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Neue jüdische Presse · 1913-11-21 · Heft 46 (21.11.1913) · p. Seite 12

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
11 (1913)
Issue
Heft 46 (21.11.1913)
Date
1913-11-21
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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46. Seite 12 solchen Veranstaltungen wie an der des „Verb, der D. I." in Hamburg kein allzu großes ist. üBenn die Verbands-; leitung auch äußerlich, durch den Beitritt der Gemeinden, eine große Zahl von Mitgliedern im Bericht erwähnt, so bleibt der Verband doch eine Schar von Gcncirälen ohne Truppen. Unter dem Aufruf des „Verb, der Jüd. Inge ndvereine Deutschlands" sind von den 12 Unter* Zeichnern bloß 9 Juristen! Zur richtigen Leitung eines ' Jugendvereins ist sicher die „Kenntnis des römischen Rechts" nicht nötig. Jvrst Bunte Chronik. W« Brief König fiarols an Moses Montefiore. Aus einer Versammlung der .Organisation für die Emanzipation der rumänischen Juden" in Newyork wurde ein Kstief zur Verlesung gebracht, den König Carvl, damals noch Fürst, im August 1887 an Sir Moses Aiontefiore gerichtet hat. Montefiore war bekanntlich persönlich in Bukarest, um zugunsten der rumänischen Juden zu intriwenieren. In einer Audienz beim Fürsten Carol - gab dieser das feste Versprechen, alles aufzubieten, bannt, die Gleichberechtigung der Juden in der kürzesten Zeit durchgesührt werde. Zit Hause angelangt, dankte Montefiore für die Zusage und bat, ihm diese in einem Schreiben zu bestätigen. Hierauf erhielt Moses Montcfiore das nachfolgende Schreiben: „Herr Baronct! Ich erhielt Ihr Schreiben voni 27. August und habe es . mit lebhaftem Interesse gelesen. Wie ich schon Gelegenheit hatte. Ihnen mündlich zu Frankfurter Israelitisches FamÜienölatt. erklären, sind die Wünsche, denen Sie , im,Interesse Ihrer Glaubensgenossen Ausdruck verleihen, bereits fast, erfüllt. Die Jsraelitcn sind tstcgeiistand meiner Sorge, sowie derjenigen meiner Regierung, und ich freue mich, daß Sic nach Rumänien kamen, um sich zu iiberzcngcn, daß die religiöse Verfolgung, wegen welcher böswillige Elemente so viel agitieren, in Wahrheit nicht existiert. Wenn es hie und da vorgckommen ist, daß hiesige Juden in ihrer Ruhe gestört wurden, so hat cs sich bloß um vereinzelte Fälle gehandelt, für welche meine Regierung keine Verantwortung trifft Ich werde immer meine» ganzen Einfluß aufwcnden, daß die religiöse Freiheit der Jude» respektiert werde, und ich werde alle Mühe aufwenden, um Gesetze ins Leben zu rufen, welche die Juden hinsichtlich ihrer Person und ihres Besitzes ebenso schützen, wie die andern Rumänen. Genehmigen Sie, Herr Baronet, die Versicherung, meiner ganz besonderen Wertschätzung.' Karl. - Controceni, August 1887, Fürstliches Palais," Spende«. Bei der N a tio n a lfo n d s ko m m isfi o n gingen ein: Fritz Selka anläßlich seiner Verlobung 10.— Jt Vereins-Kalender. _ Freitag. „Talmud Thora"-Verein, nach Schluß des Abendgottesdienstes im Hörsaal der Synagoge Börueplatz: Vortrag (Dr. B- May). — „Montesiore"- Verern, .8'/» Uhr, Llcichstraye 70: Gemütliches Zusammensein. — V c rein „M e k o r C h a j i m", ,stich Schluß des Abendgottcsdienstes ' int Hörsaal Friedber.ier Anlage: Mikrovortrag (Michael Cohn);- 8>/»)Nhr) Lnimestraße 18: Gemütliches Zusammciisei». Samstag. „M o n te f i o r e" - V e r e i n, 11i/» Uhr: Schiur (Dr. May). — Verein „M ekor C h a j i m" 3>/s Uhr: Ein Jaakamv (Schachnowitz). Sonntag. „Talmud Thora"-Verein, 6 Uhr Synagoge Börneplatz: Psalmen (Rabb. Dr. Nobelst — »M ontcfi o r e" - V c r e i n , 4 Uhr, Gemütliche' Veranstaltung. — Vcreig „Tifcres Bachu r-i m", Blcichstraßc 70, 9 Uhr: Das jüdische Volkslied (D. Wallach). - Bcrcin „Mckor Chajim", 5 Uhr: Einführunazkurs (Lehrer Adler); 6 Uhr: Jirmijohn (Dr. I. Breuer). Montag. „Montefiore"-Verein,. 9 Uhr: Die Juden in Spanien (Dr. B. May). — Zion. Jugendgruppe, 9 Uhr, Kaufm. Vercinshaus: Eindrücke meiner Palästinareisc (Georg Freudenstein). Dienstag. Jüd. Turnverein, 81/2 Uhr, Hasselsches Institut: Turnen. Iüd. Frauenver'einiguitg, 81/2 Uhr, Cafe Kursaal: Geselliger Wend. Mittwoch. „M 0 n te fio r e"-Ber e in, 9.-' Uhr, Diskussion über das Thema „Kaufmänn. Nachwuchs" (Referenten Bankdirektor Herm,- Maier und Max Eisenkrämer). Donnerstag. B e r e i n „N a ch l a ß Z >0 i", 3/49 Uhr, Langestr. 18: „Die Ritualmordlegende" (Schachnowitz). — Jüd. Kultur, 9 Uhr, Obermainstr. 4: Die neujüdische Literatur (I. Schöner). — Jüd. Turnverein (Damenriege), 81/2 Uhr: Turnxn. Lkanukabal! in Okriftel a. M. Zu dem am 27. Dez. stattfindenden, abends 8 Uhr beginnenden Chauukaball lade« wir alle Freunde und Bekannten, sowie alle, - be sich einen recht vergnügten Abend bereiten, wollen, höfl ein. .Für rituelle Speisen ist bestens Sorge getragen. 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