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Neue jüdische Presse · 1916-08-11 · Heft 31 (11.8.1916) · p. Seite 5

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
14 (1916)
Issue
Heft 31 (11.8.1916)
Date
1916-08-11
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 31 Frankfurter 'Israelitisches Familienblatt. Seite 5 der Aaron Dallwig nicht mehr mochte —“ . „Ihr lügt", rief Frau Lea zitternd. „So wahr soll mein Vaterleben gesund sein!" (Fortsetzung folgt.) H. Wiere, Optiker, Liebfrauenstr. 1. Brillen, PIncenez, OpernglSser, Feldstecher) in jeder opt.-mechan. Spielwaren / Preislage Eisenbahnen, Dampfmaschinen, Laterna-Hagiea, Kinematoyraphon etc. Kunst und Literatur. Vom Jüdischen M i t t e l st a n d. Beiträge zur Kritik des jüdischen Handwerkes u. A. Berlin-Wilmersdorf, Dr. Basch & tfo., G. in. b. H. Inhalt: Der Antisemitismus nach dem Kriege (Ludwig Haas). — lieber die .Bedeutung und Aufgabe des jüd. Handwerks (Nachnyr Goldmann). — Die Juden als Handarbeiter (Georg Gothein). — Judentum und Kunst (Lothar Brieger). — Das jüd. Handwerk in Russisch-Polen (Adolf Grabowsky). — Gegenwarts- und Zukunftsfragen (Rüben Facrber). Reichstagsabg. Haas weiH über sein Thema nichts Greifbares zu sagen. Es ist auch keine leichte Aufgabe, Prophet zu spielen. Goldmann's Ausführungen sind in dem Hefte die, die von wahrhaft großen Gesichtspunkten getragen sind. Das kommt, weil Goldmann in jüdischer Hinsicht kein Außenseiter ist, sondern tief im Judentum, wurzelt.!Er zeigt, wie, während bei den Nichtjudeu auch die Landwirtschaft ein Bollwerk gegen die starke Uebersteigung der Geistigkeit auf der einen und des ungesunden lleberhanduehmen des Kapitalismus auf der anderen Seite bedeutet, bei uns Juden einzig der Handwcrksstand diese wichtige Aufgabe zu erfüllen berufen ist, denn wir Juden leben in der Stadt. So wird innerhalb der Judenheit der Handwerksstand zum natürlichen Träger aller Bestrebungen zur körperlichen und damit auch geistigen Gesundung des jüdischen Volksganzen. Dies gilt es zu erfassen: dann wird bei uns Juden dem Handwerksberufe die gebührende Achtung und Wertung entgegengebracht werden, dann werden aber auch die jüdischen Handwerker selber sich nicht nur als Berufsstand empfinden, sondern werden — als bedeutungsvolles Glied der jüdischen Gesamtheit — Anteil nehmen an den großen Aufgaben des jüdischen Lebens'. ' Reichstagsabg. Gothein zerstört die Legende, die Juden seien keine Handarbeiter und verlangt, daß man bei der Lösung der überaus schwierigen Ostjudenfrage in Erwägung ziehe, ob man den Fabriken, von denen der Sabbat geheiligt wird, nicht die Sonntagsarbeit freigeben kann. Brieger behandelt in einer kurzen liebersicht die Juden sals Künstler. \ Grabowsky entwirft ein erfreuliches Bild vom jüdischen Handwerk in Russisch-Polen und wünscht, daß unter den neuen Verhältnissen neben ihm äulch die jüdische Landwirtschaft hochkomMe. Rabb.-Stellv. Dr. F aerber gibt einen'kurzen geschichtlichen Ueberblick des Handwerkers im jüdischen Volke. Er .schildert sodann, wie die jüdischen Handwerkervereine im Osten Träger und Pfleger der jüdischen Tradition sind. Unterricht in der Lehre des Judentums, Gottesdienst, und eine vielgestaltige Betätigung der Nächstenliebe im altjüdischen .Sinne sind hier selbstverständliche Aufgaben. Er hält es darum für wünschenswert, daß die überschüssigen jüdischen Handwerker des Ostens nach dem Westen kommen und dort an Stelle des Verfalls neues jüdisches Leben bringen. Das Heft beschließen ein Jargonlied mit Noten und einige Abbildungen nach Gemälden von Prof. Max- Lieb e r m a n n. ' I Offenbaeber Drnckloft-Anla^l I IHsnbaCh S. ES. Telefon 123. (Anschluss mit Frankfurt). I I ewährteste TepplcilFSiltEpQSQ (100,000 .qm jährlich)! I sowie unQbertrofiana Baltenu. Battiedarnrelnl-1 guno mittelst Druckluft und Wasserdampf. Wocheu-Kalerrder. (Zeitangaben nach dem Losch.) Samstag, 12. August (— 13. Aw.) Sabbat-Anfang in Frankfurt a. M. 7 Uhr 55 Min. Sabbat-Ausgang in Frankfurt a. M. 9 Uhr 40 Min. in Berlin 9 Uhr 28 Mm. Wochenabschnitt: Woethchanan. — MoseS Bitte, das gelobte Land zu sehen. Ermahnungen an Israel. Die sechs Zusiuchtsstädtc. Die zehn Gebote. Der. erste Abschnitt von Schema. Aus dem Prophetenabschnitt des SäbbatS (Nachainu, - nach amu ami): „Mes Fleisch ist Gras und all' feine Hingebung wie die Feldblume. Es dorrt das Gras, es ivelkt die Blume, sowie der Hauch Gottes dagegen weht, — wahrlich, wie Gras ist das Volk! Es dorrt das Gras, es welkt die Blume; — aber das Wort unseres Gottes bleibt ewig bestehen!" Montag: Halbfeiertag, C h a m i s ch o h - O s o r -b' A w. Wochengottesdienste in Frankfurt a. M. Morgens: 6>4 Uhr in den meisten Synagogen (Bockenheim, Unterlindau 6%, Königsteinerstr. 7V», Hauptsynagoge 7 Uhr). Abends: 8 Uhr in den meisten Synagogen, (Königsteinerstr. 7 Uhr, Hauptsyiragoge 4 Uhr, Bockenheim, Unterlindau 7.Vä Uhr). Spenden. Beim Frankfurter Israelit. Familienblatt ginge» ein: Karl Rosenheimcr 1 Oclbanm im Herzlwald für Heinrich Margulies in Würdigung des Artikels „Die Krise im Zionismus" 6.— Mk. Für gute Zwecke. M. H. 6— Mk.; A. M. 1 — Mk- F. SAINT-DENIS, mSÄ*: ALLE REPARATUREN an UHREN Gold und Süberwaren, Brillen und Zwicker. Frankfurter Fauriliermachrichte«. Geboren. Ein Sohn Benni Nußbaum (Meyer), Schwanenstr. 7. : BarmizwoS: Ernst Bodenheimer, Eiserne Hand 35. Felix Steigerwald, Ostendstr. 49, Leopold Strauß, Rechneigrabenstr 12a, in der Synagoge Börneplatz. — Julius Pesfachowitsch, Ostendstr. 29, Ernst Freund, Uhlandstr. 42. Albert Grünebaum, Allerheiligenstr. 3, Arnold Grünglürk, Kantstr. 8, Jacob Mayer, Röderbergweg 36, in der Synagoge Friedb. Anlage. Gestorben. Adelheid Lehmann geh. Schloß, 73 I., Röderbergweg 62. — Raftali Wolfs aus Anrich, Angestellter von Jacob Wolfs & (SoA. i. Feld. — BerthN. Heß gebj Stern. Elkcnbachstr. 15. — Clara Äluerbach geb. Goldschmidt. 51 I., Klüberstr. 18. — Äldolf Freudenberger, 43 Js, Lerbach st r. 88. — William Aron, Angestellter von Beer, Sondheinier L Co., 45 I. Auswärtige Familieänachrichten Geboren. Mn Sohn Julius Goldmann (Levin), Köln. — Max Strauß (Hanauer), Ofsenbacht Eine Tochter Leop. Hamburg (Schwarz), Mainz. — Rechtsanw. Kurt Schwarz (Zimmt), Thorn. — Max Meyer (Marcus), Königsberg. — Julius Pleßner (Jmmerglück), Hamburg. — Adolf Meyer (Sternfeld), Hamburg. Verlobte. Frieda Markus, Wronke mit Sally Friedland, Stettin. — Erna Lauter. Duisburg mit Moritz Michelsohn, Berlin. — Dora Baer, Stettin mit. Emil Zweig, Thorn. G e st o r b e n. Oberstaatsbahnrat Eduard Halberstam. 65 I., Oderberg. — Daniel Nachmann, 81 I., SteiniBockenh-eim. — Heinrich Zivi-Lang, 77 I., Freiburg. — Karolinc Bodenheimer geb. Ledermann, Bruchsal. — Samuel Drucker, 58 I., Kreuznach. — Nathan Seligmann, 71 I., Zürich. — Mathilde Schwarzschild geb. Fleischmann, 75 I., Würzburg. — Meinhard Sternberg, 21 I., Anrich. i. Feld. — Josef Spitz, 62 I., Beutheil. — Louis Leser. 53 I., Sondershausen. — Justizrat Notar Salti Wolfen, Bromberg. — Ernestine Lewy geb. Daniel, Gattin v. Prof. I. Lewy, 70 I., Breslau. — Assistenzarzt Dr. Ernst Maas. 33 I., Stettin, i. Feld. — Selmar Kaufmann, 67 I., Magdeburg. — Hugo Lewisohn, 34 I., Charlottenbürg. i. Feld. — Ludwig Brenner, 70 I., Berlin. — Benjamin Tutenr, 71 I., Kaiserslautern. Wir bitte« unsere Leser, ihre» Bedarf unter Bezugnahme auf unser Blatt bei uusere» Jusereute« zu decke». frankfurter Israel. SkamUieublatt. r r Meinen werten Gästen und Gönnern erlaube ich mir die von meinem verstorbenen Manne hiermit toll, mitzuteilen, dass ich Herrn Julius Weiand geführten Geschäfte Kaiserstrasse 67 und Zell 97 § in der gleichen "Weise weiterführen werde Ich bitte um ferneres geneigtes Wohlwollen. G Frau Julias Weiand. G MHMNMNMINNNMNNNMi Gemälde alter feister tmd feine Antiquitäten AN- UND VERKAUF. Adolf Klein, Frankfurt am Main Tel. 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