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Neue jüdische Presse · 1912-10-25 · Heft 42 (25.10.1912) · p. Seite 5

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
10 (1912)
Issue
Heft 42 (25.10.1912)
Date
1912-10-25
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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5r. 42. jefiten Beziehungen als drückend empfundenen Bestimmungen machten schon seit Jahrzehnten den Wunsch nach einer Reform rege. Nach öffentlicher Bekauntinachung einer von der K. Israelit. .Oberkirchenbehörde entworfenen Kirchenverfassung sowie nach Beratungen in den beiden Ständekammern haben Gesetz und Kirchenvcrfässung' unter Berücksichtigung der. geäußerten Meinungen und Wünsche ihre jetzige Gestalt erhalten. Gesetz und Kirchenverfassung halten an der seitherigen Einheitlichkeit des israelit- Kirchenwesens, verbunden mit einer wirksamen Staatsaufsicht fest, räumen aber der israelit. Religionsgemeinschaft in ihrer Gliederung als einzelne Kirchengeineinden und in ihrer Bereinigung als Landesverband eine erheblich größere Selbständigkeit als bisher ein. Soweit eine staatliche Mitwirkung in dem Gesetz vorgesehen ist, beruht diese ans dem Wunsche der Israeliten des Landes, die ans Grund der mehr als 80 jährigen Erfahrungen mit dem Gesetz von 1828 hierin eine wesentliche Stärkung der Stellung ihrer israelit. Religionsgemeinschaft erblicken. D. C a r l P i n n (Charlottenburg, Savigny-Platz 13) ist bereit, im November Vorträge in den j ü bische n B e r e i n e n d er Main- und R h e i n g e g e n d zu halten. Thcmate: Der Jude als Romansigur. — Die Romantik des jüd. Martyriums. — Die Bedeutung des Judentums für die Wissenschaften. — Jüd. Geisteshcrren. — Was hat das Judentuni für die Kultur geleistet? 8 Schweizer Stickereien ° q F. C. Strubberg d Co Q 25 Neue Mainzerstrasse 25. C t&alser Friedricn yaelle — —> Offenbach a. M. — — Gegen Gicht and Rheumatismus bewährt. Alleiniger General -Vertreter: Frledrloh Stahl, Frankfurt a. M., Gttntheraburg-AUee 37. Tel.259 n. 714. Wocherr-Kalender. lZeitangaben nach dem Losch.) Samstag, den 26. Oktober s— 15. Uheschwanl: Sabbat-Anfang in Frankfurt a. M. 4 Uhr 45 Min. Sabbat-Ausgang in Frankfurt a. M> 6 Uhr — Min. in Berlin 5 Uhr 35 Min. Wochcnabschnitt: W a j e i r o — Abrahams Gastfreundschaft und Menschenliebe. Drei Engel, die er für fremde Menschen hält, bewirtet er in herzlichster Art. Dabei wird ihm die bald bevorstehende Geburt Jsaks verkündet. Die Engel wenden sich von Abrahams Hütte Sodom und Ainora zu.' Beide Städte nebst deren Umgegend sollen wegen ihrer Sünden mit dem Untergange bestraft werden. Auch hier zeigt sich die überaus große Herzensgütc Abrahams. Unaufgefordert betet er für die Sünder. Gott ist gnädig, lvill verzeihen, wenn 50, 45, 40, 30, 20 ja nur 10 Gerechte sich dort finden. Sodom und Anwra gehen durch Schwefel und Feuer unter. Lot wird aber gerettet. Er zieht mit seinen Töchtern ins Gebirge. Abimelech, der Philisterkönig, raubt Sara. Auf Gottes nächtliche Mahnung aber gibt er sie wieder zurück, beteuert seine vollkoiiiinene Unschuld und überreicht Abraham Geschenke. Frankfurter FsvaelitWeK FauMenblatk. Die Gebürt Jsaks. Seine Entwöhnung wird durch ein großes Gastinahl begangen. — Hagars Sohn Jsmael pflegt verführerischen Umgang mit Jsak. .Hagar .und Jsmael werden aus Abrahams Haus entlassen. In der Wüste verkündet ein Engel Gottes der Hagar, daß auch ihr Sohn zu einem großen Volke werden soll. — Der Philisterfürst Abimelech schließt mit Abraham einen Freundschaftbund. — Am Schlüsse der Sidra wird uns Abrahams größte Prüfung geschildert. Er soll seinen <sohn Jsak opfern. Er ist gehorsam, zieht mit Jsak zum Berge Morija, legt ihn aus einen Altar und will ihn schlachten. Im letzten Augenblick hält ihn der Zuruf Gottes von der Tat zurück. Gott segnet Abraham. Anstatt seines Sohnes opfert Abrahani einen Widder. — Durch besonderen „Mischeberach" werden die „Scheni-Chamifchi-w'scheni" (Halb - Fasttage, verkündet. Zweierlei Gründe: erstens wegen der Sünden, die wir etwa in Leichtfertigkeit an den vorausgegangenen Feiertagen begangen haben, besonders durch Ent-- weihung der Chaulhamaued-Tage. Gerade durch länger andauernde Freuden sündigt der Mensch. (Daher auch nach Schowuaus diese Bußtage nicht, weil nur zwei Tage Jaumtauw.) — Zweiter Grund: wegen der in den Uebergangsjahreszeiten (.Herbst, Frühling) häufiger stattfindenden Erkrankungen. — Wochengottesdienste in Frankfurt. Morgens: 6 Uhr 30 Min. (Hauptsynagoge und Synagoge Königsteinerstraße 7 Uhr 30 Mn.). Abends: 4 Uhr 30 Min. (.Hauptsynagoge 4 Uhr, Synagoge Königsteinerstraße 7 Uhr). Offenbacher Druckluft - Anlage Ottenbach a. H. Telefon 123. (Anachlnss mit Frankfurt). Bewährteste Topnlchrolnlgoiig, 100,000 qm jährlich s* wie unflbertroffene Betten- und Bettfedemrelnigung mittelst Drnckluft and Wasserdampf. Spende«. Bei der Geschäftsstelle des Frankfurter Israelitische» Zamilienblattes gingen für den Nationalsonds ein: Familie Goitein anstatt Depesche zur Hochzeit Möller—Mainz 0,50 Jf. Lichtenstein, Mayen von Nathan Rofcnthäl, Mayen 1,— „ pp A :flL u' Gustav Schwarz I PilllllVlP 14 Cutl8ut8tra*se 14 1 mä I# I* 1 M 11 Wß nächst dem Schauspielhaus. Kein Laden. Tel. 13479. Damen-Taghemden n. Beinkleider Nachthemden, kVachtj acken Unterröcke — Solide erstklassige Fabrikate — Heuer cfc Solioen Bossmarkt 1. Seit 5 fränkfurfer Möbelmagazin Hoberl 5imon Ausstellung compl.Wohnräume ör.EschenheimerslT.39 u.39a 5 ch i 11ers^r.26. r Auswärtige Familiennachrichten. Geboren. E. Tochter, Levi (Fried), Lberweg 24. — E. Tochter. Goldschmidt (Herrmann), Qnerstr. 6. — E. Sohn, Julius Schönberger (Haas), Wideckstr. 17. — E. Tochter, Karl Oppenheimer' (Bertuch), Eschersheimerlandstr. 79. B a r m i z w o h. Heinrich Reis, Rechneigrabenstr. 12, Max Mannheimer. 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