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Neue jüdische Presse · 1916-06-30 · Heft 25 (30.6.1916) · p. Seite 6

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
14 (1916)
Issue
Heft 25 (30.6.1916)
Date
1916-06-30
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite L MrarMtsch« FamüienMktt. Utr. 25. fe-. 3’ ■. ■ Unklarheit der. offiziellen Bezeichnungen Ser erwähnten beiden Gemeinden zu einer ganz irrigen Auffassung des, tatsächlichen Verhältnisses zu führen'geeignet ist. Die „Galizische Gemeinde" umfaßt durchaus nicht sämtliche Galizianer im Lande der Väter/ sondern nur einen Teil und wird deshalb auch inoffiziell atz der „Drohobhczer Kaule? bezeichnet. Ein großer Teil der galizischen Kolonien in Palästina gehört zu den Kaulelim K o s sow, Wiznitz und Otthnia, die von der „Galizischen Gczpeinde" niemals Unterstützung erhielten und gegenwärtig, da ja gerade ihre Heimatgebiete im östlichen Galizien unter dem Krieg am schwersten zu leiden haben, auch von ihren Angehörigen keine Unterstützung erhalten,' deswegen der Hilfe von anderer Seite vor allen übrigen bedürfen. Diese Notleidenden vor denk Hungertode zu retten, hat sich die Hllsskommission zunächst verpflichtet erachtet. Wie mit» dem „Drohvbyczer Kaulel", der sich „Galizische Gemeinde" nennt, nicht anders verhält es sich mit der'„Oestcrr.-Ung.--Böhm.-Mährischen Jsraelitengemeinde", die sich selbst auf ihren Telegrammformularen nur als „Ungarrchrr Kaulel" bezeichnet. Allein auch die Bezeichnung „Ungarischer Kaulel" entspricht nicht vollständig der 2&irl» lichkeit, denn eine Reihe ungarischer Komitate, wie MarmaroS, Dieb'enbLrgen, Berg, sind in diesem „Ungarischen Kaulel" nicht vertreten und die Eingewanderten aus diesen Gegenden Ungarns werden von ihm nicht unterstützt. l Diese schütz- und HUflosen ungarischen' Staatsangc- ‘ hörigen aus Marinaros und Berg sind also auch ausschließlich aus-Unterstützungen der >,Hflfskommission" angewiesen. Wie die 5kuratoren der sogenannten „Galizischen Gemeinde" in Oesterreich das Anerbichen der „Hilfskommission" zu gemeinsamer Arbeit abgelehnt haben, so wurde auch von der; Leitung dieser Genwinde in Jerusalem selbst nach, einem dem hohen k. u. Mimsterium des Aeußern in Wien erstatteten Bericht des österr.-Ungar. Konsulates in Jerusalem die A n g a b c ü b e r S e el e n z a h l ihrer. Schützlinge verweigert, ohne die naturgemäß jede Beteiligung unmöglich ist. Wenn trotzdem von den Beteiligten gegen' die „Hilfskommission 1915" Beschwerden ausgestreut werden, so überlassen wir dieses Verfahren der öffentlichen Be-, nrteilung. Die „Hilsskommission" hat viele hunderte und hunderte Familien österr.-ungar. Staatsangehöriger in Palästina buchstäblich vor hem Hungertodc gerettet, und der kräftigste und schönste Beweis -ihres' segensreichen ^Wirkens bildet die Tatsache, daß unser hohes Ministerium' des Auswärtigen aus Grund , der Konsulatsberichte das Rettungswerk der „Hilfskommission" tatkräftig auch' durch einen namhaften Beitrag zu fördern unternommen hat.. Der edle .Bürgersinn, der Frankfurter zeigt sich auch darin, daß sic das jüngste Kind ihrer Vaterstadt, die alm a mater Fra nco fn rte nsis, auf jegliche Weise zu fördern suchen. Sv -hat auch jüngst ein Mäzen jüdischer Abkunft eine namhafte Summe der Universität zur Verfügung gestellt, um ihr einen Meister der Pädagogik zu sichern. So sind auch fast alle Disziplinen an der Frankfurter Universität gut besetzt. Nurein Aschenbrödel gibt es, nämlich die h e b r ä i s ch e L i t e r a t u r mit Men historischen Disziplinen, welche gar nicht vertreten.sind; — nicht einmal. ein Dvzent.'liest ein Kolleg darüber. : Zwar sind Arabisch, Syrisch, der . Koran üsw. durch einen Ordinarius vertreten; aber derselbe verstehtkein Hebräischkennt die hcbr. Literatur nicht und liesh^äuch nicht einmal Mer Anfangsgründe der hebt. Grämmätik Und gar die reichhaltige neuhebräische Literatur ist ihm terra incognita. - - - - .Alle großen, Universitäten zeigen Kollegien inr Hebräischen, >— nur Frankfurt mit seiner berühmten, jüdischen Geschichte ignoriert das Hebräische Weshalb? Aneinem würdigen Vertreter fehlt essicherlich nicht. Oder fehlt es an Geld? Da sollte es doch auch noch einen Mäzen in Frankfurt geben. - . ie. 6. m; b. H. Kohlen - Koks - Brikets Nene Mainzerstr. 16. Tel. Hansa 8068/69. MT* Neu eröffnet! “»■ Hotel Johenzollem“, Frankfurt i. H. —-direkt am Hanptbahnliof- Mod. Hotelscböpfnng Jedes Zimmer Äk. 8.—. Einheit!. Logispreise. Im Wein-Saloo: Mittag- und Abendessen an kleinen Tischen. --Weingross handlang.- Leitung: Hermann Hengst. ■V* Neu eröffnet! Restaurant „Meraliof“, Frankfurt o. 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