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Neue jüdische Presse · 1913-04-04 · Heft 14 (4.4.1913) · p. Seite 4

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
11 (1913)
Issue
Heft 14 (4.4.1913)
Date
1913-04-04
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4. Sic uns nicht gut vorwersen können, daß eine solche Besprechung -noch nicht spruchreif ist. Vielleicht wäre es richtiger gewesen, das Thema schon früher zur Behandlung zu stellen. Ich glaube, daß sich in dem Wunsche, daß diese Auseinandersetzung zu einem guten Resultat führen möge, die zionistiHcheu und die nichtziouistischen Mitglieder des Centralvereins begegnen. Es ist wichtig, die Dinge historisch festzustelle», damit wir zu einer wirllichen Verständigung kommen. In einem vertraulichen Rundschreiben, das die Leitung der Zionistischen Vereinigung für Deutschland herumgeschickt hat, ist behauptet worden, daß seit dem Anfang des Winters sich bei uns eine antizionistische Propaganda bemerkbar gemacht hat. Insbesondere ist auf die Wiedergabe meiner Siebe, die ich über Sombart gehalten habe, verwiesen worden. Die Dinge, wie sie in diesem Rundschreiben erwähnt worden sind, sind richtig, aber sie sind nicht vollständig. Wir lehnen die Verantwortung dafür ab, was Justizrat Auerbach-Frankfurt a. M. in einer Versammlung in Mainz gesagt haben soll („Einst wird man den Tag verfluchen, an dem der Zionismus geboren ist"). Ich muß sagen, daß ich dies nicht gesagt hätte, selbst wenn ich es gedacht hätte; aber verstehen Sic mich nicht falsch, mir liegt auch der Gedanke fern. Ich bitte nun die Herren, nicht mit dem Winter des Jahres 1312/13 zu beginnen, sondern mit dem M u g - dan-Rummel. In der Jüdischen Rundschau wurde uns damals ein Spiegäbild vorgehalten, daß cs ein Wunder ist, daß wir heute überhaupt noch hier zusammenkommen können. Ich erkläre.. hie Initiative zur Erregung unserer Feindseligkeiten ist niemals von unserer Seite ausgegangen. Unsere Parole ist immer gewesen: Es nur nicht zum Bruderzwist kommen lassen! An gefangen hat die Erbitterung, als Sombart in die Welt derErscheinungen trat, und gegen den mußten wir Stellung-nehmen. Nicht weil er Zionist ist, sondern weil ihm die Zionisten zugejubelt haben und weil wir die Zionisten auf ihren Stolz zurückweisen mußten. Es haben übrigens ihm nicht nur die Zionisten zugejubelt, sondern auch einfältige Centralvereinsmitglieder, aber den Zionisten habe ich es besonders übel genommen. Die Zionisten erheben Sombart jetzt nicht mehr zu ihrem Bannerträger, und sie bedauern, daß sie ihn jemals dazu erhoben haben. Ich war außerordentlich erstaunt, in dem erwähnten Ilundschreiben zu lesen, daß in meinem Sombart-Vortragc eine antizionistische Propaganda zum Ausdruck gekommen sei. Redner beschäftigt sich dann mit den Vorgängen in der Kattowitzer Versammlung. Nach dieser Versammlung bin ich mit einem zionistischen Führer, Dr. Friedemann, einig gewesen, daß es unmöglich so weitergehen könne. Der Artikel, den Dr. Julius Moses-Mannheim damals im Hamburger Familienblatt veröffentlicht hat, ist mir aus der Seele geschrieben gewesen. Meine Freunde im Vorstand haben damals mit mir die Auffassung gehabt, daß — ehe wir eine öffentliche Auseinandersetzung herbciführcn^— der Versuch einer Aussprache im Kreise der Vorstandsmitglieder beider Organisationen gemacht werden müßte. Wir sind eiuig darüber gewesen, daß in der Tat im jüdischen Kleinkampf allcs Derhetzende wegfallen müßte, und daß wir nicht vergessen sollen, daß wir einer allen gemeinsam heiligen Sache dienen. Aber wir konnten uns in diesem Kreise nicht einigen Wer die Begriffe „Jüdisch-national" und „Deutsch-national", und deshalb wollen wir hier die Auseinandersetzung hierüber führen, die hoffentlich, zu einem guten Ende führen wird. Die Besprechung ist schwierig, weil die Dinge im Fluß sind. Ich will nicht sagen, daß die Zionisten sich allein gewandelt haben, wir haben im Centralverciu auch eine Wandlung durchgemacht. Wir haben begonnen als formaler Abw ehrverein, und je mehr wir Abwehr geübt haben, desto mehr sind wir uns darüber klar geworden, daß Abwehr sich nicht üben läßt ohne Stolz, ohne Kenntnis der Geschichte, ohne Treue und daß es nicht darauf an kommt, daß ein paar Juden Amtsrichter, Landräte usw. werden, sondern daßavir eine Renaissance des Judentums herbeiführen wollen, eine Verinnerlichung des Judentums, die grundverschieden ist von dem Ass im il a n ten tum dessen wir beschuldigt werden. Assimilation ist ein Schlagwort, das wir klären müssen. Wenn man unter Assimilation versteht, daß wir uns von dem Kaftan-Jndentnm freigemacht haben, als deutsche Juden an deutscher Kultur Mitarbeiten und treu bleiben unserem ererbten Glauben, treu unserer Geschichte und die Eigenart unseres Stammes bewahren, so können wir uns hiermit einverstanden erllären. Wir sind innerlich positiver, jüdischere geworden. Wenigstens bemühen wir uns, es zu sein. Auf der anderen Seite ist das Programm der zionistischen Organisation mehrfach geändert worden. Judenstaat und öffentlich rechtlich gesicherte Heimstätte gewinnen in dem Munde einesjeden zionistischen Führers fast ein anderes Gesicht. Ich hatte, als ich zu der erwähnten Besprechung mit den Führern des Zionismus kam, die Auffassung, daß man ein dop- - peltes nationales Bewußtsein haben könne, wurde aber eines besseren belehrt. Mir wurde von den Führern des Zionismus erklärt, daß dies gar nicht der Fall sei. „Für uns ist Deutschland ein Staatsbürger-Gedanke, wir . sind jüdisch, jWisch-national, deutsch sind wir nur als Staatsbürger." Da habe ich mir gesagt, daß wir hiergegen Stellung nehmen müssen. Wer von uns sagt, daß er deutschnational und jWisch-national ist, mit dem wird unsere Auseinandersetzung sehr leicht sein. Ich sage Mir, der Begriff des Volkes hat ztvei verschiedene Momente, ei» objektives und. ei» subjektives. Das objektive Moment, Frankfurter Israelitisches Familienblatt. das kann ich mir nicht selber geben, das gibt mir Geburt, Sprache ustch Das sWjektive Moment ist der Wille, den ich mir selbst geben kann. Wenn ich nicht in Deutschland geboren bin, so wird es mir natürlich nicht möglich sein, mich in einem Jahre zum Deutschen zu machen; wenn ich aber hundert Jahre in Deutschland gelebt habe, dann wird die Frage, ob ich Deutscher bin, schließlich davon abhängcn, ob ich cs sein will oder nicht. Ich habe es nie anders gewußt, als daß ich Deutscher bin. Mir ist nie der Gedanke gekommen, daß ich einer anderen Nationalität angehöre. Ich habe gewußt, daß ich einer anderen Religion angehöre, und ich bin mehr unbewußt als das Kind eines jüdischen Hauses Jude gewesen. Ich bin mit Bewußtsein Jude geworden, als die antisemitische Bewegung mich dazu drängte. Mit= Bewußtsein Deutscher zu werden brauchte ich nicht, weil ich cs nie anders gefühlt habe. Ich müßte mir ein jüdisck>-nationales Bewußtsein direkt eiureden. Wenn ich nun prüfe, ob es notwendig ist, daß ich es mir einrede, muß ich mit „Nein" antworten. Ich brauche es nicht, denn die seelischen Werte des Judentums liegen für mich in der Religion. Wir können mit einem Juden, der erklärt, daß er deutschnational und jüdisch-national ist, in der Arbeit ein gutes Stück miteinander gehen, mit einem jüdisch-nationalen Juden, der nur seine Stäatsbürgerpflichtcn erfüllt, können wir aber nichts gemeinsam 'haben. Wer sich nur national als Jude fühlt, wer Predigt, unsere Heimat ist Palästina, wir gehören nach Palästina, der kann nicht bei uns sein. Redner beschäftigt sich dann mit den Ausführungen von Dr. Goldstein im Kunstwart und resümiert dann: Es ist notwendig, daß wir unsere Sache nur mit den Waffen des Geistes führen. Wir wollen unser Verhalten danach einrichtxn, nicht nach dem, was die > Antisemiten sagen und niemand dafür verantwortlich machen, was einzelne Heißsporne sagen. Vergessen' wir nicht, daß wir alle Brüder in eines Vaters Hause sind! Notwendig ist die Erklärung: Willst du deutsch-national oder willst du jüdisch-national sein! Dr. Moses hat erklärt, daß die Zionisten im Centralverein Mitarbeiten müßten. Wir werden in der Renaissance des Judentums immer jüdischer und positiver werden, und die anderen werden sich überzeugen, daß der nationale Gedanke, den sie allein betonen, ein Ausfluß ihres falschen Volksgesühles ist. Sie werden ihre Anschauungen revidieren und eine Unterscheidung zwischen den Juden des Ostens und des Westens machen, und sic werden sich sagen, Deutschland ist nicht nur der Ort, wo wir unsere Pflichten als Staatsbürger erfüllen, sondern wir sind auch gut deutsch-national. Prof. C a r l L c w i n: Um jeden Zweifel auszuschließcn, bemerke ich, daß ich Zionist bin. Bei Beurteilung der ganzen Sachlage dürfen Sie doch das psychologische Moment nicht vergessen. Wir sind mit unserer ganzen Seele mit dem Lande, in dem wir wohnen, verknüpft. Wenn es darauf angekommcu wäre, was w i r gefühlt und betont haben, so wäre vielleicht manches der Argumente, die wir gehört haben, zutreffend. Wenn Sie aber vorurteilslos die Meinung unserer deutschen Mitbürger hören, so werden sie erkennen, daß alle unsere Versicherungen, die aus tiefstem Herzen kommen und die wir garnicht anders abgeben könnten, ganz anders aufgenommen werden, und zwar liegt die Ursache nicht nur darin, wie Sie glauben, daß wir eine andere Religion haben. Ich, habe erst jüngst mit einem christlichen Chirurgen, den ich außerordentlich schätze, gesprochen, der weit davon entsernt ist, Antisemit zu sein, und durch dixsc Unterredung bin ich in meiner Meinung bestärkt worden. Wenn Herr Geheimrat Fuchs hier mit vollem Optimismus verkündet hat, daß Wahrheit und Gerechtigkeit doch endlich zum Ziele führen werden, so bin ich anderer Meinung. Ich habe noch nie gesunden, daß Wahrheit und Gerechtigkeit gesiegt haben. Wir wollen von Einzeläußerungen nachhaltiger Wirkung hier wirklich absehen, aber noch einmal unterstreichen möchte ich das, was in der ersten zionistischen Versammlung, die ich in Berlin mitgemacht habe, Dr. Hildesheimer gesagt hat: „W as wir für das Jude nt um gut halten, das m ü s s e n i r tun nur mit Rücksicht auf das Judentum s c l b st und unabhängig von dem, was die anderen sagen werde u." Wenn der Begriff „Deutsch-national" r i ch - tigaufgcsaßt wird, dann sind auch die Z i o n i st e n deutsch-national. Weil ich, aber glaube, daß mir in Deutschland einen Kampf kämpfen, der im Grunde genommen für die Geschicke des Judentums als Ganzes nicht von ausschlaggebender Bedeutung sein wird, daruni sehe ich michgenötigt, noch auf andere Weise an der Erhaltung des Judentuins ' mitzuarbeiten. Wir müssen, wenn uns diese Erhaltung am Herzen liegt, eine Forin schaffen, die allen Juden die Möglichkeit gibt, iu menschenwürdigen Verhältnissen z u l e b e n. Es ist ja selbstverständlich, daß wir. in Deutschland schon aus Gründen der Ehre danach streben, müssen, daß keiner Ivcgen seines Glaubens und wegen seiner Abstammung zurückgesetzt wird. Der Unterschied zwischen Ost und West ist der, daß im Osten der Pogrom der jüdischen Bevölkerung ihre Verschiedenheit von ihrer Umgebung llar macht, .während wir im Westen die seelische Bedrückung vielleicht ebenso stark empfinden w.ie den Pogrom. - Die Resolution, die Sie uns hier vorlcgen, mag ja von vielen als sehr milde empfunden werden. Ich empfinde dieselbe als vollkommen überflüssig. Mit Ihrem Kampf gegen den Zionismus werden Sie ja schließlich doch nichts erreichen. Glauben Sie, daß Sie mit der Betonung des deutsch-nationalen Gedankens, wie er in der letzten Zeit in jüdischen Kreisen Mode geworden ist, etwas erreichen werden. Glauben Sie vor-allem, daß Sie damit bei unseren Gegnern Erfolge erzielen werden! Ich glaube nicht, daß die anderen ihre Gefühle uns gegenüber durch eine solche Proklamation ändern werden. Nr. 14 Ich hätte mich niemals aktiv an der Arbeit des! Centralvcreins beteiligt, wenn ich damit ein Opfer meiner! Ueberzeugung hätte bringen müssen, und ichglaube, daß! alle diejenigen Zionisten, die den Kampf gemeinsam mit! Ihnen geführt haben, ebenso denken. Wir hätten nicht! mit Ihnen gearbeitet, wenn wir nicht der Ansicht gc-I wesen wären, daß der Kampf, den Sie führen, notwendig! ist. Aber wie ich bereits schon einmal ausgeführt habe,! wir denken weiter, daß das Geschick der Juden! jedes Landes abhängig ist von dem Ge-I s ch i ck d e r I u d c n a l l e r L ä n d e r. I Ich resümiere: Wir sind gern bereit, im Rahmen der! gegebenen Verhältnisse im Central-Verein mitznarbeiteu,! wir wollen aber vermieden tvissen, daß der Ton schärfer! wird. Aber es muß auf beiden Seiten Maß gehalten! werde». Die Zeitschrift „Im Deutschen Reich" 'muß sich! weniger als in der letzten Zeit damit beschäftigen, den! jüdisch-nationalen Gedanken zu bekämpfen. Die Redner! hes Centralvercins müssen auch ermahnt werden, in den! Versammlungen alles zu vermeiden, was zu einem Zu-! fammenstoß mit den Zionisten führen kann. I * - | D r. Herzfeld- Esse» betont, daß, wenn alle Ziv-I nisten auf dem Standpunkt von Professor Lewin ständen, keine Debatte notwendig gewesen wäre. Der Zionismus wolle! die Judenfrage iu Palästina lösen. Auf deni Posener! Delegiertentage hatte die Zionistische Bereinigung für! Deutschland ausdrücklich erklärt, daß Kompromisse mit I anderen Organisationen unmöglich wären. I Dr. Rieger-Hamburg bittet darum, nur den ersten Absatz der Resolution anzunehmen, die anderen seien überflüssig. Sanitätsrat Dr. R e i ch - Breslau beküinpft den Zionis-1 mus auf Grund seiner Erfahrungen in Breslau. Diel Zionisten hätten dort niemals mitgearbeitct, sondern nur die Versainnilungen des Centralvereins gestört. Dr. Weil-Straßburg begreift nicht, daß der Vorstand nach den Referaten, insbesondere nach dem von Prof. Falkenheim, eine so milde Resolution vorlegen konntr. Der Centralverein könnte sich doch nicht selbst einen Zionismus konstruieren, sonder» müßte sich an das Baseler Programm halten. Er beantragt daher, den letzten Absatz der Resolution so zu fassen, daß jeder, der sich zum Baseler Programm bekennt, nicht Mitglied' des Centralvereins sein könne. Justizrat Auerbach- Frankfurt a. M. bekennt sich dazu, einer von den von Herrn Fuchs angegrissenen Heißsporne zu sein. Er wüßte nicht genau, ob er die ihm vorgeworfenen Aeußerungen in Mainz wörtlich getan habe, aber er sei so offen, zu bekennen, daß er sie gedacht hättet Rabbiner Dr. Werner-München: Ich warne 2icj vor denr Anträge, den Ihnen mein Vorredner unterbreitet hat. Wenn Zionisten erklären, daß sie mit uns arbeite» wollen, dann können sic uns sehr willkommen sein. Ich bin gewiß ein Gegner des Zionismus, aber ich halte einen Zionisten für. einen ehrlichen Menschen, der seine Mitarbeit nicht zur Verfügung stellen wird, wenn cs ihm nicht ervst darum ist. Nach meinem Gefühl könnte die Resolution, die der Vorstand uns vorgelegt hat, ruhig angenommen werden; ob die Zionisten sie annehincii s können, darüber müssen sie selbst entscheiden. Dr. Marcusc-Stettin beantragt, in der Resolution im Absatz 4 die Worte „des Ostens" zu streichen. Prof. Carl Lewin. Ich habe die Resolution jetzt genau dnrchgeprüft und möchte Ihne» Vorschlägen, de» zweiten und dritten Absatz zu streichen und den vierte» folgendermaßen zu ändern: „Der Centralverein erkennt alle Bestrebungen an, entrechteten Juden eine gesicherte Heimstätte zu schaffen, und den Stolz des Juden aus seine Geschichte und seine Religion zu heben. Die Wege des Centralvereins trenne» sich aber von 'denjenigen, welche betonen, daß die deutschen Juden an den Geschicken des deutschen Vaterlandes kein inneres Interesse haben." Prof. Falkenheim- Königsberg verwahrt sich gegen den Vorwurf, daß die vom Vorstand vorgelegte Resolution nicht mit seinem Referat übereinstimme. Er bedauert ferner, daß Prof. Carl Lcwin nicht in der Leitung . der Zionistischen Vereinigung für Deutschland sitzt, dann würde es keine Differenzen geben. Er fürchtet aber, daß für Herrn Prof. Lewin, ebenso wie es Herrn Dr. Franz Oppenheimer geschehen ist, von Seiten der Zionisten der Zahltag komnien werde. Geheimrat Fuchs verliest sodann die eiiigegaugcnc» Antragsändernngen und befürwortet eindringlich die Annahme der vom Vorstand vorgclegten Resolution. Dieselbe wird dann mit allen gegen einige Stimme» angenommen. * Syndikus Rechtsanwalt Dr. Holländer erstattete nunmehr den Geschäftsbericht. Der Verein zählt jetzt ungefähr 35 00!) Einzelmitglieder. Es existieren nunmehr 141 Ortsgruppen und 12 Landesverbände. 236 Versammluiigen wurden in ganz Deutschland abgehalten. Das Vereinsbüro beschäftigt 20 Beamte. Auflläreiide Literatur ist über Judcnheit und jüdische Religion vom Central-Verci» im umfangreichsten Maße geschaffen worden- Die diesbezügliche Tätigkeit muß aber noch in weit höherem Maße ausgedehnt werde». Die Methode der Arbeit der Rechtsschutzkoinmission wurde an der Hand von Einzelsällen dargelegt und über prinzipielle Gesichtspunkte ihrer Tätigkeit gesprochen. Schließlich ging der Geschäftsbericht noch auf de» wirtschaftlichen Antisemitismus, insbesondere auf die Be- Schneiderei Crössmann Katsormtraama lOa, Entrosol. Kaiser Wilhelm-Passage. Telefon Amt I, 6930. Englische Jacken-Ktelder* Garantie für gute Passform. — Prima Stoffe und Zutaten. Solide Preise. — Auf Wunsch zuverl.'koschere Verarbeitung-

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