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Neue jüdische Presse · 1913-10-27 · Heft 42 (27.10.1913) · p. Seite 5

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
11 (1913)
Issue
Heft 42 (27.10.1913)
Date
1913-10-27
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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42 «WM» Nr 42. Seite 5. mache *> si-h j iährige t, Du. reicher rhtum, f solche Truhe e Mu-1 l?" werde, : Gäste! vchzeit I t uni | fte die lünbaß »auerc. ldenen Geld Stadt m zu' «rochen solch ne bei Pfui!" gen and 2Uentfernt Mt. Sei dikftlin £’! ibenerstmgs- Ab* senink> 1.12. relig. «mer Voller Auss. r.«. scheid. Mit- KäuS» >mt2. K. dchen, sucht Wecks ingeg.?4 an Mankhocker gsraüMMV gaoMmRaü. „Zehn Rubel hat er versprochen . . . Ihr Schinutzsinken!" „Trefene Hochzeitsleute! Zigeuner!" „Und der alte Judka, solch ein Schwindler, solch ciir „Drehkopf" . . . Das hätten wir nicht erwartet!" „Spielt ans Bauernhochzeiten. Wir wollen Euch nicht kennen, wir werden eine Neue Kapelle beziehen . ." Judka vermochte kaum zu Worte zu kommen. „Hort nur, schöne, jüdische Seelen!" — rief er aus —, „bewegt Eure Schädel und beguckt dieses Geschäft voM Unterfutter . . Womit habe ich gesündigt? Daß sie uns gewaltsaNt genommen haben, ist ein Zufall; daß wir daran verdient haben, ist ebenfalls ein Zufall; daß wir ein wenig Lebensmittel mitgebracht und sie hier au Ort und Stelle verkaufen können, ist wiederum ein Zufall. Wo steht geschrieben, daß jemand für einen Zufall, für ein Ereignis, für ein Abenteuer aufkommen soll? Wollt Ihr ein neues Orchester haben, — Ihr könnt es haben —, aber solch ein Orchester, solch eine feine Musik werdet Ihr nie haben!" J. W. Albert, Optik Flts- U. Pincenez Doublö Mk. 7.5V, Nickel Mk. 4.00. Weissfrauenstrasse II, Ecke Nene Mainzerstrasae. Bunte Chronik. Ausgrabung tut« Sichem. Professor Dr. Ernst Sellin entdeckte vor zwei Jahren die Stätte des berühmten alten biblischen Sichem und zwar in einem wenig auffallenden kleinen Hügel bei dem ein« Mertelstunde östlich von Nablus gelegenen Dorfe Balata, aus dessen Westseite in einer Breite von etwa zehn Meter» eine alte Mauer herausschante und in dessen unmittelbarer Nähe noch heute, das sogenannte Josefsgrab gezeigt wird. -Nach langen, schwierigen Verhandlungen mit den fanatischen Besitzern des Hügels gelang cs Professor Sellin, sich in Konstantinopel die erforderliche Grabungslizenz zu verschaffen. Die Hälfte der nötigen Mittel bewilligte ihm die k. Akademie der Wissenschaften in Wien, die andere Hälfte verschaffte er sich auf privaten! Wege. Die Akademie attachierte ihnr den Sekretär des österreichischen Archäologischen Instituts Dr. Praschniker als Begleiter. .Während dreier Septemberwochcn haben nun die beiden Gelehrten, zum Teil unter glühendem Schirokko, eine Probegrabung durchgeführt, die die Annahme Sellins glänzend bestätigt hat. Sie fanden zwei parallel laufende gewaltige Stadtmauern, die denen von Jericho nichts nachgeben. Beide liefen aus in Türme, deren Fundament vorzüglich erhalten ist, und es ist kein Zweifel, daß damit die eine Hälfte bes Stadttores gefunden ist, von dem aus nach Freilegung der Anderen Hälfte nun systematisch^ .in die Stadt eingedrungen werden kann. Ein in der Mitte des Plateaus angelegter langer Probegraben, der bis auf 6t/- Meter in die Tiefe hinuntergesührt wurde, ergab, daß der ganze Hügel aus Schichten alten Kulturlebens erwachsen ist. Uebereinander gelagert fand man die Haussundamente aus kanaanitischer, früh- und spätisraelitischer Zeit bis hinein in die griechische, in der die Besiedlung des Platzes ein jähes Ende gefunden haben muß. Viele Bronze und eine Fülle prächtiger Keramik aus allen Schichten waren in den Häusern enthalten. Wenn die nötigen Mittel zusammenkommen, wird' es gelingen, im nächsten Jahre das ganze alte Sichem, mit dem sich die Erinnerungen an Abraham, Jakob und Josef verknüpfen, welches Residenz des Königs Jerobeam und überhaupt zu allen Zeiten eins der wichtigsten Zentren des politischen und kultischen Lebens im Lande war, wieder freizulegen. Das „metrische" System bei den alte« Hebräern. Die Ausgrabungen am Berge Zion in Jerusalem haben neuerdings ein sehr wichtiges und für die alte biblische Geschichte bedeutsames Ergebnis zutage gebracht. Bereits 1898 hatte man ein kleines Erzgesäß von einer besonderen Form gefunden. Man wußte nicht, was es zu bedeuten habe, besonders da aus der Umgebung kein Ausschluß gezogen werden konnte. Im Lause der Ausgrabungen sind dann zu verschiedenen Malen ähnliche Gefäße, aber von verschiedener Größe, zum Vorschein gekommen. Bor kurzer Zeit ist man nun aus die richtige Erklärung gekommen. Mau hat nämlich zwei Zimmer, die in ben- Felsen gehauen waren und'- ineinander übergingen, entdeckt. Das erste, von drei Metern Länge, enthielt eine hölzerne Mühle mit zwei großen Basaltsteinen. Das zweite Zimmer dürfte wahrscheinlich ein Kornspeicher gewesen sein. Hier hat man nmi eine Sammlung von 14 Gefäßen gefunden, die alle den bereits früher entdeckten glichen. Es handelt sich hier um Hohlmaße, insbesondere um Getreidemaße. Da die aufgefundenen Räume sich innerhalb des alten Tempelgebietes befinden, so ist die Annahme nicht von der Hand zu weisen, daß man es hier mit den Räumen für die Opfergaben, die Zehnten, zu tun hat. In der Tat ist in der Nähe dieser Räume eine Türschwelle mit großen Zapfenlöchern gefunden worden, auf der das Wort „Korban" (gesetzliche Opfer) eingcmeißelt war. Die Maße sind nun genau geprüft und mit dem heute gebräuchlichen Maße verglichen worden. Dabei hat sich die interessante Tatsache heransgestellt, daß das größte der Gefäße, das als Einheit aufgefaßt wurde, beinahe ganz genau 20 Liter faßte. Das nächstfolgende 15 Liter, das dritte 10 Liter und das vierte 5 Liter. Man kann also sagen, daß die alten Hebräer ein Maßsystem angenomm hatten, das dem metrischen System von heute fast völlig gleichkommt. Leider konnte noch nicht ganz genau festgestellt werden, welche von den althebräischen Maßformen diese Gefäße vorstellen. Ein deutscher Jude als Ptouter der Zuckerindustrie. In einer in der „Köln. Ztg." veröffentlichten Artikelserie „Eine kleine Reise in die Normandie" finden wir bei einer Schilderung der Handelsverhältnisse von Le Havre im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts folgende Stelle (15. 9.): „Wie noch heute, waren schon in jener Zeit Deutsche an der Eroberertätigkeit beteiligt. Ein deutscher Jude, Eichhof hieß er, gründete die erste Zuckerraffinerie. Andere Deutsche brachten diesen eng mit dem exotischen Handel verbundenen Industriezweig zu großer Blüte. Eine von ihnen gegründete Großraffinerie hat bis in die Gegenwart bestanden." Heimstätte modernster Kfirscbnerknnst Ignatz Strammer Telephon I, 1397. Frankfurt a. ST. Zeil 124 Telephon I, 1397. im Hanse der Burfrhandlnng Auffarth. Vornehme Modelle, erstklassige Kürschnerarbeit. Spezialität: Verarbeitung aller Petenten. Reparaturen, Umarbeitungen Ms 30. Oktober besonders günstig. ■■■■■■■■ IIISMII iinnii Miami nmmmmn waaani yammmm ##mi. nmi UUIIUII vnuiam «miMw ««■■uur Husterlager Kaiserstrasse 74. 'xy;;--.1 KM ME 1# WW 11555

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