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Neue jüdische Presse · 1912-11-08 · Heft 44 (8.11.1912) · page 9

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
10 (1912)
Issue
Heft 44 (8.11.1912)
Date
1912-11-08
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Eine entscheidende Wendung in der „Agudas Jisroel-Frage. Rabbiner Dr. SalomonBreuer-Frankfurt a. M., der Führer der Trennungsorthodoxie, hat in der Regensburger „Deutsche Jsr.-Ztg." . folgende Erklärung erlassen: „In dein vom Bureau der „Agudas Jisroel" verössentlichten Bericht über die am 13. und 14. ds. Mts. abgehaltene Plenarversammlung des provisorischen Komitees heißt cS u. a.: „Die Annahme dieser Resolution erfolgte nach lebhaften Auseinandersetzungen e i n st i m - m i g unter Teilnahme der anwesenden Vertreter des traditionell-gcsctzestreuen und des orthodoxen Rabbiner- Verbandes." An dieser Plenarversammlung habe auch ich als Delegierter des orthodoxen Rabbiner-Verbandes teilgcnommen. Es hat sich daher das Gerücht verbreitet, daß ich meine Forderung, die ich von Beginn an als Bedingung für meine Mitarbeit an dem Zustandekommen der „Agudas Jisroel" gestellt habe, zurückgezogen hätte. Dies i st durchaus unrichtig. Da ich ohnedies von mehreren Seiten wiederholt eindringlichst ersucht worden bin, meinen Standpunkt gegenüber der Agudas Jisroel, speziell die von mir erhobenen Forderungen klar und präzis der Öffentlichkeit mitzuteilen, so sehe ich mich veranlaßt, meine Rede, die ich in der Plenarversammlung gehalten habe, zu veröffentlichen. Auf der Tagesordnung stand u. a. der dritte Punkt der Forderungen der ungarischen Orthodoxie: „In solchen Orten, wo eine separate orthodoxe Gemeinde sich befindet, können nur solche Männer in die Leitung der Agudas Jisroel gewählt werden, die Mitglieder dieser orthodoxen Gemeinde sind." Zu diese»!. Punkte sprach ich nun ungefähr folgendes: „Sehr geehrte Herren! Wenn ich das Wort ergreife, so geschieht dies nicht, um für den ungarischen Antrag einzutreten, so sehr mir die berechtigten Interessen der ungarischen Orthodoxie am Herzen liegen und wohl auch jedem wahrhaften Jehudi im Sinne des Kol Jisroel arevim seh boseh ani Herzen liegen müssen. Dieser Antrag, in der Form, wie er hier vorliegt, ist nicht ungarischer Abstammung, sondern von mir, von mir aus gegangen und allerdings von den Führern der ungarischen Orthodoxie konzediert worden; denn ihr ursprünglicher Antrag ging noch weiter, viel weiter. Konstatieren muß ich vor allen Dingen, daß dieser Antrag aus einem Psak Din beruht, der von'Gedanke ha Tauroh nicht nur in Ungarn, sondern weit darüber hinaus festgestellt worden ist. Ich nenne hier bloß den Brisker R a w, der bei uckserer Zusammenkunft in Kattowitz das Konzept für diese Bestimmung eigenhändig versaßt und mir in Anwesenheit anderer hervorragender Männer zugesagi hat, diesen Psak bei allen seinen Chaverim „mit Glanz", wie er sich ausdrückte, durchzuführen.' Das provisorische Komitee ist in seinem weitaus überwiegenden Teil nicht aus Maure Haurooh, wohl aber aus recht guten Jehudim zusammengesetzt. Weil es aber aus guten Jehudim zusammengesetzt ist, so wäre es ein verhängnisvoller Fehler, einen von Gedaule ha Tauroh anerkannten Psak brevi manu, in welcher Form immer, zurückzuweisen. Eine solche Zurückweisung ist des provisorischen Komitees unwürdig und würde nur den Gegnern der Agudas Jisroel eine willkommene Handhabe bieten, hinznweiseu: Seht, so sehen die deutschen Herren aus, schon jetzt lehnen sie sich gegen einen Psak Din auf, wie wird dies erst in der Folge sein! Es wäre daher müssig, meinerseits hier auf die Erörterung dieses Psak näher einzugehen. Ich kann es mir dennoch nicht versagen, zur Begründung dieses Antrags Ihre Aufmerksamkeit auf ein Moment hinzuweisen, das sich m. E. als ein bringendes Postulat schon des natürlichen Denkens erweist. Wir wollen doch einen jüdisch-orthodoxen Weltvcrband gründen. In dem Worte „orthodox" ist implicitc, ob man will oder nicht, die einmal leider bestehende Spaltung zwischen gesehestreuen und neologen Juden unleugbar ausgedrückt. Wenn wir einen anti-zionistischen oder anti-misrachistischeu Weltverband gründen wollten, so müßten wir doch selbstredend alle Zionisten und Misrachisten ausschließen. (Nebenbei sei erwähnt, daß in einem russischen Blatt orthodoxer Tendenz sogar der Ausschluß aller Zionisten und Misrachisten von der Agudah mit aller Entschiedenheit gefordert wurde.) Ich kann mir wohl denken, daß man hierüber anderer Ansicht sein kann. Wie man aber nun gar in die Leitung eines orthodoxen Weltverbandes Männer berufen kann, die, bei allen sonstigen persönlichen Vorzügen, sich zu einer an ihrenr Orte befindlichen ausgesprochen orthodoxen Gemeinde nicht bekennen, ihr nicht als Mitglied angehören, ist für mich, wie bereits erwähnt, selbst vom Gesichtspunkte des natürlichen Denkens unerfindlich. Ich kann nur wiederholen, mit Nachdruck wiederholen, daß es ein verhängnisvoller Fehler wäre, wenn Sie diesen Antrag, in welcher Form immer, zurückweisen würden. Wohl könnten Sic ihn zum Gegenstand einer weiteren Schaaloh machen. Jedoch kann ich Ihnen-nicht verhehlen, daß ich mir von einem solche» Unternehmen nicht den geringsten Nutzen verspreche. Soviel ich auzunehmen glaube, werden die Führer der ungarischen Orthodoxie diesen Psak nie zum Gegenstand einer Schaaloh machen lassen. Nebenbei gesagt, hat mein Schwiegervater s. A., und Sie'wissen ja, wer mein Schwiegervater .war, nie gestattet, daß sogar der Austritt zum Gegenstand einer Schaaloh gemacht werde, und ich selbst werde auch nie diesen Antrag zum Gegenstand einer Schaaloh machen. Ich erwarte mit Bestimmtheit, daß diejenigen Mitglieder des provisorischen Komitees, die Mitglieder meiner Kehilla sind, sich dem Psak ihres Raw, wie es wahrhaft guten Jehudim geziemt, bereitwilligst unterordnen werden. Sollten Sie aber dennoch wider Erwarten den Antrag zurückweisen, so werden Sie vielleicht nach irgend einer "Seite hin etwas gewinnen, dafür aber nach vielen anderen Seiten hin viel, ja recht viel einbüHen. Sie werden einem gewissen Kreise in unserem Lande die Freude bereiten, die Ungarn und nebenbei auch den Rabbiner Breuer von sich abgeschüttelt zu haben, aber, aber bedenken Sie, meine Herren! Mit den G'daule ha Tauroh in Ungarn werden zweifelsohne auch die wahrhaften G'daule ha Tauroh in Galizien gehen und, was Rußland betrisst, habe ich Ihnen ja bereits den 'Standpunkt des Brisker Raw erwähnt. Abgesehen davon, wissen Sie ja, daß insolange von der russischen Regierung das Rischojaun nicht herabgelangt ist, unsere russischen Brüder sich überhaupt nicht offiziell an der Agudas - Jisroel - Bewegung beteiligen können, und wenn das heiß ersehnte Rischojaun auch herabgelangt sein wird, sind leider die Verhältnisse in Rußland so geartet, daß eine einzige Messiroh G. b. genügen würde, um ihre Beteiligung unmöglich zu machen. Also, Sie loürdcn, meine Herren, mit der etwaigen Ablehnung des 'Antrages vielleicht einige Hundert oder 1—2C00 Mitglieder gewinnen, dafür Hunderttausendc verlieren, und, was das Allerschlimmste ist, einen Pirud in der großen jüdischen Welt erzeugen, den Sie, davon bin ich überzeugt, einmal tief bereuen werden. Meine Herren! Ich kann wohl sagen, daß die Agudas Jisroel-Idee mein Geisteskind ist. Bereits vor 15 Jahren habe ich gelegentlich einer Versammlung diese Idee angeregt. Vor zirka 5 Jahren hat auf meinen Antrag hin der Vorstand der Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums beschlossen, der Verwirklichung dieser Idee näher zu treten. Daraufhin ist die Versammlung in Homburg einberufen worden. Wenn ich dieses erwähne, so will ich damit mir nicht etwa zu meinem Selbstlob die Vaterschaft dieser Idee erzwingen, sondern ich will Ihnen damit bloß sagen, loie sehr mir die Verwirklichung dieser erhabenen Idee am Herzen liegen muß. Ich möchte jedoch nicht, daß dieses Geisteskiud zu einem Krüp'pel geschlagen werde, ich verstehe darunter, daß lvir nicht unter Rücksichtnahme auf den leider in unserem Laude bestehenden, verhältnismäßig kleinen Pirud einen ungleich größeren, ja verhängnisvollen Pirud iu der großen jüdische» Welt erzeugen. Gott verleihe Ihnen die nötige Einsicht! wij'thakncm b'ezoh tauvoh milfonov." Bald nachdem ich diese Rede gehalten hatte, verließ ich den Sitzungssaal, ohne die Abstimmnng ab - z u w a r t e u. An dieser meiner Forderung werde ich m. G. Hilfe festhalten. Erwähnen >vill ich nur noch, daß es die heiligste Pflicht eines gesetzestreuen Jehudi ist, dem ausgesprochenen Verbot unserer Weise» Al tifraüsch min hazibbur, das in dem Gotteswort Orur ascher lau jokim usw. (vergl. Ramban z. St.) wurzelt, voll und ganz Rechnung zu tragen. Nach dem Ausspruch derselben Weisen En zibbnr mes w'en zibbur oni liegt der Begriff eines zibbur in der Stetigkeit und Unwandelbarkeit seines ausschließl ich auf das Gottesgesetz gegründeten Daseins. Die als bloße Konzession sich darstellende Schaffung religiöser Institutionen durch eine Resornigemeinde kann diese nicht zu einem zibbur im Sinne des Religionsgesetzes gestalten. Männer, die an Orten, wo ein w a h r e s zibbur besteht, nur der Reformgemeinde als Mitglieder angehören, sind daher, wenn auch nicht als paur'schim midarke hazibbur, so doch als paurschim min hazibbur zu betrachten. Im übrigen verweise ich auf die Th'schuvaüs Maharam Schik Teil Orach Chajim, 306, 307. Bedenkt man nun gar noch, daß gerade in ''er neuesten Zeit die 'Reformrabbiner samt den Vertretern der Reformgemeinden sich anschicken, ihren Abfall bis zur förmlichen Bildung einer neuen Konfession G. b. , zu vervollständigen, so dürfte es wahrlich jedem Verständigen klar sein, daß es geradezu widersinnig wäre, in die Leitung einer „A. I.", die unsere heiligste Sache zu vertreten berufen sein soll, Reformgemeinde-Orthodoxe hinein^uwählen.!' * Mit dieser Erklärung ist Herr Rabb. Dr. Breuer eo ipso aus Agudas Jisroel ausgetreten. Eine Plenarsitzung des „Provisorischen Komitees" der Agudas Jisroel wird sich hier in Frankfurt am nächsten Sonntag mit der veränderten Sachlage beschästigen. Zu einer Stelle der Erklärung sei hier eine kurze Bemerkung erlaubt. Wenn Herr Rabbiner Dr. Breuer den Brisker Raw für sich in Anspruch' nimmt, so glauben wir, daß das noch der Ausklärung bedarf. In der Komiteesitzung der Agudaß Jisroel, die den Rabbiner Dr. Breuers Austritt veranlaßt habenden Beschluß gefaßt hat, hat des Brisker Raws intimster Mitarbeiter, Rabbi Chajim Mauser Grodsenski, gleichfalls für den Beschluß gestimmt. Frankfurter Berichte. Im Verein „Nachlaß Z w i" sprach Rabbiner Dr. P. Kohn-Ansbach vor besetztem Saale über das Thema „Beiträge zur Geschichte der Dogmatik im Judentum." Redner verbreitete sich zuerst über den Begriff .Dogmatik", der von anderen Konfessionen entlehnt sei und im Hebräischen fehle. Dogmatik bedeute gesetzliche Richtschnur des Denkens, Glaubens und Fühle ns. Seitdem Moses Mendelssohn in seinem „Jerusalem" unser Judentum eine Gesetzesreligion genannt hat, spreche man von der Dogmenlosigkeit des, Judentums, und es möge nun untersucht werben, ob z diese Bezeichnung berechtigt sei. Man unterscheidet positive Dogmatik — Feststellung der Quellen des Glaubens, Feststellung der Autorität —, fundamentale Dogmatik — Nachweis der Berechtigung der Dogmen und deren Verteidigung — und spekulative Dog matik — Wesen, Zusammenhang, Ursachen und Wirkung der Dogmatik, die zu erforschen, Aufgabe der Religionsphilosophie ist —. - Redner findet Dogmen des Denkens im ersten und zweiten Gebot — der Schöpfer und Erhalter Gott und der einzige Gott — und Dogmen des Fühlens in dem Gebot, des Amaleks sich nicht zu erinnern und den. I Verführer zum Götzendienst nicht zu lieben. ) Die Männer der Großen Synode haben in den Vor- und Nach-Brochaus des Schema die Doginen des.■ ‘ Judentums genannt und zwar: Gott als Schöpfer und; Erhalter, Gott als Offenbarer der Thora, Gott, der die Taten des Menschen richtet. Das Hauptdogma ist jedenfalls her Glaube, daß die Thora in jedem einzelnen ihrer Worte von Gott , gegeben ist (Thauro inin haschomajim), daß also Moses aus eigener Machtvollkommenheit nicht ein, Wort hinzugesügt hat. Um dieses Dogma dreht sich heute in Wirklichkeit der ganze Kampf im Judentum. Wenn man den Satz „Af al pi schechoto, jisroel hu“ gegen dieses Dogma ansührt, so treibt man ein etwas frivoles Spiel. Denn nach diesem Satze ist auch der getaufte Jude in gewissem Sinne - — z. B. in dem Sinne, daß man ihn am Sabbat nicht die Arbeiten vollbringen lassen darf, die einem Nichtjuden aufzutragcn erlaubt sind — noch als Jude zu - betrachten —, und doch werden wir ihn nicht mehr als Juden ansehen. ■ Redner erklärt zum Schluß die scharse Hervorkeh- -i rung des Dogmas „Thauro min haschomajim“ als das ■ | wichtigste Moment für die Reinerhaltung der Orthodoxie - und ihren Sieg in dem jüdischen Tageskampf. —- Es würde uns zu weit führen, wollten wir auf die , Behauptungen des Referenten näher eingchen; vielleicht - kommen wir noch in einem besonderen Aufsatze darauf zurück. Diesmal nur einige kurze Bemerkungen. Herr Rabbiner Dr. Kohn gibt zu, daß die hebräische Sprache den Ausdruck Dogma überhaupt nicht kennt, —; diesen eklatanten Beweis für das Nichtvorhandensein des Dogmatischen im Judentum sucht er durch subjektive Erklärungen zweisclhaster Natur zu widerlegen.! Ebenso verfährt er mit der zweiten Tatsache, daß man auch den getauften Juden am Sabbat keine Arbeit verrichten lassen darf, was doch dem objektiv Denkenden ' als Beweis für die Unzertrennlichkeit des Juden vom Judentum dienen muß. Was aber besonders vermerkt -= sei, ist die politische Seite seiner Ausführungen, die? systematisch auf die Durchführung des Trennungsprinzip, ' die Zweiteilung des Judentums in zwei Konfessionen hinarbeitet. Zwei Momente interessierten mich besonders bei dem Jüdischen Volkslied-Abend, den die Redaktion von Ost und West zu Gunsten des Heims des Jüd. | Frauenbundes im Saalbau veranstaltete. $ Zuerst das Publikum des bis aus den letzten Platz s besetzten Saales. Neben den bekannten Damen, die sich in Frankfurt zum Besten des Judentums in den Dienst der jüdischen Frau gestellt haben, und deren Kreise zahlreiche Gesichter des Westends, denen sonst eine jüdische Veranstaltung eine terra incognita ist. v Wie mancher vernahm hier zum ersten Male die Laute des Jargons und hörte mit Erstaunen, daß sich die tiefsten Gefühle in diesen Lauten ausdrücken lassen. Doch , noch viel wichtiger war die Erkenntnis von dem Gefühlsleben, das aus diesen Volksliedern atmet. Die tiefgreifende Scheidung zwischen den jüdischen Volksliedern und ' den Volksliedern, die uns besonders aus dem Schatze; des deutschen Volkes vertraut sind, drängte sich wie von % selbst zum Bewußtsein. ' Die Psyche des jüdischen Volksliedes war so der zweite Moment der Veranstaltung, das mich anzog. Keine >5 fessellose Liebessehnsucht in allen Abtönungen vom zarten Sehnen bis zur glühenden Leidenschaft, sondern das Trieb» - ■ leben immer wieder und wieder gemeistert durch die lieber- » legung des Denkens. Und dann die zahlreichen Volkslieder, •) die das Geschick Ahasvers widerspiegeln, und die lustigen Weisen, geboren an den Tagen festlicher Weihe, da der Jude sein Ahasverdasein vergißt. | So war der Abend eine Veranstaltung, für die man X Herrn Leo Winz, den Redakteur von Ost und West, -X nur dankbar sein kann. Das Publikum bewies denn auch s? seine Zufriedenheit durch lebhaftes Klatschen nach den ’ einzelnen Nummern — diese wurden von den Damen; Tennenbaum und Falk-Mintschin und den Herren Magidson und Nadel zum Bortrag gebracht — ' und durch zahlreichen klingenden Dank für das Jsenburger Heim während der Teepause. - Vor besetztem Saale der „Frankfurt-Loge" iprach - - am 30. Oktober Rabbiner Dr. Nobel über „Die Wel t- - anschauung der Propheten." | Redner ging einleitend auf das Wort ,Aowi" ein. 3 das so viel als Verkünder, Deuter, Dolmetsch bedeute. 1 Die Propheten sind erMlt von d«c gewaltigen Ans- 1 gäbe, die ihnen obliegt und ein Mrgstgefühl bemach-' tigt sich ihrer vor der Berufung. H Nachdem der Redner dies belegt nnd sodann die geschichtsich« Ereignisse jener Jahrhunderte kurz skizziert hatte, kam Z er auf die zwei damalige Religionen des Buddha nnd Zara- ,'A tustra in Parallele znm Judentum nnd jüdischen Propheten ~j zu sprechen. Welch ein Unterschied! Buddha steht Z außerhalb des Lebens, das Leid ist ihm 1 gleichgültig: die Erlösung des Buddha bebrütet in il

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