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Neue jüdische Presse · 1916-07-07 · Heft 26 (7.7.1916) · p. Seite 6

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
14 (1916)
Issue
Heft 26 (7.7.1916)
Date
1916-07-07
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Bamffgctet ysraeMksqeS FaMlienKüki. Vir. 26. Es waren sehr erhebende Tage;'sic entschädigten mich für die Peffachtagc, die ich diesmal leider einsam verleben mußte. Mit Herrn Dr. C. unterhielt ich mich längere Zeit; ich habe ihm versprochen s. G. w. nach dem KÜege mich dem Montefiore-Verein anzuschließen. Man hat in diesen Tagen die alltäglichen Sorgen vergessen und sich wieder als Mensch unter Menschen gefühlt. Man war so recht unter den Seinen. Die jüd. Kameraden waren größtenteils Bayern, Süddeutsche und Rheinländer, die fast alle traditionell sind; cs war rin Genuß, mit diesen Leuten die Jomtoftage gemeinschaftlich, zu begehen. Auch einige Offiziere nnd Stabsärzte waren' zugegen; hier hört jedoch jeder Standesunterschied auf. Wir verabschiedeten uns alle mit dem Wunsche, die nächsten Feiertage s. G. >v. bei unseren Liäben zu Haus in Scholaiun zu begehe». Julius Lewin.!; I.: I Gebet einer Mutter. Mein einziger Sohn, inein teures Kind, Du zogst in Feindesland hinaus. O, hält' ich einen Talisman, Der Dich beschützt im Kampfgebraus. Ein Amulet, das sicher führt^ Dich aus der 'heißen, wilden «chlacht. Das allen Feindeskugel» wehrt. Wenn rings Kanonendonner kracht. Und Hab' ich keins? Wenn Mutterlieb' Inbrünstig heiß zum Vater fleht. Kann nicht umsonst die Bitte sein. Dann schützet Dich mein still Gebet. Dann führe» Gottes Engel Dich Wohl aus dem blutigen Männerstrcit Und schützend gehet neben Dir Michael auf der rechten Seit: Gabriel hält zur Linken Wacht, Uriel schreitet vor Dir her, Rafael gibt im SRiufeit acht. Daß Dich nicht trifft des Feindes Wehr. Und Aber Deinem Haupte schwebt Behütend Gottes Gnadcnhand, Dann bangt mein Mutterherze nicht. Wenn Du auch, bist in Feindesland. Drunr zag' ich nicht, drum sorg' ich nicht Ein solch Geleite schützet gut. Das ist der beste Talisman, Daß ich Dich weiß in Gottes Hut. E. Höxter. Kunst «ud Lit-ratur. . Der H e r z l - W a l d. Hcrausgegeben zur zwölften Wiederkehr von Theodor Hcrzls Todestag' (20. Tamus, •21. Juli) vom Hauptbüro des Jüd. Nationaifonds. Die Schrift schildert zunächst die Entstehung der „Baumspende", aus deren Mittel» dir Aufforstung Paläsliims in Angriff genommen ist. Die Pflanzungen des univeit von Jaffa angelegten „Hcrzlwaldcs" sollen ein Denkmal für den unvergeßliche» Schöpfer der zionistischen Organisation sein, das die Dankbarkeit weitester jüdischer Volkskreisc ihm errichtet. Das Heft bespricht eingehend den hohen Wert der Anpflanzung yon Oclbäumcn, Nutz- und Zierhölzern (wie der Eukalyptus! u. a.) einerseits für die Sanierung des palästinischen K l i m a s, andererseits für das 'w i r t s ch a f t l i ch c Gcdci h c n des Landes. Aber die Pflanzungeip-der „Baumspende" dienen gleichzeitig auch dem wichtigen Zwecke, den nach Palästina cingewandcrten jüdischen Städtern den U e b e r gä n g zur Landwirtschaft zu ermöglichen. So sind die Unternehmungen der „Baumspende", die als ein Zweig des jüdischen Nationalfonds verwaltet wird, ein bedeutsamer Faktor der Kolonisation Palästinas durch Juden geworden und können es in iniiner größerem Maßstabe in Zuktlnfi sein, wenn die Sammlungen für diesen Zweck rege fortschrcitcn. Hierfür bietet sich häufig genug Gelegenheit, z. B. bei Geburtstagen, -Verlobungen, Hoch - zciteir und auch bei traurigen Anlässen ivie „Jahrzeiten" Trauerfällcn. Die Spende eines Baumes kostet Mk. 6.—, Frs. 7.50 usw. f Neuerdings ist die Einrichtung der „I ahrzeitstif - t»n g" getroffen worden, wonach sich die Verwaltung der „Baumspende" verpflichtet, gegen Einzahlung von Mk. 400.—, Frs. 500.—, Doll. 100, usw. s i c b c n z i g Jahre hindurch alljährlich einen Bau m auf den Namen eines Verstorbenen in Palästina anpflanzcn Ai> lassen und jeweils zum I a h r z e i t s t a g c eine bezügliche Ber öffentlichnng in einer jüdischen .Zeitung zu veranlassen. Man erwartet, daß die 'Jahrzeitsstiftung, die ebenso sinnig wie für die jüdische Entwicklung Palästinas nutzbringend ist, sich bald großer Popularität erfreuen wird. Zum 20. Tamus und während der folgenden Traucrwochen, die mit Tischah'-B'Aw zu Ende gehen, bietet sich Freunden Palästinas Gelegenheit, Bäume im Herzlwaldc auf eigenen Namen ,oder den eines Angehörigen zu spenden. lOffenbaeber Druckluft-Anlage I Bffanbach a. H. Telefon 183. (Anschluss mitFrankfurt). I rewfihrteste TsppfchrginfpunO (100,000 qm jährlich) I sowieunübertroffene Bettenu. Bettfedernrelnlguno mittelst Druckluft nnd Wasserdampf. Wocheir-Saleuder. (Zeitangaben nach dem Losch.) Samstag, 8 Juli (— 7. Tamus.) Sabbat-Anfang in Frankfurt a. M. 8 Uhr 45 Min. Sabbat-Ausgang in Frankfurt a M. 10 Uhr 35 Min. in Berlin 10 Uhr 28 Min. Wochenabschnitt: Bolok. — Bolok und Bileam. Bileams listiger Rat, Israel zum Abfall zu verführen, und die Folgen dieses Rates. Ans dem Prophetenabschnitt des Sabbats: „Gott hat es dir klar ausgesprochen, Mensch, was gut ist, und was Er von idir verlangt, jnämlichl: bas' Recht zw üben, Menschenliebe mit Freude zu betätigen und im stillverborgenen Wandel mit deinem Gotte zu sein." Wochengottesdienste in Frankfurt a. M. Morgens: 61/4 Uhr in den meisten Synagogen (Bockenheim, * Unterlindau 6%, Königsteiuerstr. 7H», Hauptsynagoge 7 Uhr. Abends 81/4 Uhr in den nieisten Synagogen (Bockenheim, Unterlindau 8 Uhr, Königsteinerstr. 7 Uhr, Hauptsynagoge 4 Uhr). Antiquitäten I Möbel und Meco rationsstücke ■ in allen Stilarten Ham-Spen£m Untersuchungen werden gewissenhaft and prompt ausgeführt in der ------- Goethe - Apotheke — Frankfurt a. M. Oftdarwaer 51. Ecks BomwiesenwoQ. Tal. Hansa Ml. Frankfurt am Main. Buchgasse 6. Telephon: Römer 4181. Ostendetrasse 8. Vertreter der Kohlengrosshandlung Anton Fulda. 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