792 bei einem „Mischnah"-Druck vor, aber erst 1795 als selbständiger Drucker: Barnch Jos. Rom, der 1799 einen Teil seiner Druckerei nach' Wilna verlegte und dahin zog. Nach seinem Tode übernahm sein Sohn R. Menachem Man Rom im Jahre 1802 beide Druckereien und brachte 1835 die erste große Talmudausgabe heraus, die den Weltruf der Firma begründete. Als die russisch: Regierung 1837 den Druck hebräischer Werke aus. zwei Städte (Wilna und Kiew) beschränkte, mußte das Stammhaus in Grodno seine Offizin schließen. In Wilna folgte ihm 1841 sein Sohn Jos. Rüben Rom. der (1857) eine Witwe und drei Söhne hinterließ: David, Jakob und Gabriel, die unter der Firma: Witwe und Gebr. Rom das tzstschäft weiterführten, bis es im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts in eine Aktiengesellschaft nmgewandelt wurde. Wenit man den Betrieb besichtigt, ist man aiMiiehm enttäuscht, da man wohl kaum eine so moderne Druckerei vermutet.hat, sondern eine, die mehr dem ehrwürdigen Alter der Firma entspricht. Das Verwaltungsgebäude ist 'auch nur ein kleines einstöckiges Giebelhäuschen, und die darin Waltenden sind alte. Patriarchengestalten, denen Geist und Intelligenz aus den «lugen schauen. Ein Korrektor innß dort Talnmdist und Schriftgelehrter sein, oberflächliches Wissen reicht für seine Tätigstit nicht aus. Der Betrieb, in den, bis zum Kriegsbeginn mehrere hundert Menschen Beschäftigung gefunden haben, ist jetzr natürlich sehr beeinträchtigt. Kaum 30 Angestellte erledigen die. dringendsten Arbeiten im Handbetrieb, da die Motoren nicht arbeiten. Ein Rnndgang .durch das 'Haus ist aber auch jetzt, selbst für den Laien, sehr lohnend. Wie to einer großen deutschen Druckerei gehts in dem moderne» fobrikähnlichen Reuban der finanziell gut fundierten Mtiengesellschast vom Setzersaal in die verschiedenen Maschinensäle, von den Buchbindevwerkstätten in die sehr bedeutende» Lagerräume der fertigen Druckbogen und der . gebundenen Werke. Wohlgeordnet sind hier Tausende hebräischer Geisteswerke änMstapelt. Das.Haus verfügt natürlich auch über eine umfangreiche Bibliothek in einem hierzu besonders h'ergerichteten Raume. Ferner sind große Papierlagerränme da. .Das Wichtigste aber ist ein feuersicherer Bmi. in dem in Metallkasetten die Matrizen zu sämtlichen in der Druckerei hergestellten Werken kartothekartig aufbewahrt werden. Die Druckerei ist dadurch jederzeit in der Lage, jede einzelne Seite irgend xines Buches sofort Nachdrucken zu können, was für diesen Betrieb hon großer Bedeutung ist, da ber Neusatz gerade bei diesen Werken auf große Schwierigkeiten stoßen würde. Woche»-Sare«der. Sainstag, 5. Mai. (= 13. Isar.) Sabbat-Anfang in Frankftirt a M. 8 Uhr. Sabbat-«lnsgang in Frankfurt 9 Uhr -40 Min., in Berlin 9 Uhr 26 Min. Wochenabschnitt: Acharei maus nnd Kedanschtm. — Die Opserhandlungen des Hohenpriesters akn Jaum-Kippur. Verbot des Blntgenusses. Verbotene Verwandtschaftsgrade. Sabbatheiligung, Verbot des Götzendienstes, Armenabgaben usw. nsw. Lag B'anmer, Donnerstag, 10. Mai. Freitag, 4. Mai, abends: 28. Omer. Freitag, 11. Mai, abends: 35. Omer. Wochengottcsdienst in Frankfurt a. M. Morgens 6Ve Uhr in den meisten Synagogen (Bockenheim, Unterlindau 7 Uhr, Hauptsynagoge Königsteinerstraß« Abends 8 Uhr in den meisten Synagogen (Bockenheim, Unterlindäu Vh Uhr. Hauptsynagoge 4 Uhr. Königsteinerstraße 7 Uhr). Verems-Kaleuder. Montesiore - Vercin. Samstag, 5 Uhr: Gesellige Zusammenkunft. Montag,' 9 Uhr: Bibliothek, Französ. Kurs,. Büro. Dienstag, 9 Uhr: Stenographie. Btittwoch, 9 Uhr: Tie Fremdwörterfrage (E. Münster) Doimerstag, 9 Uhr: Engl. Kurs, Bibliothek, Büro. Stamffttrter KaMiliemrachrrchle». Gebore n. Ein Lohn Alfred Stiefel (Scheuer).. — Sigmund Halberstadt (Levi), Herderstr. 6. — (Sine Tochter Dr. Hugo Salvendi (Cohn), Oederweg. ' B a r m izwo s. Ernst Lehmann, Schwauenstr. 11, Synagoge Friedb. Anlage. — Leo Strauß, Königswarterstraße 3: Siegsr. Junker, Herderstr. 8, Lynagoge Börne- Verlobte. Irma Loeb. Ganßstr. 36 mit Bruno Schauer, Leipzig. — Betty Birkenstem »nt Albert Naureri Gestorbeir. Fritz Strauß, Es-chenheimerlandstr. 142, i. F. — Salomvn Katz, 80 I., Elkenbcrchstr. 9. — David Meier, 77.1.. Gagernstr. 28. — Siegmnnd Katz, 38 I., Unterlindall. 86, i. F. — Samt, Rosenthal, Bergerstr. 93. i. F.Rvchtsantvalt Dr. Heinrich Meyer, 45 I. — Carl Rothbarth. 72 I. — Jsnk Heinemann.' 41 I., i. F. — Julnts.Löb, 19 I., Hanauertandstr. 20, i. §--