Mannheim
Compact Memory

Neue jüdische Presse · 1914-04-03 · Heft 13 (3.4.1914) · p. Seite 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Neue jüdische Presse
Volume
12 (1914)
Issue
Heft 13 (3.4.1914)
Date
1914-04-03
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2692297-2692872-2692885--08360-2703493
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Seite 10. Caf£ Kaisergarten am Opernplatz Erstklassiges Familien-Cafe Nachmittags Konzerte. '_Fr. Hanselmann, Besitzer barffeirt Und nun beginnt eine bunte Reihe von Erzählungen, Legenden, persönlickM Erinnerungen, historischen Darstellungen und Gedichten, die alle das Pesachfest behandeln. Es seien hier aus der stattlichen Zahl von Beiträgen, auf deren Wert wir inr einzelnen hier nicht eingehen können, nur die prachtvollen Stücke von Mendele Mochcr Ssvrim, Perez u. S. I. Apnon, dietiefsinnige Legende „Der Seder des Unwissenden" von Martin Bubcr, die Auszüge aus Keines »Mabbi von Bacharach" und Pauline Wengeroffs: „Memoiren einer Urgroßmutter", das herrliche Gedicht von Bialik: „Melameds Hoffnung" genannt, an die sich noch eine Anzahl anderer Erzählungen, interessante Legenden aus dem reichen Schatz unserer Midvaschim «raschließen. Das Ganze schließt mit einer lebendigen Schilderung der alljährlich in den Pesachtagen in der Kolonie „Rechoboth" stattfindenden Chagigah (Feier), die Tausende von Teilnehmern aus ganz Palästina herbeizieht; die Darstellung stammt von Julius Heilbrunn. Und dieser reiche, bunte Text ist durchzogen und geschmückt von einer großen Zahl herrlicher Bilder und Vignetten, die alten Hagadahs entnommen sind, und durch deren ' geschmackvolle Auswahl der Herausgeber, durch deren Veröffentlichung aber der Verlag sich ein besonderes Verdienst erworben hat. So ist im Chad Gadja ein Pesachbuch geschaffen, das wirklich das Recht hat, sich das Pesachbuch. zu nenne»; ein Buch, das alle Eigenschaften hat, die es zu einem weitverbreiteten, beliebten Hausbuchs der jüdischen Familie werden zu lassen versprechen, ein Buch, das all seine Leser, sowohl Erwachsene, wie vor allem die jüd. Jugend, für die es ein prachtvolles Geschenkwerk darstellt, in die Welt der jüdischen Traditionen, in die Poesie und den Sinn des Pejachfestrs einführen wird. Wir hoffen denn auch, daß sein Erfotz den Erwartungen, die Herausgeber und Verlag mit Recht an das Buch knüpfen, vollauf entsprechen und das Chad Gadja zum Pesachbuch jedes jüdischen Hauses werden wird. —m —n. Schweinfest Damenschneiders! A empfehle tadellosen Sitz, gute Verarbeitung. Gr. Eschenheimeratr. 19, I. Telef. 12206. Frankfurter Berichte. Generalversammlung im „Montefiore"-Bereiu. Der Vorsitzende erstattete den Jahresbericht und wies dabei auf 'die erfolgreiche und umfassende Arbeit hin, die der Verein -im Vorjahre leistete. Besonders ggnmlfuxtet UraelitischesFamilieiMatk. hob er hervor, daß gerade durch die Errichtung einer Wandergruppe der kameradschaftliche Geist gehoben und eine neue Quelle der Anregung und körperlichen Erholung geschaffen worden sei. An die Erstattung des Jahresberichtes schloß sich eine sehr rege Diskussion, an der sich die Herren Dorfzaun, Br. Rosenthal, Oppenheimer, Felix Meyer, Stern u. M e s s i n g e r beteiligten. Nachdem Herr Felix' Meyer dem Vcrwaltungs« ausschuß für seine Tättgkeit den Dank der Versammlung ausgesprochen hatte, erstattete Herr Kaufmann den Kassenbericht. Als Revisoren wurden wieder die Herren Wallach u. Eisenkrämer gewählt. Ein Antrag auf Erhöhung des Mitgliedsbeitrages wurde einstimmig abgelehnt; ein solcher, auch Damen als ordentliche Mitglieder auszunehmen, wurde einer gemischten Kommission zur Beratung überwiesen. Die ausscheidenden AußschuPnitglieder Dr. Löffler. Alb recht, Dannenberg, Dr. Et kling er, K. Feist, Rechtsanwalt Horovitz — wurden wieder, und für Herrn Bernheim, der Frankfurt verläßt, Herr Alfred Mainz gewählt. Verein „Jüdische Kultur". Der Verein „Jüdische Kultur" veranstaltete Sonntag abend im Rechneisaale einen Unterhaltungsabend, der sich eines sehr zahlreichen Besuches erfreute. ' Das recht interessante Programm übte besondere Unziehung aus durch die Mitwirkung des 12jährigen Violinkünstlers M. Strumfeld. Sein mit geradezu verblüffender Technik zum Bortrag gebrachtes Konzertina Nr. 4 in D-dur von Leo Portnasf und mehrere auf stürmisches Verlangen des Publikums gespielte Zugaben zeigten den Interpreten im schönsten Lichte einer seltenen, wahrhaft genialen, fast ans Schöpferische grenzenden musikalischen Begabung und berechtigen zu großen Hoffnungen auf des Knaben Zukunft. Sehr schön und musikalisch sicher sang Frl. F. Querbaum einige Lieder, die es ihr gestatteten, ihr ganz prächtiges Stimmenmaterial voll zu entfalten. Den ersten Teil des Programms beschloß Herr A F o rf ch n e r mit Rezitationen von M. Rosenfeld, den er mit beachtenswerter Kunst vortrug. In einem zur Aufführung gebrachten Theaterstück „Mojsche Chajit" von M. Richter bewährten sich die Herren Forschner, Bauer, Zellenkraut, Wermut und die Damen Sander, Spinat und Fürstenberger. Ausgezeichnet war Herr Fleischer als Mojsche Chajit. Ihm ebenbürtig war Herr Weiß als Josche Buscher, und nicht minder gut verkörperte Herr Bergmann die Rolle des Juckisch. Lobend erwähnt sei noch die kleine Bergmann als Erziehungskind. Am Klavier waltete 'Frl. Stern ihres Amtes. Der ganze Abend verlief anregend, fröhlich und abwechslungsreich. Hfltol IM Frankfurt a. M., Grosse Friedbergeratr. 16-20. flUIKI IflcAcI, Staasenbahnlinie 10 und 15 bis vors Haus. Altrenommiertes Haus im Zentrum der Stadt. — Moderner Komfort. — 110 Zimmer mit 160 Betten zu Mk. 2.50, 3.00 und 3.50, garniertes Frühstück eingerechnet. Besitzer: Gustav Thtamom Jfc 13. Dir. -IS Die I Offenbaeber Druckt uft-Anlag* I Jtfenbach S.H. Telefon 123. (Anschluss mit Frankfurt). I Bewährteste T»pplchrtlnl0ung (100,000 qm jährlich) ■ sowie unObertroffens Battenn. Bettfadarnreln! gung mittelst Druckluft und Waaaerdampf. Fa sowohl Par Ausschuß der Israelit. Gemeinde. D zum l. Wieder nahm einen größeren Teil der Sitzung dazMrechtigw neue Hospital ein; es lag u. a. der Etat priMent Fü! 1914/15 vor. Dieser Etat ist naturgemäß ganz erheblichMlligt wi höher wie für, das bisherige Hospital, denn Wäh-Mgehörigi rend crsteres 75 Betten hatte, enthält das letztere««! Gen 131 Betten, das Personal steigt von 48 auf 68 „n|T statt eines Gebäudes hat das neue Hospital vier. Co» balanziert denn der neue Etat mit nicht weniger als! 262 751 JL und sicht 67 000 JL Mehrausgaben vor. Die Ignatz und Anna Sichel-Stiftung im Betrage von 1600 000 JL, ist durch den Tod du Frau Sichel nunmehr in Kraft getreten. Der Ausschuß erklärte fein Einverständnis damit, ein Mitglied in bei 7gliedrigen Vorstand der Stiftung zu delegieren, wie das Statut der Stiftung vorsieht. Der Haushaltsplan der Religionsschule sieht i Defizit von 17 014 JL vor. Der Ausschuß bewilligte die gewünschten 4000 JL Vorschuß hierauf und delegiert^ in den Schulrat der Religionsschule Eli Michael. Generalversammlung der A. J.-Jugendgruppe. Am 26. März fand die Generalversammlung unter» Vorsitz von Direktor Dr. Lange statt. Nach Verlesung» des Berichtes des Vorstandes, der Mädchenkommission und» des Kassenberichts, die ein klares Bild von der in dem Jugendgruppe geleisteten Arbeiten ergaben, entwickelte sich» eine sehr rege Diskussion. Es wurde alsdann dem Ä»! stand einstimmig Entlastung erteilt. 1 Die Wahlen hatten folgendes Ergebnis: Vorstand:» Direktor Dr. Lange (Vorsitz.), Jos. Bam berger^> . (2. Vors.), E. Feist, E. Liverhant, S. Michel. UAW E. Neuberger, ß. Perlmutter» I. Sänger, S. Schachnowitz u. H. Weingart en. 'Jugend-Kvmmission: L. Fellheimer, I. Hirsch, H Klaus, ner, I. Posen, W. Rosen u. O. Walhaus. Mädchenkommission: Lea Abrahams, Rosy Feist. Joh. Hirsch, Jent. Jeidel, Jda Katz, Sara Kohn, B. Mayer, El. Michel, Fr. Prager, S. Unna u. Rosa Wolf. Realschule der Jsr. ReligiouSgefellschast. Mer Fems Die Frequenz am 1. Februar betrug in der Realschule 244, in der Vorschule 130, im Ober-Lyzeüm 7 und im Lyzeum 226.^ Universitäts-Cafe ipez Haa« Erstklassiges Famlllen-Oafö. Massige Preise. Besitzer: Ernst Dunks!. Telefon-Anlagen Frankfurter Privat-Telefon-Gesellscliaft Frankfurt (Main) m. b. H. Tel.-Amt Hauet Stiftstrasse 29/33 6256 n. 6257. el.-An m jr:.,:, Porzellaiiliaus E. Decher An der Markthalle 9 Reineck$(ra§se 9 An der Markthalle dekorierten Steingut« u. Porzellan-Geschirren. GrOSSC Gßlߣßll hcitspostßn TsXl-Se^ieli für 6, 12, 18 Pers in neuesten Formen und D.ekoren in bis zu den feinsten. Glaswaren aller Anerkannt höchste Leistungsfähigkeit. Art. grosser Auswahl. Kaffee-Service echt Porz. 9 teilig von 9t. 2.75 an Glas und Steinzeug in reicher Auswahl und billigsten Preisen. Anerkannt höchste Leistungsfähigkeit Bowlen in Küchengeräte aller Art zu bekannt billigen Preisen. •: Ein Familienvater, der ohne sein'Verschulden in große Not geraten ist, bittet edle Glmrbensgenofsen um gütige Spenden, dluuit er in die Lage versetzt wird,, von neuem an die Arbesi zu gehen. Wer hier sein mildes Herzmrdseine wohltätige Hand öffnet, tut ein gutes Werk und trägt dazu bei, daß eine ehrbare, fleißige u. religiöse Famttienicht zu Grunde geht, sondern dem tätigen Leben erhalten bleibt Bezittsrabb. Dr. Weingarten in Bad-Ems, Kultus-Vorsteher Emil Friedberg in Miehlen Kreis St Goarshausen. Gebildetes Fräulein, auch in Pflege erfahren, sucht Wittungskreis als Gesellschafterin und States oder Reisebegleiterin zu einzelner Dame, oder auch zu Kindern. Offunt. LISI an die Expedition d. Bl. Für ein Fräulein aus guter Familie von kleinerem Platze stlchen wir im Haushalle eines hiesigen rituellen HauseS. ES wird weniger auf Bezahlung als auf familiäre Behandlung und gebotener Gelegenheit zur wetteren häuslichen Ausbildung gesehen. N. Mayer Söhne Kaiserstr&i>se 67/69. Aelteres Fräulein, 45 I, sucht die Bekanntschaft eines ÄlmüM Ein bischen Vermögen vorhanden. Offerten unter 2152 an die Expedition dieses Blattes. Suche für meinen 28jähr. Sohn, aus wohlhabendem Hause, welcher äußerst solid, sowie auch sehr religiös ist, ein 20—24 jähriges Mädchen aus gutem israel. ftommen Hause in ein lebensfähiges Geschäft einzuheiraten. Mein Sohn ist derzell Burau- Lester in einer hiestgm Kanditenfabrll. Zuschriften unter 2152 an die Exoedition d. Bl. Suche für meine Nichte welche 8 Jahre die höhere Schule besucht hat, Stelle.als Hi Merfräaleii Ia. Schulzeugniffe zu Diensten. A. Gntmana, Fevchtwauge« in Bayern. Noch nicht getragener Scheitel weg.Todesfallzu verkaufen. Off. 2149 a. d. Exp. ds. bl. Lehrstelle gesucht f. m.. Sohn, kräftig u. statt. Einjährig-Freiwillig. Pension im Hause Bedingung. Landesprodutten u. Viüualien bevorzugt. Rheinland oder angrenzender Bezitt erwünscht. Offerten unter 8159 an die Exoedition dieser Zeitung. Für ein junges Ehepaar suche erfahrene Köchin. Hausmädchen vorhanden. Zu erfragen Löwenthal Langestrasge 20 L 2 bis 3 Leute finden volle Pension. Frau Weinberg« Baumweg 44 Ritueller Mtttags-u.Abendttsch. Falkenstein i. T. Yilla Ernst, Cronbergerweg No. 7, Möbl. Etage mit 3-4 Zimmern, gr. Balkon u. Köche f.die Sommer-Monate evtl, auch kürzere Zeit za vermieten. Grosser schattiger Garten. Näheres hier, Battonnstrasse 4. Ziv.-Ing. E. Jacobi-Siesmayer, Telefon 678 I. Aelteres Fräulein sucht sofort eine Stelle als köokiin bei allerem Herrn oder Dame in kleinem Haushalt. Offerten unter 8151 an die Expeditton dies. Blattes. Tüchttger SchahmacfiecgeseKe gesucht. SchavboS u. Jontes gefchloff ffen. Leopold Adler, Leisterbach a. H. 1—2 Knaben oder Mädchen, welche d. hies. vorz. MUtelsch. bes. wollen', finden bei mst voll» Ponsion, gründl Nachh. und gewiffenh Beaufsicht. Beste Ref. Mäßige Preise. Anftagen sos. erbeten. A. Blck, BolkSschul» und Gewerbelehrer. Michelstadt i. Odenw. Für israellttschen Bildhauer ist in Stuttgart ein mst gutem Erfolg betriebenes Grabstein- Geschäft unter äußerst günstigen Bedingungen zu verpachten, sofott oder später, kein israel. Konkurrent am Platze Offerten unter 2142 an die Expedition dieses Blattes. Jficht Stenotypistin, 17 Jahre alt, einjährige Büro- Praxis, sucht unter bescheidenen Ansprachen . : ' Stellung, wo Samstags frei. Offerten hl 10 a. d. Exped. dS. Blatte«. f dtelnweg l luBtlei, »»«>, Boldnid üllbinsun Atelier für Neuu. Umarbeitungen beeid. Saohwerstfindloer "—r ■■ - Berarntnren Auswahlsendungen gerne zu Diensten. . Isrnelltlsohe KnltusneBensMInde. Eckhaus Bosgmarkt Telephon I, 6069.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.