Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 12 (1914)
- Issue
- Heft 11 (20.3.1914)
- Date
- 1914-03-20
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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XI. :4fc. Ehrlich, da rr sich eine jkritik erlaubte, 'itttj entschlossen sein «ktenbündel un bcn »Ropf- Dieser stürzte darauf mit geballten Fäuste,l ihn zu: doch hinzuspringeudc Kollegen vertiin- Hkrten den tttegcnschlag. den Dr. Lter» gerechter- Geist verdient hätte. Das „Lembcrgrr Tageblatt" bringt ein I »k e » Hl e >v mit Abg. D r. 2 r r a u ch e r über die Lage »er Juden in der Bukowina. Die soziale «d politische. Verschlechterung der jüdischen Lag: W wohl zum Teile auf die allgemeine wirtschast- Whe »trist zurürtzuführrn. andererseits »eien aber :Otch die Juden selbst schuld daran. Sie haben es Wdsr dahin gebracht, daß die feste Organisation, durch jrchiWanKl Arbeit zustande kam, ge- "1 und die Tiniglstii zerstört wurde. Da» har A politische PosUion der Juden am »leisten ge» SDaji» stammt noch, daß die reichen Juden Landes sich von jeder Beteiligung ausschließen, wirtschaftlich schumchen Kreist weder materiell ) moralisch unterstützen. Um die Lage der Juden . der Bukowina zu verbessern, bemerkte Abg. Dr. straucher, müsst eine Erstarkung in hen Reihen “ Judenschaft erfolgen. Die Jude« müsst« wieder ein geschloffener Faktor auftreten, dann wev> m ist ihre vor wenigen Jahren gehabte Position e sowohl auf löirkschaftlichem wie auch auf pol»- flhem Gebiete — wieder erlangen. L WOUS-ECK muorkkeek 12H jorh'erf 13^ G.M.HOLZ NoruifiiiMiT FRANKFURT*« Brief «md Durch die Organisierung der jüdien städtische» Gemeinden Palästinas leicht eine Körperschaft zu schaffen, dir sich, Vertretern dieser Gemeinde« und der länd»' Kolonien zusammensetze« und früher oder auch von der Regierung anerkannt werden Dst jüdische Gemeinde in Jaffa hat sich be« in musterhaft er Weist organisiert und erstarkt » Jahr zu Jahr. In Judäa kommen für eine hmeindeorganisation nur noch Jerusalem und ebron in Betracht, denn die Anzahl der jüdistn Bewohner von Ramleh und (ikija ist zu ge- ^chtg. In Hebron bietet die Organisarions frage wohl SchwstriBeiten. Blob in Jerusalem ist sie Hr »ermitteltes Probte«; In Jerusalem ist 8crfchiedenartigkert der Jntcresst« »och so gvaß, ' sich der gesamte soziale und wirtschaftliche Wand poch sehr heben must, bis ein Gemeinsam- WtSgrfüV entstehen kann. Die Errichtung land- Wirtschaftlicher Ansiedlungen im Umkreis von Jcru- Förderung des Bezalrl, Ausbau eines geschürten Schulwesens sind deshalb wichtige Auf- Men. : - Der Etat des jüdiilljrn Stadtviertels Telstwi iv bei Jaffa letzt fick folgendermaßen zu- .stmuncn: Abgabe» der Hausbesitzer I H,700, für Wasserversorgung brr "Nachbarn n»d der neuen Paulen -4^*00. Mietzins der öffentlichen '.Gebäude AsyO, Beitritisgelder neuer Mitglieder Iö00. siir steberwachung der Gebäude ItJOTi. von dem Omnibus 10Q0 Francs Unter den Ausgaben steht die Vaistr- »ersormiiig an erster Stelle mit dem Betrag von 71 JO Fraues Dann kommen Beiträge für allgt meine Jioecte iSeljuIionds. Hospital, Rabbiner, Lese, halle, Paste»iri»stiiai >» der Höhe von 'wOU Frcs Für Br vachung sind 4000. für Llrntzenreinigung 5400. für Berwaitnng U»00, für den» Architekten <zur Prüfung der Baupläne ujw. 2-'»00. für sani- Üre Fürsorge 1200. für Beleuchtung UVV. für Instandhaltung der Straße». Pflege der Bäume usw. 980 und für diverse Ausgabe» >000 Frcs l »ngrsttzl. Avtzerdem wurde» für die Erwrderni>>c Frankfurt« Israelitisches Familienbtatt. der Tel-Awiiv jetzt ungegliederten Kolonie „Eheivrah Chadaschatz"" ->280 FrcS. ausgrworst». Im ganzen »vurde das Areal von Tel-Aiviiv im abgrlausenen Jahre durch die Eingemeindung von Cheivrah Ehadaschah <.,R«uc Gesellschaft" sowie durch neue Terrainerwerbunae» um 880,000 Pik iElle»! Bauland erweitert. Im letzten Jahrr sind 20 neue .Häuser, darunter acht mit einem Obergeschoß. erbaut ivorden. Außerdem wurde über dem Erdgeschoß von vier früheren Häuscrir ein Oberstork aufgeführt. Trotzdem besteht in Tcl-Awiio ein großer Wohnungsmangel, was zu hohen Mielpreisen führt. Bon der Generalversammlung der Einwohner Tel-Awi>vs ist der Bau einer großen Synagoge im Prinzip beschlossen worden. Bisher wurde in gemieteten Räumen und in einem provisorischen Holzbau gebetet. In Jerusalem sind sechs aschkcnasische Jeschiboth als religiöse Hochschulen anerkannt worden, sodaß deren Schüler vom Militärdienst befreit sind. Mus Lentfche» «eich. WtaAn» Set futa cAHnni Herwaktuogtberkcht der Israel. üult»»- gemeindr bringt nicht» wesentlich Rene». Die Zahl der ökmeinte* steuern zahle»te» Mitglieder oahM um 44 zu und beziffert sich uns 3644. Die Ausgaben betrugen 130000 Jh, betten 143000 Ji eiogegongene LnktnSteitrSge gegenüber» stehen. Die städtischen BoMlchulrn besuchten 8kb jüdische Sinter, loihrend am de» Mittelschulen 648 Knaben und Mädchen verzeichnet find- Llcrbefätte ereigneten sich 142. Die Acht der unter Berwaltüng der Gemeinte stehenden Stiftungen betrag' 137 mit einem Aominallapitnl von nahezu Sr » Plillionen. Dad Iahe 1914 dürfte einen gorßen Eriftu»gSzmvachs anfwetse». da ia diesem Pah« die lkirchdörter» sche Stiftung« welche ans fast l «Mio» geschätzt wirb, in skcait treten sott. Tn Waiseustifiuiig schließt mit. einem Loptchl' von Ster yr MMon ab: aus' derselben wurden filr SO Sinter «r^chungrieiträge (11300 JCJ geleistet. Die. rituelle Speiseunstalt. welche ein« Stifnng ihre Existenz verdanft, veroösoltzte 46000 Mähst zette«: hiervon «ehr als dir Hälfte unentgeltlich, de» Nest für Erwachsene zu 4S Pfa. pro M^zrit. Die jltrantrnfilrsorge irraelit. Detern«, ein Berein, zu dem neben ikinzelmitglietern eine Anzahl itcaelitischet Bereine beisteuern, enitoickeiie auch inr «te gelaufenen Jahre eine recht segenlretche Tätigkeit. Die meiste» Patienten wurden in der iäraelttischen Nbtekftmg de» städtischen Ntanstnhanse» SchstnSlna »rrpfitet; ater anch in anderen hiesige» nn» aniUoärtigrn jknstabft» wurde» Patienten nnd NekonvakeSzenten versorgt. Mt «teuf de« Jahre» ISIS rrtvlat' eine^ritlelte Ernensnng der KnltnSNttwalkung. Ein Antra« der b»»- servatiden Mitglieder in der Lerwnltnna ans Einführung der Berhältnitwadl wnrde von der kwearken Maiorit« Die jüngst in einem-LeitartEel de» führenden Organ» der Trennnng-orlhotexir geforderte Ablehnnng teir Berhiltniswahl in den ltemetrten hat bei de» bivs>ge» Liberalen grobe Genugtuung tzervorgernsen. Diese steNung«ob>ne de» tetr. Organ» gegen die langjährige Tätigkeit des Münchener Führer» ter Orthodarie in diel« Frage ist tief bedauerlich, »a» nätzd eine «Ibacha». I«- raei". für die ganze Seit, wen» , mit» in Dentschland so einig ist? Z i a n 1. WwWmi. Ans de« «»Nstreß de« rmkilscheA Adel» wurde mit geteilt, datz teni Rinisterrat vom Minister des Inner» eine Sorlage über välliae An»schli«bnng der Inden vowMilitirdlenkt zugehe» wird. Der Eongreft wünschte diese Bvrlagc durch einen Bvrschlag zu ergänzen. al»h dem statt der Wehrvilicht eine dreijädrk„e LtaatSfro» oder eine P e r s o u a l st e n e r tür die Inten »inzufübren wäre. Lmdit«- Hte« ereignetsich iola-nter i >> t r rej a » «e r Uali: Im vorige» Iadre wurde «ine „r e r» d o l n i s ch c" >> c ,'e t a t r i I ^tzgründet. Die rstelchSite der Fabrik ginge» i,um gut. und als Eude 1913 ein Hesekundikat in Moskau zufammeotrat. wollten die Iatrlkbeüyer ihre schlechtgebende Fabrik an das -nndital verknusen. Aber die „di I! I i o II a I st IM m u II g" ist jeyt in Pole» so stark, das: sut eine Gruvo? von iNatSdesitzerii in» Mittel legte und die Fabritdesitzer veraiilakte. den Vorschlag des 2»» dilars, a» welchem auch Jude» deteiligl lind, abzuleyne». Dir viruope gründete eine 0»e>e>lschair, ivetche die Fabrik von den derzeitigen Aesidern üteruadm. Die letzirreri beteiligten sich edeuialls an dieser GeseNschgjl. Irdl iiellt sich deiauS. dast die Gejelllchakt die Fabrik iur;irla IliviKr- Skubel erstand, irrädreiid dos Lvudika« da» Doppelte aagedvte» hatte. Außerdem überaadur die lüeseNüNaft dir Fadrikdaslivea nicht. Iniolgedrtien sind die frütecev Fabrikbesitzer ruiniert. 2ic müssen aber die Rolle „beglückter Patrtoleu" Ivieten. Für geschickte Leute ist die »olniside ..natkoual lvirtschaiillche Auierstelniiia' keine Mtleiite ilinnahmeiiuelle M 8. fMdib. New-Park. Aus der Iadresvertawmluu, »er .Jüd. lsinivaiideiuugesürsorgegejellschast fand twischen >>ande l» m inr ste r Liljon und Jacob H. Lchifj ern Rededuell »all. lersterer batte ln längerer 'Rede die einwaader I! n >t S je i n d! lche Politik zu verteidstpu gesucht, noraui letzterer erwiderte, datz derartige Pestr«uuge» INwn ievr alt leien, denn sie feien schon von den Indianern gegen die ersten landenden Europäer detärigt worden. Srt.ifi judr dann rort. „Ich selbst kam vor .'gl Iadre» als armer Junge in dieses Land. Ich habe keine Arbeit vorbereitet gefunden. Bier Monate lang iiiunte ich auf eine Ne ine Arbeit warten, und ich kan» wohl heute sagen, datz es mir in diesem Lande und diesem Lande mir mir nicht schlecht ergangen ist. «erate so wie ich es in meinem ganzen Leben für da» Nützlichste angesehen habe, in jeder Angelegenheit jedem Menschen so Imige Benrauen entgegenzubringen, bis ich überzengt werde, daß man 'ihm nicht trauen durse. ebenso bringe ich auch jedem Einwanderer Bertrauen entgegen, ob et lesen und schreiben bann oder nicht, wen» er nur krtflige Arme und ehrliche Absichten mitbring:- Bon alle» de» Arbeitern, die ich im Lause der vielen Jahre kennen gelernt habe, gibt e» nur sehr wenige, die hi« dnrchgefalken wären. Los wollen '2ic mit dem' Btidungtexainea? Ter jüdische Einwanderer ist »ich« unaebiltet» denn der Jude bietet seine» Hintern Btlbnng selM.d«n». wenn er selbst deshalb hungern müßte «oftte Di« etwa diese Juden deshalb, weil eine intokrante Mrgivrung sie an» ihre» Echnlea ausschloä, auch an» diese» Laute ausschließen D" Schifi schloß seine Rete: .Mesr» Land 'ist ein materialistische» Land, .und ter stampf um den Dollar wird hier lag und Nacht in viel zu starben, Maße geführt. Sir brauche» Ideale. Und ter rusiisch-jädifche Einwanborer, ter weiß, wo» Leiten find, bringt un» dies« Ibeale." Icrtmati «. tut» IHrttBititi. P«lt». «ch. Scha«f»»»rat Dr. »flhel« Lahn. Enkel eine» Mainz« Rastbin«» und Betwr Eduard Laskeri, leierte seine» 75. HIebnrt«i:ng. chamtnr, Hertz »achrnch. fMaBtfc te» taft» tanteickolkeginm». Borsteh« te» Nkanstnftttnt» m W (Ob. Kriedhost in Lansenseldt. feierte feinen 7E »«- bnrtstta». . ' MHm. Fsl^nte kMtddalobwmteiilt w«rte» att «eMichr Abgeordnete gewählt: l. Bezirk: wochtBanwoS Moritz Bloch-Ponstaoz: L Bitzick: Dv. nn bronn-chchfingeu: 3. Ha&Wmnloelt J»iker«Ltei»ch? 4. Rechtlauwall Nassewitz-Feekdur«: Heinrich Sail-Emmendingen: Ä. »an in Md««: 7. Le» Sertheimer-Bikh «eit und »rlhel« Bätzr-Drclrnche; »atz-Srnchsal: 1L Sinaner-Brätzingen; kaut Isidor Aarer-Deitelterq: 1« Rech« Pfälzer-Seivheim: IS. Ed. Bauer, Backdr »oldsch»tot, Pausmann nnd I. Zirumern-Mauahri»: .14. Max Limle-Brettrn: 1». Poop- Plumkoch; 16. De. I Timo^-Hettelterg: 17. ”-*— Dr- »ander»««tzhebm. «Me dr» S»f! echwit MMchftteM Lvsährigen UMAstchiEnm» ^te» Rrouenordan S. »L -Mit "dev Zahl 50. . , CMtartac«. Seteer Srtanats seiertaen 7 Atzrü sein SdlLtzrige« Amtild-drläum. « (Li «if»n. Zn Unrndstadt satte i Lichte»stnin zum Magistrat»wrtgli - 3« Teitn Werte »#» B«»»el Z»VtztMrzhDsche Ehepaar dd gnlteew« Hochzeit -iM echiel» die Ehejntilän« »wedallle. - In Magilo« verschied im 9L Letenchah« Km» Ar ansohn'Swc.. eine Esch»«haiil 1« teste» Sinne bet . •Mika. Eine »muchl Ptzteiw« der jäd teaUt hat sich jn einem Seine «in ,.Ada»-Ji»roeI"' zusammengeschlafsr», um teu Qotteibicnft nach traditi». netkr Sette ai betiübte*» tert» Lohen. Ltel te» Svlo»iaki»santerie»a'aillm», erhielt ln Anerkennung seiner Leistungen ans te» marod konische» Arieg»schonptetz da» Ofsizrersktenz der Ehrenlegion, und M. Anscher wurde zum Mariucgeniedirertor und 2ch>i iSbandirekt»r befördert. Lande». Srdbast»» Aussehen «rate «e in jüdischen Sreisru. daß ter rnssische Botschafter «raf Brnkeudorf Gast ant ter Besitzung Leopold de Rothschild'» war- Der russische Botschafter o<rr noch nie Säst bei Rothschild«. Seit den 70er Jahren - ansang» «l» volitislte» «rünte» und dann wegen der Iutenoersolgunnen in Rußland — batte da» Han» Rothschild stet» rede Berbindung mit Rußland und dessen Vertretern zbg-lednt Mitia. Hier ve-lchiedgsetetmra» Jako» Halperin. Biredirektor i» rnfiiseöe» Justizministerium «intMt Earnsgie bat m «eia» Rrieten«stit»nn« „uch zwei Juten teruseu: Rabb. Dr. Emil Hirsch- Ehu'ago und de« Politiker Rack»« M. Mark«. Rcwoork. «»» »« gmUm. Barfta. Die Zdd. Ssfehnlle und Bidliotdek ipiirte im vecgangcue» Ja brr von 33 >44 Personen tesuckit Ihr Bäckierüestand beträgt Svu» Bände. In den Montagsvortesunge« der Ledransral» sür die Befsenschaji de» Judentum» sprach Ratb. Dr. I. Lewkowitz Ster Relr- I, > o n und R a t i v n g I i S m u «. Da» subjektive <8e-