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Neue jüdische Presse · 1913-10-10 · Heft 40 (10.10.1913) · p. Seite 12

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
11 (1913)
Issue
Heft 40 (10.10.1913)
Date
1913-10-10
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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Seite 12. Frankfurter Israelitisches F-amilienblatt. Kr. 40. Zeit ^vor und während des 30 jährigen Krieges, ganz äb- ' gesehen von den Angaben, die ein kulturhistorisches beziv. allgcmcingeschichtlichcs Interesse beanspruche» könne». B u ch P r o b e aus „Die Memoire» des Ascher LevH." Als die Stimme der Turteltaube (der Posaune) gehört wurde und die furchtbaren Tage herankamen, hatte ich die Absicht, meine Nachbarn, die Bewohner von Görsdorf, zu mir zu nehmen, damit wir hier zehn erwachsene Männer hätten. Aber mein Schwiegervater (er möge leben) wollte uns keine Thorarolle geben, weder gegen Garantie -noch auf ein Pfand, und zwang mich am Montag Morgen, dem ersten' Tage Rvsch Haschonoh, fast zwei Stunden vor Tagesanbruch, von Rcichshofcn nach Oberbronn zu gehen, um dort als Borbeter zu fungieren. ... Am Vorabend des Bersöhnungstagcs 394 (1633) kamen vom Schwedenheere Neiterscharen und, Fußsoldaten; das war die Ursache, daß ich nicht aus meinem Hause zum Gottesdienste gehen konnte; dazu kam noch, das; wir am Laubhüttenfeste keine Esrog hatten und, nicht in der Laubhütte wohnen konnten. Gott möge sich erbarmen. Brandeis, Israelit. B olks k a len d er. 33. Jahrgang. 372 Seiten. Kr. 0,50, geb. Kr. 0,60. Prag, Jakob B. Brandeis. Der verstorbene Gründer und langjährige Verfasser des Kalenders, Jakob B. Brandeis, wird eingehend gewürdigt. Ein Gedicht und Sentenzen aus dem literarischen Nachlasse des Verblichenen finden sich im „Salon für ' Unterhaltendes und Belehrendes", der außerdem einen Nachruf für den verblichenen bekannten Rechtsanwalt und Vertreter des Judentums Dr. Ludwig Bendiencr, eine Biographie des derzeitigen Prager Oberrabbiners Dr. Heinrich B r o d y, sowie eine interessante Geschichte „Vergeben und vergessen" von Babette Fried und eine Erzählung „Das fünfte Gebot" von Oskar Stein enthält. Aus dem Inhalte seien ferner hervorgehoben: der Geschäftskalender, der den Spielplan der österreichischen Klassenlotterie enthält, der reichhaltige Synagogen-Kalender nrit den Konfirmationstabellen, das Verzeichnis der Messen und Jahrmärkte, der Handelsteil, ein Verzeichnis jüdischer Hotels und Restaurants von Oesterreich, Ungarn, Deutschland, Italien, der Schweiz usw. Die Bildnisse des Prager Oberrabbiners Dr. B r o d y und Dr. Bendieners sowie als Titelbild das Porträt Jakob B. Brandeis sind beigegeben. 1813, ein Zyklus von Ernst Lissaner. Mt einem Biü» von Hobler. 76 Seiten. Jk. 1,50, geb. Jt, 2,60. Jena, Eugen Diederichs. Nicht nur. die Gestaltungskraft des. Dichters, sondern auch jene gehämmerte, stählerne Kraft, die Not, Entwürdigung, Krieg und Freiheit, alt' jene Herren einer schwere», großen Zeit, in Wort und Rythinus fordern, stehen Lissaucr zu Gebote. Sein 1813 ist deshalb eine Dichtung, die ernste Beachtung verdient. Z e n t r a l v c r b a n d s e lb st st. j ü d. H a n d w e r ke r Deutschlands. III. Bcrbandstag Köln 1913, Verhandlungsbericht, 64 Seiten. 25 Pfg. Zu beziehen durch den Vorsitzenden I. Löwenstein, Berlin, Krausnickstr. 9. Die Lektüre des Berichts, der sich in vornehmem Gewände präsentiert, kann nur empfohlen werden. Mancherlei ist daraus zu lernen. Besonders, daß sich der jüdische Handwerker in Deutschland regt und vorlvärts strebt. Des weiteren, daß er die Bedeutung der Vereinigung für die Hebung seines Standes und die Stärkung seiner Interessen begriffen hat. Die Unterbreitung des Berichts einer weiteren Oessentlichkeit hat den Zweck, dieser Achtung vor dem jüdischen Handwerker einzuflößcn, — und dieser Zweck wird vollauf erreicht. Die Söhne des Bundes. Erzählung für die reifere Jugend von M. P u l v c r m a n n. 236 Seiten, Leipzig, Gustav Engel. Pulvermann schildert flott, spannend und mit jüdischer Wärme den Lebenslauf zweier Brüder, die im ärmsten . Londoner Ostend aufwuchsen. Die Erzählung ist für Knaben von 12 bis 16 Jahren ein sehr geeignetes Geschenk. Allgemeine Mitteilungen. Der alte, gute Kachelofen, an dem man sich schön wärmen konnte, sindet trotz der modernen Zentral-Hcizung immer wieder neue Freunde zu den alten» und man kann sagen, daß er auch heule noch die verbreitetste Heizart ist. Freilich ist mit dem Kachelofen dre Rauch- und Rnßplügc verbunden. Der Kachelofen - Erbauer hat sich daher nach einer Verbesserung umgesehen und ist dabei ans die Konstruktion des Gaskachelofens.gekommen. Aeußerlich ist der Kachelofen ganz der alte geblieben, trotzdem vereinigt er aber die Vorzüge des Kachelofens mit der Gasheizung, als da sind: leichtes Anheizcn, bequemes Einstellen der lange und gleichmäßig anhaltenden Wärme, Sauberkeit im Betriebe, reine Zimmerlust, geruchlose Heizung und stete Betriebsbereitschaft. Der Ofen läßt sich in einfachster Weise der Hausgaslcitnng anschließen. Beim Erwärmen des Raumesbewahrt der Gas-KacheU oscn - seine-Eigenart und tan» mich dein eisernen .GasostM gegenüber als überlegen bezeichnet werde».) Er heizt lang! sani aii, gibt dafür aber die Wnrme'ijur allmähljchl wieder ab;-noch zwei Stunden nach dem Ablöschen betruql die durchschnittliche Zimmerwärine 18 Grad Celsius. hat zu rechnen mit einer Auheizdauer von ca. cin:r| Stunde, bei einem Ofen von ca. 60 Kubikmeter Heizkrasj-I die dabei, verbrauchte Gasmenge betrug ca. 1 Kubiknieteef Ein derartig angehcizter Oscn gibt etwa 5—6 ©timbcni Wärme ab. 1 Es scheint, als ob hier mit der Ueberiiahine der Ga°-I Heizung die Entwicklung analog der in England ist, die dort am .meisten beliebteste Heizcinrichtung, der Ke-I min, cbensalls auf das Gas zurückgegriffen hat. 1 Spende«. Beim Fvts. Jsr. Familicnbl. gingen ein: I ü d. N a t i o » a l s o n d s Beruh. Jsaacsvhn (Büchse) 12,75.».] Anna Stern, Salmünster, gratuliert Rosel Halbreich, Frankfurt, zum neuen Jahr \ 0,50 „ j Familie S. H. Goldniann gratuliert zur Verlobung Gottlieb und gratuliert zur Brismiloh Brumlick - (Haas)-Gießcn 2,— Bei der Jüd. Nationalfondskominission gingen ein I für den Bczalel Wette I. W. 0,50j| Ablösungen der R o s ch h a sch o n o h - Ka r te» zu Gunsten des Frankfurter I e m c.n itenhä ü s e s! , N. Sondheimcr '' 10,—.lf. Frau Th. Moser ' 5,— „ Simon Epstein, Eichstctten 2,— „ N. N. ' l,-„ Joseph Schwabachcr, Nückertstraße 2,— „ Briefkasten. B. Die Nachricht von der Abschaffung des sogenannte» roten Zettels, der 1882 in Palästina eingeführt wurde, um die Einwanderung der Juden zu beschränken,' ist falsch. Die Abschaffung ist jedoch nur eine Frage der Zeit. Vereins-Kalender. Dienstag. Fra nkf. Z io n. Verein ig un g, 9 Uhr, Kausm. Verein: Mitgliederversammlung. LeiwsMo Modernster Lürsvimerkunst Ignatz Bram me r Telephon I, 1397. 'Frankfurt a. 9f. Zeit 124 Telephon I, lb97. im Mause der Buch handlang Auffarth. Vornehme Modelle. CrstKlosslse KQrsciinenM. Spezialität: Seldemoelche Vemrheltuna aller Pelznrten. i. Umdrheifansen bis 30. 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