Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 14 (1916)
- Issue
- Heft 16 (28.4.1916)
- Date
- 1916-04-28
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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■BUH— ocuc * Mcmrsürrer ysrstmnryev MMiieiUküu. t_n Nr. 16. Vergegenwärtigen wir uns zuerst das Gebot selbst! „Uiib Ihr sollt Euch zählen vom Tage nach dem Feiertage, vom Tage, da Ihr bas Omer darbringct; sieben vollkommene Wochen sollen es sein. Bis zum Tage nach Vollendung der siebenten Woche sollt Ihr zählen fünfzig Tage und ein neues Speiseopfer Gott darbringen." An der zweite» Stelle Heißt es (V, Kap. 17): „Sieben Wochen sollst Du Dir zählen : wenn die Sichel anfängt in der Saat, sollst Du anfangen, sieben Wochen zu zählen. . Und Du sollst ein Wochensest feiern Der Anfang des Zählens der sieben mal sieben Tage wird auf dreierlei Weise bestimmt. Es ist 1. der Tag nach dem ersten Pessachfciertag, 2. der Tag des Darbringcns des Omer, 3. wenn die Sichel anfängt an der Saat. Der Schluß des Zählens wird gegangen: 1. mit dem neuen Speiseopfer, 2. mit dem Wochenfeste. Das Omern findet also seine zeitliche Begrenzung erstens durch den Beginn der jGerstencrnte, wie schon sein Name besagt, die mit dem Omeropfer geweiht wird, und am Schluß mit dem neuen Speiseopfer von der Weizenernte, und zweitens durch das Pessach- und Schewuausfest. Wie der Mensch aus Körper und Seele besteht, wie das ganze menschliche Lüben das Durchdringen des körperlichen Daseins mit den Aufgaben per Seele bedeutet und in dieser Durchdringung erst seinen besonderen Wert erhält, der ihn nicht nur .an die.Spitze aller Erdenwesen stellt, sondern chn als mit göttlichem Ebenbild crsüllt, als selbständige Gattung weit Wer das Tierreich erhebt, so ist es auch mit jallen Einrichtungen unserer heiligen 'Religion. Denn der Weltenschöpfcr weiß, daß bei allem Schwünge himmelwärts wir von Speise und Trank, von allem Irdischen urrs nicht losreißen können, denn sein heiliger Wille hat es so bestimmt. Auch Frühling, Sommer und Winter, Werden, Reifen und Vergehn, das Gesetz in den Erden-Wcltenlauf cingespaunt, regelt all unser Wirken. Erkennen wir .diesen Wechsel im Leben als seinen heiligen Willen an — so sehr er uns nebst Freude. auch! Schmerz bereitet —, so sind wir schon auf die Stufe des Tleberwindens des Zeitlichen gestiegen. Wir treten in die Sphäre des.von der Erdenschwere befreiten Geistigen, der Religion, der. Ewigkeit ein. Von Säen und Ernten kann der Mensch sich! nicht losringen ,(auch' das lehrt uns Pas Kriegsjahr handgreiflich). Stellen wir die Befreiung der Erde vom Winter, die Frühreife und das Hinanrcifcn zur vollen Ernte — wie zählt der Landmann die Tage, daß nicht übermäßige Nässe, Trockenheit oder Hagelschlag seine Hofftiung zerstören! —, stellen wir mit unserem Opfer das alles in Gottes Hand, hoffen wir auf ihn in jubelndem Vertrauen, so haben wir den ersten Schritt zur religiösen Welterkenntnis getan. Omer. Bikurim, Lulow sind Symbole der Gott geweihten Jahresfeste. < Aber Blühen, Reifen und Vergehen auch, der Nationen ist in seiner Hand. Und wir Juden wissen, daß. als Gott den Völkern ihren Besitz zuteilte, er die Menschen trennte, setzte er die Grenzmarken der Nationen nach der Zahl der Kinder Israel. Unsere Volkswerdung, unsere Volksreife, auch unser Bolkssiechtum ist die Richtschnur seines ganzen Weltplans, — nicht um niiserwillen allein, sondern. weil wir allen seinen Menschenkindern zum Segen werden solle». Unseren Volksfrühling feiert Pessach, da das über Aegypten einbr«hende Verderben unsere Häuser übersprang, weil die zarten Keime, die sich durch das' göttliche Gesetz erst ausreifen sollten, in der jüdischen Volksseele! verankert lagen. Aber die Reise begann erst mit der Gesetzgebung am Sinai. Denn jetzt erst nach sieben mal siebentägiger Gewöhnung an Gottes väterliche Führung war das Volk reif und bereit, seine gewaltige Aufgabe zu übernehmen, um derctwillen nur es aus Aegypten befreit war. Um diesen Angelpunkt seiner Weltsendung dreht sich die jüdische Geschichte,' dreht sich dir Existenzberechtigung des jüdischen Volles. Das Sitteugesetz und. feine Folge für die besondere Volksausgabe der Judenheit, um. deren 'Majestät wlllen die ganze Welt und unser Volk geschaffen, zwingt Welt und Israel in seine Fesseln. Können Welt und Israel ihre Aufgabe nicht erfüllen, so sind sic dem Untergang geweiht, weil wert- und sinnlos. Das bedeutet das Midrachwons: Kofar Elaukim Har Gejiijrs. Mit der Thora leben wir, ohne sie sterben wir, und die Befreiung aus Aegypten hätte ihren Zweck verfehlt. Pessach ist ein Torso ohne Schcwuaus, den Tag, da uns unsere Thora gegeben wurde. Ein Volksleben ohne Inhalt ist nicht des Bestehens würdig. Mer Stufen führen hinauf zur Höhe der Vollendung. Vom Omertage der Frühreife bis zum Biknrimtage, da die Märkte prangen von den Erstlingen aller'Gattungen der Landwirtschaft, vergehen dem Landmann sieben Woche» bangen und doch freudigen Harrens. In dieselbe Zeit spannte der Schöpfer der unbegreiflichen Harmonien in deui Meere widerstreitender Weltgewalten die erste Reifung der -Auswanderer aus Aegypten ein, bis sie fähig waren, Ohr und Geist der Herniederlajsuiig der göttlichen.Geisteswelt' auf die Erdenwelt zu lechen. In sieben Wochen, 49 Tagen stieg es von Stufe zu Stufe, und so reifte Pessach dem Schcwuaus zu, die Bollserstehung am Pessach wurde erst zur weltgeschichtlichen Tatsache ain Schewuaus. Dieses Heranreife» zu -unserer Volksausgabe lehrt uns das Omern in .jedem Jahr. Nicht so leicht ist diese Aufgabe; in 49 Stufen müssen -vir zur Heiligung unseres Volkskörpers hinanklimmen. Ebenso viele Arten der Trübung unserer Aufgabe hatten wir 'damals, habe» wir stets wieder abzustrcifen, ivenn ivic unserer Volksausgabe treu bleiben wollen, den Völkern den Segen zu bringen, der schon Abraham bei seiner Berufung versprochen worden ist. Dann soll der Völlermorgen kommen, an dem sie unsere scheinbar so hoffnungslose Hingabe segnen werde». Aus unserer Bolksreise entsteht dann die herrliche Reife der gesamten Erdentwicklung, daß ^>lle Völler Gott und seinem heiligen Willen huldigen. . So zählen wir denn, entsprechend den Bestimmungen der heiligen Schrift, beiin Omer» nicht nur die Tage der von Gott abhängigen Erntereifnng, nicht nur die Stufen Unserer eigenen Reifung in der Wüste, wir zählen zuckenden und hoffenden Herzens die Jahre bis zum Maientage der ganzen Welt. Jetzt lesen wir den Psalm 67. „Dem Siegverleihcr — in Klängen ein Prcislied! Gott gebe uns Gnade und Segen, lasse sein Antlitz bei uns leuchten — Selah. Damit man erkenne ans Erden Deine Wege, bei allen Völkern Dein Heil. Einst loben Dich die' Nationen alle. Es werden sich freuen und jubeln Nationen, wenn Du die Völker in Grobheit richtest, und die Völker auf Erden geleitest, dann loben Dich, die Völker o Gott, loben Dich! hie Völker, — Selah sie alle. Die Erde gibt ihren Ertrag — dann segnet uns Gott, unser Gott. Dann segnet uns Gott, und cs ehrfürchtc» ihn älle Enden der Erde!" Die Vollendung der sinaitischcn Gesetzgebung, die Frucht unseres Erdcnwirkens, zu ihr wollen wir und die Erde durch sieben mal sieben heilige Entwicklungsstufen heranreffen. Wenn wir zu diesem Ende uns strebend stets bemühen, dann können wir und die Welt von alle» Schlacken befteit werden. Das Omern. ist, das lehrt uns dieser wunderbare Psalm, der Wegweiser zur Vollendung der Erdenreffe. Dann erst gibt die Erde ihren Ertrag! Mit den Omertagen sind wehmütige Erimrerungen aus unserer Leidensgeschichte verknüpft. Jedes ideale Streben auf dieser Welt verlangt Opfer, — und so gehört diese Wehmut nicht nur zeitlich, sondern innerlich zu den Omertagen. Zu dem großen erhabenen Endziel der Erdencntwicklung reifen wir nur durch schwere Leiden heran, die wir jetzt schon m {euren wähnen. .,Mi jittein“, möchten wir sagen; andererseits erstarrt, unser Herz, unser Ilnge scheut sich, die Wehen der menen Zeit zu sehen. Wirlebe» und finden in Gottes Beistand die Kraft des Tragens und Höffens. Und wir schließen deshalb wöchentlich den Sang unseres Kampfes und ■ das Preislich _ unseres Zieles: Esri meiirn Haschern auseh Schornmojira Weorez . T. Ifpq m a« Erlanger Nachf. H Arainer Kalserliofstr.14 ■ Waschen, Färben und Faponn/eren alter Art Herren- und Damenhüte. ■ — Abholung nnd Lieferung frei ins Haas. - Aus Feldbriefen. Pesach im Felde! Der zweite Pesach im Felde! Wer hätte in den Augusttagen 1914 wohl gedacht, daß. wir das Fest unserer Freiheit auch nur eininal unter hem drückenden Joche des Weltdramas begehen müßten? Wieder ist menschliche Voraussicht geschlagen, und schon ist der zweite Kriegspesach mit rotem Griffel in die Analen unserer Geschichte eingezeichnct. Und in dem Maße, wie die gierig leckende Kriegsflainme um sich griff, hat sie auch immer weitere Kreise unseres nnd unseres engeren Volkes ihrem verheerenden Werke dienstbar gemacht. Konnte vergangenes Jahr der Sedcr meist noch an der gemeinsamen Tafel unter Wahrung seines ihm eigenen familiären Gepräges gefeiert werden, so hat er sich dieses Jahr zu einer Massenfeier ausgewachsen. Dabei ist noch zu erwähnen, daß die Teilnehmer unserer Feier, die sich in deni freundlichen französischen Grenzstädtchen zusainmenfande», aus einem Frontabschnitt kamen, ber zwar gegenwärtig bedeutsam ist, aber seiner Fläche nach kaum Groß- Franksurt glcichkommen dürste. Es ist eine alte Wahrheit, daß der Mensch ein-Produkt seiner Umwelt ist, und es' wäre mit' ein menschlicher Zug gewesen, wenn der innere Charakter unserer Feier cttva durch den Zufall beeinflußt wäre, daß sie rein äußerlich, unter dem Zeichen einer Kinovorstellung. stand. Denn Kopf an Kopf saß die dichtgedrängte Menge im Znschauerranm eines großen Kinvtheatcrsaales, und gleich! einem von der Projektionsfläche befteiten nnd zu Leben gewordenem Bilde stand der reichbeladene Sebertisch Sinnverlorene Momente gaukelten Bilder aus dem Shylock v. Krakau vor das Auge. Das Mariwgebet, von einem Berufschasan in zartwarmen Töne» vorgetragen, bildete die Einleitung. Als Schwerpunkt des Mends folgte die gehaltvolle Festpcdigt des Feldrabbiners Dr. Salzbexger, dem «auch! für das sonsttge Gelingen der Veranstaltung der Hauptdank gebührt. Sinnreiche Gedanken hat er ans dem Schachte seiner Gcisteswelt .geschürft und mit brausender Seelenflut wie, ein spielerisches Feuerwerk' über die andächtig lauschenden Zuhörer hingegossen. Von dem Ansspruche Josuas in der Häftarah des ersten Pesachtages „Gehörst Du uns oder unseren Feinden" ausgehend, führte der Redner aus, wie die ganze Welt in zivei feindliche Lager gestaltet sei. In .diese Atmosphäre .trete dem göttlichen Engel in her erwähnten Häftarah gleich das Pesachsest Und breite für einen Moment Vergessen .über das uns .umtosende Meer von Schrecknissen aus. Und wie zeichnet sich' dieser Abend von allen anderen aus? Kann diese Frage jemals berechtigter sein wie in dieser lcidcrfüllten Zeit? Was wir an sonstigen Sederabenden nur schaurig in Gedanken erlebten, wird heute zur Wahrheit. Aber was heute Erlebnis ist, wird auch wieder zur Erinnerung werden. Unmittelbar der Predigt schloß sich der erste Teil des Seders an, in gemeinverständlicher Erklärung vorgetragcn. In den mitgebrachten. Kochgeschirren wurde alsdann die Mahlzeit verabreicht. Ganz besonders sei dabei hervorgehoben, daß die rühmlichst bekannte Frankfurter Fürsorge reichlich für Wein, Mazzoth und sonstigen verschiedene» „Frontverbesserungen" eintrat. Der gemeinschaftliche Gesang einiger Sederlicder beschloß die in unserer Erinnerung wohl noch lange nachzitternde Feier. W. H. Cafe Kaisergarten am Opernplats Erstklassiges Eamilleii-Cate Jeden Nachmittag Ton 4 bis 7 Uhr nnd Abend von 8 V* Uhr ab IB* ELiinsti er-g.onzert. *■» Kunst und Literatur. I s r a e l i t i s ch e s H e 1 d e n t n m und K r i e g s f r ö mm i gleit im Alten Testament von Hermann Gunkel. 52 Seiten. Mk. 1,50. Göttiugeu, Bandenhoeck-Ruprecht. Für Gunkel ruht nicht Gottes Hauch auf den Blättern unserer Bibel. Wie ein kalter Anatom handhabt er sein kein Hindernis achtendes Messer des Krittkers. Und sein Messer löst mit kühnem Wagemutalle Schwierigkeiten. Doch in der vorliegende» Arbeit sucht Gunkel' nicht nach! den trennende», sondern nach den verbindenden Fäden des Bibellvortes nnd zeittgt so Ergebnisse, die auch für uns, denen das Wort der Bibel das Wort Gottes ist, beachtenswert sind. Es mangelt bei uns Juden sehr stark an dem Verständnis für die Heldenhaftigkeit des jiidischeil Volkes, — Nnd dieses Verständnis wäre für die eigene Selbstachtung doch so notwendig. Schon im Bibelunterricht wird es in einem längst chronisch gewordenen Schematismus versäumt, das Heldentum des jüdischen Volkes hervorzukehren. Da gibt nun Gunkel recht beachtenswerte Hinweise. Freilich geht cs nicht ohne .Seitensprüngc aus 'seine bibelkritischen Besonderheiten ab. So Seite 16, wo er die Offenbarung ani Berge Sinai mit einem „Vulkanausbruch", dem „Gewaltigsten und Furchtbarsten",' mit dem sich Gott dem Menschen offenbart, erklärt. Wie leichtfertig übrigens diese Herren Bibelkritiker sind, sei an einer Stelle gezeigt. Seite 46 schreibt Gunkel: „Und auch die Hoffnung fehlt nicht, die allzu menschlich ist: einst werden die Juden den Spieß umdrehen und die Bedrücker selber bedrücken! Eilest wird sich der Fuß der Frommen baden in der Gottlosen Blut (Psalm 58, 11)." Psalm 58 ist -rein persönlich, der Psalmnist sieht sich von schlechten Menschen umgeben, er ruft Gottes Beistand.an und spricht die Ueberzeugung aus,-daß sie vernichtet werden und in ihrer Vernichtung der Fuß, des Guten heil dastehen wird. Gunkels Schlußfolgerungen aus diesem Psalm fehlt jede Berechtigung. Probe aus Gnnkel „Jsr. Heldentum nnd Kriegssrömmigkcit im Alten Testament". Seite 4. . . . Wohl ist -seine polittsche Stellung in dein nngehcuren Getriebe der gesamten Geschichte des ' alten Morgenlandes eine recht bescheidene; aber das erklärt sich aus seiner geringen Volkszahl, nicht ans einem Mangel seines Charakters. Viclinchr verdankt es nur dem Heldenmutc, der immer tvieder.in ihm emporflammte, daß cs sich überhaupt ans dem gefährlichen Bode'n Kanaans so lange Zeit hat behaupten köiineii. Ja, seine unbezähmbare Freiheitsliebe ist auch die eigentliche Ursache seines tragischen Unterganges: hätte es verstanden, sich unter das Joch der Assyrer und dann der Chaldäer geduldig zu bücken, so hätten seine Staaten noch Jahrhundertelang bestehen Können. Anderseits ist in der Zeit der tiefcii Demütigung der Juden unter das freinbe Weltreich ihr mannhaftes Ausharren imd ihre unzerstörbare Vaterlandsliebe der- Grund gewesen, .da ß das .Volkstum und die Religion in allem Elend nicht zugrunde gegangen' ist. UhpenJoldwaFenJPiiuFinBe^r/SmmH BV Trauring-Eck "MU Frankfurt. a,.M ,Trierische Gasse 31 Ecke Törgesgasse,vis-a-visd. Basengasse. Fr. Pletzscb,nndPhGr0I?d«hb“ter.B Bnute Chronik. Ein Zeitbildchen. In Wiener Zeitungen war dieser Tage folgende Notiz zu lesen: „(Vermählung.) In der p r o t e st a u t i s ch, e n Kirche A. K-, Dorotheergaffe 18, nahm gestern Pfarrer Erich Stöckl die Trauung des Fräuleins Klarissa Stukart, Tochter des Hofrates Moritz Stukart, mit dem Artillcricoberleutnant Bruno L ö w, Sohn des Fabrikanten Karl Löw in Helencnthal bei Jglan vor. Unter den Hochzeitsgästen waren zu. sehen: der Vorstand des Kriegsfürsorgeamtes FML. Hans Löbl und Gemahlin, Dr. Winter von der Generalintendanz, Konsul Felix v. S t i a ß n h, Baronin Dirsztah, Baronin Kürschner, Angelo Ritter E i s n e r v. Eisenhof, Präsident Kommerzialrat Isidor Mautn er und Gemahlin, Hofnnd Gerichtsadvokat Dr. Preßbnrger, Frau Dr. Reitzes v. Marien- Iverth, Frau Direktor Franziska Stein, Frau Hofrät Stern, Polizeirat Dr. Anton Bau mg arte »„Polizeioberkommissar Dr. Bruno Schultz, kaiserlicher Rat Arnold Fröhlich und Gemahlin und viele andere." Mit Ausnahme des Pfarrers bestand anscheinend die gaiize Trannugsgesellschast ans geborenen Inden. Rabbiner S. R. Hirsch s. A. über das jüdische Bolkstum. Während z. B. das Christentum sich! wesentlich als ein Element religiöser Bildung begreift, das in der Gestaltung der Mrche seine Verwirklichung und konkrete Erscheinung begrüßt, ist das Judentum ein volksbildendes Element.^Die jüdische Ration in ihrer ganzen geschichtlichen Erscheinung ist sein Produkt, und die nationale Arbeit aller Jahrhunderte eines ganze» Volkes liegt in seinem - Schrifttum da. Die hebräische Literatur gehört im jüdischen Kreise nicht der Theologie an. Sie. ist die Eck