Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 11 (1913)
- Issue
- Heft 2 (10.1.1913)
- Date
- 1913-01-10
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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M. 2. Krantfurter Israelitisches Familjenblatt. Seite 11. franbosirrtta» Herr ÄrrrhWvls spielte ihren Partner, den Zeitgeist in vorzüglicher Weise. Leider können wir nicht die überaus große Zahlder Diitwirkenden einzeln nennen, sie ■ alle aber werden des Dankes des Klubs, wie seiner Gäste sicher sein können; -das bewies rrns auch das kräftige Hoch, das Frau Fürth auf die Verfasserin und die Mitfpielenden ausbrachte und in das die Versammelten freudig einstimmten. Gegen 10 llhr war der offizielle Teil beendet, uird nun gab sich die Jugend noch lange dem Tanz hin. Am 7. d. M. hat die ordentliche General-Verammlung der „Jiid. Bibliothek pnd Lesehalle" in den Räumen desselben, Langestr. 33, stattgefunden. Als wesentlicher Punkt der Tagesordnung stand zur Verhandlung der Verwaltungs-umd Kassenbericht, den der Vorsitzende Rabbiner Dr. Lazarus und der Schatzmeister I. L. G o i t e i n erstatteten. Wir entnehmen demelben einige Daten: Der Bücherbestand wurde durch Gechenke und Anschaffungen um 276 Bände vermehrt, so daß x. nunmehr 2381 Bände beträgt. Neben den 070 Entleihüngen die stattfanden, sei bemerkt, daß die Lesehalle, in der 43 Zeitungen äuflagen, 13811 Besuche aufzuweisen satte. Gegenüber dieser weiteren Steigerung der Wirkämkeit des Instituts ist um so bedauerlicher dessen genüge finanzielle Kraft. Die Ausgaben mit JL 3344 üb erliegen die Einnahmen mit .M. 3301 um JL 43, so daß am Jahresabschluß ein Defizit zu verzeichnen ist. Diesem beklagenswerten Hebel st and »uß abgeholfen werden! In einer Zeit, die eine Ausbreitung der jüdischen Literatur, ein Erstarken der irdischen Presse deutlich erkennen läßt, darf hier keiner mrüastehen, der.sich als Jude fühlt, und wer nur immer iidisch interessiert ist, muß Hier sein Scherflein — M 3 ist die Höhe (!) des Mindestbeitrages — willig spenden. Oder sollte die mit Recht gerühmte .Opferwilligkeit der Frankfurter Judenschaft diese — schwache — Probe nicht mehr bestehen können?! Man überzeuge sich einmal persönich von der Reichhaltigkeit des Materials, das die „Bibliohek und Lesehalle" bietet, von der starken Frequenz, die zumal an Sabbaten und Sonntagen in ihren praktisch und gefälligeingerichteten Räumen herrscht, und jeder Jude wird mit wahrhafter Befriedigung von all den Dinge» Kenntnis nehmen, sicher, aber auch dem Verein seine tatkräftige Hilfe zuteil werden lassen! Hier folgen noch die Besuchszeiten des laufenden Winter-Halbjahres: Montag—Donnerstag: 1—4, 8—10 Uhr, Freitag: nach dem Wendgottesdienst bis 10 Uhr, Samstag und Sonntag: »/oll—l, 3—7 Uhr. , Dcr Lichtbildcrvortrag des Frl. stud. Phil. R. D u ( o s- Frciburg über „Eine Kulturaufgabe der jüdischen Frau" hatte ein zahlreiches Publikum angczogen. Rednerin verbreitete sich über die bedeutungsvolle Aufgabe, hie der „Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina" sich gesteUt hat. Im Saale lagen Spitzen und andere Handarbeiten als Erfolge der bisherigen Tätigkeit des .Verbandes in Palästina aus und ' fanden zahlreiche Käuferinnen. Auch hatte der Verband eine Anzahl Neuanmeldungen zu verzeichnen. Auf der am Sonntag, den 5. Januar, stattgehabten General-Versammlung des Vereins „Tifer e s B a ch u r i m" wurden die Herren Willy Müller, Fritz Sulzbacher, Hermann K ormis, Jsaac Weil und Arthur Dalheim in den Vorstand wiederbezw. neugewählt. Landgcrichtsrat a. D. Geh. Justizrat Dr. Rawitscher erhielt den Kronenorden 3. Klasse. Bereius-Kalerrder. Freitag. „Talmud Thora" - Verein, nach Schluß des Gottesdienstes, Synagoge Börneplatz: Bortrag (Dr. Braun). — Verein „Mekor Chajim", nach Schluß des Gottesdienstes, Hörsaal Friedberger Anlage: Mkro-Vortrag (Oberlehrer Bär); 8v» Uhr, Sange» ftraße 18: Gemütliche Zusammenkunft. — ,Fst»nkaf tote"-Ser ein, 9 Uhr. Bleichste. 70: Gemütliche Zusammenkunft. Samstag. „Monte fröre"-Be re in, 11 »/* Uhr. Bleichste. 70: Schinr-Vortrag (Dr. B. May). — Verein „Mekor Chajim", 12 Uhr, Hörsaal F:iedberger Anlage: Vorlesung (Prof. A. Weyl,': 3Ve Uhr, Langestr. 18: Ein Jaakob (Schachnowitz). — Zionistische Bereinigung, 83/i Uhr, Cafe Kursaal, Fciedberger Anlage: Bortrag (Max Fischer). — Frankfurter Verein für Statistik und Demographie der Juden. Samstag, 11. Januar, abends Ve0 Uhr im Parterresaale des Kaufm. Vereins Eschersheimerlandstr.: 1. Bortrag des Herrn Dr. Rudolf Wassermann-Berlin: Neomalthusianismus und Judentum (Geburtenabnahme bei den Juden). 2. Genehmigung der Statuen. Sonntag. „Talmud Thora"-Berein, 6 Uhr, Synagoge Börneplatz: Dortrag (Rabb. Dr. Nobel),' — „Monte siore"-Berein, 4—7 Uhr, Bleichstraße 70: Gemütliches Zusammensein. — Verein „Mckor Chaj i m", 6 lihr, Langestr. 18: Midrasch-Bortrag (M. Goldstein). — Verein „Tiferes Bachurim", Bleichstraße 70, 8 Uhr: Talmud-Bortrag (Rabb. Dr. Horoditz); 9 Uhr: Üeber das Weisheitsbuch des.Josna ben Sirach (cand. Phil, Jul. Greilsheimer). Montag. Verein für jüd. Geschichte und Literatur, 83A Uhr, Frankfurt-Loge: Jehuda Halevi (Rabb. Dr. Salzburger). Dienstag. I ü d. F r a u c n v e r e i n i g u n g, 8-/r Uhr, Hotel Drexel: Nachexilische Geschichte (Rabb. Dr. Bondi- Mainz). Mittwoch. ,M onte fi or e"-V er ein 9 Uhr. Bleichstr. 70: Besprechungsabcnd: Gabriel Rieser (Dozent Rechtsanwalt Dr. Saalfeld)/ Donnerstag. Verein „Nachlaß Zwi", 9 Uhr, Langestr. 18: Altjüdische Rechtssätze in modernen Gesetzen (Referendar Dr. Leo Adler-Köln). Low Umtausch. Ab 6. Januar Grosser Inventur Keine Auswahl Sendungen. 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