Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 12 (1914)
- Issue
- Heft 48 (11.12.1914)
- Date
- 1914-12-11
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Eeüe 10 frankfurter Israelitisches FamilienAatt. Nr. 48. Knust «Vd Literatur. Zum CHanu käsest 1914. Ein Gruß, an die jüd. Soldaten im deutschen Heer vom Verband der Deutschen Juden. Die Druckschrift wird vom Verbände an die jüdischen Feldgeistlichen zur Verteilung unter die Mannschaften ihres Bereichs versandt, sowie nach Möglichkeit auch anderweit jüdischen Soldaten im Felde übermittelt. — Gemeinden oder sonstige jüdische Organisationen, die die- Druckschrift jüdischen Soldaten im Felde oder in Lazaretten zukommen lassen wollen, können Exemplare vom Büro des .Verbandes, Berlin IV. 35, Potsdamcrstraße 45 zu diesem Zweck erhalten, dem jedoch die möglichst genauen Angaben der Personalien — einschließlich Truppenteil bezw. militärischer Adresse der Heeresangehörigen, die die Exemplare erhalten sollen, mitznteilen sind. Feldpostbriefe 1870/71 von George Fontane. 102 Seiten. 1.— JL Berlin-Grunewald, F. Fontane & Co. - Georg Fontane, der älteste Sohn Theodor Fontanes, machte den Krieg 1870/71 als Leutnant mit— oder eigentlich nicht mit, denn sein Bataillon kam nie in die eigentliche Front. .So empfinden wir jn seinen Briefen nichts von dem wirklichen Ernst des -Krieges. Es paßt das auch! recht gut zu der frischen, heiteren Art des Briefschreibers. Doch diese mehr sonnige Beleuchtung des Krieges dürfte unseren Tapfer« in den Schützengräben in ihren eintönigen Stünden eine erfrischende Unterbrechung bringen, und deshalb sei das Büchlein als Liebesgabe empfohlen. Blau-Wciß-Blätter. Chanukah 5675. Berlin- Hälcnsec, Mstrinerstraße 9.. Wie segensreich der „Blaü-Weiß, Bund für jüd. Jugendwaudern in Deutschland" bereits gewirkt hat, beweist dieses Heft. Der gesunde Einfluß der Natur zeigt sich schon in der Frische der Sprache und der Einfachheit des Ausdruckes, die dem Jirhalt des Heftes (Feldbriese, Schilderungen von Wanderungen usw.) eigen sind. Dem Allgemeinen schließt sich das Besondere .anauch in jüdischer Hinsicht verspürt man einen belebenden Zug. Jüdisches Interesse und jüdisch: Würde sind bei diesen jungen Menschen wieder vorhanden. Briefkasten. B. Baumlveg. Nach der uns gewordenen Information ist der neue Stadtverordnete Ihres Bezirkes, der von Dr. G. protegierte Sanitätsrat B., kein getaufter Jude, wohl aber ist sein Vater als Stabsarzt im früheren- Frankfurter Linienbataillon zum Christentum übcrgctrcten. Daß ausgerechnet Dr. G. Dr. H.'s Gcgenkandidatur von B. so eifrig bekämpfte, ist schon deswegen auffallend,' weil Dr- G. den Dr. H. von seiner langjährigen Wirksamkeit in der jüdischen Gemeindeverwaltung her genau kennt und überzeugt sein mußte, daß er auch als Stadtverordneter seinen Mann gestellt hätte, zmnal Dr. H. als Sozialhygieniker bei seinen Kollegen Anerkennung und Ansehen genießt. Jn einer hiesigen Zeitung sind die Motive der Agitation Dr. G's. gegen H. angcdeutet. Es fällt uns jedoch schwer, Dr. G. einer solchen Gesinnung für fähig zu halten. K. in D. Es dürften bis jetzt au 1000 Eiserne Kreuze an Juden verliehen worden fein. Vereins-Kalender. Freitag. M c k o r C h a j i in, nach Schluß Synagoge, Fricdb. Anlage: Vortrag (Emanucl Kaufmann); Langestr. 18, 8htz R.: Zwanglose Zusanimenkuilst. — Montefiore, Blcichstr. 70, 9 N.: Zwangt loses Zusammensein. — Talmud Thora, nach Schluß Synagoge, Börneplatz: Vortrag (Dr. Heinemann). Samstag. M e k o r C h a j i m, Hörsaal, 12 V.: Sefer Schemuel (Prof. Weyl). — Montefiore, II1/4 V.: Schiur (Dr. May). — Liwjas Chain, Hörsaal, 4 N.: Bortrag (Prof. Sulzbach). Sonntag. Me kor Chajim, Langestr. 18, 6 % N.: Midrasch (Rabb. Rottenbcrg). — J ü d. S a »derbund, Liedcrhalle Langestraße, 4 Uhr: Ehänukah- Feier. Montag. Liwjas Chain, Schützenstr. 14, 7 N.: Chaje Odom (Prof. Sulzbach). Mittwoch. Liwjas 'Chain, Schützenstr. 14, 7 N.: Mikro (Prof. Sulzbach). Vorteilhaftes Angebot für den Wifmachisbedatj! 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