Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 12 (1914)
- Issue
- Heft 11 (20.3.1914)
- Date
- 1914-03-20
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Möge z» 3!t. 11 des Ironftfnriet IsraMsllim lamilienßlalles. Die Sch»ie» P»l«fti»«s. Bon Nach., m M o I b m a n n. | »Schluß sr Ich brauche nicht viel 48oric über die Eve- ^vne de Rothschild-Schule zu verlieren. ^Drnn die absolute Sinnlosigkeit, die dieser Äädilchensthmle zur Grundlage dient, springt irdcm Un- Lbefanaenen. selbst, ivcnn er die Schule aus prr- Mnlicher Anschauung nicht kennt, in die Augen. Dch glaube, bei keinem anderen Kolke der Welt jfol® bei unS Juden, und in keinem anderen Lande Aer Erde als in Palästina wäre diese Absurdität ldenlbar, daß man. in einem Lande, in dem kein ^Mensch englisch spricht oder nur versteht, eine ^Boilsjchnlrfür Mädchen gründet, deren Unterrichts-- " rache englisch ist. Weil zusällig Mist Evelync - Rothschild die Laune -- da» englische „spieen" ückr e5 viel treffender aus — gehabt hak. eine englische Mädchenschule in Jerusalem zu gnindcn, ^UWrn 6V0 Mädchen im Alter von 7—15 Jahren, ic meist den ärmsten Kreisen der sephardischen inden entstamme»,' täglich einige Stunden engplappern, um rin Jahr, nachdem sic ine t verlassen haben, alles wieder zu vergipsen, kann noch dem Programm der Alliancelen mir ihrem Fean^sisch als. Unterrichts- -che für den D»i«tL emigxn Linp zugchehe,;; Sinn und de» Zweck der euglffchrn ErzirduNzÄ Tveiyne che Msthschild.-Schiite ktinir .rrch Verfüger Mensch bereisen.. Wie^Mhcrlich,' ein«' SMic sich rcks^ t,. Weiß jebtt, dm^.auch^chir hitje Leit in gmeilt hat,. Strich heim Siutrirr- -bÄ die 10 Gebote in englii'Mer in eine Klnffe, fo HSrt eU.. ycweuiüstht, meftPotmnifche'ccH am englische» ,.tb" ihre er«. dw> eaSWeLgurd schu^M- , r Mst" als Nrsm«hbjeki, hieven müsse«. I« PÄfe fiehk 'er lstese Innigen, wildert Sinder Zeemmmirn englischerPetzsipuaiSsUrn jK .pMtzMim.LstU «aviDsch kurzum: etwa- Widersinnigeres als diese - " ‘ t,ihE«Mschcn i mter i zish-, em orkhvKM Weift' LLLLWLsLLLMäWwirkt, — etwas Widersinnigerehabe ich gesehen. Würde nicht die Schule den Mäddoch einige Ordnung und Disziplin beibringen, de nicht ein vorzüglicher hebräischer Lehrer dndaß die Mädchen auch ordentlich bebrälernrn, diese ganze große, vorzüglich ozgan»- s Schnlp mu ihrem sehr hohen Budget wäre totaler "Nonsens ohne Schn und Wen. Infolge . r weviwm Vorzüge aber leistet sie dennoch h'ncheS Vtff»rieWch- und gewinnt so cm Mini» oonLxistxnzberechtigung. 0 Und nunmehr zu deL letzten Fategorie paläfti- -sffchcr AchntM. znder gfSKcy und verbrei- Sategorir: zp den Schule« des alten ,ub, den Thetiorstn, Talmud-LkqtzaS und »ba^. Ich kann hier in diesem Zusammen- - nicht auf diese Scholen ausführlich einn, kann nicht die verfchiedyten Typen und btioyen von Schulen, die vorhanden sind. e,n- . da^teffe«. sondern must mich daraus beränktn,'. einiges Grundsätzliche über Wesen und uiung diestr Schulen zu sagen. 'diese Schulen de- „alten Zisihnb" hoben spezifisch' Palästinensisches an sich. Sir ln ihrem Wesen und ihrer Struktur den orim und Jeschibah-, wie sie da» «f>rrt»- atnm hi all seinen Zentren ausgebildet bat: io gilt von chm» dasselbe, was oo» den ^mch SesMh» «berall gtU Weiche unkve Erzieh»»--kraft Mrfe Ochsten ich in «ein«« ksiiese -der da- Eiat'hjvdentum kurz flcjtigi; wir srdr aber a.,-h Schulen unsere« modernen Leben «pidci- »i« unrettbar sir daher dem Untergang jtdre ftnm des ••<*#» psischrn Juden mm« Dieser Berfallprozeß des Elrcdcrs, der i» Osteuropa bereits in voller Stärir vor sich geht und heute eines der schiversteil Probleme!>s osteuropäische» innerjüdisclie» Lebens bildet. ,si im Cbolukahjudentum noch „ich» zu koustaneeen. Ter Grund ist der, daß diese-; Ciialulahittdriiium eben noch anßcrdalb jedes wirkliche» ®irtidwH5lebcnS steht, und cs vor o.llcm die ökonomischen Perhältnissr. die Bedürfnisse des wirtsilmstlichen Lebenskampfes sind, die den alten CHeber uniergrabe» und auslöseii. Zu der Schnorrcreristenz der Ehalukahjuden past» der Cheder und die Jesitflbah »och recht gut. Dieses Schnorrermilieu aber, dem der Chrdcr und die Jeschibah Palästinas eutwachscn sind, verleiht ihin auch iiiaiichc seiner Eigenarten, die einzigen, die ihn von den gleichartigen Schulen des. austerpaläsriucnsischen Ghettojudentnmtz unterscheiden. Natürlich im ungüiisrigen Sinne unterscheiden. Denn dieselbe moralische Minderneriigkeit, dieselbe Piissivilät und Energielosigkeit. die das Schnorrerleben beim Chalukahjudcn ausgcbildet hat. zeigt sich auch in seinen Schulen. Bei den Talmud-Thoras macht sich dies noch nicht so sehr bemerkbar, rceil der strenge Mrlamed die Kinder znm Lernen zwingt, obwohl auch diese Talmnd-ThoraS von vielen ChedorimS Osteuropas an Qualität iibcrrrosfen werden. Stark bemerkbarmnnht sich aber diese Inferiorität der i Cbeltchthschulnt^a« -boi I«schihah;.;chtM-iirL.ättr. oft auSgesprMtne. Wahrstchmiulg. baw "aus den JffchibahS Palästinas. Noch „fein einziger' wahr- 7«lst' -MrUWchder^GSSn": HvchurgeMugen. U. - daß die osteuropäisch«».JeschibayS weitaus.bedeutendere Resnlvrte zu per^whmen hpbeü! als M MWine»-' fischen. Dies zeigt sich jtz. Hnr darin, «L stet-, wenn-i in Palästina ein Rabbinerpvsten.- besetzt rwer- — man «mm, HM» , Ms Meurchpt shrmgM. MUß. Wcht eimnäk PeMsiua selbst" kSnnen' tee^ Jeschibahs -deS CHaulkMiidentüiilü mit Rtzhbiücrn ver^ sorge»,, DatzjÄbc zeigt such , aber an derrabbinischen. halachischen Ateralur. Im BerhälMis zu der große,, Zahl seiner Jeschibahs und^der Zahl «w Lruren.' dte^ i male «nner Zeit- _ ratur auszuweise». Auch an matißM L> zahl von Leuten über.Folianten ramtni: Jeschibah. ES solchen Einrichtung der Jeschibahs nicht- Großeerzielt werden kan«. Hinz« sommt dann noch da- Schnorrertnm, 'das all diesen Jeschibah» att GruMag« dient. Jede .JHHah' bedarf eines im Schnorren und Handeln geschulten kdnsinännische» Lcitev». brinsmd« als c jn,ü.Äal»udgelehrten. Die größten dieser Jeschibahhaben sich ja z» reinen tzantzMMftuten herau-eniwnkrll. die Wechsel ansgeben. Anleihen aufnchmen und Geschäfte ttüboü DstzrLnsammenbruchDner der grSß. tc» Jeschibahs vor.wentgen Jahren und die hieran sich anschließende» Bankrotte einiger anderer Wohltätigkit-institut«-Jerusalems hatja diese» »ntrsnndr korochtr Hyste« voraller Welp ansgedem. Seikbe«' ist eine »eine Bch'erung^ erfolgt, in dem Sinne, daß nun vorsichtiger gehandelt und spekuliert wird, im Wesen, aber ist alle» beim alten geblieben. Ä. Daß diese» gesamte Schulsysten, der Ehalakah einmal früher oder später »ntcrgehcn muß. ist ebenso klar, wie die andere Gewißheit, daß die Lagt diese« LhalMahsudechiMi» selb» gezählt sink Ekann lebigi'ch ^kne Frage der Zeh fein, wann der Zersetzung-Prozeß in starkem Maße «insepen wird. Nnd kür diesen Momcnt gilt e» Vorsorge zu treffen: Vorsorge dafür, daß jn« der Zersetzung auch eher Umwandlung, mit dem ZcrtMl eine Nesorm dtginnt. Daß der' Lag, da dies brginm.l wird, nicht mehr so seru iß. wie allgemein geglaubt wild, erstennte «st an einem jchSnr»2om«erabend, da ich dem Feßc einer A>nahl von Jesch,- bohdachurnn dem-ohnie. die iuögeheim dem Turnverk!n Makladi angebärcn. Ee war ein erhebende,» und rthrrndn» »iS. das dich- Fe» bot: hier sah »«, eine deirSchtliiye Zahl der betlen Sühne der 15halukah. die von selbü. aus innerer Erkrnnmis. nach einem .i?era!islvmmcn aus den entwürvigrn- Ven Jeiie.ii idres Milieus strevrrn. Kon »eldst waren kiese Jünglinge zu dicsee inneren Ueberrvindung der Ehalukab geiangl. Denn noch har keinerlei mslcmatische Arbeit inn.-rh.'.!b des Ehalukahjuden t»ms eingcsctzi. Alle disberige kutinrelie Arbeit in Palästina war von vvrndcrein ungeeignet, das Ehaluladjudentum zu deeiniluison und umzuge stalteii. 'Sie ging sters außerhalb des Rahmens deS Ehalukahjudcntums vor. und war ans änc Basis gestellt, die ihre Leistungen sür den „alten Jischub" völlig imakzepiadei machten. Jetzt gilt eS. das System zu ändern: gili es vor allem, Bitdungs- und Arheitsstänen z»l gründen, die dem Chalukahjuden zugänglich sind. Denn - und mit diesem Gedanken soll dieie Betrachrung über die Schulen Palästinas beschlossen werden — es gibr heute in Palästina keine dringendere Aufgabe, als den alten Jischub sür die nationalen Jdiale zn gewinnen. Nicht eher wird das jüdische Lichen in Palästina aus eine völlig gesunde Basi» gestellt sein, als bi; der Gegensatz vom .alten' nnd neuen Jischub in dem Sinne, de» er heute besitzt. verschwunden sein wird. Es k-rnn und wird »cts religiöse und arrtigiöse Jude» in Palästina geben. Aber alle müssen sie ans dem -Bode» «njcr« ^nationalen Idealegeeint stin; erst dock« ‘ wird Palästina all seine potemrell bereis heute in' ihm ruhenden Energien wirken lassen and Ke Entwicklung Errz-JSraels wird mit jenem Tempo einjetzen können, das allein die BerM^chung nnfercr Ideale .hcrberzuführcn imstanckEMge-iMmk. Meksn-älirMMa UMntni« 1 -r -i - ' ’S* efre»er LrchL lSo» David ßlelli», Irrnsickn». Herr Dr. Pool Rathair hat i» seiner Darst«kla»a> dr» partastiaensikchr» Lpracheolampir». sowohl i» seineoG- »kfizirli«» Rrilehemcht..'«»« auch ln sijoer Arpschür« „P-rkäe " ftiua und pnltMn«^ffch«sUo»imr»r- Mi« »ru ttei»; rer«, die er des Brrtraneu«» nnd TTtni lln iJfcÜ hliT) ,r _ iMiV brft>»drrs «.Ich «mah-st gemacht «ni, schwer '■ gesnchr. mm mich wharr er. schwnt A tom - »»«- -cholseine» Kornes diwAeSe». ,« sehr «wtrn. ist selbstverständlich» daß bei nner . hat, ich »uh s.. Zt. z» einer AühtigftoNnn^- semer ' — » An»»»«» «» BeheuqLmgen sirMr tzr. -chb. enrschlojsrn. Ich hoffir. daß mctu to Hse» Där«r kegnugen kwoohl für Hrrr» Dr. Rathnn. .Ltz «ch siiA dL^n» »hm beeinftnhirn chrrichtrrst«wr -mtM* ninU bDckckend sein wrrdrv. wem, »ich ndht'Vck^ML»».- nah«« ihrer »hsekich unwahre» Brhauptmme«. so doch^' icecec Lugritt« <Uf wichA letSusGe Qbftott tank, wenlastro« t»r Unterlasinng luciiecuc Hierin sehe ich mich reiorr -v die Srarndroschnre de» Zionistischen Uktionskomiwe»»-' («I» Kamps »m die hedSchhe Spchche- Me-ckcktiE: «w der Berlanf de« Lprachenkamose« nach aNen Leiten «UrnmStia Nargefteiit «nrdr und »dich«, durch die lchteir' Brichlüsse de» ttnrawrium» de« JnlMutK'ptr techümbc^ chrriehnng in Palästina der erste Schritt znm Arirde» , wch^r« 8erstt»d<a»,e geian wurde, so Horen doch'' in der Press« «u» prroatlia die bald affe-' ne« und dald versteckt,»« Angriffe ge,r» wtch »i ch t a»s.- 3e sehe ich inich denn genStigr. noch einmal da« ZSori >, eigener Lache zu erareisin Heiht r» doch J)hr so», rem sei» vor tztott und Israel". Milt et hoch nick« nur vv Gon und meinem GtanBra den Lchritt. )n dein ich -»ich »nii'chtosleu habe, meii-? Dem iss, VN »ia Proeetior »„»!.'edrrr. gerechtserrig« u iedv», sonder« dieie« auch oor den »ivien ehr««wett»-» Männere i, Üoraoa. die mich i>i» irpt mit ihrem Be, traue« und >dre, ^reundschaki deed'i habe» - Herr De Pani Aaidan veriuchr in seiner e wtdnir» Brosche»re. das kachlche. d h rädaq>',i>iü > Mtvit» »»feer» BorgeL.-n» i» den Hi'tternrund -u dräng - und;u vrrdunic!». irr versuch!, alle« ans 7»>n peci»- liche und agitatorische sho:»»-.- -.urucku-i, dr»-n da« Borge den der Sen>»>>-v»>.-l»nd>-n pene«-r ,>>- 4?»>> und Bertragetnnch ui choeakieri-irr, n , nü z.- drani markea Boa diese»» Borwuri T»:Va alle d!Ni^ a, inein« ltoiiegen «ch >,e!i-n,»e» denvP»«. »d»c anmitats de» verirr de» -.-»»»«oit „eist er tesen erb»> Ich i»U NU i» mich ge' h« Br«ra,rn gan, '»rsonde, ««tuscht da»»«. Dazu t-ru« u»d mrt Mb ,><*> -chr-«»p>- -Zunächst mockue ich „och ’ slst,' »" Va - B»>, geben der den»„'l:on>er»nde-, rri-re, -v.» »ei,- Be, iragodruch, I<von ,n> d--o> eio-ach.-:> ,o»,>a>-v »seund »eil wir >a g 11 I»> nr B - , Irig» »>:> d, nr d,,s»v«r« «tpefchtosse» batten. Auch ich. der talSosirste Itebre u«,-: ----in-», do:-, tt-rf» ,g. di .io,' -