Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 13 (1915)
- Issue
- Heft 14 (16.4.1915)
- Date
- 1915-04-16
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Quintessenz dieser Lehre ist, daß nur die praktische Beobachtung der iveisen jüdischen Satzungen zur höchsten sittlichen Stufe, zum Gipset der Vervollkommnung führen, sowie es unsere altweisen Tanaitcn (ebenfalls in Sprüche der Väter) ausdrückten: „Nicht das Deuteln, das Studieren ist die Hauptsache, sondern die praktische Betätigung." Geistige Liebesgaben. Bon Dr. med. Ra tu er-Wiesbaden. In der letzten iüummer dieses Blattes ivendet sich ein Herr an die Feldrabbiuer mit der Bitte um die Abfassung einer Art Fcldkettenbriefe, welche die nach geistigem Stoff lechzenden jüdischen Soldaten im Schützengraben befriedigen sollen. Mir scheint dieses nicht der richtige Weg zu sein! Wozu Surrogate, da wir in der alt-jüdischen Literatur eine so reichliche Fülle klassischer Originale besitzen, die nur übersetzt und in einer billigen Massena u s l a g e verbreitet zu werden brauchten. Da ist z. B. der Brief des Rambau an seinen Sohn (Jgereth Horanrban) sehr dafür geeignet, ebenso das Testament des Wilnaer Gaon! Manch Kapitel atis der Chanwath Halewowauth sowie Menaurath würde sich dazu sehr eignen. Vieles aus dem herrlichen Buche „Töldüth Adam" des großen Wilnaer Maggid Rabbi Jechcskel Feiwel Midretschin (erschien in Breslau 1803) sowie aus dem „Aliüth Eliahu" wäre ja dazu wie geschaffen! Also ans und übersetzt, und herausgegeben! Nur der „Mekor inajim chajim" kann den geistigen Durst löschen, kein Ersatzmittel.*^ Kauft «ad Literatur. Jeschurun. Aionatsschrist für Lehre und Leben im Judentum. Herausgeber: Dr. I. W o h l g e nr n t h. 2. Jahrgang, 3. Heft. Berlin N. 24, Verlag des Jeschnrun. *) Wir weisen auf die soeben in „Lamm's Jüd. Feldbüchcrei" in der Sachs'schen deutschen llebertragung erschienenen „Psalmen" hin. Wer teuere Menschen im Felde hat, dem kamt nicht ernst genug ans Herz gelegt werden, diesen das Lebenselixir der Psalmen zu senden. Lamm's Ausgabe ist für das Feld die geeignetste. D. Redakt. Inhalt: Warum hasseit uns die Völker? — Das jüdische Soissons (A. Berliner). — Probleme der Pentateuchexegcse (Dr. Hoffinann). — Tierschutz nach jüdischer ltnd griechischer Ansartung (I. Heinentann). — Biblische Motive in Goethes „Faust" (L. Dentschländer). — Büchcrbesprechung. Halber »rledricü ynelle - Offenbach a. 1L ——— Gegen Gicht and Bheamatfama» bewährt. Alleiniger General -Vertreter: Frladrloh Stahl! Frankf.a.M., Güntherab.-Allee 37. Tel.Hansa259a.714. Wocheu-Kaleuder. (Zeitangaben nach dem Losch.) Samstag, den 17. April t— 3 Isar.) Sabbat-Anfang in Frankfurt a. M. 6 Uhr 80 Min. Sabbat-Ausgang in Framfurt a. M. 8 Uhr 10 Min. in Berlin 7 Uhr 50 Min. Wochenabschnitte: Sasckia und Mezanro. — Reinheitsvorschriften bei Wöchnerinnen, beim Aussatz usw. Freitag abeird (16. iilpril) — 18. Omer. Samstag abend (17. April) — 19. Omer. Sonntag abend (18. dlpril)) — 20. Omer, usw. Wochengottesdienst in Frankfurt. Morgens 6 Uhr in den meisten Synagogen (Unterlindau, Bockenheim 6>/- Uhr, Hauptshuagoge, Königstcinerstr.?Vs Uhr) Abends 63/t Uhr in den meisten Synagogen (Unterlindau, Bockenheim 6i/- Uhr, Hmiptsynagoge 4 Uhr. Königstcinerstraße 7 Uhr). Spende«. Beim Frankfurter Jsr. Familienblatt gingen ein: Martin Feist-Stiftung der Hebräischen Mittelschule „Tachkemoni", Jaffa: M. R. miläßlich der Wimpelüberreichung bei der ■ Sefer-Einweihnng im Hause Eduard Feist 7.— ..II, F. B. E. 80.— „ Frankfurter Familieuuachrichteu. Geboren. E. Tochter Steinbergcr (Klüger), Schützenstraße 7. Barmizwos. Siegfr. Blmn, Jahnstr. 11, Synagoge Börneplatz. — Leon Goldschmidt, Röderbergweg 63, Synagoge Friedberger Anlage. Gestorben. Caroline Metzger, geb. schönseld, 82 I., Börnestr. 39. — Hermann Stern, 70 I.» Bockenheimer Anlage 6. — Nanny Roos, geb. Schlenker, Ww., 72 I. — Paul Mainzer, Unterlindau 17, im Feld. — Adolf Sander, 18 I., im Feld. — stud. med. Ernst Wulf, 22 I., Leerbachstr^ 64, im Feld. — Karoliue Fürth, geb. Blumenthal, <1 I., Staufenstr. 28. — Jda Neumond, geb. Schttlhoeser, 69 I., Königsteinerstr. 13. Auswärtige FaurUieuunchrichte«. Geboren. E. Tochter Rechtsanw. Bauchwitz (Badt), Halle. Gestorbe.n. Max Dukes, 6ö I.: Börseitrat Leopold Stern, Wien. — Berthold Bär, Vorsteher der jüd. Gemeinde Bruchsal. — Salomon Feist, 71 I., Coblenz. — Hans Heim, 24 I., Stettin, im Feld. —: Stabsarzt Dr. Marcus Witkowski, 49 I., Wiesbaden, im Feld. — Max Brinitzer, Breslau. — K. Kallmann, 90 I., Nenbrandenburg. Vereins-Kalender. Samstag. M e k o r C h a j i nt, 4 Uhr: Mikro-Vortrag (Paul Aron). — Montefiore, 5 Uhr: Geselliges Beisammensein. Sonntag. Montefiore, Hauptbahnhof, 1,20 Uhr: Oberursel. — I ü d. Wand erb und, .Hauptbahnhof, 7»/t Uhr: Bergstraße (Referendar Wohlfarth, Kosten 1.80 «./(.). Dienstag. Montefiore. 9 Uhr: Diskussionsabcnd (Die Werkstatt des Krieges). Allgemeine MMeilnnge«. Die Drexel-Lichtspiele bringen ab Samstag, deti 17. ds. mit dem Filmschlager r ,/Das Rätsel einer blonden Frau", oder „Stärker als Dynamit", eine Erfindergeschichte in 4 Akten, eine Neuheit für Frankfurt. Die hochspannende Handlung, die noch nie gezeigte, gewaltige Exposion, die aufregenden Verfolgungen und zuletzt die wunderbaren Naturschönheiten dieses an der norwegischen Küste aufgenommeiren Films stempeln denselben zu einem ganz hervorragenden Werk. Das Beiprogramm weist reizende Lustspiele, Dramen uitd Komödien aus, die mit den neuesten Ereignissen von den Kriegsschauplätzen wieder ein sehenswertes, hervorragendes unterhaltendes Programm bieten. tTm. MM Flirt. dÄ. Israelitisches Knabenpensionat. Leiter: P. Kllbansky, Lehrer. Vornehmstes Erziehungsinstitut. Sicherste Förderung der Zöglinge. Gewissenh. Ueberwachnng n. Anleitung b. Anfertigen d. Schalarbeiten. Schüler höherer Scholen Anden auch als Halbpensionäre gründliche Nachhilfe in sämtl. Realnnd Gymnosialfächern. 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