Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 10 (1912)
- Issue
- Heft 43 (1.11.1912)
- Date
- 1912-11-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 11. Nr. 43. granfjTtrtet ZsraEtscheS FamilieMatt. Hebräisch als zlveite Muttersprache und als Schulsprache erlernen. Die größeren Kolonien besitzen Genieindesäle, in welchen oft gemeinverständliche literarische und populärwissenschaftliche Vorträge gehalten werden. Daran gliedern sich kleine Volksbibliotheken. IN jeder Kolonie werden Tageszeitungen und Fachzeitschriften in verhältnismäßig großer Anzahl und in mehreren Sprachen abonniert und gelesen" . . . »Mir zwei Institutionen moderner Gemeinwesen fehlen in den jüdischen Kolonien, weil sie hier völlig überflüssig sind: Polizei und G e f ä n g n i s." „fortgesetzt bemüht, den Ertrag des Bodens zu steigern und dessen Bewirtschaftung lohnender zu gestalten, stellten die jüdischen Kolonisten unter großen Opfern an Zeit, Geld und Mühe verschiedene Versuche an, welche der palästinensischen Landwirtschaft überhaupt die Wege geebnet haben. Sie führten Kulturen ein, die der hiesige Bauer früher nicht kannte und bedienen sich bei der landwirtschaftlichen Arbeit stets der besten und modernsten Methoden. Hiedurch werden fortgesetzt die Interessen des Landes und seiner Bewohner in hohem Maße gefördert." Dies führt der Autor näher aus: Steigerung der Boden- :reise, Aufblühen der Araberdörfer in der Nähe der jüdischen Kolonien, Aufschwung des Handels, steigende' Wein-, -Orangen- Mandel- und Oelbaumerträge und -Exporte, Versuche mit Tabak und Baumwolle. Kunst und Literatur. Professor Dr. A. Berliner über das talmudischhaggadische Werk „Beth Jakob" des Rabbiners Jacob Hübsche r.*) Die Haggada's im Talmud, welche schon in dieser ursprünglichen Bezeichnung als den besonders anziehenden Teil des Talmud's sich kundgegeben, haben zu allen Zeiten und von verschiedenen Seiten die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. Weniger galt es hierbei, die Erkenntnis für das Milieu, ausi dem sie entstanden, zu fördern. Man befleißigte sich vielmehr, den Inhalt derselben zu erklären,- allerdings jeder Erklärer von dem Standpunkte aus, den er selbst einnahm. So haben Synibolik und Allegorie, Philosophie und Mystik in diesen Haggada's sehr oft den Nährboden für ihre eigenen Gebilde gefunden. Hierdurch wurde die Entfernung von der natürlichen Auffassung, welche wir bei den Geonim finden, den Geistesheldmi, welche den Schöpfungen des Talmud's am nächsten standen, immer größer. In dem Massen-Material, welches hierfür an den Tag trat, ist nur ein kleiner Teil nachzuweison. in dessen Schriften den Richtlinien gefolgt wird, welche die Geoninl Scherira, Hai u. a. für die Tendenz der talmudischen Haggada's pvrgezeichnet haben. *) Im Selbstverlag bei Rabbiner Jacob Hübscher, Berlin, Straßburgerstraße 55 erschienen.' Herr Rabbiner Jacob Hübscher hat es unternommen, diese Haggada's im Sinne und im Geist« der geonäischen Auffassung darzustellen. Die Klarheit, welche dieser Gelehrte hierbei in dem bereits erschienenen Teile entwickelt, wird von einer D i c t i o n gefördert, in welcher der präzise Ausdruck nach Form undSprache den hierfür empfänglichen Leser sicher befriedigen wird. Herrn Hübscher zur weiteren Fortführung der Aufgabe, die er sich gestellt, inateriell beizustehen, dürfte allen denen empfohlen werden, welche für die jüdische Wissenschaft, und auch für die Träger derselben ein. Herz sich bewahrt habe». Berlin, am 18. Okt. 1912. Prof. Dr. A. Berliner.. Inhalt des Hauptblattes. Artikel: Wir und der Liberalismus. — Aus den Ereignissen des Tages: Unsere Gleichberechtigung. — Brief aus Palästina —' Die Jemeniten-Frage. — Aus aller Welt. — Personalien und Kleine Mitteilungen. — Feuilleton: Bor den Toren Prags. —Wochen-Kalender. —Spenden. — Familiennachrichten. — Briefkasten. — Vereins-Kalender. Inhalt der Beilage. Artikel: Josef David Sintzheim. — Frankfurter Berichte. — Aus der zionistischer Bewegung. — Aus der Lehrerwelt. — Aus den Vereinen. — Bunte Chronik. — Kunst und Literatur. Hof- und Kamnterphotograph Franke & Kfircher - von Bosch Atelier: 34 SLaiserstrasse 34, I. Etage. Telephon 814. Ehe Sie sich photographieren lassen, betrachten Sie die umfangreiche Ausstellung der künstlerischen Ausfahrungen meiner Aufnahmen. V Für Festlichkeiten, Hochzeiten, Theater etc. verleihen wir elegante neue extra angefertigte Gehrock-Smoking and Frack-Anzüge, Sacco-Anzflge n. Paletots zu solid. Preisen auf Tage, Wochen und Monate. Oppenheimers Konfektionshaus Verleih-Abteilung feiner Herren-Hoden. Kaiserstrasse 68. Grosse Portraitur verständnisvolle Arbeiten (keine mechanischen Produkte) Leder-Clubsessel und Sofa Schreihsessel und Lederstfihle eigenes erstklassiges Fabrikat. tahelmer Uuns Scbillarstrasse 27. billige Preise. 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