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Neue jüdische Presse · 1914-02-27 · Heft 8 (27.2.1914) · p. Seite 4

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
12 (1914)
Issue
Heft 8 (27.2.1914)
Date
1914-02-27
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4. Frankfurter Israelitisches Kamitienölat!. Nr. Rofoert Grerlaolx Frankfurt am Lala, Mainzerlandstrasse 166 Telephon-Amt I, 5375. Konstn. Bauschlosserei, Eisen-Konstruktionen, Schau- [ fenster-Anlagen, Werkstatt fQr kunstgewerbliche Metallarbeiten in Eisen, Bronce, Messing. B.»paraturarbeiten. „In Gcmzebach?" spottete Josef, „ei, sich mal an, die heilige Gemeinde Ganzebach wird wohl klüger sein als die große Khille Lochstadt? Woher weißt Du übrigens, was sie in Ganzebach tun?" „Die Regine hat mirs gesagt, ihr Bruder macht es auch so." „Die Regine? Welche Regine?" „Die Regine Gottschalk." „Wie kommst Du denn zu der?" „Sie war gestern abend da und hat uns in der Küche beim Kaffeekochen und beim Spülen geholfen." „So? Sie hat gcholfen? Und ihr Bruder blamiert mich vor der ganzen Chewroh, daß er sich lieber in die andere cinkaust, als daß-er zu mir ins Haus gcht? Mir ist schon die Galle gestiegen, als ich nur Davids Gesicht geschen habe bei. meiner Bemerkung, daß noch ein paar Mitglieder schien. Da habe ich schon gleich gedacht, es ist gewiß nichts Gutes, wenn der Lügcndavid so Hämisch lacht, als aber der alte Leib von der alten Geschichte anfing, da meinte ich, das Herz stände mir still vor Schrecken, dem: ich kenne den alten Leib, wenn er von einer Sache ansängt zu erzählen, dann dauert es eine halbe Stunde, ehe er wieder davon aufhört, und ich habe Gott gibcmkt, als der Herr Lehrer mit dem Lernen anfing, damit die alte Familienschande nicht weiter erörtert werden konnte." „Familienschande?" fragte Rahel erstaunt, „wieso istdas eine Schande?" „Ist es keine Schande, wenn ein Kind den Eltern durchgeht?" „Ich meine, es wäre noch mehr Schande, wenn Ellern unversöhnlich sind, well ein Kind seine eigenen N>een Hat von dem, was es für sein Glück häll." ' Josef sah seine sonst so stille, bescheidene Tochter überrascht an. Wie kaue Rahel dazu, sich in dieser Sache eine eigene Meinung zu bilden? Sollte sie öfters mit dieser Reginc verkehren? Sollte sie von diesen haßerfüllten Ganzebacher iVerwandtcn (er nannte sie noch immer Ganzebacher, obgleich sie nun in Lochstadt wohnten) verhetzt werden? „Geh in die Suckoh und decke den Tisch, wir wollen Kaffee trinken," sagte er am Ende, nachdem er sich im stillen verwundert und leise den Kopf geschüttelt hatte. (Forschung folgt.) Christ. Wilhelm Leux Telef. I, 8867. Hoflieferant. Goettaestr. 21. Xöiren-, ©amen-11. tivreeschneiderei. Spezlal-Sportgescbäft. —- Auf Wunsch koschere Verarbeitung. Kaiser Friedrich Quelle —— Offenbach tu M. —— Gegen Gicht anff Bhematlammg bewährt» Alleiniger General-Vertreter: Frledrloh Stahl« Frankfurt a.M., Günthersburg-Allee 37. Tel.259 n. 714. Wochen-Kalender. (Zeüangaben nach dem Losch.) SamStag, den 28. Februar (= 2. Adar.) Sabbat-Anfang in Frankfurt a M. 5 Uhr 35 Min. Sabbat-Ausgang in Frmckfurt a. M. 6 Uhr 50 Min. in Berlin 6- Uhr 25 Min. Mochenabschnitt: Terumoh. — Der Wochenabschnitli führt seinen Namen nach der Hebe, welche die Rinder Israel brachten, um davon die Stiftshütte zu fertigen.! Im heutigen Wochenabschnitt hören wir von den Kunst und vtterawr. Ein neuer h e b r ä i s ch - w i ss e n s ch a f t l i ch e r Verlag. In Mostan ist mit einem Kapital von 50000 Rubel der Verlag „Mado" (Wissenschaft) begründet worden, der sich zur Ausgabe gestellt hat, als Vorbereitung für die hebräische Universität in Jerusalem naturwisseuffchaftliche und medizinische Lehrbücher in hebräischer Sprache herauszngeben. Der Verlag will Uebersetzungen der hervorragendsten wissenschaftlichen Werre dieser Disziplinen herausbringen. Bedeutende Mediziner — unter ihnen Dr. L. Rosenthal rind Dr. M. Münz, Privatdozenten an der Moskauer Universität — sind.an diesem Unternehmen interessiert. Der Verlag wird in engster Fühlung mit der Hebräischen Sprachkoimnission (Waad-Halaschon) in Jerusalem stehen. Es ist zweisellos, daß es dem neuen Unternehmen gelingen wird, Werke herauszubringen, die wissenschaftlich irr jeder Hinsicht einwandfrei sein werden. Der Verlag bietet auch die Garantie, daß seine Publikationen den größten Ansprüchen an die äußere Ausstattung genügen werden. In wenigen Jahren werden so für die naturwissenschaftliche Fakultät und für die ersten vier Stndiensemester der jungen jüdischen Mediziner wissenschaftlich einwandfreie Lehrbücher in hebräischer Sprache vorliegen. Spenden an Gold, Silber, Kupfer, Wolle, Fellen, Del, Gewürzen und Edelsteinen. Näher beschrieben ist die! heilige Lade mit dem goldene,: Deckel und den Cherubimgestalten darüber, der Tisch zu den Schaubroten samt! den Bedienungsgefäßen, der kunstvoll uns , eurem-Gold-! barren getriebene Leuchter, ferner die Wohnung selbst. Die Bretter, in je zwei Silberfüßen ruhend, mit Gold überzogen, durch Haken und Riegel verbunden. Drei! Lagen von Teppichen als Bedachung, durch Schleift» und Spangen zusammenhängend. Der Knpferaltar nebst seinen Zänglein, Pfannen und sonsttgen Gefäßen. Der kunstvoll gewebte Vorhang zur Scheidung im Heiligtumsinnern. Endlich der llmhof nach Größe, Einrichtung und Einteilung. Mochengottesdienste in Frankfurt. Morgens: 6 Uhr 30 Min. (Hauptsynagoge, Synagoge Königsteinerstraße 7 Uhr,30 Min.). Abends: 5 Uhr 30 Min. (Hauptsynagoge -l Uhr, Synagoge Königsteinerstraße' 7 Uhr). Allgemeine Mitteilungen. Das Favorit-Mo den-Al bum Frühjahr und Sommer 1914 ist zum Preise von 60 Pfg. im Verlag der Intern. Schnittmanufaktur Dresden soeben erschienen. Diese Neuerscheinung bedeutet für die weitesten Frauenkreise immer ein Ereignis, wird ihnen doch mit diesem reichhaltigen Album gleichsam die große Modenschau des Frühjahrs im Hause geboten! Das illustrattv ganz hervorragend ausgestattete ,md dabei sehr preiswerte Modenbuch repräsentiert die wirkliche! innerlü wenn Sprach bäerbm tümlich einer Cpipha Bedrüc eines l ung g der Ho Syrerk seinem spätere bar in talmut keine ' Berfas lich fi Bündr den 11 hofft. Cdoni mylos schien ‘ Schatt figurik sagt, t Er bl den.,, komm! als G wahre scher l bricht scheint in Kc Carl Grebenau, Jüteinweg 1 Men.UiiPEii,BdiüundSilberwapen Atelier für Neuu.Umarbeitungen! EcfchanB Bossmarkt baald. Sachvepständlgep . 1 —• Reparaturen. Telephon L 6069. Auswablsendungen gerne zu Diensten. lapaplitlache ICul|u»B«a»ns»ände. Julius Obernzenner Zell 73-79 Frankfurt a. M. 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