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Neue jüdische Presse · 1914-05-15 · Heft 19 (15.5.1914) · p. Seite 11

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
12 (1914)
Issue
Heft 19 (15.5.1914)
Date
1914-05-15
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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r. 19. gen. dsb er , dergelcqt tft' mder bei* svcrtrctci mau } erhikl tji e l Nesso ahme de sraelit abb. Dr . Reis; nerzienil brike» i, Hiedcn enstein » Kasscl ,r!ragsabende mit Diskussion werden wieder eingeführt. — erj , den Kosten eines hebräischen Sprachkursus' wird sich der ' tritt mit einer angemessenen Summe beteiligen, sobald isieht, daß Form mtd Ziel des Unterrichts die Anlcgcnheit als im Rahmen der Aufgaben des Literaturrcins liegend erkennen lassen. — Auch eine Beteiligung den Kosten der der jüdischen Lesehalle angegliederten endschule wurde in Erwägung gezogen, da die Erhaltung scr segensreichen Einrichtung dringend notwendig er- Mt; man sah aber davon ab, in der Erwägung, daß er in erster Linie eine Aufgabe für die rein sozialen trciuc unserer Gemeinde vorliegt. Nürnberg. Der Verein ,Lsr. Mädchenstift Üax und Elise Heims che Stiftung)" versendet inen 11: Jahresbericht. Die im Stift vorhandenen 23 Plätze waren stets :q setzt (0 Handelsschillerinnen, 11 Kontoristinnen) 1 Kassirrin, 1 Anwaltsbuchhalterin und 4 Verkäuferinnen; 21 sleglinge aus Bayern, 2 aus Württemberg). . Die Vorherin, Frau Bertha G o l d s ch m i d t, beinüht sich, semitische, el ist de aus den iei ektrizitW Graf bei mze» Zi md mciiii ei ehre. % :fe« CU UI daß 2'ii ssch nchmi anlassm, tig dasüi es Ihm durch bi i geiiici» Wedel, dichs st egen gegen Entlassung licht mehr ingelischei n Israeli lbian pro Entlassung schsagung. im Werte ratenlisten lerwendcn : Beweis zu cinei ah len hat talStyo' angestcllt Elsas; >entl. Pro Israelit. icster Uni wurde er i von Dr. rke bilde» Nr. 19.!»tterstetle. an den ihr anvertrauten Pfleglingen zu rtretcn. Die Damen der Verwaltung besuchen im Turi regelmäßig das Stift, besonders zur Essenszeit, um von der richtigen Führung des Hauswesens zu rzeugen. Die Pfleglinge werden angehalten, den Gottescnst Für Angestellte am Freitag abend zu besuchen, enso leisten sie den Einladungen zu den Nnterhaltnngscnden der Maimonidesloge Folge. An Geschenken flössen dem Stift inr äbgelausenen e 2075 Jk zu. Ter Kassenbericht schließt in Einnahm und Ausgaben mit 18 266 JL ab. Das Bereinsderbeträgt 150168 Jk Neustadt a.Hardt. Die Aufgabe, ein behagliches, übsches Heim zu schaffen, ist bei dem nunmehr eröff- ' n „Israelit. Altersheim für die Pfalz" harmonischster Weise gelöst worden. Bei aller EineiUchheit wurden die modernste Technik und ausgesuchter »esteschmack angewendet. Empfangszimmer, Lese- und chreibzimmer, Speisesaal usw. legen den Beweis dafür ab. In fünf Jahren ist das Baukapital von 180000 Jk spendet worden. Den Bauplatz gab die Stadt. Die ätgliederbeiträge des Vereins betragen nahezu 10000 Jk Frankfurter Berichte. Heimabende im Montefiore. Um seine zahlreichen Mitglieder auch persönlich einider näher zu bringe», beabsichtigt der „Montefiorc"-- creiu diese regelmäßig einmal in der Woche — jeden ienstag — im Vereinslokale zwanglos Zusammenkommen i lassen. An diesen Heimabenden, an denen Gäste gern ■ui sehen werden, sollen sich, die Anwesenden in kleineren j, reisen über beliebige Themen unterhalten können. Für st usikalische und deklamatorische Darbietungen wird gesorgt « erden. Die Lese- und Spielräume des Vereins stehen "ch an diesen Abenden, die einen durchaus gemütlichen haraktcr tragen sollen, zur Benutzung offen. und Uni Der erste dieser Heimabende findet am komntcnden a r z t erienstag, den 19. ds. Mts. statt. Erholungsheim für isr. Frauen Badeu-Baden. Das Erholungsheim für israelitische Frauen Badcnladen E. V. hat seine Pforten wieder geöffnet. Das iropäischen befindet sich seit Beginn des Monats Mai wieder wurde er' vollem Betriebe. Im neuen Jahre gelangt eine Reihe euer Kurmittel zur Anwendung, iodaß alle Insassinnen csten Erfolg der im Heime verbrachten Erholungszeit cwarten können. Das Heim ist auf Mitgliederbeiträge »d Spenden angewiesen und bittet dringend Um solche. it er, weil Mitglieder der Verwaltung, insbesondere der Vorrdentlichcn tzende, Rechtsanwalt H o r o v i tz, Frankfurt a. M., eil 123, und der Schatzmeister, Bankier Willy Drey- Miskolczei u s, Frankfurt a. M., Alte Rothofstraße, sind zur Entr Adels- -gennahme von Spenden und Mitgliederbeiträgen bereit. Gesuche um Aufnahme sind an die Ehrendame der Berrch. Ugoch altung, Frau Dtichael M. Mainz, Frankfurt a. M., , I e 1 hie! stendstr. 6, zu richten; dorther sind die Ausnahmeei Jahrei es Fach imlung du w gewählt eschichti rsammlung rmulare zu beziehen. Auch für die späteren" Sommeru...., o»ate müssen die Meldungen schleunigst geschehen, wenn me Kostei "erhaupt noch eine Berücksichtigung erwartet werden'soll. wrige doi Die modernen Strömungen im Judentum. juristisch!! Wenn man dieses Thema hört, denkt man gleich dem Prä i alle möglichen und unmöglichen Parteien, die im ssertationsudentum existieren. Man nimmt sichgleich vor, diesen im Rechlk »er jenen Standpunkt in der Diskussion zu verteidigen. as sind wir jetzt gewöhnt in den Zeiten des Kampfes. — ti Dumerui sie wohltuend war daher der Bortrag des Herrn Ch. '~~l f""' atz (Zionistische Orts- und Jugendgruppe und Knlturcrein), der nichts von Politik und Hader in sich, hatte, »laßt sahen - war nur eine Erzählung, eine schöne Erzählung, der üten. Di tzten Zeit . der jüd. Geschichte, angeknüpft an unsere nteii wuri» ergangenheit. Der Bortrag war.durchweht von gedanken- 4öö sin^ »llen und geistreichen Bemerkungen. Die Bilder aus iserer Vergangenheit und Gegenwart erfuhren eine so anreiche Aneinandersügung, daß es wirklich, ein Genuß ar, die Ausführungen des Herrn Katz anzuhören. Den ahalt seines »Vortrages in einigen Zeilen wiederzugeben, unmöglich; denn jedes einzelne Wort ist der Erwähsch-Jsraelit Ruhestand ... . M. wurd ^"8 wert. Wollte man alles Interessante an diesem ltenen Vortrag wiedergeben, müßte man ihn ganz zur eröffentlichung bringen. Kurz gesagt wäre der Inhalt wie folgt. Das Judentum steht aus 3 Prinzipien: 1. Toleranz, 2. Lehre, 3. Systeatisches Können. Der Redner kommt dann auf unsere Ver- Mgenheit zu sprechen, hält sich bei Propheten Elias n wenig auf und kommt so zu unserer Gegenwart, c ist der Meinung, die Juden müßten sich eine Heimat lassen, einen festen Sitz, damit man sie achten und . Geschuyl Sätzen lernt. .Er erachtet deshalb den Zionismus als den e klemere»nzigen, richtigen Weg des Judentums. Zum Schluß Frankfurter Israelitisches FamilienKatt. kommt er noch auf die Erfolge des Zionismus in der letzten Zeit zu sprechen. ■ . , '. Die großen Beifallsbezeugungen bewiese» die außerordentliche Zufriedenheit des Publikums. Der Vorsitzende, Bankier Wolf, dankte auch dem Redner in herzlichster Weise für seine lehrreichen und gedankenvolle» Ausführungen. Ben-Zwi. Heim-de- Jüd. Frauenbundes. Jüngst fand in Ren-Isenburg die Eröffnung des zweiten Hauses des Heim des Jüd. Frauenbundes statt. Die vermehrten Anfnahmegesuche der letzten zwei Jahre hatten diese Erweiterung bedingt, die auch für eine Differenzierung in der Arbeit und Erziehung der Zöglinge geboten erschien. Ein zahlreiches Publikum war erschienen, darunter Vertreter der isr. Gemeinde, der Loge und vieler Frankfurter Wohlsahrtsvereine. Die Feier wurde durch ein Lied, von Kantor L e v y gesungen, eröffnet. Die erste Ansprache hielt Frau Dr. Frankl aus Berlin, als Vorstandsmitglied des jüd. Frauenbundes. In ihrer groß angelegten Rede betonte sie die weitgehende Bedeutung der Arbeit des Heim des Jüd. Frauenbundes an der weiblichen schutzbedürstigen Jugend, die den Bau dieses zweiten Hauses zu einer sozialen Notwendigkeit gemacht hatte. Als zweite Rednerin sprach Fräulein Dr. Schulz, Leiterin der Rechtsschutzstelle für Frauen in Frankfurt, über die Beziehungen der modernen Bestrebungen in der Jugendsürforge zu dem Heim des . Jüd. Frauenbundes. Hierauf hielt Rabbiner Dr. Nobel- Frankfurt eine von traditionellem Geist und modernem Empfinden getragene Rede über die Fürsorge für die gefährdete weibliche Jugend. Ein Gebet und ein Lied beschlossen die eindrucksvolle Feier. Es folgte . die Besichtigung der beiden Häuser, deren einfache, aber freundliche und zweckdienliche Einrichtungen allgemeine Anerkennung fanden. Jüd. Wanderbuud 1914. Um zahlreiche an uns gerichtete Anfragen zu beantworten, sei kurz gesagt, welche Ziele der I. W.-B. verfolgt. Der I. W.-B, will bei der jüd. Jugend — insbesondere der Schuljugend — Liebe zu den Schönheiten der Natur erwecken, sie zum Wandern veranlassen, gleichzeitig ihren Körper und Geist stärken, ihre Willenskraft stählen und sie zum Selbstbewußtsein erziehen. Diesen Zwecken dienen Tagessahrteu (wobei abgekocht wird), Nachmittagswanderungen, Liederabende und Liederrasten. Besonders weisen wir darauf hin, daß nur ein jüd. Wanderverein ein rituelles Abkochen wird ermöglichen können, und daß weiterhin vor kurzer Zeit der „Wandervogel E. V." in logischer Folge des dort schon länger geübten Treibens jenen famosen Beschluß annahm, der jedem Juden, welcher sich das Gefühl für seine Würde und den Stolz auf seine Gemeinschaft bewahrt, verbietet, länger dem W.-B. anzugehören. Wie aber, sollte deshalb diese unsre Jugend, der körperliche Regeneration dringend nottut, jetzt des Wanderns entbehren? Auch hier will der I. W.-B. mit eingreifen, er will alle diese Wanderer und Wandererinnen zusammenfassen, von der Anschauung ausgehend, daß nur selbstbewußtes Auftreten im Stande ist, sich Achtung und Freunde zu erwerben. Jeder jüd. Junge und jedes süd. Mädchen, die an unseren Bestrebungen Interesse nehmen, mögen Sonntags pünktlich zum Treffpunkt kommen; sie sollen uns bestens willkommen sein. Am 17. Mai geht die Fahrt nach Aschaffenburg — Mespelbrunn — Klein - Wallstadt. Marschzeit 6>/» Std. (Führer: Ref. Wohlfarth.) Treffpunkt: Ostbahnhof o45 Uhr. Kochtöpfe, Teller, Eßbestecke mitbringen. — Am 21. Mai geht die Wanderung nach Wiesbaden — Schlangenbad — Eltville. Marschzeit ßy» Std. (Führung: Walther Sundheimer.) Treffpunkts Billethaus, Vorhalle Hauptbahnhof, 6 Uhr. Kochgeräte sowie ein 14 Pfd. Nudeln mitbringen. — Am 24. Mai findet nachmittags 4i/» Uhr in Oberursel eine Liedcrrast statt; Auskunft durch die Führer auf den Fahrten. Die allwöchentlichen Liederabende beginnen am 27. Mai. Auch sei bereits darauf aufmerksam gemacht, daß im Juli eine größere Ferienwanderung. veranstaltet wird. Anfragen, sowie Anmeldungen: Walther Sundheimer, Banmwcg 52, 1. Stock. Einweihung des Rene» Jüd. Schwesteruheims. Am Sonntag Vormittag hatten sich die Spitzen der Frankfurter Judenheit zur Besichtigung des Neuen Jüd. Schwesternheims begeben. — Dr. Deutsch hielt vor dem zahlreich erschienenen Publikum eine kurze Begrüßungsansprache, in der er den harten und oft gefahrvollen Beruf der Krankenschwester schilderte. Dieses Haus soll eine Erholungsstätte sein sowohl für den Körper als auch für den Geist. Für das erstere sorgen die guten Einrichtungen und Verpflegung, für das zweite die dazu bestimmte Bibliothek und das Studienzimmer. Die Runde durch dys Haus bestätigte in überaus reichem Maße die Ausführungen des Redners und bewies, daß dieses Heim geradezu glänzend in all seinen Einrichtungen ist und fast möchte man sagen einzig dasteht. Mit Recht sagte Herr Dr. Deutschs daß dieses Haus eine Zierde für die Frankfurter Judenheit sei, von deren: großen Wohltätigkeitssinn es Zeugnis ablege. Die Namen der Wohltäter, die beträchtliche Spenden für dieses Heim gestiftet haben, sind an der Wand angeführt. ■ .. Ben-Zwi. AgudaS-Jsroel. Am Montag Abend sprach im alten Kaufmännischen Verein Oberlehrer Schlesinger, ehemaliger Direktor der Tachkemoni-Schule/. über die Verhältnisse Palästinas. Der Vortrag war überaus reich an Zitaten vom Midrasch '_;_Seite 11. und Talmud. In dieser Fülle der Zitate war es uns leider nicht vergönnt, uns zurecht zufinden. Vergebens harrten wir darauf, sestzuhalten, was eigentlich Palästina besitzt und was ihm noch fehlt. Auch von der Töchkemoni- Schiile unter seiner Leitung bekamen wir nichts zu hören. Soviel wir aber seinen Worten entnehmen konnten, scheint der Redner mit dem jetzigen Palästina nicht zufrieden zu sein. Er wünscht sich ein anderes, welches noch den Diaspörageist in sich haben soll und so einen Einfluß auf die Diaspora auszuüben imstande wäre.' — Der Vorsitzende der Versammlung, Herr Direktor Dr. Lange schließt sich zustimmend den treffenden Ausführungen des Herrn Redners an und ergänzt sie noch dahin, indem er oaä Palästina der Agudas-Jisroel in kurzen ■ Strichen zeichnet. Die Agudas Jisroel verpönte ein zionistisches Judentum von Universität und anderen derartigen Kalamitäten. Ben-Zwi. Gesellige Zusammenkunft jüdischer Hausbeamtinnen. In Stellung befindliche jüdische junge Mädchen, welche geselligen Verkehr vermissen, finden jeden Samstag nachmittag, Schützenstr. 14, Parterre» angenehme Unterhaltung und Belehrung. Sie können dort ihre freien Stunden in schöner würdiger Weise verbringen. Bei günstiger Witterung finden Spaziergänge statt. Erste Zusammenkunft Schabos, den 23. Mai, ncuchmittags 4 Uhr. Alle, welche teilnehmen wollen, sind herzlich willkommen. Kleine Notizen. Emanuel Fried, ehemaliger lanMhriger Vorsitzender des Verbandes süddeutscher Kleiderfabriken und Beisitzer des Kaufmannsgericht, verschied nach langem Leiden im 59. Lebensjahre. Bunte Chronik. Eine Arbeiterkolonie -er kaua-ischeu Fe-eratio» in Palüsttna. Vor ein paar Jahren hat die canadische Fcheratioir dem Jüdischen Nationalfonds einen Betrag von ca. 50000 Franken zur Versügnug gestellt mit der Bestimmung, hierfür ein zusammenhängendes Grundstück für den Nationalfonds ans den Namen der Zionistischen Federation in Canada zn erweichen. D«n Nationalfonds hat sich kürzlich die Möglichkeit geboten» dieser Bestimmung in einer der Kolonie Kastinjeh» (B'er Taviah) sehr förderlichen Weise Rechnung zu tragen. Wie auf oem Mener Kongreß von dem Leiter des Palästina-Amtes mitgetellt wurde, hat eine Arbeitergruppe, bestehend aus Vorarbeitern der Nattonalfonds-Farm auf Hulda, in Kastinjeh ein für auswärtige Pflanzer bestimmtes Areal in provisorische Bewirtschastnng genommen und durch ihre tüchtigen Leistungen der ganzen etwas zurückgebliebenen Kolonie als mustergültiges aneiferndes Beispiel gedient. Um diese Arbeitergruppe gemäß dem dringenden Verlangen der Kolonie dauernd in Kastinjeh» belassen zu können, und zugleich den Arbeitern eine dauernde Existenz zu ermöglichen, hat der Nationalfonds eine Parzelle von ca. 800 Dun am mit darauf befindlichen Gebäuden und Pflanzungen vom Ddessaer Komitee übernommen, um sie der Arbeitergruppe in Erbpacht zn geben. Der Verein E s r a in Berlin hat gleichzeitig der Arbeitergruppe für Anschaffung von Inventar ein Darlehen von Frcs. 10000 gegen Rückzahlung in 20 Jahresraten gewährt Durch diese Gründung hat der Nationalfonds einen neuen Typus von Arbeitergeüossenschasten ins Leben gerufen, die ans getrennter Hof- und gemeinsamer Feldwirtschaft beruhend, einen wicht^en Schritt auf dem Gebiete der genossenschaftlichen Kolonisation nach dem Prrnzipe der Erbpacht darstellt. Angesichts der zunehmenden Zahl der auf den N.-F.-Betriüben ausgebildeten Arbeiter wäre es zn begrüßen, wenn es dem Nationalfonds durch ähnliche Zuwendungen in nächster Zeit gelänge, die Zahl derartiger Genossenschaften in allen Tellen Palästinas zn vergrößern. Die canadische Federatwn hat den Beschluß gefaßt, dem Nationalfonds für einen ähnlichen Zweck neuerdings Mittel zur Verfügung zn stellen und zn diesem Zwecke auf der letzten Konvention den Betrag von 8000 Dollar gezeichnet. Ausgrabungen in Palästina. In Bafel hielt Prof. Dr. Steuernagel aus Halle einen Vortrag über die Ausgrabungen in Palästina Er brachte zunächst reiches Material über die Ausgrabungen in Megiddo und ließ die Zuhörer einen Einblick in die Methode der Spatenarbeit tun. Was zunächst als gewöhnlicher Hügel erschien, entpuppte sich als Ueberrest einer gewaltigen Alt-Kanaanitischen Festung, in der sich an der Stadtmauer, den Häusern und Palästen nicht weniger als 10 verschiedene Bauschichten Nachweisen lassen. Dm Datierung der einzelnen Bauschichten wird durch gefundene Gegenstände ermöglicht. So weist ein ägyptisches Skarabäussiegel auf die Zeit um das Jahr 1500 vor unserer Zeitrechnung, während ein Jaspissiegel aus der Zeit des machtvollen israelitischen Königs Jerobeam II. stammt. Auch aufgefundene Stücke der Keramir zeigte der Vortragende, die zum Teil importierte Waren sind und auf Beziehungen Palästinas zur mykenischen und zyprischen Kultur Hinweisen. Für die nächste Zukunft werden Ausgrabungen im Ostjordanland geplant, wo man an einer Stelle, an welcher man ein Siegesdenllnal Ramses II. und einen großen'hettllischen Löwen gesunden hat, unter dem Schütt eine alle hettitische Stadt vermutet. Ferner wird der Palästnia-Derein die durch Aushebung des "Festungscharakters in Jerusalem gegebene Gelegenheft benutzen, um an ber Zitadelle Grabungen vorznnehmen.

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