Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 14 (1916)
- Issue
- Heft 40 (11.10.1916)
- Date
- 1916-10-11
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 ~ Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Nr 40 Verlobte. Hede Gans, Göttingen mit Arthur Schloß- Trier. - Gestorben. Bernhard Steinberger, 69 Bamberg. — Sara Aron geb. Lewinberg, 84 I., Köslin. — Heim. Saalmann, 71 J> -Stettin.!— Herrn. Ztuben, 47 I., Berlin. — Moritz Schaps, 70 I., Hamburg. — David Czwiklitzer, 73 I., Katbowitz. — Louis Rosenbaum; Georg Blauzwirn; Heinr. Wertheim, Berlin, i. Feld. — Sigm. Frank, 61 J.< Konstanz. — Af>r!nelie Licbmann geb. Stiebü, 74 I., Offenbwch — Allgemeine Mitteilungen Die Schuljahre sind gar oft .nicht nur für viele Kinder Jahre der Qual, sondern noch mehr leiden die Eltern, wenn ihre Lieblinge in der Schule nicht so ulitkommen, wie es ihren Wünschen entspricht. 'Gar mannigfacher Art sind die Umstände, die gleichsam diese Qualen selbst schaffen. Wie oft zwingt falsche Eitelkeit der.Eltern has Kind in eine Schnlgattnng hinein, in der es dem nur schwache begabten Kinde nur unter größter Anstrengung seiner geistigen und meistens unter Schädigung seiner physischen Kräfte möglich ist, einige Jahre mitzuarbeiten, sich selbst Und seinen Lehrern zur Qual, bis dann die Eltern, meistens zu, spät, die Folgen ihrer Eitelkeit erkennen und dann den Schulwechsel vornehmen. Oft aber auch leiden zarte, in sich geschlossene Kinder mit ruhiger Gemütsart, die sogar meistens ganz gut veranlagt sind, furchtbar unter den: Umstande, daß, es dem Lehrer, der eine große Klasse zu führen hat, nicht möglich iftj, ihre Jndividiualität zu berücksichtigen. Diese Kinder fallen dann aus dem Rahmen der Klasse, um sie bekümmert mmi sich.nicht viel, und sie werden nun' '.noch ängstlicher und .noch mehr verschüchtert, so daß sie in der Klasse fast gar nicht Mitarbeiten und ihre Jugendjahre erfolglos in der Schule verbringen. Welch Glück ist es aber für Schüler dieser beiden Gattungen, wenn sie in einen S'chulzirkel verpflanzt werden, in dein ihnen jene gewissenhafte! dmd lickevolle Aufmerksamkeit zu teil wird, die durchs das Eingehen auf ihre Individualität bedingt ist< in dem ihre schlummernden Kräfte voll zur Entfaltung gebracht werden und ihr Selbstvertrauen gehoben und gefestigt wird. Gar! bald .wird auch -der ganze Organismus des Kindes hierdurch günstig beeinflußt. Freude cr- Mlt wieder das Herz des Aindes, das wieder Erfolg sieht und an sich selbst nicht mehr zu verzweifeln braucht. Mit großem Geschick und' gutem Erfolge leistet das ’ seit 1895 bestehende Israeli t i s che Knabe n p c n s i o - nat „Schülerheim-Fränkfnrt", Trutz 47 zu' Frankfurt a. M. Hervorragendes für Schüler; die entweder falsch eingcschult waren oder! aus irgend einem Grunde in der Schule nicht recht vorwärts kamen. 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