Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 12 (1914)
- Issue
- Heft 27 (10.7.1914)
- Date
- 1914-07-10
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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«eite 10 Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Skr. 27. IM oder August eine Fericnfahrt zur Werkbundausstellung in Köln a. Rh. zu unternehmen. Das frogramm sieht vor: Donnerstag Abend: Fahrt nach öln. Freitag: Besichtigung der Ausstellung, Zusammentreffen mit anderen Vereinen aus dem Verbände der jüd. Jugendvereine. Samstag: Bewirtung durch den Kölner Verein, Führungen durch die Stadt. Sonntag: Wanderfahrt gemeinsam mit mehreren Vereinen. Rückkehr: Sonntag Abend nach 10*/» Uhr. Kosten (inkl. Bahnfahrt, Uebernachten, Beköstigung üsw.) ca. 11 Jk Anmeldungen müssen schriftlich bis zum 15. ds. beim Büro des „Montcfiore"- Verein (Bleichstr. 70) eingereicht sein. Freunde des Vereins, sowie Schüler, Gymnasiasten re. vom vollendeten 14. Lebensjahre an, können sich an der Fahrt gern beteiligen. Interessenten gehen nähere Mitteilungen noch zu. Hebräische Vereinigung „Jwriah". . In seinem Vortrage „Die Bedeutung des sephardischen Dicklektes in der hebräischen Sprache" bewies stud. S. Blumenfeld an' der Hand mehrerer Beispiele, wie die sephardische Aussprache vor allen anderen Aussprachen in der Diaspora den originellen semitischen Charakter bewahrte, und wie sie dem semitischen Ohr am besten entspricht. Er zog auch, eine Parallele zwischen der hebräischen und der arabischen Aussprache von einst und jetzt und hob besonders die Aehulichkeit der beiden Sprachen und deren Entwicklungsstadien hervor. Er betonte auch die Notwendigkeit, daß man sich für die sephardische Aussprache überall dort entschließe, wo die hebräische Sprache zu ihrem Rechte gelangt, damit unsere alt-neue Sprache ihren originellen Charakter und ihren semitischen Wohlklang wieder erhält. In dieser Hinsicht geht Palästina der ganzen Diaspora voran. Dem Vortrag schloß sich eine lebhafte Diskussion an. Leo 9chweinfest# Damenschneider«! O empfehle tadellosen Sitz, gute Verarbeitung. jy Gr. Eschenheimerstr. 19,1. -MW Ärmst rrrrv Literatur. Woodrow Wilson: Die neue Freiheit. Ein Aufruf zur Befreiung der edlen Kräfte eines Volkes. Einleitung von Hans Winand. Woodrow Wilson: Neu e Literatur. Betrachtungen eines Politikers; beides im Verlag Georg Müller, München.- 1914. Die sympathische Persönlichkeit des gegenwärtigen amerikanischen Präsidenten hat auch in Europa viele Bewunderer gefunden. Es ist bekannt, daß Wilsons glänzender Entwickulngsgaug, der ihn zum höchsten Posten seines Vaterlandes geführt hat, vom Katheder der Universität seinen Ausgangspunkt genominen hat; daß er lange, bevor er sich aus politischem Gebiete seine großen Erfolge errungen hat, in der Welt der Wissenschaft und Literatur, bereits die schönsten Lorbeeren gepflückt hat. Es war daher ein guter Gedanke, jetzt einige seiner Werke in deutscher Ucbersetzung herauszugeben. Das erste der zwei Bücher: „Die neue Freiheit" enthält eine Sammlung von Reden über die wichtigsten Fragen der amerikanischen Politik, Fragen, die größtenteils auch von der erheblichsten allgemein - menschheitlichen Bedeutung sind. .Die Reden sind alle in der denkbar einfachsten und populärsten Form gehalten, und was an ihnen gefällt und anzieht, ist nicht so sehr ihr Gcdankeninhalt, der durchaus nichts Neues enthält, als vielmehr die machtvolle Persönlichkeit dessen, der sie gehalten hat, die aus allen Worten herausklingt; 'daneben aber ist es der seltene Ethos der neueren Ueberzeugung, der ans diesen Zeilen spricht, der Ethos eines Mannes von reinster ethischer Sauberkeit und glühendstem Idealismus. Nicht minder interessant ich das zweite Buch.: „Neue Literatur", in der Wilson über literarische Probleme handelt. Auch in diesen Essays kommt die tiefcthische Wesensart dieses Mannes zum vollsten Ausdruck, und wenn vielleicht hier und da dieser ethische Maßstab, den er an allen Dingen anlegt, die rein ästhetisch-literarische Beurteilung etwas stört, so wird man dies doch gern hinnchmen. Es ist in unserer Zeit schwächlicher Dekadenz und eines gefährlichen ästhetischen Amoralismus im höchsten Grade erfreuend, in diesen Büchern einem Manne zu begegnen, der noch den Mut hat, zu predigen, Ethik zu verkünden und sich nicht scheut, Gemeinplätze mit tiefstem Pathos zu wiederholen, weil er sieht, daß sie noch 'nicht realisiert sind. ZLenn zu dieser seltenen ethischen Begeisterung und Ueberzeugungskrast, die diese Bücher so wertvoll macht, ihre Lektüre so erzieherisch sein läßt, noch, ein selten schöner, ausgereister, harmonischer Stil hinzukommt, die Kunst einer kristallklaren, durch, ihren logischen. Aufbau gefangen nehmenden Darstellung,, und man weist, daß die Uebersetzung eine vortreffliche ist, so wird das Grund sür jeden fein, zu diesen Büchern zu greifen und -sich an der von stärkstem ethischen Pathos durchdrungenen, bewundernswerten Persönlichkeit, die da entgegentritt, selbst zu erheben und zu weihen. Spezialität: MKorken. Francke & Weber® Gr. Frledbergerstr. 7—11 Tel. Hansa 4095. 1 ■ ■ ©jieitlieii. H c rzl-Gehst chtnfi'sspcsn de^-Mr ^zehnjährigen Wiederkehr seines Todestages. '* ' •. ‘ t Familie S. H- Goldmann, 1 Oelbänm im Herzlwald- 6 Jk Referendar Hugo Wohlfarth „ 6 „ Karl Rosenheimer „ 6 „ David Hamburger „ 6 „ Rosa Grünblatt a. d. Rainen Sydney - Jaeobsohn „ 6 „ Dr. med. H. Stempa, Zcil 66 - „ 5 „ Sally Adler a. d. Namen H. Frohman» „ 6 „ M. Levigarü an Jes. u. Sophie Levigard „ s 6 „ Geschw. A., S. u. A. Weilst, Homberg „ 6 „ S. W., Homberg „ 6 „ I a h r z e i t s p e n d e. Jsaac Heimann zum Jahrzeitstag seiner sel. Mutter Karoline Heimann geb. Diedesheimer am 16. Tamus 3 Oelbäuine im Herzlwald 18 Jk Adolf Heimann, Müllheiin i. B., zur Jahrzeit seiner Eltern Aron u. Karoline Heiniann geb. Diedesheimer am 30. Siwan und 16. Tamus 4 Oelbäuine im Herzlwald 24 Jk B ü ch s eu l eer un g durch Fräulein Estella P r i n s. I. Rapp, Seilerstraße (v. 546) 5,20 Jk; Martin Levigard, Seilerstraße (st. 689) 3,18 Jk; Cilly Rosenberg. Nciningcr, Herderstr. 11 (0. 624) 1,28 Jk; S. H. Goldman», Bauniweg 57 (st. 753) 9,50 Jk; P. Buchbinder, Bau,»weg 23 (st. 706) 1,05 Jk; Noßbaum, Kantstr. 11 (st. 716) 1,— Jk; Nathan Feldstein, Bergweg (L. 790) 1,14 JL; Ptaschnik, Bcrgweg 35 (st. 730) 1,75 Jk; Estella Prins, Seilcrstr. 35 (st. 761) 8,— Jk Vereins-Kalender. Samstag. Verein „Mekor Chajim",. 4Y), Langestraße 18: Mikro-Vortrag - (Max Meyer). — „Al outefiorr"-Verei», 5^, Bleichstr. 70: Erklärung der Sidra. Sonntag. „M o n t e f io r e" - D e r e i n, 3—4: Turnspiele im Ostpark. Montag. Jwriah., 9, Hermcswcg 27: Der Prophet Jeremija (stud. B. Bermann). Dienstag. „M o n t e f'i o r e" - V e r e i n, 755, Große Eschenheimerstr. 37: Führung durch die Frankfurter Zeitung (Leitung: Singer). — Jüd. Turnverein, 81/2. Selektenschulc, Eiserne Hand: Herren » Turnen. Donnerstag. Jüd. Turnverein, 81/2, Herderschulc. Wittelsbacherallee: Damen - Turnen. Carl Gfdbenan,8^!^ 13u»plen, Uhren, Bold- und SilbBnaraPBn Atelier für Neuu. Umarbeitungen Eckhaus Bossmarkt beeid« SachweretändlBer Reparaturen. - Telephon Hansa 6069. Auswahlsendungen gerne zu Diensten. Israelitische ' Kultusgegenstände. Spisial-Geschäft für Obst, Gemüse, Südfrüchte Orangen, 3 Stück v. 10 Pfg. an bis za den feinsten Früchten, so wie Tranben, Satteln, Feigen, Bananen, Ananas, Bosinen, Aepfel in allen Preislagen Lieferung frei Haus. Tel. 690. 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