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Neue jüdische Presse · 1916-09-01 · Heft 34 (1.9.1916) · p. Seite 6

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
14 (1916)
Issue
Heft 34 (1.9.1916)
Date
1916-09-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Nr. 34 Unir Don den Bergen stürzten die Scharen der kriegerischen Hirten, schwarze Fahnen entrollend. In ihren Händen blitzten drohend die Lanzen, und die Stimme des Anführers, des Kräuter sammelnden Hanina, ließ sich zu seiner Mannschaft also vernehmen: „Vorwärts Brüder! Der Tyrann treibt uns mit .Hohn und Spott, er hat die Frauen Askalons, die. tugendreichen, ausgerottet!" „Er soll des Todes sterben!" rief die kleine Schar, - die Reihen des Volkes durchbrechend und bis zum Zelt des Statthalters vordringend. „Was wollt Ihr, Ihr Rebellen?" schrie sie der Tyrann an. „Wir wollen Dein Leben im Tausch für das Leben unserer Frauen," erwiderte Hanina, seine Lanze gegen das Zelt schleudernd. Run erhob der Statthalter seine Hand, und seine Söldlinge bedeckten gleich Heuschrcckenschlvärme die Ebene. Die Erde wurde wie Blut von ihren Spurend Die kleine Schar wurde nicdergemctzelt, und Todcsröcheln horte mcrn von allen.Seiten. .Vergebens kämpften die Hirten gleich verwuitdetcn Löwen, sie konnten gegen dft llcbermacht nichts ausrichten. Die als Lebende in die Gefangenschaft des Feindes, gerieten, ließ der Statthalter in Fesseln schlagen und sandte sie nach Rom, damit sic als die Verkörperung der Sklaverei der Juden das Ergötzen der Lateiner ansmachcn sollten. Berurja wurde vom Statthalter umschmeichelt. Er entschloß sich, in Cacsaria, wo er einen prächtigen Palast belvvhnte, mit ihr die Hochzcft zu feiern. Doch war die Jungfrau von Asürlon nicht gewillt, dem grausamen Manne anzugehören;- sie haßte ihn, und weder sein Zorn rwch seine Bitten vermochten ihren Trotz zu beugen. (Schluß folgt.) Betonung des-Glaubens an Gott, der dem> dessen, Hände rein sind — und DentschlandÄ -Hände sind rein in diesem Kriege — zur Seite steht. Der Hauptgedanke in den Predigten bildet die Erwartung, daß der Krieg-die Gegensätze zwischen Christen und Juden ansgleiche und vso den Antisemitismus vernichte. Wir hätte» freilich jn den Predigten mehr positive jüdische Werte erwartet; daßs den jüdischen' Soldaten ihr Judentum, das sie meist nicht feinten, vertrauter und lieber werde, indem sie Einblick erhalten in dessen eigene Gedankenwelt, erscheint uns doch neben de» rein allgemein menschlichen Aufgaben des Feldrabbiners als dessen wesentlichstes Ziel. I Offenbaeber Dracblnft-Anlag e | I Offsnbseh ». H. Telefon 123. (Anschluss mitFrankfurt). I bewährteste TiPPlChrelnlCOng (100,000 qm jährlich)I ■ sowie unflbertroflane Bettenn. Bettfadarnralnl-1 OUno mittelst Druckluft und Wsaserdampf. Knust und Literatur. Türkische F-raueu. Ihr Leben im Harci» und im Spiegel türkischer Erzählungen von Bey Oghlu. 18 Abbildungen, 126 Seiten Text. Mk. 1.80. München, Delphin-Verlag. Das Buch, ist nach einem mehrjährigen Aufenthalt in der Türkei geschrieen worden. Es will keine gelehrte wissenschaftliche Abhandlung über die ttirkische Frau sein, sondern will den Leser Westeuropas In flotten, kurzen Strichen bekannt machen mit der Art und der bürgerliche» Stellung der türkischen Frauen. Es wird so, indem wir in dem Harem Eintritt.finden, der geheimnisvolle Schleier, /der bei uns über diesen Frauen ruht, hinweggrzogen.. . Bon Heimat und Glauben. Kriegsbetrachtungen von Rabb. Dr. Bruno Italiener -Darmstadt, r 4- Zt. Feldrabbiner. 42 Seiten. 1 Mk. Darmstadt, H. L. Schlapp, Hofbuchhändlung. Die Betrachtungen wenden sich zums Teil an Deutsche jeder Religion, zum Teil sind sie Predigten, die Dr. Italiener als Feldrabbiner glätten hat. Ihnen allen gemeinsam ist in der Form eine schöne Sprache und im Gedanken die Wochen-Kalender. lZeitangnben nach dem Luacb.l„ Samstag, 2. September (= 4. EluU Sabbat-Anfang in Frankkurt a. M. 7 Uhr 20 Min. Sabbat-Ausgang in Frankfurt a M. 8 Uhr 55 Min. in Berlin 8 Uhr -40 M n Wochenabschnitt: Schau fti in. — Rechtspflege, Kriegsrecht usw. ' Aus dem Prophetenabschnitt des Sabbats: „Wie schön sind auf den Bergen die Füße des Boten, der den Frieden bringt, der das Gute verheißt, der Hülfe verkündet, der zu Zion spricht: Dein Gott hat die Herrschaft angetreten!« Die Stimme deiner Seher, die einst ihre Stimme erhoben, vereint werden sie nunmehr jauchze»: — denn Aug' in Aug' werden sie schauen, tvie Gott nach Zion zurückkchrt. Brechet in Jubel aus all' ihr Trünrnier Jerusalems, da Gott getröstet hat sein Volk, erlöst Jerusalem. Seinen heiligen Arnr hat Gott den Augen aller Völker sichtbar ausgestreckt. Es sieht die ganze Erde die Hilfe unseres Gottes." Wochengottesdienste in Frankfurt a. M. Morgens: KYL Uhr in den meiste» Synagogen (Bockeiiheini, Untcrlindau 7 Uhr, Hauptsynagoge 7 Uhr, Königsteinerstraße 7h» Uhr). Abends: 7h^ Uhr in den meisten Syicagogcn (Hauptsynagoge 4 Uhr, Kvnigsteinerstraße 7 Uhr). Bereius-Kalender Samstag. M c k o r C h a j i m, 12>/, Uhr: Sefer Melochim (Prof. Wehl); 4>/i Uhr: Mikroh-Vortrag (E. Landmc). Brentanostr. 4. —^Unteroffizier -Julius. Strauß, Angestellter von. Lazard Sptzyer-Elissen, Inhaber d. Eisern. Kreuz, i. Feld. -— Caroline Simon gcb. Bodcwies, 62 I., Bcethovcnstr. 61. . . . Auswärtige Familiennachrichteu / Geboren. Ein Sohn Rabbiner Blum (Breslauer), Plcschen. — Max Bloch(Lesser), Deutsch-Krone. Verlobte. Hedwig Cähn mit Hugo Hirschseld^ Ofscnbach. — Thella Ollendorf, Schwicbus tnit Louis Marcnse, Königsberg. Gestorben. Mols Löwcnberg; Erich Lange, Breslau, i. Feld. .— Moritz Lewin, Posen. — Lehrer Max Lohdc, 24 I., Seesen, i. Feld. — Leopold Selig, 35 I., Rcichelsheim. — Salomo» Rüb, .78 I., Gau-Odernheii». — Karl Schopftochcr, 81 I.', Fürth. — Mosa Dahl geb. Jgstädter, Nürnberg. — Zahnarzt Alfons Prenzlan, 40 I., Schwedt. — Julius Cohn, 70 I., Breslau. — Walter Cohn, Stettin, i. Feld. Spende«. Beim Franks. Israelit. Familicnbl. gingen eiii: I ü d. National so n d s. HauS Fräukcl 5.— Mk. - Kravkfnrter Aamilieunachrichten. Ba.rmi z >v o s. Max Nvscnthäler, Theobaldstr. 6, Synagoge Fricdb. Anlage. — Ernst Wachenheimer, Prauuheimerstr. 9: Artur Gans) Saudweg 60; Heinr. Hirsch, Neebstr. 1, Synagoge Börneplatz. Verlobte. Lilly Frank, Brückenau mit Josef Rosc»- baum, Ostendstt. 4. Gestorben. Hclmuth Hirsch 20 I., Liebfrauenberg 37, i. Feld. — Pauliue Betttnänn gcb. Kupfer, 70- I., Allgemeine Mitteilnnge«. Im Hause Schiller strafte 28 — gegenüber dem General-Anzeiger — wird Sonntag unter dem Namen Schiller-Kaffee und Couditorei ein vornehmes Kaffee eröffnet, das eine Sehenswürdigkeit Frankfurts Larstellt. Die Räume sind durch den bekannten Architekten Wilh. Plate um geb aut, mit allen iiiodencsten Einrichtuugeu versehen icud in Barockstil ausgestattet. Wertvolle Kupserstichc, die Szenen aus Schillers Werken und Schiller- Bildnisse darstellen, solvie Stilleben und Blumenstücke von der Hand-des Malers Bott in Langen, von dem auch das Gemälde des Schillerschen Geburtshauses in Marbach, das das Büffet ziert, herrührt, schmücken die Wände, t- Karl Lindncr, seit mehr als 27 Jahren Oberkellner im Kaffee Bauer, hat die Leitung des Betriebs übernommen. Briefkasten. R. Sluch uns ist der folgende Satz in der letzten Nummer der „Mlg. Ztg. d. Judcut." ausgefallen: „Haben doch auch die französischen Juden (selbst zur Zeit der Dreyfus- Ajfäre) mcker dem Segel der Alliance Jsra-lite Universelle in erster Linie französische Politik getrieben, obwohl die A. I. U. von den Juden aller Länder finanziert worden ist." Cs ftcut uns, daß hicrinit auch! Pie „Allg. Ztg. d. Judent." bestätigt hat, wie recht wir (hätten, kls wir — im Jahre 1910 war es — die deutschen Jude» warnten, ihr Geld weiterhin der Mliance zu geben, -ic unter Salomo Reinachs und Jaques Picquarts Herrschaft keine jüdische, sondern französische Politik treibe. Wir bitte« »usere Leser, ihre« Bedarf unter Bezuguahine auf unser Blatt bei uufereu Jusereuie» zu decken. Frankfurter Israel. Familieublatt. - Kostenlosen, sachverständigen Bat in sämrnllichen Versicherungszweigen, äusserstgünstige Lebensversicherung m. Einschluss der vollen Kriegsgefahr, im "KriegssterbpfaUe rolle Versicherungssumme. Eduard £ion, zu kaufen gesucht. ADOLF KLEIN Grosser Hirsehgraben 11. „Zorn Hirschgrahenhof.“_ Frankfurter UTachhilfelcurse! Sichere Förderung, gewissenhafte Beaufsichtigung der Schularbeiten, gründlicher Unterricht in den erforderlichen Fächern. Vorbereitung für alle Klassen. Beste Erfolge und Beferenzen. Anmeldungen Werktags 11 - ‘/*1 und 3—4 Uhr, Ii. Hofmann, ahadem. geb. 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