Mannheim
Compact Memory

Neue jüdische Presse · 1916-02-18 · Heft 7 (18.2.1916) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Neue jüdische Presse
Volume
14 (1916)
Issue
Heft 7 (18.2.1916)
Date
1916-02-18
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2692297-2692975-2692982--09350-2704558
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 6. Frankfurter FsraelitiWeZ Fan-UienNatl. - - Nr. 1. gehüllt waren. Sofort kani eine Ameise - heraus, schaute sich uni und lief, wie es schien, mit Meldung zurück. Jni Nu kam sie mit tnchrereii anbercij. wieder, aber noch schneller hatte er den Mantel au sich gezogen; der Schatten war verschwunden. Sofort fielen sie über den Lügenboten her und schlugen ihn tot, ohne ihn einer Obrigkeit zum Richten übergeben zu haben. R. Simon folgerte daraus, dchß. bei den Ameisen keine Obrigkeit besteht." Uebrigens war im vergangenen Jahre in derselben Zeitung von einer im amerikanischen Westen gem achten -Beobachtung zu lesen über alljährliche Volksversammlungen schwarzer Ameisen, die sich in zahllosen Myriaden in symctrischen Kreisen um einen Mittelpunkt zu stundenlanger Beratung aufstellen. Wenn das Feuilleton aus dem Ameisenkriege und dein Usus der Ameisen, den Krieg durch Aufheben der Hinterbeine als Friedenszeichen zu beendigen, aktuell politisch« Erwägungen zieht, bleibt die Frage offen, ob der dickschadligc John Bull dieses Zeichen richtig zu deuten wissen würde. A. M. Offenbaeber Druckluft-Anlage I Ottenbach a> M. Telefon 123. (AnaclilnBB mit Frankfurt) I Bewährteste TapplchralnlpnBg (100,000 qm jährlich ID eöwie unQbertroflane Bsttenu. Bettle dernrelni-1 , pnno mittelst Dmchlnft nnd Wssserdampf._ Stint ji und Literatur. Die Entstehung d c s S ch u l ch a n - A r u ch. Beitrag zur Festlegung der Halacha von Dr. C h. T scher n owitz. 80 Seiten. Mk. 2.40. Bern, Akadcm. Buchhdlg. von Max Drechsel. > Wer etwas „lernen"" kann, _fcnnt die Kommentare „Remo"", „Lebusch"", „Semo"", „Bach"", „Tosophot-Jom Tow"", „Turc Sohow"". Mer wer diese Kommentare geschrieben hat und wann sic geschrieben worden sind, davon hat selten jemand, eine Ahnung! Und doch ist das von Wichtigkeit, da die Kenntnis der Autoren und der Absicht, die sic mit "ihren Kommentaren verbanden, das Verständnis des Textes wesentlich erleichtert. ) Von diesem Gesichtspunkte aus begrüßen wir die vorliegende Schrift und wünschen ihr weite Verbreitung. Buchprobe aus: T s ch e r. n o w i tz „Die En ist c h u n g i" pes Schul ch an - Aru ch"'. Seite 32 it-, fs. Der Unterschied zwischen den spanischen und deutschen Juden hinsichtlich der Ritnalgesctze machte sich überhaupt, schon darin bemerkbar, dass deutsche Jude» in, allgemeinen immer eifriger um die Religion und ihre Bräuche ' bedacht waren als die spanischen Juden. In der Zeit, in welcher wir jetzt stehen, geriet aber , - das deutsche Judentum in Verfall zu Gn nsten' des spanischen Judentums. Nach der Answaiideruiig der- Juden ans Spanien und deren Zerstreuung in alle Gemeinden-Europas verbreiteten die Verbannten, unter denen eine große Anzahl von Gelehrten war, Merall die spanischen religiöse» Sitten und Bränche. Die Veröfsentlichnng des Karo'scheu Kominentars zum Tnr und des bald darauf folgenden Schulchan-Aruch, in welchem er alle deutschen Bränche unberücksichtigt läßt, fällt mit dieser Zeit zusammen. Das veranlaßt« die polnischen Rabbinen, welchesich als die Vertreter des in Deutschland nntergegangcnen Judentums betrachteten, sich gegcic dieses Werk zu wenden. Der erste, der diesen Kamps ' erklärte, dvar der Krakauer Rabbiner Jserles. Da er einer der hervorragendsten Rabbinen oPlens war, durfte er sich wohl zu diesem Kümpfe berufen fühlen, tiegonnen hat er mit seinem Komme» tare zum Tnr, lvomit er die Grundlage Karos zerstören wollte.. Die Beziehungcn Jserles zu Karo sind streng kritisch. -In scharfen Ausdrücken widerlegt er die Schlüsse Karos. Solch« Ausdrücke wie „diese Worte leuchten nicht ein", „das ist widerlegbar, verwerflich"", „Sciiix,.verstümmelten Worte"", „Hier hat ee sich geirrt""-sind sehr häusig bei ihm zu finde». Hauptsächlich war Jserles bestrebt, die Entscheidungskraft auf die von Karo unberücksichtigte Kompetenz der deutschen Autoritäten znrückznführeu. " ' Kurz nach der Veröffentlichung seines Kommentars schrieb Jserles seine Bemerkungen zum Schulchan-Aruch. Diese sind kurze, aus sei»-en Vorarbeiten gezogene Schlüsse, welche fasst zu jedein Satze Karos chinzngefügt sind, mit den Worten: „Andere sind aber der Meinung"" oder „Bei uns (in Deutschland und Polen) ist die Sitte'anders"" und ähnliche. In der Vorrede sagte er u7"a. .folgendes: „Nicht dieser Tisch (eine Anspielung auf den Titel Schulchan- Aruch) ist vorbereitet für Gott und die Menschen. Die meisten Don dein Autor angeführten Bräuche sind in unseren Ländern nicht üblich, denn der Autor stützt sich nur aus den Alfasi und Mainionides, ohne Rücksicht auf die Lehren der Katisikatoren der beide» Länder Deutschland und Frankreich, deren Nachfolger wir sind, zu nehmen." Wochen-Kalender. (Zeitangaben nach dem imacb.) Samstag, den 19. Februar (= 15 Adar Rischaun.) Sabbat-Anfang in Frankfurt a. M. 5 Uhr 20 Min- Sabbat-AuSgang in Frankfurt a M. 6 Uhr 35 Min. in Berlin 6 Ub» 07 Min. Wochenabschnitt: K i s i s s o. — Die Tchekelstxuer. Die Herstellung des Salböls und des Ränchcrwerks. Der Sabbat als Bnndeszeichen. Das goldene Kalb. Moses-zum zweiten Male auf dein Berge. Das Ereignis des goldenen Kalbes zeigt, wie sehr bei der Bolksinassc alles vondem Einfluß einer einzigen Persönlichkeit abhängc» kann. . Eine kurze Abwesenheit Moses genügte, sein bisheriges Erziehungswerk an dem. Volke ■ Israel zunichte zu ^machen. Sein redegewaltiger Bruder Ahron wäre in Lebensgefahr gekommen, hätte er dein Verlangen des Volkes nicht "entsprochen. Und als Moses, der Mann schwerer Zunge, znrückkani, den von Ahron geinachtcn goldenen Götzen den Flammen über» lieferte, seine Rest« zerrieb, ins Wasser streute und das Wasser dem Volke zu trinken gab, — da gehorchte das Volk ohne weiteres. Wochengottesdieuste in Frankfurt a. M. Morgens: 6s/i Uhr in den meisten Synagogen (Bvckenheim, Unterlindau, Hauptsynagoge, Königsteinerstr. m Uhr.) Abends: 5 Uhr in den meisten Synagogen (Hauptsynagoge 4 Uhr, Königsteinerstr. 7 Uhr). Arauttnrler AamMeunachrichte«. Verlob te. Henriette Loebl, Bockeich'. AnlaW 4 mit Leutnant Referendar Eduard Levy, Hamburg. G e st o r b e n. Grethchen Strauß geb. Löwenberg, Wivc, 79 I., Friedbcrgerlandstr. 3. — Samuel Reißner,- 86 I., Röderbergweg. 02. — Wolf Steigerwald, 70_ I-, Rohrbdchstr. 64. — Rosa Stern geb. Einstein, Wwe, 65 I. Lcnaustr. 26. — Josephine Goldberg geb. Metzger, 52 I., Börnestr. 39. — Sara Feige Schuster geb. Zuckermanii, Wwe., 30 I., Röderbergweg 62. Auswärtiae FamMeuuachrtchtev. Geboren. Ei» Sohn Max Kramer (Ball), Düsseldorf. _ Eine Tochter Rechtsanwalt Hcri». Hirsch (SchaineS), Hamburg, Mittelweg 143. G c st o r b e n. Daniel Oppenheimer, 79 I., Houston (Texas). — Henriette Guttinann geb. Schtvarz, 75 I., Breslau. Hans Knopf, 21 I., Berlin, im Feld. — Sally Cohn, Memel. — Elkan Miodow'ski, 55 I., Posen. — Johanna Heilbor» geb. Salomon, Ratibor. — Einnia Lcwinbcrg geb. Hirschberg) 6l I., Steglitz. — Robert Lehmann, 62 I.: Jnstizrat Paul Jonas, Berlin. Vereins-Kalender Lamstag. M e ko r C ha j i in , 121/, Uhr: Mclochii» (Prof. Weyl); . 33/i Uhr: Mikroh-Vortrag (Al. Eisemann). Sonntag. .Me to>p C h aj iin, 6lS Uhr: Schulchan-Aruch lRabb. Dr.'Breuer). — Nachlaß Zwi und A. I.- Iilgcnd gruppe, 8V-> Uhr: «nppenanstalt: Einst und jetzt 'A. M. Loeb-Dieburg). — Jüd. Wanderbnnd, 3 Uhr, Lokalbahnhof: Buchrainweiher. Dienstag. I ü d. F r a « e n v e r e i n i g u n g, 4 Uhr, Knr- > saal Milani: Handarbeitsnachmittag. Mittwoch. I ü d. Fra n c n v c r e in i g u n g , -8:!/i Uhr, Hörsaal: Geist der Gebete (Tchachnvwitz): llsMi M »eserrell SS Billionen Bark. Msionsfreie Scheck-~ zur —^ Einschränkung des Bargeldumlaufes. geknüpfte Damen- Scheitel nach Maß angcf. von nur pa. Haar, alte Scheitel werden umgearb ecket wie neu. Schecke! werden modern frisiert für 30 rii}. 78nfo Don ausgekämmtem Haar, sauber angefertigt 2 JL, von eigenem pa. Hmr staunend billig. Zöpfe _ werden gefärbt wie neu für 1 Jl. Frau Bewisorski. ÜligSbUPgePStP. 21 0. '■ i Somin(«g ge^chlowwen. - SteUbogen Franlifurt a. Sf., Kaiserstrasse 5a.! I» m Pianoi. .FH il HaniuK. Niederlage erster Fabriken. Billige Pneiso und kulante Badingungen. , - Mietpianos stets vorrätig. Trotz Krieg do h dia billigen Preise: 1000 Briefbogen mit Druck 850 1000 Rechnungen „ „ 7 50 1000 Couverts „ „ 5.5» 100 Empkeblunxskaiieo. 480 100 Visites mit Druck . 75 Pfg. Sali Wollt; nur Schäfergasse 11, Tel.Hansa 3821. II Halerb. Velssbindergeseblii vorm. C. Wissenbach Frankfurts. M., Zimmerweg 1 i Telefon Amt Taunus 416. Clemens Kahn Glasermeister ßeebneigrabenstrasse 10. Reparaturen u. Neoban. Werkstätte. Einrahmen v. Bildern ete. Telefon Römer 6645- UTatnr- Blumen täglich frisch. Frau Johanna Fiseber Sandweg-Eck 6, an Friedb. Anlage seprüjte Kindergärtnerin aus guter Familie sucht Stelle in bcss. jüd. Hause. Angebote unter 2356 a d. Exp d Bl. VerE»j«i«.VYLinr- Aianulakinrod. Weißwar.- Geschäft. Dieselbe kann sich äuch mit im Haushalt beschäftigen. R. van Rhyn, Soberuheim an Nahe. Wilhelmstraße 113. mit sehr gut Zeug», u. Ref, auch in der Pflege bew. sucht bald. Stelle,i. frauenlos. Haush Stille» Vermittlung der weibl. Fürsorge, Langeltraße 30, p 7ücht. Köchin mit pr. Zeugn. s. Aushilfstelle. Stellenvermittlung derweibl. Fürsorge, Langcstraße 30, p 8!stt-Fss % Ko. Mk. 3,50 „ 3.80 „ 440 „ 4.80 SpannisdKKog j Ko. No. 102 1.30 103 1.40 105 1.S0 106 1.80 Grustee Ko. »2.60 Bruchtee ^Eo. M.3.— Fricka 1!2 Kg. M. 3.50 % Ko. Mk. S 30 i), ^«40 » 2.45 „ 3.50 M. 3*70 Iiieferungsmoglicbkeit und TrelsTerändemogen Torbeb«lten Llefemcgsmögllchkeit ond Preisreränderangen votbebalteni Lieferuugsmoglicbkeit und Crelsveränderungeu Vorbehalten. 89^738 299112

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.