Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 10 (1912)
- Issue
- Heft 44 (8.11.1912)
- Date
- 1912-11-08
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Heite 10 Nr. 44. Kkmchmar MrvMWe» KaoMeMsik. viel als Auflösung, als Erlöschen, Verstummen; der Friedenden er predigt, ist nicht der nach dem Kampfe, sondern heißt, Flncht vor dem Kampfe. Der Prophet dagegen'scheut den Kampf nicht, er stecht im Leben und nimmt aktiven Teil an allen seinen Erscheinungen, an den politischen sowie sozialen (Die Propheten waren die ersten Sozialisten). Was er anstrebt ist nur: zu veredeln, zu versittlichen. Ueber alles Empirische setzt er sich hinweg, und das Metaphysische ist bei chm vorherrschend. Sein Kampf galt der Der stofflich ung der Welt, seine Forderung ist vielmehr, diese Welt zu versittlichen und zu heiligem, nicht rituel heilig, sondern sittlich heilig. Zn den Propheten lebte der Glaube an die Einheit der Welt, an den Zusammenhang der Begebenheiten, an den Zweck des Weltgeschehens, und so glaubten sie am die Zukunft der Geschichte; für sie gcht es eine Entwicklung, die zu einer endlichen^ollkommenheit —> Erreichung der Sittlichkeit Heiligkeit und Götüichkeit — führt. Und Zaratustra? Bei Zaratustra gibt es keine Vollkommenheit, da er keine Einheit, sondern Zweihest kennt: G' tt des Bösen, Finstern und Gott des Guten, Licht n. Der Prophet ist der Förderer der wirklichen Kultur, und somit ist er der Eroberer der Welt. Sanitätsrat Dr. Th. Iaffe, Mitglied des Vorstands der israelit. Gemeinde, erhielt den Titel Geheimer Sanitätsrat. \ Da die Mittel sür den Neubau der abgebrannten Synagoge zu Neeß a. Mederrhein noch lange nicht genügen, sucht Herr Salomon Bernhard aus Reeß persönlich in Frankfurt Spender zu gewinnen._•_ Bereivs-Kaleuder. Freitag. „Talmud T h o r a" - V e r e i n, nach Schluß des Gottesdienstes, Synagoge Börneplatz: Vortrag (Dr. Heinemann). — Verein „M ekor Chajim", nach Schluß des Gottesdienstes, Hörsaal Friedberger Anlage: Mikro-Vortrag (I. Beuden); 8»/s Uhr, Langestr. 18: Gemütliche Zusammenkunft. — ^,M ontefiore"-Verein, 9 Uhr, Bleichste. 70: Gemütliche Zusammenkunft. Samstag. „Montefiore"- Verein, 1v/i Uhr, Bleichste. 70: Schiur-Vortrag (Dr. B. May). — Verein „Mekor Chajim", 12 Uhr, Hörsaal Friedberger Anlage: Sefer Schemuel (Prof. Wehl); 3»/« Uhr: Langestr. 18: Ein Jaakob (Schachnowitz). Sonntag. „Montefiore" - Verein, 4—7 Uhr, Bleichste. 70: Gemütl. Zusammensein. —Verein „M ekor Chajim,"6Ühr, Langeste. 18:Sefer Jirmijohu (Dr. I. Breuer). — Talmud Thor »"-Verein, 6 Uhr, Synagoge Äörnepl,: Psalmen (Rabb. Dr. Nobel). —; Frankfurter Verein für Statistik und Demographie derJuden, 7>/» Uhr, Loge Sokrates, Höchste. 14: Die Bedeutung der Statistik der Juden und ihre Aufgaben für die Zukunft (Dr. Blau-Berlin). — Verein „Nachlaß Z w i", 8 Uhr, Hotel Drcxel, Gr. Friedbergerstraße: Geselliger Abend. — Verein „T i f e r c s B a ch u r i ni". Bleichste. 70: 8 Uhr: Talmud (Rabbiner Dr. I. Horovitz), 8^/i Uhr: Goethes und Schillers Beziehungen zum Judentum (Willy Müller). — Verein selb st. i s r. Handw e r'k e r u u d Gewerbetreibender, 7 Uhr, Langcstraße 26: Stiftungsfest. Mittwoch. „Mo n tes i o re". - Verein, 9 Uhr: Aegyptens Baukunst zur Zeit Moses (Prof. Dr. Hülsen). Dienstag. I ü d. F r a u e n v e r e i n i g u u g, 8% Uhr, Hotel Drexel: Mchexilische Geschichte.(Rabb. Dr. Boiidi- Mainz). Mittwoch. I n d. F r a n c n v c r e i n i g u u g, 8h- Uhr, Hotel Drexel: Geselliger Abend. benutzet zu Slückwüusckeu Telegramra-flblöstmgsjorraulare der Xebraischen JAittelschuie Sacbkemome in Jajfa. 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