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Neue jüdische Presse · 1916-09-27 · Heft 38 (27.9.1916) · p. Seite 5

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
14 (1916)
Issue
Heft 38 (27.9.1916)
Date
1916-09-27
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr- 38. Frankfurter Israelitisches FamilieMatt. Seite 5 Räumen der 5lunsthandlung Trittler das Interesse aller künstlerisch interessierter Kreise in Anspruch nimmt. Wer wüßte noch vor vier fünf Jahren etwas von Ernst Oppler? Meteorartig ist er aufgetaucht, hat mit einer Handvoll graphischer Blätter sich die Beachtung einiger Kenner erzwungen und steht heute mit einem vollkommenen Sieg auf der ganzen Jöiitie inmitten all der Mnstler, die gleich ihm die Palme erstreben. lErst im Jahre 1910 hat Oppler, der in den 80 er Jahren bei den Münchener Malkoryphäen Gysis und Löfstz mit Heistern Bemühen Kunst studierte, sich der schwarz-weiß Kunst zugewandt. Heute schon legt er mit' seinem graphischen Werk von weit über hundert Platten. Rechenschaft dariiber ab, mit welch ungeheurem Fleiß und welch konsequenter Kultur des neu entdeckten Könnens er sich das errungen hat, was er als seinen künstlerischen Fond bezeichnet. Mit wundervollen, von sprühendem Leben erfiillten Blättern des, russischen Ballets erschien der Graphiker Oppler auf einmal wie ein dcus ex machina. _ Man sah diese Blätter, sah in ihnen eine neue geistvolle und von wahrhaft künstlerischer Verve erfüllte .Verkündung der-Schönheit-und Anmut uiid Be- ' weglichkeit der Frau und frug sich, was wird dieser iMann Wohl zu sagen haben, wenn er mit diesen! Thema fertig ' ist. I Da kam der Krieg. Das Ballet war abgetreten, iimd das Spiel auf dem Weltentheater begann. Grausam lund erschütternd. Für den wahrhaften Mnstler aber Ivon einer nicht zu beschreibenden, nicht auszuschöpfen- Iden künstlerischen Eindrucksgewalt. Auch für Oppler war Idie Zeit vorbei, woman in geistreichen Apercus das iLeben und Treiben der Pariser und Londoner Straßen Ischilderte, wo man an heißen Sommertagen die träu- Inierisch weichen Stinimungeu ans der Umgebung Berlins lauf die Radierplatte bannte. Die West- und Ostfront Irief zu neuen, von fieberhaftem kunstvollen erfüllten ITaten. . Und aus der fabelhaften technischen Geschicklich- Ikeit, - die ihm wie ein >Geschenk des Himmels zugeislogen war, lösten sich die faszinierend schönen Blätter Ivon Lille, pon Krakau und Warschau und endlich die Ivonr südöstlichen Kriegsschauplatz. Flüchtige Eindrücke. Igesprengte Brücken, Gruppen aus ihrer Beschaulichkeit Igrausam aufgescheuchter Bewohner, cingeschneite Patrouillen, prachtvoll gesehene Typen seiner jüdischen Glauibensgenossen. Eine chaotische Welt, von dem brutalen iLärm der Kriegsfitrie.widerhallend. I Oppler gehört zu den .wenigen Künstlern, die auch lauter den erschütternsten Eindrücken immer Künstler Ibleiben. Das bezeugen seine Blätter, und das gibt Ihnen einen Wert, der weit über die Erscheinung des »Tages hinaus zuM Dauernden, Ewigen führt. Arthur Dobsky. irez Israel. Mitteilungen des Hauptbüros des Jüd. Nationalfonds. 96 Seiten. Mk. .1.—. Den Haag. Henlstraat 5. < Inhalt: Die Kolonisations- und Werbearbeit des züd. Nationalfonds. (N. G.) — lieber die Palästinaarbeit. IN. de Lieme) — Die praktischen Vorteile der Erbpacht IJng. Agr. I. Oettinger). — Die Ansiedlungskapazität Palästinas (Dipl. Ing. Salomou Kaplansky). — Förderimg des Gemüsebaues durch den Jüd. Nationalfonds II. O.). — Literatur-Nachweis über Palästina und Kolonisation. — Der Jüd. Nationalfonds in der Kriegszeit/ David Wolffsohns Eltern. — Heinrich Dülken-Stiftung. Nationalfonds-Kalender. — Von der Kleinarbeit. — ßorträtmarken. — Notizen. Bibra. Unsaneh Tankes. Horch des Schofars ernstes Mahnen Tönet durch das weite Haus, Weckt des Herzens Langes Ahnen, - Klingt in Trost und Hoffnung ans. Der -.vor dem Mmemor stehst, Heiligem Schreine zugewandt Und für die Gemeinde flehet. Stehet sonst in Feindesland. Und des jungen Chasans Worte Kommen aus des Herzens Grund. Ach, er hat es ja erlebet. Was jetzt -gläubig spricht sein Mund: „Wessen Los sei Not und Sorgen, Wer sich soll des Lebens frenn. Wer soll leben, wer soll sterben, Herr, bestimmest Du allein. Denn ein Nichts sind unsere Tage, Sie verschwinden wie im Traum —" Da, wie eine bange Klage, - Zittert Schluchzen > durch den Raum. Klingt das nicht, als ob Verzweiflung Sich mit tiefstem Weh vereint? Ach, es ist die junge Witwe, Die da oben fchinerzlich .weint. E. Höxster. |OffimliMii0r Druckluft-Anlag e I I SJffflJbscb 3. II. Telefon 19? (Anschluss mitFrankfurt). I I. «nährtest« (100,000 qm jährlich)! I sowie unübertroffen« Bettenu. Bettfedernrelnl-1 guno mittelst Druckluft nnd Wasserdampf, Wochen-Kalender. Rauschhaschono h. Beginn Mittwoch abend. Schabbos Schuwoh. Wochenabschnitt: Haasinuh. — Poetische Darstellung der Geschichte und des hohen Berufes Israels. Gottes Wort an Moses, sich für fein Ende vorzubcreiten. Sonntag: Zaum Gedalja. Frankfurter Familienrmchrichte». Barmizwos. Dav. Ziegelmann, Obermainstr. 4. Synagoge Börneplatz. G e st o r b e n. Max Japhet, 20 I., Sohn von Philipp Japhet, Uhlandstr. 23. — Sind. Phil. Otto Max Hainebach, 24 I., i. Feld. — Michael Feitler, 70 I., Reuterweg 75. — Nathan Wallach, 90 I., Liebigstr. 7.,— Julius Grünebaum, i. Feld. — Rosel Noßbaum, 28 'I., Kantstraße 11. > ‘ Auswärtige Familienuachrichteu. Geboren. Ein Sohn Max Sternweiler (Halle). Ulm, z. Zt. Nürnberg. *—• Eine Tochter M. Hirsch (Nathan), Düsseldorf. Verlobt. Elise Flater, Berlin mit Heinr. Cohn, Breslau. G e st o r b e n. Unteroffizier Julius Rosenmcyer, 35 I., Mannheim. — Dax Neumark, Posen. — JosephWarschauer. Kobylin. — Emil Darmstädter, 66 I., Mannheim. — Wilh. Maier, 58 I., Heidelberg. — Markus Horoschowski, 42 I., Bern. -r- Sieg fr. Cohn, 48 I., Görlitz. — Mraham Kunz, 80 I., Lissa. — M. Magrms, 74 I., Elberfeld. — Flora Brimn, geb. Jacobsohn, Wwe., 56 I., Berlin. — B. Lorch Wwe. geb. Bottenwieser, 77 I. Hamburg. Spende». Beim Franks. Israel. Kamilienbl. gingen zur Ablösung der R au sch-ha--sch on o h Glückwunschkarten ein: Familien Schoenfeld u. Strauß, Kronprinzenftr. 38, Mk. 5.—; Bcrthold Cassel und Frau, Friedbergerldstr.. 21, Mk. 10.—; Selmar Geis, Mk. 10.—; Saly. Geis und Frau Mk. 5.— für gute Zwecke — Assistenzarzt Fritz Geis für Palästina-Hilfe; W. Balk n. Frau, Emden, für Nationalfonds Mk. 3.—. ferner: Jacob Schnmlowitz, Berlin. Sammelbüchse Nr. 88 Mk. 16.15. Bei der N a t i o n a l f o n d s k o m m i s s i o n (Jsaac Heimann, Zeit 21) gingen zur Asb lö jung der R au schha-s ch o n o h Glückwunschkarten zu Gunsten der P a l ä st i n a - H i l f e ein: Fritz Söndheimer: Siegfried Cassel ü Mk. 50.—. G. H. Mk. 30.—. Nathan Söndheimer: Jsaac Heimann'a Mk. 25.—. Sal. Stiebet; Jsaac Rosenbaum; Julius Goldschmidt; Julius Kronenberger ä Mk. 20.—. Lonis Spier; Jul. Schloß & Co.; H. 38..; Jac. Rothschild, Gr. Friedbergcrstr.; Dr. N.; Jacob Wolfs Mk. 10.—. Direktor Gans; Otto Frank; Dr. ,M. Jessel; Max Wolf; B. Hermann & Co.; H. Reis u. Frau; 31. Lewisohn; Jsaac Goldschnridt; Frau Leopold Hamburger; N. N.: B. Friedmann-; Ad. Dortzaun; Ignatz Berger: I. Schloß; Josef Oppenheimer; W. Landsberger n. Frau geb. Rosenheimer, Heilbronn; Stabsarzt Dr. Jsserlin, Bad Soden, z. Zt. Straßburg; Gebe. Roos, Park-Hotel, Bad Schwalbach, Unterzahlmeister Oppenheimer, z. Zt. Wiesbaden a Mk. '5.—. I. Weinberg Mk. 4.—. N. Levigard; Dr. Kowalski; Frau Aron Seeligmaun; Hch. Bing; I. Simon; Dipl.-Jngenieur Nath. Grünstei»; I. Goldschnridt, Eiserne Hand; L. Schames, Hermesweg; Gust. I. Rapp; Paul Silber; .Leo Hofniann; Isidor Rothschild, Oberer Atzemer; Sigm. Levita; Rud. Schloß; Dr. Grünbauin ä Mk. 3.—. 1 Zahnarzt B. Strauß; Dr. N. Kahn; N. N.; Julius Collin; Jda .Weil Flora Merzbach; Ferd. Mayer: Dessau a Mk. 2.—. i t Alfred Pick Mk. 2.50. S p e'n denbuch I. Wacheiiheimer u. Frau anläßlich der Bar- Mizwohfeier ihres Sohnes Ernst JL 20.— Isidor Schloß n. Frau anläßlich der Bar- Mizwob ihres Sohnes Carl „ 25.— Nath. Kassewitz anläßl. Jahrzeit - „ 5.— S. Seligmann „ 5.— I. Fürst, Herniesweg ., 1— Mksrachi Briefkasten. B. 27. Februar 1904 11 Adar 5664. 3f. Die Jerusalemer Augenklinik des „Lemaan Zion" untersteht dem bekannten Augenarzt Dr. Ticho. Weiteres im vorwöchentliche» Bericht. D. Die Gottcsdienstzeiten für Rausch-ha-schonoh des Vereins „Edle Tat" richtet sich nach der Synagoge Börneplatz. ' . .. ■! : 1 EJrnst Oppler Auf Wunsch Terläugerune der Ausstellung seines gesamten graphischen Werkes bis 15. Oktober. KunstHandLlung H. Trittler Franbfnrt a. 41., Go;theplatz 6—8. Älz-i Velouru. Sammthüte werden nach neuesten Foimen schön und schnell nmgeändert. Grosse Auswahhl in Formen. Liitfa'brUs. O. Bertrand., Taubenstrass« IH, früher Schillerstrasse. Gegründet 1873. — Telefon Hansa 5571. Schokoladehaus Hofmann. Grösste Auswahl in Schokolade' aller Art. sv' llhter main-An läge 7 part. -ai " dem Schauspielhaus« gegenüber. 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