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Neue jüdische Presse · 1914-01-09 · Heft 1 (9.1.1914) · p. Seite 11

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
12 (1914)
Issue
Heft 1 (9.1.1914)
Date
1914-01-09
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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r. 1 ■ - Wies» Litemir ein nld der jüdisch.' die von llnesanu tcifte er Juden ns dem 12. und i Rhein komme» IV. gab für den s matc- Jnden- Todes. den den Speyer ler und Düssel- Neldern. Berfoliegreich. Dasein .'eon die len, bis brachte. i katho- :s, wenn Christen cts" am höhnnng ikcl mit :fem die i diesem det wird als das t, wenn!r dieser ruck des «er ijenr utzigtich, rst recht ise» wir ' zurück. 1 wird." ann nur n Volke tun nur ii Volke schechten das ist i Juden ltspunkt. ag >eme richt ist als Do- : an die ine rege »orstand: Sondi ache r. i g e n d - s Leben wtiefnng nsbesoni geboten und zu in den ls eines ache folung und Österreich a, Südka, Zenanländer lina (ca.' Ursachen i (Erhalch Taufe i) (1—2 stalästina her Hin- ■2 Std.). ihowewei (IStd.'). lich^ auch sich und »ehandelt i soll. — n Kreise witerung fRx. 1. Frankfurt«: Uraelitisches Famili«Äati. Seite 11. durch Einrichtung eines zweiten Kursus ist möglich nach.. Maßgabe der Anmeldung von weiteren Interessenten, die sich wenden wollen an Herrn Theo Harbnrgcr, Esch ersh eimcr fandst raß e 16, Pension Zehe. „Montefiore" - Verein. Der Vortragssaal des Vereins Montefiore war Mittwoch bis auf den letzten Platz gefüllt. Ein treues Mitglied. Prof. H ü l s e n, hatte für diesen Albend sein reiches Wissen in den Dienst des Vereins gestellt. „Pompeji mit Lichtbildern", so lautete das schon an sich interessante Thema. Nach einem. historischen Ueberblick, der über die Entstehung, das Werden und vor allem über den allgemeinkulturellen Charakter des zerstörten Pompeji belehrte, legte der Vortragende seinen andauernd interessanten Erörterungen Lichtbilder zu Grunde. Durch seine ungemein, anschauliche und allgemeinverständliche, von gelehrter Pedanterie freie Darstellung verstand er es, die verlassenen Ztraßen wieder zu beleben, die schönen Ruinen wieder in unserer Phantasie herzustellen, uns in die Zeit von ■2000 Jahren zurückzuversetzen und die Stadt der Toten in ein kurzes Dasein zu rufen. Hierbei bewunderten wir besonders die geschickte Anlage der pompejanischen Straßen und .die Bauart der Häuser, die eine formvollendete Architektonik und große Reinheit des künstlerischen Geschmackes verraten. Wir iiberschritteu das belebte Forum, um vor dem Jupitertempel Halt zu machen, und uns an seinen die klassische Ruhe symbolisierenden Fonneu zu erquicken. Wir gingen weiter. Da nahmen die luxuriösen und umfangreichen römisch« Bäder unsere besondere Aufmerksamkeit in Anspruch, desgleichen das gewaltige Amphitheater, das für 18000 Menschen ausreichte. . An geschickt ausgewählteu Beispielen zeigte der Vortragende, wie künstlerisch vollkommen selbst die einfachsten Hausgeräte waren. Zum Schlüsse'veranschaulichte er, wie auch die Innendekoration eine künstlerische Höhe erreicht hatte, deren Technik heute noch nicht erreicht ist. Hebe. Schulwerk 1« Palästina. Für das hebr. Schulwerk' in Palästina wurden hier nach dem' Bortrag des Herrn Dr. Klee an. Jahres-Beiträgen für 5 bezw. 3 Jahre gezeichnet: Fritz Sondheimer (500 Jt), M. Joseph, Hans Rathau. Dr. Siegfr. Schwarzschild (je 50 Jfc), I. L. Goitein (40 Jt), S. H. Goldmann (30 Jt), Karl Ehrlich, Karl Roscnheimer, Martin Levigard (je 25 Jt), Saly Geis, Max Wolf, Isidor Schloß, Moritz Plaut, Dr. Emmerich, Dr. Hermann Feith, Isaak Goldschmidt, E. M. (je 20 Jt), Hugo Wohlsarth, Wilhelm Schames, B. Bamberger, Zahnarzt Bruno Strauß, David Hamburger (je 10 Jt). Rach dem Beilis-Prozetz. Am 5. d. M. hielt Herr Rechtsanwalt Dr. Klee- Berlin in einer von der Franks. Zion. Bereinigung einberufenen, von ca. '1200 Teilnehmern besuchten und Herrn Fritz Sondheimer geleiteten Versammlung einen Bortrag über bas Thema: „Nach dem Beiiis-Prozeß". Mit dem in Kiew geführten Prozeß habe man das gesamte Judentum treffen wollen. Die Proteste der ost- und westeuropäischen' Juden seien daher vollauf berechtigt gewesen. Wie aus dem Prozeß hervorgehe, besteht ein starker Unterschied zwischen den Ost/- und Westjuden. Dia Einheit der Empfindung könnte nur dann geschaffen werden, wenn alle Juden. Zionisten sein werden. Es wäre falsch, zu behaupten, daß der Z i o n i s m u s gegen die Religion ist. Im Gegenteil, es gibt viele Juden, die bas rein religiöse Motiv ins Lager . der, Zionisten, gerufen hat., ES ist ja ganz natürlich, daß beim Zionismus, der eine politische Bewegung ist. j das nationale Gefühl primär, das religiöse sekundär ist. , Die. Behauptung, der Zionismus ließe sich nicht mit dem Patriotismus vereinigen, sei falsch. Man kann die Vaterlands- und Stammesliebe wie Baker- und Mutterliebe vereinigen. Darauf kain der Redner auf die deutschen Juden zu sprechen und erwähnte u. a., daß 10 000 jüd. Kinder in Berlin kein Wort hebräisch verstehen. Das Sprechen von einer „Jüd. Mission" — so fährt Redner dann fort — ist vollständig unsinnig; denn es gab nie ein Volk, das gefragt hat, warum cs lebt, warum es existiert. Dagegen ist die Behauptung, daß die Juden keine Genies hervorgebracht hätten, mit wenigen 'Ausnahmen, richtig; denn ein Volk kann nur dann etwas Außerordentliches leisten, wenn es ruhig und sicher auf - seinem Boden sitzt. Jetzt hungert das jüd. Volk „seelisch". 'Und wenn jetzt nichts für seine Rettung getan wird, dann ist das ganze deutsche Judentum dem Untergang geweiht. Man kann diesen Vorgang schon heute beobachten, und es lassen sich vier Generationen unterscheiden. Die erste Generation waren anständige, brave Juden und Menschen, die von der- Kleinstadt in die Großstadt zogen. Die zweite Generation sind auch noch gute Jiiden, aber nicht mehr aus Ueberzeugung, sondern aus ,Pietät" vor den Eltern. In der dritten Generation setzt schon die kritische Flagge ein. Sie halten nur noch sehr wenig vom Judentum und das auch, nur aus Pietät vor ihren Eltern. Ihr Judentum ist so nur „Pietät vor Pietät", was natürlich ein Unding ist. Die vierte Generation besteht aus sehr reichen, ehrgeizigen Leuten. Sie verachten schon alles Jüdische und versuchen mit, Macht in das christliche Lager einzudringen. So entstehen die Taufen und Mischehen. . Darauf kam der Redner auf die Bestrebungen und Leistungen des Zionismus zu sprechen. Das Ziel, „eine öffentlich-rechtlich gesicherte Heimstätte in Palästina zu gründen", ist geblieben, und die türkische Regierung zeigt sich diesen Bestrebungen gegenüber sehr sympathisch. Die Erfolge, die bis jetzt der Zionismus erzielt hat, sind sehr groß. Z. B. verfügt jetzt die Jüd. Kolonialbank in Palästina schon über 10 Milk. Fr. Depositengelder. Die Kolonisation des Landes durch Juden ist weit vorgeschritten. Die Universität, die in Jerusalem gegründet werden wird, ist finanziell gesichert und wird ein hebräisch-nationales Institut sein, dessen Leistungen Gemeingut der ganzen Menschheit sein werden. Zum Schluß wandte sich der Redner gegen den „Israelit"; es sei sehr zu mißbilligen, daß dieses Organ den Zionismus gerade jetzt angegriffen und ihm seine schon ohnehin nicht leichte Stellung erschwert hat. Es ist dies noch .umsomehr unbegreiflich, als der Zionismus immer die Orthodoxie unterstützt hat. Auf diese Weise erschwert es die Orthodoxie dem Zionismus, ihr Bundesgenosse zu sein. . Der inhaltsreiche zweistündige Vortrag, des bekannten und hervorragenden Redners machte großen Eindruck und wurde begeistert ausgenommen. J. W. Albert, Optik Fits« u. Ptnceaez Ooubls Mk. 7.50, Nickel Mk. 4.00. Weissfrauentiraaee Iß, Erke Nene Mainz«ratra«ae. Speuoe». Beim Frkft. Jsr. Familienbl. gingen ein: Tachkemonischnle in Jaffa Restaurateur Kahn, Königstein, 1,— .ft; Dav. Meyer, Friedberg, 0,60 .ft; Georg Freudenstein 2,—, Martin Feist- Bereius-Saleirder. Freitag. „Talmud Thora"-Berein, nach Schluß der Synagoge Börneplay: Bortrag (Dr. Braun). — Bet ei» „Mekor C h ajim", nach Schluß Synagoge Hörsaal Friedb. Anlage: Mikro-Bortrag (M. Cohn). — „M ontefiore"-Verein, Bleichste. 70, 8>/e Uhr: Gemütliche Zusammenkunft (Vortrag Rabb. Dr. Nobel). Samstag. „Mo n tes i o re"-Ver e in, 11V- Uhr: Schiur (Tr. May). Sonntag. „Talmud T h o r a" - B e t c i n: Bortrag füllt aus. — Verein „Tiferes Bachurim", Bleichste. 70, 8 Uhr: Talmudvortrag (Rabb. Dr. Horovitz); 9 Uhr: Die Entstehung des Talmuds (Kormis). — Verein „Mekor Chajim", 6 Uhr, Langestr. 18: Jirmijohu (Dr. I. Breuer). — Verein „Nachlaß Z w i ", 9 Uhr, Langestr. 18: Medizinisches aus Bibel und Talmud (Dr. mcd. Willi Hofmann-Berlinj. — Verein z. Ford, d. Interessen d. Jsr. Religionsgesellschaft, 9 Uhr, Knrsaal Milani: Jüd. Geschichte von Mendelssohn, bis Gegenwart (Dr. Jsaac Breuer). — „Mo n tefiore"- B er e in, 4 Uhr: Gemütl. Zusammenkunft. ' Montag. Zion. I u g e n d g r u p p e, 9 Uhr, Kaufm. Vereinshaus: Geschichtszyklus (Referand. Wohlfarth); Hiob und Faust (Sundheimer). Dienstag. Jüd. Turnverein, abends 9 Uhr, Hasselsches Institut: Turnen. Mittwoch. „Montefiore"-Verein, 9 Uhr: Staatsrechtl. Stellung der isr. Gemeinden (Dr. Berliner). Donnerstag. Verein „Nachlaß Zwt", 9 Uhr. Langestr. 18: Jüd. Gemeindeprinzip von Geiger bis Hirsch (Zahnarzt Ehrmann-Werden). — Jüd. Turnverein (Damenriege), 9 Uhr, Hasselsches Institut: Turnen- ) Uttrf (ärebNiaii, Stein weg l Zweien, tan, 6011and SiHurwuBD Atelier für Neuu. Umarbeitungen Eckhang Kossmarkt Sadureratändla»** Reparaturen. Telephon L 6069. Auswahlsendungen gerne zu Diensten. laraalitlsoh« Kultu»gwgena«änAe. Bis 20. Januar 1914 verkaufe ich die aus der Firma Salm & Weil übernommenen Lagetbesfcande, bestehend aus: und zn Vorzugspreisen direkt an Prit ate. Der Elnzelverfcauf ist nur auf angesetzte Frist beschränkt. Passform und Verarbeitung ist erstklassig, datier Ersatz für Massarbeit. Verkauf nur gegen Barzahlung. Adolf Hamburger, Kleiderfabrik, Frankfurt «. 91. : Kaiserstrasse 4L4, III. Etage, (Fahrstuhl zur geil. Benutzung.) Inh.: Louis D5ring, Zell 4. Bdiisi) Nbmm, UpcngUiser, Lorgnetten etc. in allen Preislagen. Beparatu reu sofort und billigst — Lieferant der sllgem.OrtsknnkenkMM. Restaurant Scheuer Frankfurt a. Kain, BSrsenplatz 7. Restaurant I. Ranges. PraohtvoUa SS/b /flr Fostllohkoftan. Telephon 6678 Amt f. Prima Bürsten^ uiut Beaenwareu» vls-k-vis dem bisherigen linden. Paris 1,—, Abrah. tzccl)t 1,-; Joj. Äagath n. Frau 2, , Pappenheim, Uhlandstr. 54, 1.Ü0, Familie Gustav I. Rapp, Deilerstr., S. Rindsberger n. Frau je 1 Jt, M. 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Seeligmann, Neuß 11,— .ft Dr. Szanatz u. Frau danken sür die Gratulationen anläßlich der Geburt ihrer Tochter 3,— Jt Nach dem Bortrag des Herrn Dr. Klee im Cafe gesammelt 3,30 Bei der Nationalfondskommission-Offenbach gingen ein: Hebr. Schulwerk in Palä st Ina. Wodowski 1,— .Jt, S. Oppenheim 1 Kolonialbank-Koupon, gesammelt Hochzeit Oppenheim 3,65 Jt; u. 1 Koupon. Prima Ware, billig» Preise r Venofen Mth Allerbemgeostrasse 78 Telephon 326% Amt L

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