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Neue jüdische Presse · 1913-02-28 · Heft 9 (28.2.1913) · p. Seite 11

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
11 (1913)
Issue
Heft 9 (28.2.1913)
Date
1913-02-28
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 9. Frankfurts Israelitisches FamilienÄaÜ. Zeile 1l. langer Arbeit aügesertigt hat. Die benutzten Archive' sind : Allgemeines Rcichsarchiv-München, Kreisarchiv-München, »gl. Geh. Staatsarchiv-München» Archiv des Kgl. Hauses- München, Städtisches Archiv-München, Erzbischöfliches Ordinariatsarchiv-München, Protestantisches Obcrkonsistorialarchiv-München, Kgl. Kreisarchiv von Schwaben und Reulurg in Neiiburg a. D., Kgl. Kreisarchiv von Niederbayern in Landshut, Kgl. Kreisarchiv in Nürnberg, Stadt-Archiv- Nürnberg, Kgl. Kreisarchiv-Würzburg, Kgl. Kreisarchiv- Speyer, Kgl. Kreisarchiv-Bamberg, Kgl. Kreisarchiv-Ambcrg. Grast. Castell-Castellschcs Archiv, Städtisches Archiv- Augsburg, Städtisches Archiv-Wcißenburg i. B. Die Reihenfolge der Abschriften folgt der Anordnung in den Archiven; ebenso Titel und Signaturen. Die Benutzung wird außerordentlich erleichtert durch die Namen- und Sachregister, ebenfalls Herrn Wassermanns eigenes Werk, von dessen Umfang die Tatsache, daß es sich allein bei den Personennamen um mehr als 15 000 Nummern handelt, eine Vorstellung gibt. * Die Benutzung dieser großen, für alle Zweige der Geschichte der Juden in Bayern grundlegenden Sammlung steht Interessenten frei. Wolken. Jargongedichte von S a l o m o n D e m b i tz e r. 1 M. Antwerpen, Verlagsbuchhandlung S. Kahan. Wir haben schon einige Male Proben von Dcmbitzers Dichtkunst gebracht. Er ist unbestreitbar ein Dichter, — aber in seinen Dichterklängen tönen immer dieselben Saiten eines hoffnungslosen Pessimismus. Man fühlt instinktiv «inen armen, verbitterten Menschen, der dazu ein dem Judentum Entfremdeter sein muß, als Dichter „. . . . wer älter noch a Johr, Mehrer wechst in mir der Haß", heißt es ja in seinem Gedicht „Ich". Die letzten Gedichte in der vorliegenden Sammlung scheinen jedoch zu der Hoffnung zu berechtigen, daß er als Jude allmählich wurzclständiger und damit hoffnungssreudigcr werden wird. Dann werden auch die Schöpsungen seiner Muse reicher an Stoff und genußreicher werden. Rühmend verdient die geschmackvolle Ausstattung seitens des Verlags hervorgehoben zu werden. P a l ä st i u a als I u d e n l a n d von Dr. Elias Auerbach, Haifa,(Palästina). Herausgcgeben voni Aktionskomitee der Zion. Organisation. 56 Seite». 30 Pfennig. Berlin, Jüdischer Verlag. Eine vorzügliche Jnformationsschrift über das, was bereits im jüdischen Palästina vorhanden ist und das, was noch geleistet werden muß. Aus dem Inhalt sei hier eines hervorgehoben. Auerbach schätzt mit Recht die Bedeutung einer von der europäischen orthodoxen Judenheit ausgehenden Rcgenerationsarbeit in Palästina hoch an, denn nur die orthodoxe Judenheit Europas sei imstande, den Weg zu dem Herzen des größten Teils der palästinensischen Judenheit, des sogenannten „alten Jischub", zu finden und so die zahllosen geistigen und wirtschaftlichen Kräfte, die hier brach liegen, dem Aufschwung des palästinensischen Judentums dienstbar zu machen." Der S ch i l l e r b u » d in W e i m a r fordert zur Beteiligung an einer B ü ch e r l o t t e r i e auf. Da der bekannte Antisemit Adolf Bartels an der Spitze steht und u. a. Bücher dieses Antisemiten und des Antisemiten' Treitschke zur Verlosung kommen, so ist diese Lotterie für jeden aufrechten Juden verschlossen. In der städtischen Gemäldegalerie in Lemberg sind gegenwärtig Schöpfungen zweier jüdischer Maler — Herm aiiix Struck und Ierzy Merkel — ausgestellt. Besonders werden die Bilder von Struck, die fast nur aus jüdischen und palästinensischen Motiven bestehen, bewundert. Bunte Chronik. Uebertritt eines Konsuls znm Judentum 1» Jerusalem. Anläßlich der Ernennung des Juden Samuel Edelmann zum amerikanischen Vizekonsul in Jerusalem frischt ein englisches Blatt die Erinnerung an einen interessanten Fall, der sich in der Mitte des vorigen Jahrhunderts in Jerusalem zutrug, auf. In der Zeit von 1844 bis 1848 war Michael Boaz Israel amerikanischer Konsul in Jerusalem. Israel, dessen ursprünglicher Name Marder Cresson war, gehörte einer Quäkersamilie an. Er war von überaus religiöser Natur und nahm das Judentum, das er. durch den Verkehr mit deni damaligen Philadelphiacr Rabbiner Jsaac Lesser genau kennen lernte, aus lleberzeugung au. Als er als Konsul nach Jerusalem kam, war er noch nicht formell zum Judentum übergetreten. Der Chacham Baschi sowie die sephardischen Gemeindeführer weigerten sich solange es nur ging, Cresson aufzunehmen. Schließlichüberwand Cresson alle Schwierigkeiten, und im März 1848 wurde er unter Beobachtung der jüdischen Vorschriften vom Chacham Baschi in das Judentum ausgenommen. Israel war von da ab ■ ein überzeugter, gesetzestreuer Jude und wurde bald eine führende Persönlichkeit in der sephardischen Gemeinde von Jerusalem. Auch seine Frau nahm er aus einer sephardischen Familie. Er widmete sich dem Ackerbau, und es ist interessant, daß er .schon damals durch Agitation jeder Art in Europa sowohl wie in Amerika die Propaganda für jüdische Kolonisation in Palästina betrieb. Er starb hochangesehen im Jahre 1860 in Jerusalem. Spende«. Bei dem Frankfurter Jsr. Familicnblatt gingen ein: Auf den Namen von Auguste Schmidt geborene Möller s. A. — Gelle bas chower rabbi Jehudo —, Altona-Frankfurt a. M. (gest. Freitag, 21. Februar 1913, Schabbos Kaudesch 14 Adar Rischaun 5673) von den Hinterbilebenen 7 Oclbäume 42,— Martin und Edwin Feist auf den gleichen Namen 3 Oelbäume 18,— „ Bereins-Kaleuder. Freitag. Verein „Mekor Chajim", 3V-> Uhr. Langestr. 18: Gemütliche Zusammenkunft. — „M outefiore"-Verein, 9 Uhr, Bleichstraße 70: Gemütliche Zusammenkunft. Samstag. „Montefiore"-Verein, ll1/) Uhr. Bleichstr. 70: Schiur-Bortrag (Dr. B. May). — Verein „Mekor Chajim", 3Ve Uhr: Langestraße 18: Mikro- Schiur; 12(4 Uhr, Hörsaal: Ein Jaakob (Schachnowitz). Sonntag. Verein „Tiferes Bachnrim", 8Uhr, Bleichstraße 70: Talmud-Vortrag (Rabb. Dr. Horovitz); 9 Uhr: Die Marannen und die Inquisition (Herm. Kormis). — Verein „Mekor Chajim." 6 Uhr, Langestr. 18: Midrasch (Goldstein). —Moria, 8 Uhr, Loge Adler: Oeffentliche Versammlung (Rabbiner Deutsch. Dr. med. I. Mölser). Montag. Franks. Zion. Bereinigung, 83/4 Uhr, Kaufmann. Vereinshaus: Die Lage der deutschen Juden (Julius Simon-Mannheim). Dienstag. I ü d. F r a u e n v e r e i n i g u n g, 8-1', Uhr, Hotel Drexcl: Nachexilische Geschichte (Rabb. D. Bondi-Mainz).— Jüdischer Turnverein, 9 Uhr. Kursaal Milani: Konstituierende Versammlung. Mittwoch. „Montefiore"-Berein, 9 Uhr. Bleichstr. 70: Die Romantik des jüdischen Martyriums (Dr. C. Pinn-Charlottenburg). Donnerstag. ^Zion. Jugendgruppc, 9 Uhr. Grüner Saal Kaufmänn. Vereins haus: Die arabische Epoche bis Maimonides (D. Tachauer). Gustav Schwarz 14 Gutleutstrass» 14 nächst dem Schauspielhaus. Kein laden. TeL 1347» Teppiche benutzet zu 9iückmünschen Selegramm-Jlblosttngsformttlate der Hebräischen Mittelschule Tachkemouie in Jaffa. Stück h Mk. 0.50. Blocks zu 10 Stück ä Mk. 5.— in allen hebräischen Bnchhandlnngnn sowie m der Redaktion zn haben. Pariser Lingerie. Außergewöhnliches Angebot! Von meiner Pariser Einkaufsreise zurückgekehrt, bin ich durch vortreffliche, ausserordentlich gelungene Einkäufe und Abschlüsse in der Lage, Angebote in Pariser Lingerie-Blusen. zn machen, deren Schönheit und Eleganz beispiellos sind. 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