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Neue jüdische Presse · 1914-09-04 · Heft 35 (4.9.1914) · p. Seite 3

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
12 (1914)
Issue
Heft 35 (4.9.1914)
Date
1914-09-04
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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«r. 35 Fra«kf»rter I-raelMscheS ^omilintBlaft €*m s »s» uns genvM«neu wurd'. - »nD Wik von mir: or- «^sigen 5j*ft befreit atmete man auf. Die Ungowißl-e t xMX furchtbarer zu crtrogfu als dre InrnrlK- »eib». Air fincr {Sinmüu^tnt, die jelbit der aröRU' Ott »tut tckcht i» nxiau*. ftetM g a nz Deurfchland zu ßOyer un» Re^ch ^der Nnrersttsted der Parteien sck-enu ffUjffKtot* de» geroalttgen Ringen» um. Leben und fj$& \a, uurtj die fanfemotteflen iÄe>;cu- .j^r habe« aufgehork Säre dies vorerst auch nur der Erfatg de» Errege», wir Hütten allen Anlaß, ^pr ei» Schöpfer der grüßten sittlichen Werte zu gc;' litt» ^a5cs gibt dwser Weltkrieg ganz besonder» zu Atznrkeu. Wir sind g«>oohnt, alle» sub spoeis utztorrn- «ne es einer unserer großen Bolksgcnossen AZIwopoisttr ausdr§ckle — oder einfacher indisch: hakf&l schomajim .zu betrachten. Die Allmacht hat ^JdVoa» vor wir der Menschheit, und unter genntlkigeu ^Mtkigeu Wetzen scheint ein neues Zeitalter geboren zu HMrde«! Tief im fnnerkten Schrein unsere» Herzen» und schüchtern zuerst woge» sich Gedanken und .siois' ^tzpUgem h«r»»r. Ich» genährt sind von lausendsährrgeq, »fßen «ch che ErlSsung Israels, aus die Erlösung Weni.chtzvir von allem Leid und Weh, aus den Ande» vefsianitzchen Zeitalter». Der grSßte Peil unseres KoM» schmachtet noch der Gef«»Kenfth«ft eines fluchbeladenen Herrschers, nach de« rraurigeu Kut anGrachte, sich in einem verladene« Htzrchen gespickten Aufruf heuchlerisch an .,l»e»e« zu rve«dcn. Wie immer dieser leg enStzehe« mag. schlimmer kann es unseren »-poluitzchen Ktaubensgenossen nicht gehen, und au» ßkfstem Herzen steigen unsere Wünsche aus zum Artigen. dem Herrn der Heerscharen, daß er unseren r schare« den Tieg verleihe gegen die wilden Horden -Osten» n«d ihre verbrecherrsche Regierung Doch «h nwkftr von Berlin berichten und einzelvon tzem als Zusaklschrovist aufnotiere«, ivas engere jüdische GemeinDast anAeht- E» ist flor, daß die Jpden im deutschen Reich, zum Wenigsten in Berlin, durch ihre eigentüm- Stettyng im deutschen Wirtschaftsleben ganz de- 'xi itfun vo« den vorübergehenden msreriellen Äachdie auch eia siegreicher Krieg im Gefolge hat, W«rde«. Uw nur eine Kruppe van GewerbecheraaszuMeisen: zu der Armee der Htrndes»- strklen die Jaden, insbeßondere die Berliner, nicht. unbeträchtlichen Teil. Ihr Erwerb ist nun p$ laG«getegL Tavsende von jüdischen Mützenarl»ei- und kleinere» Handwerkern feiern, viele indische And Frauen, vch in Handelsbetrieben beschäs- »ar««, sind AeWtcksigt, und hunderte der vielen uhSnKer stehe» vor dem Ruin. - Desto z« begrüststn ist es. daß man angesangen verschiedene jüdische HSfsorganisstiatwn zu schaffen whalb der Maß-Jisroek wird eine Darlehnskasse klein« Leute gegründet. Die große Kemeürde steht ' Rai und Tat ihren sir Bedrängnis geratenen E» zur Gerte und hat ein« Kommission für diese ein gesetzt Besonder» rühmend sei heroorgehast sie den besonder» Bedürstigen, soweit cs angeht, Wohnung und Verpflegung besorgt. De» trre» atti den BLdern in Berlin ZusammenstrSdie von jede« Berühr mit ihrer Heimat ab- «itten;5nd, kommt sie in liberalster Geife entindem sie ihnen Gelder ohne Zinsen zur Per- «g stekli. zmn Teil unter Berpsändung von Gchmackd» die Bemitleiden «werlen nirgend» mehr in sprechenden GeSm»ert Umtauschen konnten. Zn diesen m«cht die Gemeinde manch?» wieder g«k und erstM durch ihr soziale» Lmpsinden wieder Iympa- «Wh in ech^LSfe» Kreisen, die sie sonst bewußt «chttMtstl oft verletzt hat. ^Wie HchnAischl» Franettvrganisotiontn sind an der »eil, W« eine streng loschcre Kindervolketüche ine Men z» rufen. Hofsentlirb haben sie Ärfolq Doch nach »los indirekt haben sich uchere Glauin diesen Ta^n detüttgt. Hunderte von jvnget, Männern, besonder» mele Dkudenten Abiturienten, jrnd trotzen Mul» tn dir Reiben Hotzen Heere» getreten. DU bade» j,ch aanze mdeSgrnppen HUsammengriunden. Zn etner Berltnr- »ne lagen auf einem Zimmer! 2 siidüchc Ent- Da jre großen reit» rel id'ösen Kreisen mikrn. saunten sie trühmorgen» auch Teiillin Appeu »&ni MDsß kÜnnteu wobi auch sie melen cnt»ia::S!iche!! ptNVfsen, die zum noch je»! in ztem- Wtzchtzl au verschiedenen? lelien Groß-Berlin» n, sind. Zeitweiitg, so behauptete man. ivar ett! grvtrer dort deisarnnten. D iaiscn und inüisen ril SeS ui'uiü'hhfi! itfit nur \c\(nnul ta zeigen Ue'uer uaup! konnn! inan sei: i u»iiii Zuden ui ailcii Sh'fiin1. iicüi'Mul] enigeae! Nn» Zu den tHimpi! Du- :anre Z rende 2 tcgc der zfrnst der (ili ultagr. Zeden Mot r der Dteeikrus unserer Deelen, das D.lwsar. Z das;, ivenn es mit Gottes Hilfe un.s a,n \K erklingt, es der russijctn'ii Zudenhest silwn a!» ..felwsar gedaul le-cheirusenn" e-lliniten aber möge bis dahin der AlitnärlUige ine Diege beschweren und hosse n N ich a n el; da ne!,chen Frieden. groize zlü.t- % Caf6 Kaisargartei uk HpornplLt« EntklaMige« F»» Ilten-Cal« ==========. NaeknitUf« Konzerte. ==*= Frw Hmmmmimmmm, Besitzer. Aus aller Wett. «Etz«» Wet«. n. M Brkonntlich machte im Früdiabr cm Erlast de» Regiernttgsprafidenten zu .0p p c l n die Run.de durch die Presse, worin in ziemlich dürren >nurien den. Gchlachthansgemeindru empfohlen wurde, durch die Ejnf'" hruug „doppelter oder gar d r e i s a d) c r 3 ch l ach t g e b ü h i e n" auf die „Einschränkung" des GchLchlens hinzuwirken. Der Erlich hakte wegen seiner unverhüllt schächtgegncristhen T ende uz in den'ivcitcftcn jirdtsckren Kreisen trete Lrregmrg herporgerufen. Trfrcnlicherrveise hat nunmehr, ivie das Büro der „F r e i e n Be r ei « i g u n tz f ür d ic ) nte re ffc « bei orthodoxen Z u d en t u m S" mitkcilt, der Minister deS Znnern auf eingelegte Befchtuerde in geeigneter Weise Rein e d u r g e s ch a s f en . Sollte trotzdem ivgendmo eine Gehühreno'ichnung be- , werden, die dupch dre ahnorine Höh» der Schücht- Sm die Absicht verrät, im Sinuc der prinzipressen gxgner einschränfend zu wirken, so dürfte ein«, rechtzeitige Beschwerde rmdstic Geuehmtgungsvchvrden uud letzten Ende» da» Kechtsnsittelverfahren des Kymmunasab- ^chengefetzes zue Aufhebung j$%r,. G<bührenordnnngen K»««N»rr «. dem BLro der „Freien Ber. einigu.ng für ißnLerr^sen deL orthodoxen ZudentutM^Mtch nn-.gemeldet: Für die lu 'k.tteniSäßtK tttt \o ue tt sanch in Festungen befiudsstheN sLoifchen ^ldnten werden die zuständigen Herren RaWiner, Sehrer vder Gemeindevorstünde gut tun, zu den bevorstehenden Feiertagen ohne Berarrg um Be u r la u-bn.rz,L -ojfcs, fhtpeit diese aus ds^nstlichen Gründen ntc^ erreWsta^^m. Dt!eA st ö e f r e i u n g nach« zufuchen. ' . Hinsichtlich der etwaigen Dienstöefreiung bei dem im Felde stehen d « »Gruppen uichder Veranstaltung von Fe i d go t t e sd t epst em. dlekl't eine Berfügnng des Ariea-ministers obzumarten Bsrtt». Das Preußische Rriegsminister ium hat sich den alsbakd nach der Mobilntachung gestellten Anträgen de» Verbandes der Deutschen Jude» sowie der Freien H e r c i n i g it n g f ü r d i e In t e t - essen de» Drthvd o zze n I u d e n r n m s — die znjt&t^’r unabhängig von erste re in vorging, sich aber dann seinen Schritten anschloß — cntgegeitkommend erwiesen, und man kann auf eine Verfügung rechnen, aus Grund dereti Rabbiner LU» verfMt^denen deni Preußischen He»re»- ^«tingenr z»g»tzörig«m Landesteilen als Feldgeistliche zu den TruMen gehen tverden ÄS liegt auch Gr gnv zu der A n nähme vor, daß die — in dieser Sache, wie ln vielen — sei ständig« Bayerische MsiitSrbehsrde iu cheicher Weise verfahren wird »vic die Pretch^che. Der Gang her Berhätchsnygen i>n Einzelne« rer.p icht «in bakdtge» günstiges Erqebnhz. - Erirälin.-nsmert ist. baß anf di« Nmsrag« des rierbande» eine den Bedarf rveit übersteigend« Zahl von .'li-abbinen au» allen Teilen des Reichs sich zu dem ebenso müh^ wie ehrenvollen Dienst sofort freinntlig zur .Verfügung geftelli hat. «er Art«, »»» »t« »r«tsche» A»»e». gmflirt «. M. hch. und. Rud. Lrsmann. haben in ihrem Hause Aalbächecgasfe 8 ein Lazarett mit Betten zur Verfügung gestellt. Cteft*. Der Deutsch.Jsr ael. »emetndebund har bekannttirb in seiner Friedrich-Wilhelm^Bictoria« Stiftung die Einrichtung, l ü d i s ch e n Gemeindebeamten für Lebensversicheruu,z<n bet der „Victoria" einen Zuschuß za gewahren Er bar üunn.chr beschloffen, die ernmaiige Er i e. g » p r a in > e in volletn Umfange zu Ldernepmen. Avk» ». Atz. der Reibe der Hilfsaktionen, die für da» Kohl unserer ln, Felde sichende» Ürieger und der zurückbleidenden notlerdcnden F-amilieu unternommen!verden. irirr emr neue eigen«!üge Akiio» c.nl de» Plan. Der Jüdische # i i e n a I f n n o i- '..Ist; c nie Hilfsmarke zum Berka ui gelange», de; rn Ertrug «!!>'» tst-rwü.-iku-teu und Notierenden ohne Unterschied des Bekennttu'sje» zu gute kommen soll iiängÜ sind alle Scheide!inien U'.nschen Parteien und Konfessionen per schm« «den, und in n»svpserun.;?vv!ier fiMf« '!» rmi:tu Der Hetmal zu unterirritzeu. Ader anw bei gewvhttliürc» Pv't'endune.et! Dunen uns nu.cn Dte >."!tr-ma-.keu in Bi - betracht Des eole» J,!»'.u!e^ , cicriui! oer»'c»de: u'crDcu P»lich«ck i. Opf. Der nr. Fraueuvrrcm und der Lzotsitaiigkensvereni 'il;;'>H.»:-c! ivc»Deren zujanirnen die Summe ixm 2t*j M. zur Dammninu Des Roten Kreuze» unD der Hintclbtiebcnentursorftc rneror:», Et«tr<r«r1. Eine jüd. Famtiie tn Berlichingen hat s i! u s Sühne tut Feld. Stra«bi»«. Der ErniLbrige - Unteroffizier H e i n r i ch L i p P m a u n , 2 ob« de» Bankiers Salomon L'ppinann, ttorb «in!- Angun »!s erster der bayerische» Jude u b r i; den H c t d e n l o b PpfeU. Die lüdlsche Gemeinde hat für ihre in materielle Schwierigftite» geratenen 2)Etg'.!eder einen Krieg».- u o I ft fl n b f j o n b » er rrchret. ttattmae*. Dre Dynaaogengcnreinde Beverungen spendete für Kriegszwecke NX) M.. und zwar KiO K fürs Rote Kreuz und Vti M. für hiesige Familien, deren Ernährer in den..Krieg gezogen find. LemtzerK. Unter Leitung des bekannten Mitgliedes der Zionistifcheu L)rganisatiou Dr. F i i m e l Was ch i y har sich mit 'Gemchm^ung der 2)sVitLrbehöW>en ein jüdisches Schü tz e n! o r v » gebildet. Es zählt bereits an 4M wafsonjähigc Jünglinge. Ae»'V«rk. 12 Aug. 'Gebete für den Frieden und-Proteste gegen de« Krieg srnd in zahlreiche:! Synagogen gehalten worden.. In den Predigten wurde besonders der trostlosen Lage, der russischen 'Juden gedacht als Mühlstein zroischen Bedrückung;:»fc Krieg. U«W.G«rr. 14. Äug Dr. Lchm arsa Lewin, Mitglied des Zionistitzchen Engeren Aknouökomttees, der an: her ,Zkronprinzcfsin Cäcilie" nach Berlin zurückfahre» wollt«, wurde gezwungen, u m z n k ehre n u n d i st hier wieder ei nge troffen. Prrf«,«tte» ». Stet»« Mtttetl«»tze». Prof. Dr. Bruno H e v m a «n H znm R d te i l » n g» pr o f e s so r <un Hygienischen Institut der U n iverf i tck t und Dr. sag. Max J^acob rum Professor und Mibglied derPtzysikalisck!' Technifesten Reichsanstalt ern«Mt lwvrde«. vresj««« Die medizinische Rotprüfun. haben bestanden . Friy Scharfer au» Prttslketicham, Erwn Kowalski aus C-chwrenrochlowitz D -S-, au» Breslau Friedrich Gaßmann, Georg Heidenfeld, Helen« Rieß Nudotf Rosenfeld, Georg Jaretzti. Georg Beul, Sorr Badr, William Botz aus 'Strehlen, Ferd. Schreiber au Kempen u Pvs. Der Jjr. «inderZerrten heck m: Unterstützung dos Jsr Frauenvcrcius «men Kinder stört mit Küche in» Leben gcruie», in welchem ü&e IW Kinder gespeist und tagsüber beanfsichckigt werde: Diese Einrichtnng hat sich als überaus nützlich erwiese und allgemeine Anerkennung gefunden. ttaa*. Prof. Dr. med. Rudolf F t s ch 1 wurde zut außerordentlichen Professor der Kindcrheil kund« an der deutschen Universität ernannt. V»tz«peA. In Ungvar wurde der 24 jährt-e Lokmul fchüler Aron Grünfeld aus BaMo4lutzkn aus Uu Vorsichtigkeit von eriwm Posten erstdoMn. Aew-^rk. Hugo Reiß ist zum brasilianischr Generalkonsul in Shanghai iCstina) ernan» worden. Kr«»kf»rtrr Bericht«. 3«r Grnw.Uncheletzentz^t, Der Schreiber der twrtvöchentlirden ^csieu ersucht >- Aufnahme der nachstehenden ergänzenden Mitteilungen: „Das Rabbinat der Jsr. Religiousgesellschaft harte > diejenigen Prt'patpersotwn. welch: o,c praktisch« Durchs» rung der Jnstsintiou übernommen yatten, das Krsncb- Erichwt, daß die zu sthaffcnde Institution die Gewähr d Dauerhaftigkeit in sich trage, und daß ferner dem Rabbin di« religiSse Prüfung und DouernDc Beaufsichtigung eiur räumt werde. Die erwähnten Privatpersonen haben die8 as» selb rcrständlich zugesagt und l-aben mährend de» ganzen B< lauf» der B«rHandlungen an dieser Zusage ftstgchalkn. D Recht der Ausschiießlichkeit wurde :mder verlangt, nt eingeräumt. Das Rabvinat der Isr Gemeinde hat sich stne Zlrsagc gebundcu erachrct, >!ND -'den desstttlb wu: für die praktische Durchführung der Jnstikutson ein W gewädkt. welcher es des« Rabbinat der Jfx. AeligionSt scllfchafi ermög'.nchre. die religiöse Prüfung und dauer:' Beaussichtig'ung rntiveder gementmin oder getrennt f zunehme» " Ferner sei hier verze,chnet. daß Robb. Dr. Breuer seiner setzten SabdanPrcdrgt »ctm Her Hy t «ntewert b Gründe gab tu atidt Diesmal nicht a». Ev gebrauchte .' Ausdruck „Scknvinder-Hererche'f?»'mr Kusdruck sowie Behandlung der Ang^egeuoen überhaupt seitens Raddin Dr Breuer hav-.-.'i -neuen der Religionsgel. schüft leddafte l'.n.tun u-denhett „er vorgeruseu. Wie! hören, :st de: Bo: „u-D r:'.;cht »oo.'d..-- . Z leil'tng zu »ohtn Wie so ot', '!-.» au.h du", wieder an den nur geßlichen L'o»'S le-n A Denken, der bk! si'ttsa Situatwnen stete ,einen Manu stellte

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