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Neue jüdische Presse · 1916-06-23 · Heft 24 (23.6.1916) · p. Seite 6

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
14 (1916)
Issue
Heft 24 (23.6.1916)
Date
1916-06-23
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Nr. 24. Erik € wärme den Körper, mache das Gesicht strahlendvermehre . das...Mienna:anid-töte die Akinwesen (Kinim)'in hen'Därmen. Deswegen Mhrte auch^ der. Prophet Esra den Brauch . ein>4Laß man amSabbathvorabende Knoblauch, genieße (ibids). ' - " . ’ ' , - ■ Run teilte vor kurzein Dr. Marcovici in der Wiener klin. Wochenschr. Beobachtungen aus dem Felde mit, nach denen der Knoblauch ein, vorzügliches Mittel sogar gegen infektiöse DarmerkrmikungeN sei, wie z. B. Lei Ruhr und Cholera. Kombiniert mit Salol wird sogar ein Präparat „Allphen" hergestellt, welches Hervorragendes bei den genannten Wffektronen leisten soll. -Aber die Hauptsäche bei dieser Mimbination bleibt doch der Knoblauch, demr er enthält'ja Las wirksame Agens. Da scheinen doch die alten ,Lnoblauchsudcii" recht gehabt zu haben, wenn-sie bei jeglicher. Darmerkrankuug, sogar der größeren Kinder, altbackenes Häusbrot mit Knoblauch und Salz fest zu bestreichen und es den Erkranktet, zum Verzehren zu geben pflegten. M half auch meist." Kunst und Literatur. Gedenkblätter zur Erinnerung an das 175jährige Jubiläum des Wohltätigkeitsvcrcins im ehemaligen Amt Starb:nbürg (Sitz Lorsch) 1739—1814. .Bon Dr. Phil. Moritz Mainzcr-Frawkfurt a. M. Diese Gedeickblätter stellen eine sehr verdienstvolle Arbeit dar. Denn ums ihnech weht der starke Geist der alten treu-jüdischen, Familiengeschichte, der heute mehr denn jemals von Bedeutung für unsere jüdische Gegenwart ist. Im Rahmen einer Bereinsgeschichte spielt sich hier ein Stück Lüden und Sterben einer kleinen Landgemeinde vor uns ab, wie sie für die vergangene Zeit typisch ist. Darin liegt auch der besondere Wert dieser Arbeit, daß sie in der Darstellung der beschichte eines Wohltätigkeitsvereins, wie sie zu Hunderten im 18. und 19. Jahrhundert in Deutschland blühten, die'typischen kulturhistorischen Züge der jüdischen Landgemeinde aufweist. Wir sehen hier, wie das jüdische Leben noch im Mittelpunkt alles Denkens und Schaffens unserer' Ahnen stand, wie ihneinkein Gegenstand zu gering und keine Mühe zu groß schien, wenn das innere jüdische Leben, das echter Menschenliebe und edlem Wohltun geweiht war, dadurch gestärkt wurde. Die Lokalgeschichte, die auch dem genealogischen Forscher viel Material bietet, wird hierdurch Beitrag zur inneren Kulturgeschichte der deutschen Juden in den beiden letzten Jahrhunderten. - Wir erfahren, wie wenig vereinsmäßig dieser Verein geleitet, wie seine Sitzungen ohne Protokoll geführt wurden, wie aber trotzdem der Zweck des Vereins) die Liebestat selbstlos geübt wurde. Wir lernen die bescheidenen Freuden der deutschen Landjuden kennen, die aber doch in ihrer Schlichtheit und Einfachheit tief ans Herz griffen. Die ganze entwürdigende Rechtlosigkeit unserer Wtvorderen. empfinden wir beim Lesen dieser Denkblätter, den» nicht , einmal das Begräbnis wurde diesen Ausgeschlossenen ohne Zollhinterlegung gestattet. Die Bereinssatzungen waren 32 Paragraphen, entsprechend der Zahl des Werkes „lciw". Bon 14 Männern wurde der Verein begründet, vielleicht hinweisend auf „jad", das 'tatvolle Handänlegen damit bezeichnend. Alt und Neuvorsteher leiten die Vereinigung uiid haben auch das Recht der Strafverhängung. Der Verein, der als Krankenpflege und Beerdigungsverein begründet wurde, erweiterte später seine Ziele durch Angliederung eines Brautausstattungsvereins und wirkt aüjch lin dieser Hinsicht sehr segensreich. Er war wohl der vornehmste und tätigste Verein der Zeit, und alljährlich auf dem Brudermal halt auch die Freude in dem Kreise der Mitglieder Eiitzug, und der silberne Pokal, mit den Sternbildern und Dmblemen der jüd. Stämme reich' verziert, macht die Runde. Alles in allem, eine sehr fleißige, interessante und gehaltvolle, Arbeit, die uns aus dem damals kraftvollen jüd. Landleben, die alte längst verklungene Zeit wieder hervorzaubert mit all deren Leid, .aber auch ihren stillen Freuden. W. Krieg und Judentum von Dr. I. Wohlgemnth. 40 Seiten. Frankfurt a. M., Agudas Jisroel-Jugendorganisation. Die Schrift bietet in übersichtlicher Form eine Darstellung der Militär- und Kriegsgesetze des Judentums, führt den Nachweis, daß die jüdische Kriegsgesetzgebüng und Kriegführung vom Geiste wahrer Menschlichkeit getragen war und erörtert die Frage, welche Beurteilung der Krieg vor dem Forum der jüdischen Anschauung findet.. Probe aus Wohlgemuth „Krieg und Judentum": Seite 12. Zu einer vollen Würdigung dieses Gesetzes, das den Schutz der Fruchtbäume proklamiert, gelangt man erst, wenn man dieser Schonung fruchttragender Pflanzen bas Verfahren'der Babylonier und Assyrer, wie es uns durch Ausgrabungen bei Ninive bekannt geworden ist, gegennberstellt. Da lesen wir in Keilinschriften (Keilinschriftliche Bibliothek, Band III, S. 169): „Balken von Zedern ltnb Zypressen schlug ich nieder" oder „Seine Gärten hieb ich nieder, und—seine Dattelpalmen, die im Hauptpark seines Landes standen, hieb ich um." ... Unter den Belagerungsgesetzen des Judentums leuchtet noch eine andere Bestimmung durch den ihr innewohnenden Geist der Humanität hervor, die in den Kriegsgesehen keines Volles des Altertums oder der Neuzeit ihresgleichen hat. Eine belagerte Festung durste nicht gänzlich) zerniert werdest, sondern durste nur von drei, Seiten umschlossen werden. Die vierte Seite musste offen bleiben, damit diese Kucke in diesem Umschließungsgürtcl jedem, der fliehen und sein Lüben retten wollte, die Möglichkeit dazu gewährte (Maimostides, Hilch. Melochim 6, 7). Mitteilungen.des Verbandes der jüdischen Jugeudvereine Deutschlands. Seit Ausbruch des Krieges ist zum ersten Male wieder ein Heft erschienen. Aus den einleitenden Worten des Verbandsvorsitzenden, Dr. Alfred Apfel, seien hier die folgenden wiedergegüben : . . Wanstmt» Mraellttsch« FüMüittMM. ,Ms isd .stpch nicht die Zeit, in. scharf ünrrisseneu 'Worten darzulegen, ob und worin wir unser Programm 'andern müssen. ■ . Wir wissen — leider —.noch nicht, wie sich die politische Lage gestalten wird, und'— leider — wird dem deutschen Judentum, ob durch eigne Schuld oder nicht, muß jetzt dahingestellt bleiben, kein allzngroßer Einfluß auf die zukünftige Lage möglich sein, «bwohldas Schicksal von' Millionen Juden auf dem Spiele steht. Wir tvisscu auch nicht,' wie sich die inncrcil jüdische» Verhältnisse nach dem Kriege, gestalten. werden. Mer tudieser Hinsicht winkt uns zweifellos eine bedeutsame, ja ausschlaggebende Rolle. Ich weiß, daß ich unser aller Dolmetsch bin, wenn ich! sage: So wie frü!her wollen wir den inn.erjüdischen Kamps nicht. Es darf als absolut sicher angesehen werden, daß di e j ü d i s ch e I u g c u d D e u t s ch l a u d s unter den äußeren und seelischen Einwirkungen der Zeitgcschchuissc in höherem Maße als bisher bewußt jüdisch geworden ist. Sic wartet mit Sehnsucht auf die, die diesem Bewußtsein den befreienden, lebendigen Inhalt 'zu geben habe». Wir. sind die letzten, die in Zukunft cntwicklungsfördcrnde Geisteskämpfe meiden wollen, — ob aber die Gegner von gestern in gleichem Maße mich: die Gegner von heute und morgen sein müssen, erscheint uns um' so fraglicher, als doch die eine Tatsache nicht zu leugnen ist, daß die jungen Inden aller Richtungen sich mit ihrem ganzen Ich der Sache des Vaterlandes gewidmet haben." IO ffenbacti er Druckluft-Anlage I SHinbach ». ü. Telefon 123. (Anschluss mitFrankfart). I Bewährteste TapDlCbrelnlonng (100,000 qm jährlich) ■ sowie unübertroffene Bettenu. BettfadarnrelnigunQ mittelst Druckluft und Wasserdampf. aMH Wochen-Salender. (Zeitangaben nach dem Losch.) Samstag, 24. Juni (— 23. Siwan.) Sabbat-Anfang in Frankfurt a. M. 8 Uhr 50 Min. Sabbat-Ausgang in Frankfurt a. M. 10 Uhr 40 Min. in Berlin 10 Uhr 35 Mm. Wochciiabschnitt: Kaurach.— Die Empörung Kanrachs uird seines Anhangs. Die Seuche. Der Stab Ahrous. Einsegnung des Monats Tamus -(Rausch-Chandesch: Samstag, 1. Juli, Sonntag, 2. Juli). Wochengottesdienste in Frankfurt a. M. Morgens: 61/4 Uhr in den meisten Synagogen (Bockcnheim, Unterlindan 6%, Königsteinerstr. 7Va, Hauptsynagoge 7 Uhr. Abends 8>/i Uhr in den meisten Synagogen (Bockcnheim, Unterlindau 8 Uhr, Königsteinerstr. 7 Uhr, Hauptsyuagogc 4 Uhr). Spende«. Bei der Nationalfondskommission (I. Hciinan», Zeil 21) gingen ein: M. Levigard und Frau anl. Barmizwo ihres Sohnes Joseph 20.- Mk. P a l ä st i n a - R 0 t st a n d s - A k t i 0 n. M. W. 20.— Mk.; N. N. 20.— Mk. Büchseuleerun g. Lud. Baer 5.20 Mk.; Max Grüiwaum 4.— Mk.; Dr. Katzenstein 4.28 Mk.; Jot 8. Opvenheimer 3 50 »H f.; M. £. Ettlingcr 3.78 Mk.; Pension .Kahn 2.36 Mk.; Michaelis 1.— Mk.; Brach 1.— Mk.; Dr. Steura —.83 Mk.; Sam. Simon 3.— Mk. P al ästina-N0 tsta nds-Akt io n. Salomon Wolfcrs 10.— Mk.; Frau Marchand 1.— Mk. Büchsenlccrung. Fromm, Licbigstraße 7.72 Mk.; Frau Dr. Horovitz 4.80 Mk.; Fritz Sondh'eimcr 13.'22 Mk!; Js. S. Nußbanm 3.— Mk.; Frau Karoline- Hamburger 9.50 Mb; Ptaschuik 1.96 Mk.; Frau E. Seligmann 6.— Mk.; Dr. Rothschild 4.24 Mk.; Frau Dr. Liebermann —.60 Mk.; Alsted Pick 17.50 Mk.; Dr. May 1.02 Mk.; Joel Ginsverg 1.93 Mark; Frmr Schweriner 2.55 Mk.; Klibänsky 1.— Mk.; H. Feldmann 1.30 Mk.; Alex Gießen —.86 Mk.; H. Sommerfeld 1.82 Mk.; Max Freimark 3.50 Mk.; S. H. Goldman» 4.50 Mk.; Weil. Merzbach, —.50 Mk.; B. Bamberger 1.10 Mk.; Frau Dr. Homburger 2.34 Mk^ Isaak Goldschmidt l.82 Mk.; M. R. —.30 Mk.; Familie Ehrlich 3.15 Mk. Beim Franks. Jsr. Familienbl. gingen ein: Fritz Milner 1 Oelbanm auf den Namen seines Vaters Wolfs Milner 6.— Mk. Nati 0 n. - F 0 nds - Spcnde. Jakob und Fränze Schiratzki danken Herrn und Frau Carl Haas-MarbUrg für Glückwünsche —.50 Mk.; dieselben danken Lehrer Rosenherg-Bierstadt und bitten wegen Verrzögerung um Entschuldigung 2.— Mk.; S. H. Goldmann gratuliert Familie Levigard u. Jos, Oppenheimer 1.— Mk. Oelbäum-Spende. Lehrer I. Schiratzki zum Geburtstag s. l. Frau Franz:, aus deren Namen 2 Bäume 12.— Mk.; derselbe dankt Lehrer A. Strauß-Marburg anläßl. s. Vermähl, l Baum 6.— Mk. Propaganda-Fonds. Ers.-Res. Schiratzki-Göttingen dankt der Zion. Vercinigg. f.Deutschland für „Treue" u. „Rundschau" 5.— Mk. Palästina Hilfs-Fonds. Ers.-Res. Schiratzki und Frau anläßl. ihrer Vermählung 10.— Mk.; Dipl. Händelslehreriu Berta Schiratzki 10— Mk. ' Astüdäs Jisroel. Lehrer-Schiratzki und Frau danken für Glückwünsche durch Telegrammablösungen 5.— Mk. Krankfnner Famtliennachrichte«. Geboren. Eine Tochter Norbert Mayer (Bischheil»), . Slernstr. 44. , Barmizwo s. David Ratzker, Uhlandstr. 31, Synagoge Friedberger Anlage. — Hermann Hirsch, Allerheiligenstratze 65, Synagoge Börneplatz. Gestorben. Jdä Stmnm geb. Jscnberg, Wwt., 58 I. — Moses Martin Schwarzschild, 80 I., LeerbaUH^ 10.' — Herz Marbtirgcr, 66 I., Friedbcrgerlandstr. 21a. — Moritz Grünbanm, 58 J„ Königswarterstr. 13. AnswSrtiae Familiennachrichte». Geboren. Ein Sohn Berthöld Strauß (Siegel), Mannheim. — Dr. Leopold Weil (Pasch),' Charlottenbnrg. Eine Tochter Edgar Fnld (Warschauer), Amsterdam..— Carl Schiff, Höchst a. M. — Emil Groß (Hermann), München. — Dr. Franz Steinitz, Breslau. Verlobte. Margot Timendorfer, Berlin mit Theodor 'Roscnthal, Breslau.: — ErnaSelow, München mit Moritz Jsraelski, Bischöfsbürg. — Gertrud Fraenkel,. Berlin mit Josef Prinz, Oppeln. — Rosel Grünebaum, Wenkheim mit Jacob . Rosenthal, Tauberbischofsheim/Schwäb. Hall. — Berthe! Freund, Karlsruhe mit Leutnant Ernst Beer, St. Ingbert. ( G c st 0 rb e 11. Otcsper Cohn, 64 I.; Sanitätsrat Dr. Leopold Lange; Sophie London geb. Witkowski, 84 I.; Fanny Heymmin geb. Hauff; Lina Engel g'eb. Braun, 68 I., Berlin. — Siegln. Ktigelmann, 54 I., Holzmindcn. Fritz iGraetzer, Sigismund Cohn, Berlin,, i. Feld. — Hosbnchdrucker Theodor Gotthelfft, 66 I., Cassel. — Amalie Sonneborn geb. Bacharach, Marburg. — Martin Meyer- Ball, Posen, i. Feld. — Martin Schlachjn, Guesen, i. Feld. — Curt Jacoby, Bromberg, i. Feld. — Maschen Hermann geb. Berberich, 41 I., Höchst i. Odenw. — Jakob Emden, 74 I., Hamburg. — Salo Goldstein, 66 I.; Isidor Lewy: Max Heymann, 76 I., Berlin. — Kultusbcamter Wolf Rnszeßky, 62 I., Festenberg i. Schk — Hirsch Apfel, 87 I. Mainz. — Johanna van Holland geb. Moritz, 68 I-, Köln. Eingesandt. Unter ber an und für sich ungenügenden Versorgung der Stadt Frankfurt mit landwirtschastlichen Erzeugnissen haben die jüdischen Familien, soweit sic rituelle Küche fuhren, am schwersten zu leiden. Der Bezug der preiswerten städtischen Fleisch-Dauerwaren und Fette bleibt ihnen versagt, Speiseöl und Pflanzenfett, ebenso koscheres Rinderfett fehlen fast gänzlich und die Preise für Fleisch, Eier und Käse sind für weniger Bemittelte unerschwinglich geworden. Ferner macht sich auch die Milchknappheit sehr fühlbar. . Abhilsmaßregeln, die einer Unterernährung vvrbengen sollen, sind gewiß dringend erforderlich. Sollen fte jedoch auf die Dauer wirken, kann dies nur durch eine sachgemäß dnrchgefiihrte Selbstversorgung der großstädtischen Bevölkerung erreicht werden. In dieser richtigen Erkenntnis hat auch die Franksiirter Stadtverlvaltuvg die Einstellung von 500 Schtveiueu zwecks Mästung und 800 Kühen zur Versorgung der städt. Milchküche, sowie die Einrichtung einer umfangreichen Kauiuchenfarm beschlossen. Seitdem die Stadtverwaltung die Küch:nabsälle durch eigene Wagen sammeln läßt, findet die hierbei in erster Linie in Betracht kommende Füttcrungsfrage eine bequeme Lösung. Diese Einrichtung ließe sich auch zum Nutzen der israelitischen Genieinde ausgcstaltcn. Vor allem wäre die Einrichtung einer nnifangreichen G c f l n g e l f a r m (Zucht- und Mastanstalt), ferner das Ein stellen von Milchvieh zu „empfehlen, wobei in erster Linie Ziegen in Frage kämen, .weil sie leichter iu ausreichender Alnzahl zu beschaffen und anspruchslosein Bezug aus Fütterung sind. . Die allgemein verbreitete Ansicht, daß Mastgeflügel nur sür die Küche des Wohlhabenden in Betracht kommt, bericht auf der Tatsache, daß die Verkaufspreise für Mastgeflügel infolge des verhältnismäßig geringen Angebotes und der starken Nachftage seit jeher auf einer Höhe, gehalten wurden, die durchaus nicht angemessen war und sich während des Krieges geradezu niärchenhaft steigerte. Es ist zu berücksichtigen, daß sich beim Geflügel' schon bei Vcrfütternng von K,'iichpnabfälle innerhalb 5 Wochen eine Verdoppelung des Körpergewichtes erzielen läßt, so daß die Geflügelmast recht lohnend ist, selbst wenn der Berlaufspreis dem in Frjedenszeitcn üblichen entsprechen würde. Dabei ist die Einrichtung der Älnlage weder sehr kostspielig noch bedars sie allzu langer Vorbereitungen. Die Anlage wird auch in Friedenszeiten ihren Wext beibehalten, zumal bekanntlich alljährlich unzählige Millionen für Eier und Mastgcflügcl ins Ausland wandern,' der deutsche Landwirt nach alter Gewohnh.'it nicht mehr Gesliigcl -zu halten pflegt, als ec zur Deckung des eigenen Bedarfes benötigt. Während der Jude als Handwerke: nur in seltenen Fällen eine wirklich gute Existenz zu finden vermag, könnte er sie hier nnzweiselhaft.finden, und zwar zum Nutzen für die gesamte deutsche Volkswirtschaft. In Anbetracht der günstigen Aussichten, die Kleintierzucht und Gartenbau in de: Nähe der Großstädte für Erwerbszwecke bieten, wäre es daher ratsaüi, di: Anlage durch eine Lehranstalt zur Ausbildung von Israeliten auf den erwähnten Gebiete u zu ergänzen. Manchem aus dem Kriege heünkehrenden Kämpfer jüdischen Glaubens, der seinen früheren Berns nicht mehr ausznüben vermag, könnte.durch entsprechende praktische Ausbildung der Weg hü einer sicheren Existenz gebahnt werden J.>Baner. Briefkasten. T Major R a y n a l, der tapfere Verteidiger der Feste Vaux, ist Jude. Ek ist ein Verwandter. des stühereu Ministers Jaqucs Raynal. Interessant ist die Mitteilung einer Stockholmer Zeitung, der englische Jhdmiral Jellicoc sei Jude;'Verwandte von ihm wohnten in Schweden. -Scki iSülH'

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