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Neue jüdische Presse · 1914-05-08 · Heft 18 (8.5.1914) · p. Seite 4

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
12 (1914)
Issue
Heft 18 (8.5.1914)
Date
1914-05-08
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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ü U M m Seite 4. Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Nr. 18. Telefon-Anlagen Frankfurter Privat - Telefon - Gesellschaft Frankfurt (Main) m. b. H. Tal-Amt Hansa Stiftstrasse 29/33 6256 n. 6257. Bruder, so gefiel er ihr doch iurmer besser, denn seine Gutulütigkeit war so deutlich ausgeprägt, daß man ihm gut sein mußte. „Schade, daß er so. reich ist," dachte sie für sich, und wurde ganz rot bei dem Gedanken, „der würde mir gefallen, und die ihn einmal bekommt, kann zufrieden sein, und wenn sie 100,00V Taler mitbekommt." Am Tage nach der Hochzeit erschien David Reinwald wieder einmal zu Besuch. „Ich wollte mit Dir allein sprechen," begann er gleich nach sestrem Eintritt, „eine wichtige Sache." - Regine ging stillschweigend hinaus. Simon sah den Besuch erwartungsvoll an. „Ich habe einen Schidduch für Deine Schwester." „Sie hat ja schon gestern Hochzeit gemacht." „Ich meine die andere." Simon lachte. „Was ist da zu lachend „Was fällt Ihnen ein? Wer soll mir denn kochen und den Haushalt führen?" „An sich denkt mian zuletzt," meinte der edle David, der für andere Leuteuneigennützige Grundsätze pr^igte, wenn cs zu seinem Vorteil war, „ich weih etwas so Gutes, daß es ein Glück für Deine Schwester wäre, nur ein paar Stunden von hier, ich habe schon halb und halb die Zusage von der andern Seite in der Hand. Du darfft dem Glück Deiner Schwester nicht im Weg sein." Trotzdem Simon der Gedanke, sich auch von der zweiten Schwester zu trennen, unbehaglich war, machte doch die tugendgeschwollcnc Bemerkung Davids so viel Eindruck ans ihn, daß er sagte: „Ich werde meine Schwester ftagen, ob sie schon heiraten will." Regine wies zu Davids größter Entrüstung den Gedanken so entschieden zurück, daß David nicht dazu kam, die Vorteile des Schidduch, den er plante, zu entwickeln. David hatte sich kaum entfernt, als Samuel zu seinem gewöhnlichen Abendbesuch kam und sich zu Simon setzte, der schon wieder fleißig an der Buchbinderpresse arbeitete. Zuerst wurde ein wenig von der Hochzeit gesprochen, dann wendete sich Samuel an Regine mit der Frage: „Würdest Du mir eine Gefälligkeit tun. Regine?" „Du?" unterbrach Simon, ehe die errötende Regine antworten konnte, „seit wann duzt Ihr Euch?" „Seit gestern, sie war ja doch die einzige hier, mit der ich mich, nicht duzte." ■ „Du brauchst Dich nicht zu entschuldigen, ich habe nichts dagegen." „Recht gern tue ich Dir einen Gefallen, wenn ich kann," sagte Regine. „So? Dann will ich gleich zwei Gefälligkeiten verlangen." Hlltßl DrßXGl grosse Friedbergerstr.J.6-20. Stassenbahnlinie 10 nnd 15 bis vors Hans. Altrenommiertes Haus im Zentrum der Stadt. — Moderner Komfort. — 110 Zimmer mit 160 Betten zu Mk. 2.50, 3.00 und 3.50, garniertes Frfihstflck eingerechnet. Besitzer: Gustav Thiomom Christ. Wilhelm Leux Telef. I, 8567. Hoflieferant. Goethestr. Sl Herren-, 2)amenu. Jjvreeschneiderei Spezlal-Sportgescbäft Auf Wunsch koschere Verarbeitung. :ui‘j Beide Gefälligkeiten wurden zugesagt und geleisieiMe Sie waren beide nicht schwer nnd hatten beide de> selben Zweck, Regine zu veranlassen, das Haus Eltern zu betreten und unter den Augen von Samuel! Mutter etwas zu arbeiten, weil Samuel hoffte, dann seine Mutter von Regine ebenso entzückt sei, werde, wie er es war. baj jo: (Fortsetzung folgt.) Kaiser Friedrich Qnelle — Offenbach &. X. - Gegen Gicht und Bhenmatismis bewährt. Alleiniger General-Vertreter: Frledrloh Stahl, Frankfurt a. M., Güntheraburg-Allee 37. Tel.259 u. 714. Wocheu-Kaleuder. (Zeitangaben nach dem I>uacb.) Samstag, den 9. Mai (= 13. Ijar.) Sabbat-Anfang in Frankfurt a. M. 7 Uhr 25 Min. Sabbat-AuSgang in Frankfurt a. M. 8 Uhr 50 Min. in Berlin 8 Uhr 35 Min. Wochcnabschnitte: Acharcr-mans und Keda» ch r ui. — Die Opserhandlungen des Hohenpriesters an Jaum-KiPPur. — Verbot des Blutgeuusses. — Das Blu geschlachteten Wildes und Geflügels ist mit Erde zu bk decken. — Verwarnungen, die Greueltaten der heidnische! Ureinwohner nicht uachzuahmeu. Gebot der Sabbatheili gung, Verbot des Götzendienstes, Vorschriftenfür bei Von Es Dez inlel ich Urteil, ei ist gen lcppich-l jon vor chlsichtli, deutende Wi gcbore Hi in liehen Fe Siiüpser der Tech die geri zucrkemk neu sich pichknüp L-ährent Zayrhuu ünsübui in Jeru Zeit eil nach Be Händen pichen! nur di 'chwier jetzt da vor Au Je! hat, da schmciche g^Ä1.l CrAhAVIAn Stelnwes 1 lawelBD, Uhren, Bold- und SilbErwaren Atelier für Neuu. Umarbeitunge X->UWM M WI X7PfC7mAOTiU^ EckhanB Eossmarkt beald. Sachverständiger : Reparaturen. Telephon L 6069. Auswahlsendungen gerne zn Diensten. Israelitische Kwltusgeganstände. itimniu an den Stil i reit zn her sich . Hand 'l norzune diese Ä den ist. 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