Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 13 (1915)
- Issue
- Heft 11 (19.3.1915)
- Date
- 1915-03-19
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Frankfurter Israelitisches Fainilicnblatt. Nr. 11. Trat Tel. I. praktischer Religiosität und sittlichem Verhalten und Tun enthält wie gerade sie." Denn nach ihr zeugt „jeder gute fromme Gedanke und jedes ebensolche Tun unverlierbare geistige und reale Energien, löst Kräfte aus der Höhe aus, die wieder segensreich nach unten wirken im geistigen wie im materiellen Universum, so daß also der gute und fromme Mensch nicht nur sich selbst vervollkommnet, sondern zugleich mit den Ebenso gesinnten und handelnden au der Verbesserung und Erlösung dieser untern Welt und an ihrer Veredelung und Mmporhcbung in die reinen Höhcnrcgioncn, an ihrer immer fortschreitenden Vergottung tätig ist." : Ich habe den Verfasser selber reden lassen, um zu zeigen, daß sein Buch eine gewissenhafte, sachliche Arbeit in gemeinverständlicher Forn, bietet. Es kann denkenden jüdischen Kreisen nur von Vorteil sein, wenn ihnen das Wort ,Habbalah" kein nebelhafter Begriff ist. Auch die mystische Richtung im jüdischen Geistesleben ist sehr intercffant uni) will gewürdigt werden. Theodor K appstcin. DcrKrieg in der Bibc l. Ein Friedensbuch in eiserner Zeit. 1914. Verlag Friedrich Andreas Perthes A. G. Jena. Preis eine Mk. Das nett ausgestattetc Büchlein besteht aus zivei Teilen, von denen der Erste der „Bibel der Juden" gewidmet ist, während der Zweite die Stellung des Evangeliums und der Kirche zum Kriege behandelt. Die erste Hälfte des Buckes bringt in schöner poetischer Uebersetzung verschieden ansgewähltc biblische Abschnitte, die sich entweder auf den Krieg selbst, oder aus Gottvertrauen und Gottes Hilfe in der Not beziehen: Abrahams Auszug gegen die vier Könige, die seinen Neffen Lot gefangen haben, Jacobs Kampf mit dem Engel, Kriegspsalmcn Davids, Kriegsschilderungcn Jesajas und Jeremias und zum, Schluß eine Betrachtung über den Kriegshelden Judas Makkabäus. t Die Auswahl der Stücke ist aber eine ziemlich einseitige und unvollständige. Wer die Stellung der Bibel zum Kriege nicht aus der Bibel und nur aus dieser Auswahl kennen lernen wollte, der würde ein unvollständiges Bild erhalten. Jhni würde unbekannt bleiben, baß der ewige Friede auf Erden das Ideal der Propheten ist. Hie und da verbindet Kappstein die einzelnen Bibelstückc durch interessante Betrachtungen über den Frieden, die Krone des Krieges. Aber die herrlichen Prophezeihungen eines Jesaja und eines Michah über den Bölkerfrieden fehlen. Ebenso fehlen viele andere Bibelstcllen, aus welchen die biblische Auffassung von Krieg und Frieden mit besonderer Wucht und Deutlichkeit hervorgeht. Abgesehen von diesem Mangel, der in einer neuen Auflage zu beseitigen wäre, stellt das Werkchen eine interessante und lesenswerte Zusammenstellung dar, und eine Arbeit von einer ganz eigenen poetischen Art. Dr. M. Im alten Reich das neue Reich. Deutsche Geschichte dem deutschen Volke und seiner Jugend erzählt von Richard Kubisch Mit Bildern von Hans Kohlschein. 2 Bände zusammen in einer Hülse 7.— JL Göttingen, Vandenhoeck un d Ruprecht. Ein Hingegossenes Kunstwerk und eben deshalb ein beseelter Organismus. Da ist nichts gelötet und zerbröckelt, nichts verkümmert und abgestorben, alles ganz . und einheitlich, alles blutwarm und blühend lebensvoll. Dabei besitzt der Verfasser eine unübcrtrefftichc Meisterschaft darin, die schtvierigstcn Geschäftsprobleme und verwickeltstcn Geschichtsvorgängc mit einer so schlichten Anschaulichkeit und klaren 'Natürlichkeit auseinanderzusetzcn, daß bald die vertraulichste Wechscltvirkung, die behaglichste und bekömmlichste Du auf Du- Stimmung entsteht. Um so anmutiger und eindrucksvoller wirkt die Darstellung, in deren Mittelpunkt wie ein goldschimmerndes Geivebe der Gedanke der Bedeutung und Wertung des Staates steht. Faßt doch in diesem eine starke Hand, ein ivohlmeinender und wohlberatener Geist, zersplitterte und zerstreute Kräfte zu einem Ganzen zusammen, ebnet, sichert und erweitert, Wege der Kultur, dämmt rohe Willkür ei» und lenkt sie in streng gesetzmäßige Bahnen, sördert Handel und Gewerbe und schützt die Bürger vor feindlichen lleberfällen. Das Buch K a b i s ch ' s ist nicht ein deutsches Geschichtsbuch mehr, sondern das deutsche Geschichtsbuch für die Jugend und das Volk schlechtiveg, das ivir Alt und Jung, Lehrern und Laien angelegentlichst empfehlen können. So sollt ihr leben in der Kriegszeit! Ein Wort über zeitgemäße Bolkscrnährung von Prof. Dr. Martin F a ß b ä n d c r, Mitglied des Deuschen Reichstages und des Preußischen Abgeordnetenhauses. 12" (24 S.) Freiburg 1915, Herdcrschc Verlagsbuchhandlung. 20 Pf.; 50 Stück 7.50 JL In der kleinen Schrift sucht der in den Kreisen det Wohlfarts- und Caritasfreunde ivohlbckannte Verfasser die Grundsätze einer zeitgemäßen Voltsernährung genauer darzulcgen. Ein besonderer Vorzug der kleinen Schrift liegt darin, das; ihr ein kurzer Abriß der Gesundheitspflege cingefügt ist. Besonderer Wert wird gelegt auf den Nachiveis, daß die Rückkehr zur Bätcrsitte, zu Einfachheit der Lebenshaltung, wie sie die Kriegszeit fordert, vom gesundheitlichen Standpunkte nur zu begrüßen sei. Den Schluß bilden 10 Spargebote, in denen Richtlinien für den Verbrauch aller Nahrungsmittel, besonders aber für die Verwendung von Mehl, Kartoffeln, Fett, Fleisch, Brot, Gemüse und alkoholhaltige Getränke geboten iverdcn. Es klingt das Ganze aus in dem Wunsche, daß auch in der Ernährung sich das Wort v. Corres' erfüllen möge: „Durch alle Völkerschaften Germaniens gehe ein Geist freudiger Entsagung, eine schöne Begeisterung glühe in aller Herzen, eine klare Anschauung der Weltverhältnisse nehme die Stelle kläglichen Unverstandes ein!" Kaiser Friedrich Quelle —— Offenbaeh n. M. —— Gegen (Hebt ul BhemmatiBiuns bewährt. Alleiniger General-Vertreter: Frledrloh Stahl) Frankf.a.X., Günthersb.-Allee 37. Tel.Hanga259n.714. Wochen-Salerrder. (Zeitangaven nach dem l-vneh.i SamStag, den 20. März r— 5. Nissan.) Sabbat-Anfang bi Frankfurt a. M. 6 Uhr 05 Min Sabdat-AuSgang in Frankfurt a. M. 7 Uhr 25 Min. in Berlin 7 Uhr — Min. Wochenabschnitt: Wajikro. — Die Opsergesetze. - Wochengottesdienst in Frankfurt. Morgetls: 6V» Uhr in den meisten Synagogen (Bockenheim, Unterlindau 7 Uhr, Königsteinerstraße, Hauptsynagoge Tf/g Uhr). Abends: 6 Uhr in den meisten Synagogen (Königsleinerstraße 7 Uhr, Hauptsynagoge 4 Uhr). Universitäts-Cafe __ En*tklamalgea FamHion-Oafö. — DM* Mässige Preise. -MW Besitzer: Ernat Dunkol. Ml DM IM, v. WM SchlllOfB tPm 18m Telephon I, 8630. Seifen, Lichte, Kamm- und Bürstenwaren, Lesen etc. Cosmetische Spezialitäten. I MI frankfurter Aanrilieuuachrichte«. Geboren: E. Sohn Dr. med. David Rothschild (Abelcs), Bockcnheimcrlandstraße 109. E. Tochter Joseph Oppenheimer (Jacobson), llhlandstraße 40. Vorne I Gewiss« Bemizwos. Alfred Kahn, Schwanenstraße 4, Synagoge Friedbcrger Anlage. — Adolf Schiller, Bergerstraßc 165, Synagoge Börneplatz. Schüler Ijteligiös ® efto.rb.cn: Paulinc Stiebet, geb. Franck, 71 I., I Westendstraße 87. — Samuel Baß, 80 I., Friedrichstr. 17a. — Henuy Joseph, 22 I., Bergweg 30. — Jakob Meyer. 86 I., Röderbcrg 62. — David Glicksman», 72 I., Fischcrfeldstraße 10. unter A Auswärtige Familienuachrichteu. Geboren: E.. Sohn Paul Windmüller (Boppel), Essen. — Albert Simon (Löwenstein), Eitorf. — Hugo | Vogel (Ettlingcr), Aschaffenbnrg. E. Tochter Alfred Tietz (Dzialoszhnsky), Köln. Bermizwos. Hans Rotschild, Achim-Bremen. empfiehlt Verlobte: Käthe Gundermann, Berlin mit Georg Licht, Breslau. — Gertrud Finn mit Fritz Benjamin, Eljc^ Finn mit Sally Sondland, Berlin. Gestorben: Hermann Hecht, 70 I., St. Goarshausen. — Max Stein, 58 I.: Joseph Heymann; Julius Llbrahani, 67 I.: Abraham Mokil; Salo Baum, 5l I.:! Leopold Buxbaum, 52 I., Berlin. — Sicgfr. Hirsch, I 38 I.; Max Berger: Werner Friedlaendcr, 20 I., Berlin, im Feld. — Willy Friedlaendcr, 19 I., «-tettin, im Feld. — Samuel Staus;, 31 I., Mannheim, im Feld. — Adolf Haymann, 58 I., Mannheim. — Lehrer A. C. Jacobs 75 I., Brighton (England). — Camille Levy, 36 I., Saarbrücken, im Feld. — Jacob Engel in Firma Herma»» Engel n. Co., 57 I.. Berlin. — Joseph Behr, 76 I., Posen. — Reserrndar Friede. Krakauer, 2o I., Berlin, im Feld. — Jda Weil Wwe., geb. Heule, 81 I., Karlsruhe. — Martin Maier, 34 I., Heidelberg. — Bcrthvld> Eichclberg, Marburg, im Feld. Grosser stehend Allgemeine Mitteilungen. Der in weiten Striefen beliebte Hotelier Adolf Deutsch in Wiesbaden hat seine Lokalitäten verlegt nach Taunusstraße 49. Moderne, allen Ansprüchen genügende Räume werden auch dort das Wohnen zu einem angenehmen machen. Die kommeitden Pessach > tage sind nach dem ernsten Winter so recht geeignet, einen I Erholungsaufenthalt in dem schönen Wiesbaden.zu nehmen. Pi i 1 Briefkasten. B. Wie» verlautet, sind die Schulen der Alliance Js raslite Universelle in Palästina im Betrieb. Wir bitte» ««sere Leser, ihre» Bedarf unter I Bezugnahme a»f »«ser Blatt bei »«seren > Inserenten zu decke». Arautfnrter Israel. Hamllieublatt. Offenbacher Dmeklaftanlage Ci. Taunusstrasse 77 Offenbach am Hain — Mberlroflene 7epp>cdreimzn»g mittelst b. H. Fernsprecher 123 Druckluft. — Qualität: Smyrna and Perser . Velours nnd Axminster Brasseier nnd Tapestry Manilla nnd Wolle Preis pro qm 50 Pfg. 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