Mannheim
Compact Memory

Neue jüdische Presse · 1917-03-23 · Heft 12 (23.3.1917) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Neue jüdische Presse
Volume
15 (1917)
Issue
Heft 12 (23.3.1917)
Date
1917-03-23
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2692297-2693025-2693037--09842-2705103
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Nr 12. Frankfurier Zjraelinjchrs Famllienviarr. - Seite 5. Wissenschaft und der Dichtkunst nach, und Miguel, lernte sie umso höher achten.' De Fereira hegte einebesondere Vorliebe - für die Dichterwerkc, die von jüdischen Dichtern herrührten, und davon ging ein guter Teil auch auf Miguel über. Immer noch laS er mit besonderem Vergnügen die Dichtungen des jüdischen Schneiders 'Anton de Montero und des' Täuflings Fernandis de Eisena. Je mehr ihn der Lehrer in die Wissenschaften einsi'chrtc, desto stärker erwachte in isim die Lust, über alles selbstständig nachzudenken. Er machte sich Gedanken, freilich in einer halb kindlichen Weise, über die höchsten Fragen der Religion und Philosophie. (Fortsetzung folgt.) Ein Lied zur Kriegsanleihe. - (Nach der bekannten Melodie.) . Wem, du z e h >i t a u s e u d Tal e r hast, - So danke Gott und sei zufrieden; Nicht allen auf dem Erdenrund Ist dieses hohe Glück befchiede». Geh' hol sie ans dein Kassenschrank, Gib deinem Geld die rechte Weihe lind zeichne bei her nächsten Bank Die sünsprozeiitige Kriegsanleihe! Wenn du bloß h ändert P eichs m a r k hast, Paß ans! Sonst'gehn sie in die Binsen! Leg sie so fest wie möglich, an - > Und gegen möglichst hohe Zinsen! ‘ Klein fing so mancher Große an; Aus eins wird zwei, aus z>vei wird dreie Das Beste, was cs geben kann. Ist dies: du zeichnest Kriegsa » lei li e! Und hast du keine Hunde r t Dt a r k, Rur zwanzig — sei drum nicht verdrossen Und suche dir zum Zcichnniigszwcck, So schnell cs.geht, ein paar Genossen! Mit denen tritts du Hand in Hand Zum Zeichnen an, in einer Reihe — Dann tatst auch du sürS Vaterland .Das Deine.hei der Kri egs an lc j he! G it ft a v H v ch stell e r. Eingesandt. Eing doppelte Pflicht mahnt-uns zur 'Arbeit: die Pflicht gegen die Jugend und die Pflicht gegen die Zn-, tunst. Es ist leider jetzt durch' das Krieggetöse manches Kultnrnotwendige übersehen, ja vergessen''worden, aber die Jugend, die ja unsere Zukunft bedeutet, darf nicht vergessen' tverden, denn sie leidet unter den Folgen des Krieges unterschiedslos körperlich und damit auch geistig. Ein beträchtlicher Teil unserer Jugend, namcntlich in den Großstädten, leidet jedoch derart, daß hier zur Rettung «Milcher zarten Seele dringendste Hilfe angebracht erscheint. Es müßten wirklich Menschen ein Herz von Stein haben, die hier nicht mithelfen wollten. Für die zahlreichen Kinder unbemittelter Eltern in Großstädten, vor allem auch für' die Kriegerkindcr m ii ß diesen Sommer etwas geschehen. Infolge der Lebensimttelknapphcit sind nicht, nur zghlreiche Fälle von Unterernährung festgestellt, sondern jpgar eine Art Schwächezustand ist entstanden, der die Kinder in erheblichem Maße in der weiteren Entwicklung hemmt. Ich möchte hier eine Anregung' geben, eine größere Anzahl, j ü d.. Ki n d e r ä n f dem Lande inneryalb Deutschlands diesen Sommer nn t erz nb ri >, g c n , lveit ich die Meiinurg auszusprechen wage/ daß es dort noch viele Familieir gibt, die in der Lage sind und auch das Herz haben, ein solches Kind einige Wochen' ohne jedes Entgeld angemessen zu verpflegen. Knaben und Mädchen im Alter von 12—14 Jahren könnten als Gegendienst bei leichten Landarbeiten beschäftigt werden. ES 'wollen sich zunächst Gleichgesinnte melden, die mithelfen wollen, das große Werk zu organisieren Um einen Ueberblick über die Größe und den Umfang der Arbeit zu gewinnen, wäre es auch gleichzeitig zweckdienlich, ..wenn sich die in Frage konlinenden Eltern melden wollten, die gerne ein oder mehrere Kinder während der Sommcrfericn untergebracht haben möchte». Dann endlich wollen auch diejenigen hervortreie», die ein Kind anfnehmen oder die ev. Kosten für die Unterbringung übernehmen inöchten. (Für 1 Womit pro Kind 75 Ml.) vier muß viel Kleinarbeit gemacht werden. Wenn cs unseren Kleinen ans dem Lande gefällt, was nicht zu bezweifeln ist, so wäre mir der Möglichkeit zu rechnen, das; später manche Ettern dieser Kinder aufs Land ziehen und sich hier eine Existenz gründe», wo aller Boraussichtlichkeit nach dem Kriege die Existenz^ bedingungeii und Möglichkeiten bedeutend günstiger sein dürften als in der Stadt. Diese Rückwanderung von der Groß-» in die Kleinstadt war schon seit langer Zeit vor dem Kriege und jetzt erst recht, von vielen Seiten ans vielen Gründe,! gefordert lvordeu. Wenn buch an eine Abstillung in größerem Maße nicht zu denken ist, so ist zu bedenken, daß aller Anfang schwer ist, und daß wir hier schon mit Keinen Anfängen zufrieden sein wollen. Eine .Verpflanzung der Großstadtjuden aufs Land (eigentlich ist eS mix eine Rückwanderung), wäre im Interesse deS Judentums und nicht minder im allseitigen allgemeine» Interesse eine Kultnrerrnngenschaft ersten Ranges. Darum auf ihr Eltern, ihr Jngendbildner und Jngcndfreundc, frisch ans Werk! Adolf Roths ch i s d , Lehrer, Achim-Bremen. Wsche«-Kale«der. Samstag, 24. Mürz (— 1. Nissan). Sabbat-Anfang in Frankfurt 0 Uhr 10 Min. Sabbar-'Ansgang in Frankfurt 7 Uhr 3» Min., in Berlin! 7 Uhr 03 Min. Wochenabschnitt: W a j i k r o. — Tie verschiedenen Arten von Opfern und die Vorschriften für dieselben. P a r s ch a s - h a - E h a u d e s ch, Scbabbos Ransch-Chaudesch, ' Nissan. Wochengottesdieiift in Frankfurt ä. M. Morgens: 6 Uhr 30 Min. in den meisten Synagogen (Bockenheim, Unterlindau 7 Uhr, Hanplfynagoge Kömgsteinerstraße 7 1lhr>. Abends: t> Uhr. in den meiileii Synagogen (Hauptsynagoge 4 Uhr, Kömgsteinerstraße 7 Uhr). ’ * Beretvs-Kaleuder. Tiseres Bachnrim. Mo>'.!ag/-8'-e Uhr, Bleichsir. 70: Inden im 10 iDr. Alexander). Freitag: Rabbiner Dr. Horvvitz. Dienstag: Li!erarischer Lesezirkel, Dr. Plotke. Dienstag: Englischer Kurs. 'Mittwoch, 0 Uhr: Generalversammlung. Donnerstag': Französischer Kurs. Hraukfurter ^amirienuachrichte». Geboren. Ch. Liverßand (Heymann), Oberer.'Atze-' B armizwvS.- Berthold Dach, Gaußstr.'22, Snna-. goge Börneplatz. Gestorben. Bernhard Oppenheim. >3 I., Röder- 1-eegiveg 77. — Jsak Michel, 55 I., Blnmenstr. 13. - Veinr. Mai, 38 I., Hermesweg 41. — Siegfr. Epstein^ Ci* F.. Kronprinzenstr. 8. — Rebecca Kirchbcrger, . grb. Simon, 78 I., Unterweg 10. Ausmärrrqe ^vamilienuackriÄte«. Geboren. Ein Sohn Lndw.' Simons «JgerStzeimer:. Düsseldorf. G e b o r e n. Eine Tochter Zahnarzt Rußbanm (Fromberg). Hanau. — Troptowitz «Auerbach), Kattowitz. Verlobte. Martha Löwenstein, Bielefeld mit Siegfr. Rosenberg, Witten. Gestorben. Bernhard Lehmann, Weinheim, 20 I-, i. F. — Mar -vcrzfeld, 8 > I., Düsseldorf. — Eminy Lavi, gcb. Oppenheim. 37» I., Mainz. — Minna Brück, geb. Groß, 83 I., Bingen. - Sophie Stein, geb. Schloß, 3? I., Reichcnsachsen. — Anna Dnrlacher, geb. Strauß. Hamburg. — Rlar Strauß, 0!» I.. Langen. — Ewald Herz, 34 I., Essen, i. §. — Michael Schlamm, 30 I.: Julius Baer. 31 I., Berlin, i. F. — Jacob Simon, 27 I., Ostrowo, i. F. — Jnlins Flechthcim, 67 I.. Brockel. — Dr. Emanuel Blüth, 32 F., Fürth.. — -Sigm. Silberthmi, Würzburg. Lvenden. Bei der Rationalfoiidskommissioii (I. Heimami, Z 21) gingen ein: P a l ä st i n-a - N o t st a n d s - A k t i o n. Liebermann Rothschild. Hanauerlandstr. 44 50 At. Beim Fctr Jsr. Familienvlait gingen rin: L. H. z> G. Adrr I Oelbaum 8- M. Allgemeine Mitteilungen. Die F r a n k f u r t c r G e w e r b e k a s s e erzielte ii» abgelaufenen Jahre einen Gesamt-Umsatz von 833 Mill. Mark und einen Reingewinn von 354,231 M. Das Betriebskapital betrug 2l Mill. M. Laut Bckanutmachniig der Kriegskommission für. rituelle Lebensmittel G. in. b. H. in Berlin steht die LieferVrg rituelle r M a r g a r i n e für den Monat April in Aussicht, ^ie rituell lebenden Mitglieder unserer Gemeinde können diese rituelle Margarine nur unter vollem Verzicht auf die ihnen zustehende- Bnt-- t e r und s o n st i g e F e t t st o f s e (Rüböl usio.) erhalten. Doch ist es zulässig, daß nur ein Teil der Haus- Haltungsmitglieder von ö«ji Recht auf Margarinebezug 6>ebrauch macht. Nachstehende Geschäfte sind mit dem Vortrieb der Margarine betraut: I. E. Schimmel, Fischerfrldstrafte 20, At. Herzberg, Zeit kl, A. Metzger, Börnestr. 39, I. 'Kaiser, Altegasse 3, S. Rosenthat 'Aachs., Zeil 13, H. Leopold, Tchiklerstr. 10, Alex Schloß, Thömasiusstx.-3. H. Schaumburger, Bergersrr. 22, R. Stern, Hermeswcg 38, I. Sostmann, Goetheftr. 16. Die.Anmeldung zum Bezug kann bei obenstehenden Geschäften vom 26.-28. März nur gegen E^nliefernng dep vom Lebe n smiitekamt ausgestellten E in p sau gs schei u e für Speisefette sür den Monat 'April erfolgen. - Frankfurt a. M.. 20. März 1017. Der Vorstand der I s r. G e in e i n^> e. (Hl>nbaches' Urneklafisanlasr« €5. m. b. H. Taunusstrasse 77 Offenbash am Eüain Fernsprecher 123 — UnübnKoMe ftpjnchueinigung mittelst Druckluft. Qualität: Smyrna nnd Perser . . . Preis pro qin 50 Pfg. Velours und Axoiinster . . „ „ „ 40 ,, Brüsseler und Tupestry . . „ , 35 „ Mauiila und Wolle .. SO .. mm Unübertroffene Beltfedern-Relnigung ™ mittels Druckluft lind Was-erdumpk. Ein jeder Versuch fühlt zur dauernden Benutzung ji serer in hygienischer Beziehung einzig dastehenden Kim irhiung. _ Die Reinigung eines Deckbettes ko-tet . . Hark 2 20 „ „ Unterbettes „ . . ., 2.40 „» „ ,. Kopikissens .. .. ,, 1.20 Ausiüiirliche Pro-pektt stehen zur Verftlgnna bitten unsere Inserenten za berücksichtigen. FranfofiiPtB? Isp. Familienhlatt. David Schächter, Ostendstrasse 8 Beamter der Klaus-Synagoge, empfiehlt sich als Vereinski.ssenbote, n 8. n.', auch für au^wärt'ge Vereine, bei Zusicherung sorg-; faltigster u. pünktlichster Erledigung Refesenzen stehen zu Diensten. Sprechstunden tägl ch von 12—1 mittags, nud 7 —8 abends E l sh ei m erRtr asse 4-. orientali>cheü SpiMi-h r Einzel - Unterrieht iDamen - Strotiliüte werden nach neuesfen.i'ormen i’assouiert. BV' Reiche Auswahl’in Muslerhüten! Hüte werden gleichzeitig garniert, alte Zutaten verwendet McidLe Jenny RosentliAl, .Kronprinzenstrasse 22, I. . Tel. Röm«r 2414 . ln dem vornehm geführten und eingerichteten Hanse eines Ar ztes in bester Gegend Hamburg» kann ein junges Mädchen, das eine geistige und ges^ils haftliche Ausbildung vollenden soll (vu’zügliche höhere Lehranstalten, Konservatorien), Aufnahme finden. Beste Referenzen verlangt und gegeben. Gell. Anfragen unter H. V. 1871 bef. Rudolf Rosse, Hamburg. GilletteUingeR auch Raslsrmecsar and andere Schnaldwarkzaugs schleift G. Krämer, 28 Vilbelerstrasse 28. CS. Sjütfnei' fSjeit S'c-ue/tcu itac/i Q/ffaasi 75, f ai/:

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.