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Neue jüdische Presse · 1914-03-20 · Heft 11 (20.3.1914) · p. Seite 10

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
12 (1914)
Issue
Heft 11 (20.3.1914)
Date
1914-03-20
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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«eit, 10. Frankfurt« Israelitisch«» Familienbtati Ar Nwiederholt wcgen eine« solche» nachgesucht hatte. Die vier Lehrer, die durch Berlräge gebunden waren, habe» ja auch nicht demissioniert. trotzdem sie unsere Hleiiniiiiilg und unsere» Staiidvnnkl lcile». Ferner hatten wir teineriveg» die Absicht und dachte» nicht im entkern» sl>» daran. Sie Seknilen mitte» im semester im Slich zn lassen, Lir wurden vielmehr ditrck unsere von verrr Dr Nathan kurzerhand verfügten Zu«- peudierung daran gehindert, unseren Unterricht, wie wir an« angeboten hatten, nodi weitere Zwei Monate zu ecteilea. Und da« la u so: Wir haben vor unserer 2u«pcudirr»ng Heri» Tr. Nathan rin Memorandum überreicht» worin ans die durch die Spracheuverhültuifsc geschaffene pädagogisch unhaltbare Situaliov hingewicscn wurde. Lir verlangten- Abhilfe und stellten Herrn Dr. Naiha» iür seine Eiitschlicßungc» ein Termin' von süiii Tagen. Diese Frist war keineswegs, wie Herr Dr. Nalnan dehauvtct, zu kurz bemesjen. Herr Dr. Nathan brauchte ja nur irgend welche bestimmte Zusage» zu machen, irgend welche» Entgegenkommen zu zeige». Auch jür eine telegraphische Verständigung mit Berlin war die Zeit nicht zu knapp, wenn eS überhaupt bei seiner Aachlftellung einer solchen bedurft hätte: hatte er doch anmer plcin pouvoir. Betoei»:: Konnte er doch uns alte mitten im Semester von unserem Amte suspendiere», unbekümmert darum» daß meh oU nÜO Schüler und Schülerinnen ohne Unterrich! dn.chrichtige Lehrer bleiben mußten. Aberr Herr Dr. Rat za» zeigte nicht da« geringste Entgegenkommen und die geringste «eneigtheit zu einem solchen, llud er. iu seiner Broschüre, wir hatten ihm da» Messer au die Kehl gesetzt. Wir Hab«»/ wie bereit» bemerkt, unsere Arbeit nicht im Stich lassen »alb»., Mir waren ja bereit, nach zwei Monate in unterrichten und Hütten bet weiterem Emgegenkominen un-:- vielleicht »och einer lungere» rttut bestimmen lasten - vrelleichl - . iedeuialls koiinle ä.r. Rutha» niu'l dos rNgenleil wisst'» und als Diplomat hatte er dealen tnüiie»r: Zeit gewonnen, alles gelvvnnen. Aber Herr De. Natha» lvanlworteie dieses »Hier Anerbieten mit ia-ortiger Suspeudierung Er Inil aber auch »ich! einmal fiiv nötig gestalten, dann sorge zu trage», das: allen >» Frage kommenden Lehrern und Lehrerinnen ihre Suspension re ai t zeitig und IN »arer Leise delannl wurde. Die Folge dieser Unterlassung war. oasi einige Lehrer nach Adlaus der ittiislagigeii Frist wie ionst de» Unlerrichl ansnahincn und von Herr» Diretlor Ephraim Eol,„ sozusagen mit- , e » i m Tape, »ar r e r A s i i st e II z v on Polizisten, an: d>'i» Tchullolal enlier»! wurde». Diese« l i c s d eschäende Porlömmui» loird aber »NN oo» Herrn Dr. Nalhan so »argcftellt. ui« ob die Lehrer, lrvtz ihrer Lnspendiernng i» die Scd»llok»Ie e > » g e d r » » g e « inären. Ebenso versuchi Herr Dr. Nathan die grosse Beunruhigung und Aujregnng jo wie manche dedaurrndwerte Ausicittc, die durch dcese» Borgehen hervorgerufen werde» mußten, aus da« K»nw der Lehrer und zionistischer Agitatoren zu sehen. Dr. Nathan stellt seht sein unpolitische« Vorgehen al» eine notwendige Maßregel hin. Run, wen« er da« glaubte, so kam da» daher, daß cr für die idealeu Motive »userr« Borgchen» kein rechte« Bcrstündni» Hai und solche Motive auch gar nicht bei uu» vorauSsetzi. Er Hütte auch sonst von meinem Borgehen in dieser Sache nicht in einem solchen Ton gesprochen. wie c« kn seiner Broschüre geschehen ist. Konnte ich in «ine« Augenblick, wie er vielleicht in «einem Leben aie wiederlchren wird, wo ich zeige» sollte, wa« mir dir. heilige Sache'der hebrüischenSprache dedruiei. aus welchen Morloen me»c »idverlges ,»>»«« iMailliwes und literariicbes Streben „n Dienste dieser heilige» Sache enljvrang, '.nrülkwochen? Kounle ich mich aui s-'iie derer >i<>le». dir iür diese L--<ip.' wohl s r >- nn d - l , a, e L o r r e , oder nicht vollständige« Verständnis zeiglen, und »>e>»e graue» Haare beschämen laiieu, non all den iüilgereil Männern. die jilr ihre liebeezeugung und Idee Fdeale idre ganze Zutnuit ans« Soiel sctzren? dlottlod. hast ich »ichi zögerte und schnurnkie. daß ich wußle. was ich z» »», tunte l'.nd daß ick diese» Schr:« gerade in dem Fahre!»l. wo ich mein Lr> lähliges Dienst ludiliium an der Lömel - Schule hätie iricr» tonne«, daß ich alle äußere« Vorteile oieier »leiuer Lüjäbrige» Tätin- Icti i» die -glanze .chlug. iprichl wahrlich »ichl geg-'u inich, besonders nicht »l de» Auge« aller derer, die iür!leder;eug»»gsl:e:!e >>»S Eharatlericstigkrit Verstäub»!« habe» Leider aber schein!, wie bereits bemerkt. Herr z r. N.riba» dieses Brrüäud äs nicht zu besid.» wenigst«»« »ichl. wen» e-.' sich ui» Uniereiu« handelr. Uu«. weine» tiollegen. zkolleginxen und mir. »»lerstrllt er. daß wir >d,n die Frist »o» zwei Monate» nicht n« einen Ausgleich derbeizniüvrr» gestellt haben, sondern um eZir zu gewinne», um di« chiUSrr für eine AbwenbUtlg von den HclsSverrinsIchulrn zu bearbeite». Ich weiß diese Insinuation für meine Kerson ans« E n c s ch > e d e n >, e z n r ü cl. und glaube fest, daß ich sie auch jür alle meine Kollegen und jvtllrginnr» zurück-- weise» tann. Und wen» Herr Dr. Nathan x»c Brgrüustnag seiner Insinuation die Behauptung ausstetlr. daß ich „vier Tage nach der Uederrricknag de» Memorandum», auch die Schüler der oberste» Klassen der Lame!-Schule aussorderte. in die neu zu gründend« Schuir iiberzngehen-, . io ist da« einfach »ine objektive Unwahrheit, und «er dieses Herr» Dr. Nathan bintecbracht hat. WkMMchvch«HtpMJstWWWWUWMWMxiv^<n,^«.»».«. »»»»>»»««»>, R«Mt «Meie Z£‘r-&'4-?g%$tr .Ä..V-v£Xj> 'W - Goorm mW -»geböte! 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