Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 13 (1915)
- Issue
- Heft 43 (5.11.1915)
- Date
- 1915-11-05
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Rr. 43. Frankfurter Mraelitisches FamllienSlatt. MWWMUWW Sohlllormtr. 18m Tiüephajrlj 8630. Seifen, Lichte, >;Jfamm- und Bflrstenwaren, Besen etc. Cotuvetlsche Spezialitäten. «Ach wir. von Karl Günter erzählte? Ja? lieber ihn können wir also beruhigt sein, jetzt erschrickst Du uns. Aber warte/ ich werche Dich schon gesund pflegen." . „Gini setze Dich ganz nahe zu mir, ich habe mit. Tirzüreden, aber unterbrich' mich nicht." / ,-Lieber Viktor, Dü sollst Dich weder anstrengen, noch aüfregen. Warte mit dem Sprechen, bis der Arzt hierwar." » ' '' , „Gini, es ist vielleicht die höchste Zeit für mich, etzt kann ich reden, später vielleicht nicht mehr, höre also."'. ' Es lag so viel Zwingendes in seinem Ton, daß seine Frau ohne , weiteren Widerspruch sich zu ihm herabbeugte. ' - 1 „Gini, ich muß Dir nun offenbaren, was ich früher hätte tun sollen. Unsere Hanshaltrmg hat große Sunomcn - verschlungen. Wenn wir Theo studieren lassen, Karl Günters Zukunft sichern wollen, müssen wir eine andere Lebensführung einrichten. Und unser Geschäfts ist in einer Krisis,-'eine Banverbindung ist mir gekündigt. Und jetzt, wo ich so unentbehrlich bin, fesselt mich das Krankenlager. Wenn ich sterben sollte, wie soll's gehn? Aennr hat mit ihrem scharfen Verstand die Lage des Geschäfts-durchschaut,, das Kind kann aber das Geschäft noch nichts leiten. Und Du bist doch allem diesem so fremd! In allen unseren Sorgen und Nöten wollten wir uns an Hermann wenden. Er wird Euch mit seiner erprobten Tüchtigkeit zur Seite stehen, und Fcnny Ivird Dir Stütze sein. Ach, ich mache mir bittere BornÄrfe, daß ich kein Mann war, es könnte, es müßte in unserm Hause vieles anders sein. Jetzt ist es für mich zu spät." Fortsetzung folgt.) - Wir haben auch das Schwert geführt, Jung Juda weiß zu streiten, — Wir kämpften hart, und siegten stolz. Denkt,uns'rer Ahnenzeiten! Mir .hatten <auch der Feinde viel. Doch gab -es kein Versagen; ' —Wir haben stets mit Heldenkraft Uns nrutig durchgeschlagen. Wir starben auch sür's heil'ge Recht, Wir wollten nie das Morden, Sind, weil wir stark, nur stets gehaßt Nnd überfallen worden. Wip schtvingen auch das deutsche Schwert, Noch nie wir müßig ruhten; Wer Derrtschland haßt, ist unser Feind, Auch Judas Söhne bluten. „ Auch wir schau'n kühn dein Tod ins Aug' Zu Land Und auf idem Meere, . Auch unsere Mütter geben hin Ihr Kind für Deutschlands'Ehre. ' Max Levisohn. Fügen 8io Ibren Sendungen ins Feld - vivo Schachtel Fays ächte Sodener Mineral-Pastillen bei. Sie erweisen damit unseren-tapferen Kriegern einen doppelten Dienst. Erstens sind „Fays ächte“ ein vorzflgliches Mittel gegen alle Erkältungen und zweitens wirken dieselben durststillend. Verlangen Sie aber ausdrücklich „Fays ächte“, weil minder- ■ wertige Nachahmungen bestehen.-- Bmtte Chronik. Humor des DfteuS. In Rußland droht ein General-Streik. 'Ich glaube, die Russen werden einen General-Streik eher als eine ' General-Schlacht gewinnen. tritt 5. Endlich einmal haben die Juden Rußbänds Rechte erhalten» die nichts nur leere Versprechungen find. Sie -dürfen nunmehr wohnen in ganz Polen und Litauen. — Den Kosaken ist verboten worden, die Inden — Warschaus, Wilnas, Kownos usw. zu berauben. Ein Glück, daß der Krieg auf. dem Balkan erst — nach Sukkaus begonnen hat. Wie hätten wir sonst Estogim bekommen sollen? üttlnor Vriedrldi Quelle —— Offenbuh ju M. ——" Gegen Gicht und Rheumatismus bewahrt. Alleiniger General -Vertreter: Frtedrloh Stahl« Fnokf.a.l„ Güntherab.-Allee 37. Tel Hansa3Aju-714» Woche»-Sale»der. lZeitangaben »ach dem Losch.) SamStag, den 6. November (= 29. Cheschwan.) Sabbat-Anfang, in Frankfurt a. M. A Uhr 25 Mt». Sabbat-Ausgang in^Frrmkfurt a. M. 5 Uhr 40 Mi», in Berlin 5 Uhr 13 Min. Wochenabschnitt: Tauldaus. — Esau und Jakob. Der Segen Isaaks. Jakobs Flucht. Belästigungen Isaaks durch die Philister. - - Bon Esau hat man meist das Bild eines wohl rauhen, aber geraden, sympathischen Menschen, — und in dem Stubenhocker Jakob dagegen stellt man sich einen nicht ganz offenen, diplomatisch veranlagten Menschen vor. An dieser .durchaus falschen Auffassung trägt eine recht oberflächliche Betrachtung der beiden die Schuld. Die Bibel führt Jakob als „tom", als einen einfachen, geraden Menschen ein und Esau als einen Menschen auf dessen Lippen Zwiespältigkeit thronte. Er war nicht nur von Beruf ein Jäger, sondern die Kunst des Jägers: das Fallenstellen, Schlingenlegen, im Hinterhalt lauern war auch in seinem Munde. Jakob mußte mit Schmer sehen, daß sein Bater sich durch den glänzenden-Schein in Esaus Auftreten blenden ließ; es mußte ihm Sorge bereiten, daß sein Bruder als Erstgeborener auch das geistige Erbe seines Bakers erhielte. Doch sein Bruder warf ihm für eine Mahlzeit seines Lieblingsgerichtes das Erstgeburtsrecht verächlich zu. Jakob kannte, seinen Bruder und ließ sich daherdas Erstgeburtsrecht „klar wie der Sag" von ihm übergebein Rolladen-, Jalousien- und Wellblechladeu-Fabrlk P. Enrlch, LMpügenträüe 7. Tel. Tannns 4871. Beptralnren prompt a. billig. Bilder-Kahmung Spiegel- und Fensterglas G-laserel Irink Yilbelerstr. 27. TeL Hansa-2483r PbBK^Wucberd OMMarfirvif ± SCHILLING &C° Rolladen-&Ja lousienFabrik C/emensstr. 7/ Tel. Taunus 3T1 Reparaturen jeder Arh. brik^H Spezial-Atelier. Modern geknüpfte. Haararbeiten Ml, Frisets. MM v nur pa. deutsch. Haar v. 20 Mk. an. ZSpfe, Turbane, Vnterl. all. Artv. ansgekämmt. Haar u. garant. ang f. ”3 Mk. alle Separat., umarb. .färben staunend billig. Frau Bewisorstd, 21 p. Augwburgerstrasoe 2t p. Verlobung»- u. Trauungsanzeigen - von Mk. 3 an. Trauer-Anzeigen u. Trauer-Danksagungen p. 100 Sk m. Couv. Mk. 7.50. Visitenkarten per 100 Sk 75 Pfg. Saly Holff, j»trt nar Schäfergasae 11 neb. d. Stadt Ulm. Tel. Hansa 3821. Clemens Kahii Cllaaexmeister RechneigrabenstrasselO. 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